Tag: Werbung



27 Jan 10

Die Emanzipation – der Begriff ist sehr unglücklich, ich habe aber gerade keinen anderen zur Hand – schwuler Menschen treibt mitunter merkwürdige Blüten.

Das Verhältnis Fußball – Homosexualität ist ein schwieriges. Verbale und physische Gewalt gegen schwule Menschen, die sich in Fußballstadien und die Nähe derselben trauen, sind keine Seltenheit und beleidigende Äußerungen von Fußballtrainer und -spielern über schwulen Menschen sind die Regel.

Nun kommt Christian Deker vom schwul-lesbischen Fanklub Stuttgarter Junxx daher und verkündet: .. continue reading ..


Filed under: Homophobie

Trackback Uri






23 Dec 09

Nacktheit ist ein schwieriges Thema in Deutschland. Jedenfalls wenn es darum geht, sich in der Öffentlichkeit nackt zu zeigen und die sich nackt zeigende oder nackt zu zeigende Person männlichen Geschlechts ist. Nackte Frauen werden in der Werbung und auf Zeitschriftencovern gerne gezeigt (sehen aber irgendwie immer alle gleich aus), nackte Männer hingegen äußerst selten. Absolut tabu ist es offenbar, nackte Männer mit erigiertem Glied zu zeigen. .. continue reading ..


Filed under: Penis

Trackback Uri






22 Oct 09

Der Verein Bürgerbewegung Pax Europa wollte in Köln ein paar Plakate kleben lassen.

Dieser Verein ist nationalsozialistisch ausgerichtet, in hohem Maße xenophob, paktiert mit PI und selbst der sonst nicht gerade zimperliche Udo Ulfkotte, der den Verein mit ins Leben gerufen hat, meint, dieser sei von Rechtsextremen unterwandert. Gleichwohl ist der Verein berechtigt, steuerlich abzugsfähige Spenden entgegenzunehmen.

Um diesen Verein geht es aber jetzt nicht.

Überall in Köln sind immerwieder Plakate verschiedenster Gruppierungen, wie Pro Christ und anderen evangelikalen Unbelehrbaren zu  sehen, auf denen Bibelzitate abgedruckt sind oder irgendwelche Äußerungen dieses angeblichen Gott wiedergegeben werden. Diese Plakate hängen in U-Bahn-Stationen, Bahnhöfen, und sogar auf Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs. Niemand unternimmt etwas dagegen.

Nun wollte der vorerwähnte Verein Plakate mit Auszügen aus dem Korantext in Köln aufhängen lassen und scheiterte: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






9 Sep 09

In Deutschland haben wir reichlich Erfahrung mit ‘Massen’: Massenandrang, Menschenmassen, Massenarbeitslosigkeit, Massenverfahren, Massengrab. Besondere Erfahrung besteht im Bereich der Massenvernichtung.

Nunmehr schickt sich ein zweifelhafter Verein aus Saarbrücken an, einen Beitrag zum Thema Massenverängstigung zu liefern.

Ondamaris berichtet:

Ein kopulierendes Paar ist in einem TV-Spot zunächst zu sehen, im Halbdunkel, sonst nichts. Ganz zum Schluss dann ein Gesicht, das des Mannes, und – es wird immer klarer, dies soll Adolf Hitler sein. „Aids ist ein Massenmörder“, schreit die Kampagne.

Und nur dies. Nichts weiter, keine Präventionsbotschaften, kein „Verwende Kondome“, kein „Safer Sex reduziert dein Risiko“ oder ähnliches.

Die Kampagne wurde initiiert von dem Verein „Regenbogen e.V.“ und realisiert von der Werbeagentur „das comitee“. Regisseur war Ivo Wejgaard. Der Spot ist als TV-Spot konzipiert und soll ab nächster Woche im TV laufen.

Es ist zu fragen, welchen Sinn diese Kampagne hat.

Eine Krankheit oder ein Krankheitserreger kann begrifflich kein Mörder sein. Das deutsche Strafrecht kennt Menschen als Mörder, nicht aber Viren, Tiere oder Krankheiten. Auch im nicht juristischen Sprachgebrauch ist es nicht üblich, eine Krankheit als Mörder zu bezeichnen. Das lässt nur den Schluss zu,  dass in der Kampagne Menschen als Mörder, und zwar als Massenmörder bezeichnet werden. .. continue reading ..


Filed under: Homophobie, Leben, Medien

Trackback Uri






28 Jun 09

Timm., der erste Fernsehsender für schwule Männer in Deutschland, kürzlich bei mir noch wohlgelitten, hat eine Studie in Auftrag gegeben, um sich für Werbekunden interessant zu machen.

Die Studie zeigt, dass sich Werbung in schwulen Medien lohnt und zu einem erhöhten Käuferpotenzial beiträgt: 58% der Befragten finden Unternehmen und Marken, die in schwulen Medien werben, besonders sympathisch. 39% der Befragten vertrauen Unternehmen und Marken sogar stärker, die in schwulen Medien werben.

So weit, so fragwürdig.

Es geht weiter:

Die „Double Income No Kids“-Zielgruppe verfügt über ein hohes Haushaltsnettoeinkommen: In rund 70% der Zweipersonenhaushalte sind beide im Haushalt lebenden Personen berufstätig. Diese attraktive Zielgruppe bevorzugt auch beim Einkauf „schwulenfreundliche“ Marken: Rund ein Drittel aller Befragten kauft bevorzugt Marken, die in schwulen Medien beworben werden. Diese Präferenz korreliert positiv mit der Höhe des Einkommens, das heißt je höher die Einkünfte, desto stärker werden „schwulenfreundliche“ Marken gekauft.

Irrtum: Eine Marke, die in ’schwule Medien’ beworben wird, ist nicht allein deshalb schwulenfreudlich, geschweige denn macht die Werbung den Produkthersteller schwulenfreundlich. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






21 Jun 09

meint Alfonso Pantisano zu einem aktuellen Vorfall in Berlin,

Ein 38-jähriger irakischer Imbissbesitzer hatte vor zwei Wochen aus offensichtlich homophoben Motiven ein Homo-Paar mit einer Stange angegriffen und dabei einen 23-Jährigen verletzt

und hat recht. Es sieht mal wieder so aus, als würde die Polizei in Berlin den Täterschutz wichtiger nehmen, als den Opferschutz. Aber wovor soll der Tater geschützt werden? Er ist es, der prügelnd auf andere losgegangen ist. Rechnet die Polizei damit, dass sich schwule Menschen auf gleiche Weise revanchieren? Nun, sie sollte nach den verschiedenen Aktionen schwuler Menschen in der letzten Zeit, zuletzt dem Kiss-In vor einer Eisdiele eines schwulen Berliners eigentlich wissen, dass schwule Menschen ihre Missbilligung schwulenfeindlichen Verhaltens nicht mit Eisenstangen und Fäusten zum Ausdruck bringen. Vermutlich ist es aber die tiefsitzende Homophobie in der Berliner Polizei, die der dortige Polizeigewerkschaftschef mehrfach deutlich zum Ausdruck gebracht hat, die hier das prügelnde schwulenfeindliche Pack schützt.

Wer aber ist Alfonos Pantisano, der sich da so treffend geäußert und die Proteste vor dem Imbiss des prügelnden Imbissbesitzers

Pantisano hat daher für Samstag ab 13 Uhr eine Demonstration vor dem “Habibi” (Oranienstraße 30) angemeldet. An diesem Tag findet auch das schwul-lesbische Straßenfest statt.

Pantisano hatte bereits zuvor eine Demo gegen die Eisdiele Dolce Freddo organisiert, nachdem der italienische Besitzer Schwule und Lesben beleidigt und angegriffen hatte.

mitorganisiert hat?

Nun, die queer.de weiß nichts über ihn, zumindest verrät sie nichts, und ich weiß auch nichts (es kann natürlich sein, dass alle Welt bestens weiß, wer Alfonso Pantisano ist und ich, Mainstreammedien- und Werbungverweigerer, der einzige bin, er nichts mitbekommen hat). Gays.de hat mit Alfonso Pantisano gesprochen, bedauerlicherweise haben sie nicht viel miteinander gesprochen. Was weiß denn das Internet? .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






20 Jun 09

EMMA, eine der wohl überflüssigsten Periodika auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt, äußert sich zum Thema CSD in Köln:

Denn der Christopher Street Day – einst ausgelöst von der Gegenwehr homosexueller Männer, die als “Tunten” nicht nur von der Polizei schikaniert, sondern auch von der eigenen Community verachtet wurden – muss sich in Zeiten von Homo-Ehe und schwulen Bürgermeistern (auf die lesbischen Bürgermeisterinnen warten wir noch) tatsächlich die Frage stellen, ob er überhaupt noch Sinn macht.

Offenbar wird bei EMMA das Tagesgeschehen nicht verfolgt, warum auch, schwulenfeindlicher Unsinn ist zeitlos, sonst wäre den Frauen des politischen Periodikums für Frauen nicht entgangen, dass Zürich eine lesbische Stadtpräsidentin hat. Sicher, die EMMA-Frauen hätte noch die für ihre Verhältnisse geistige Höchstleistung vollbringen müssen, zu erkennen, dass das Amt der Stadtpräsidentin dem einer (Ober-)Bürgermeisterin entspricht.

Wie “der Christopher Street Day” sich eine Frage stellen kann, wird das ewige Geheimnis der EMMAs bleiben.

Und wenn ja, welchen?

Wie wäre es, statt rumzustänkern, mit einer Antwort auf die Frage? Aber das ist für die weibliche Periode, Verzeihung, für das weibliche Periodikum, zuviel verlangt. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






9 May 09

Nun, so wirklich gut scheint es bei Timm., dem ersten TV-Sender für schwule Männer in Deutschland, trotz aller Erfolgsmeldungen nicht zu laufen:

Nach DWDL.de-Informationen hat sich TIMM schon vergangene Woche von 25 Mitarbeitern getrennt, darunter in erster Linie eine Vielzahl freier Mitarbeiter, deren Dienste vorerst nicht benötigt werden. Besonders hart traf es die Redaktion von “TIMM Today”. Das werktäglich produzierte Magazin, seit Mitte November auf Sendung, ist in bisheriger Form seit einer Woche Geschichte. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






22 Mar 09

Anders ist die Reaktion der Kölner Verkehrsbetriebe auf eine Anfrage von ‘buskampagne‘ nicht zu erklären:

In Köln will man die Atheisten-Werbung derzeit auch nicht schalten: “Werbeziele, die mit weltanschaulichen, religiösen Inhalten prüfen wir im Einzellfall”, sagte Joachim Berger, Pressesprecher der Kölner Verkehrs-Betriebe, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Zur Zeit jedoch stehe die im Falle der “irritierenden” Buskampagne nicht zur Debatte, da Köln wegen des Einsturz-Unglücks in Trauer sei.

Nach genauer Betrachtung bin ich übrigens auch der Ansicht, dass diese Plakate

nicht auf Busse geklebt werden sollten, denn sie beinhalten ein Glaubensbekenntnis: Die Plakatierer glauben an die Möglichkeit, dass es einen Gott gibt.

Es gibt aber keinen Gott!

Dieser, leider nicht realisierte Kampagnenvorschlag gefällt mir wesentlich besser: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






12 Mar 09

Seit Tagen schon dudelt der WDR dieses rauf und runter:

[youtube=http://pop.youtube.com/watch?v=eN_PnN1mJfk]

Muss ich mir wirklich gefallen lassen, dass so ein Scheiß mit meinen GEZ-Gebühren bezahlt wird?


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






11 Nov 08

Angestoßen durch den CDU-Politiker Sascha Steuer scheint in der Stadt Berlin nun doch eine Debatte über die zunehmende, beziehungsweise zunehmend sichtbarer werdende Gewalt gegen schwule Menschen in Gang zu kommen.

Dabei herrscht große Unklarheit über das quantitative und qualitative Ausmaß dieser Gewalt. Das Einfachste wäre, die Polizei würde durch Befragungen der Opfer versuchen festzustellen, ob deren sexuelle Orientierung mit der Tat in Zusammenhang steht.

Jedoch, die dortige rot-grüne Regierung will dass nicht: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






29 Oct 08

Der Bundesfinanzhof hat am 11.09.2008 entschieden, dass Abgeordnete bessere Menschen sind und ihnen deshalb ein erheblicher Teil ihres Einkommens steuerfrei belassen werden darf. Diese Entscheidung wurde von der Politik, die das dazugehörige Gesetz gemacht hat, bejubelt. Volker Beck zum Beispiel erklärte für Die Grünen:

Die Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) stärkt das freie Mandat der Bundestagsabgeordneten. Zu Recht hat der BFH die gegen die Pauschale vorgebrachten Einwände mit dem Hinweis auf die verfassungsrechtlichen, aber auch tatsächlichen Besonderheiten der Tätigkeit von Bundestagsabgeordneten abgelehnt. Durch die Pauschale wird letztlich vermieden, dass Verwaltungsbeamte den Abgeordneten bei der Ausübung ihres Mandates hineinreden.

Die Kostenpauschale ist kein verschleiertes Zusatzeinkommen oder Privileg. Sie dient der Vereinfachung und trägt dem Umstand Rechnung, dass die von der Pauschalierung erfassten anfallenden Aufwendungen bei der politischen Arbeit der Abgeordneten in unterschiedlichster Weise anfallen.

Mit der Entscheidung vom 11.09.2008 stellt sich der Bundesfinanzhof auf die Seite der Befürworter eines diskriminierenden Privilegienunrechtes (Tipke, FR 2006, 949) und Volker Beck lässt in seiner Pressemitteilung durchblicken, dass er der Ansicht ist, alle Menschen hätten sich durch Verwaltungsbeamte in ihre Berufsausübung und private Lebensgestaltung hineinreden zu lassen, nur Abgeordnete nicht. Warum? Offensichtlich sind Abgeordnete etwas Besseres. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






13 Oct 08

Mal wird sie lang diskutiert, mal wird sie breit diskutiert, die Frage was Safer Sex ist, wer dafür verantwortlich ist, dass Sex safe ist und ob es Sex, der nicht safe ist, überhaupt geben darf.

In Hamburg rufen die Schwusos nach dem Staat, in Paris schreiten Bürgenwehren zum Kampf gegen gummiloses Ficken und im vergangenen Jahr forderte ein CDU-Bundestagsabgeordneter, HIVpostive Menschen beim Sex strikt von HIVnegativen Menschen zu trennen. Allen gemein ist die Forderung nach einem Verbot von Sex ohne Kondom. Für die Öffentlichkeit, die vornehmlich nur noch auf schrille Töne und grelles Forte reagiert, wird ein Anprangern sogenannter Bareback-Partys zelebriert. Detailinformationen und differenzierte Präventionsbotschaften sind für die Schaumschläger von geringem Interesse, denn sie wollen keine informierte und kritisch fragende Öffentlichkeit, die nur ihre Fernziele gefährden würde. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






8 Oct 08

Alle Welt jammert, ächzt und stöhnt unter der sogenannten Finanzkrise. Kalifornien droht die Zahlungsunfähigkeit. Aber so schlimm kann das alles gar nicht sein! .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






7 Oct 08

Johanna Korhonen, finnländische Journalistin, hat in Ihrem Bewerbungsgespräch bei der Mediengruppe Alma Media auch über ihr Privatleben gesprochen:

I have spoken about spouses and children

Sie wurde eingestellt. Als einige Zeit später ihrem neuen Arbeitgeber klar wurde, dass der Spouse kein Mann sondern eine Frau ist, wurde ihr gekündigt. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri