Tag: Verpflichtung



26 Jan 10

Queer.de berichtet über einen Oberbürgermeisterkandidaten in Brandenburg:

Der Brandenburger Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) will Oberbürg[er]meister von Potsdam werden, obwohl er als Spitzel auch “homosexuelle Neigungen” von Bekannten an die Stasi meldete.

[...]

Scharfenberg erklärte im Interview mit der “Welt”, dass er aus damaliger Sicht richtig gehandelt habe: “Damals identifizierte ich mich mit der DDR und hielt die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit für meine Pflicht. Ich wollte meinen Staat schützen und empfand das nicht als Anschwärzung”, erklärte der Landtagsabgeordnete, der sich unlängst noch über die von der Bundesregierung geförderte “Bespitzelung und allgemeine verdachtslose Überwachung” empörte. Dabei kann er nicht sagen, welche Konsequenzen die Spitzelarbeit für seine Opfer hatte: “Ob ich jemandem geschadet habe, kann ich nicht mit einem klaren Nein beantworten. Ich wollte aber nie jemanden anschwärzen.” [...]

Scharfenberger hielt es also für seine Pflicht, anderen Menschen zu schaden. Seine Einlassung, er könne nicht verneinen, anderen Menschen gescheidet zu haben, zeigt, dass er ein unverschämter Beschöniger ist, der die Opfer seiner Stasi-Schnüffeleien auch nach mehr als zwanzig Jahren verhöhnt.

Viel zu viele Menschen berufen sich darauf, ihre Pflicht getan zu haben oder etwas für ihre Pflicht gehalten zu haben. .. continue reading ..


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12 Dec 09

Ende Oktober 2009 habe ich in einem Post die Frage aufgeworfen, ob und gegebenenfalls was schwule Menschen verbindet. Eine Antwort habe ich nicht gefunden und auch diejenigen, die sich damals kommentierend zu Wort gemeldet haben, konnten keine über die Tatsache der Homosexualität hinausgehende verbindende Gemeinsamkeit überzeugend formulieren. Dennoch, meiner Illusionen nicht vollständig beraubt, war ich der Auffassung, das schwule Menschen jedenfalls dann, wenn Leib und Leben schwuler Menschen allein wegen ihres Schwulseins bedroht sind, zusammenhalten würden. Ich hatte gehofft, wenn sich dieser Zusammenhalt schon nicht in konkreten Aktivitäten äußert, es bestehe zumindest Einigkeit darüber besteht, dass diese Übergriffe auf schwule Menschen, dass Gewalt gegen schwule Menschen allein wegen deren sexueller Orientierung, nicht gebilligt, nicht gutgeheißen würden.

Vorgestern hat queer.de diesen letzten Rest meiner ‘heilen’ schwulen Welt zerstört. Ich bin queer.de nicht undankbar dafür; ein Erkenntnisgewinn über die Abgründe der Welt hilft, eine Sturz in diese Abgründe zu vermeiden.

Und noch eine weitere Erkenntnis verschafft mir queer.de. Im September 2008 Hatte ich geschrieben, dass ich Schwulenheiler wie den Gerlach und Spaemann, die mit pseudowissenschaftlichen Mätzchen schwule Menschen von ihrer Homosexualität kurieren wollen, für eine reale Gefahr halte. Nunmehr weiß ist, dass eine viel größere Gefahr ausgeht von schwulen Menschen, die eine unheilvolle Symbiose mit diesen Schwulenheilern eingehen.

Queer.de veröffentlichte unter dem Titel “Queere Jakobiner” einen von Dirk Ludigs, Nachrichtenleiter des Senders TIMM, verfassten Gastbeitrag, in dem dieser sich in entsetzlicher Art und Weise mit den Schwulenhassern gemein macht. .. continue reading ..


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4 Oct 09

Oh welche eine Empörung hat ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin ausgelöst.

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin hat heute entschieden, dass ein 16-jähriger muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding berechtigt ist, außerhalb der Unterrichtszeit einmal täglich in der Schule sein islamisches Gebet zu verrichten. .. continue reading ..


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21 Aug 09

hinnerk schildert in seiner August-Ausgabe folgenden Fall:

Uwe-Carsten Edeler unterstützte seinen Lebenspartner bei der Steuererklärung. Dafür drohte ihm das Finanzamt ein sattes Bußgeld an. Ein befreundeter Rechtsanwalt widersprach – vergeblich. .. continue reading ..


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9 Jul 09

Philipp Gut, Reservatsleiter für Kult bei der Zürcher Lokalzeitung ‘Die Weltwoche’, offenbart uns seine geschundene Seele. Geschunden und geplagt von der Einsicht, dass es mit der heterosexuellen Kultur zu Ende geht.

Auslöser für seinen Schrei um Hilfe ist der Film ‘Brüno’. In diesem Film macht ein heterosexueller Mann mit der Modellbezeichnung Sacha Baron Cohen allerlei merkwürdige Sachen, die, so Philipp Gut, eines heterosexuellen Menschen unwürdig sind. Anders als Gut bin ich nicht der Meinung, dass man diesen Film sehen muss. Damit aber auch ich den geistigen Verfall heterosexueller Menschen bewundern kann, hat Gut seinen Beitrag für die Weltwoche, Dose, Verzeihung, Dossier genannt, mit einem Bild geschmückt. Auf diesem Bild ist ein heterosexueller Mann in einer Art Stierkostüm mit übergroßem Stoffpenis zu sehen. Ich kann  Guts entsetzen über diese, in der jüngsten Zeit immer häufiger zu beobachtenden Dekadenz heterosexueller Menschen verstehen. Sie hat auch Gut selbst erfasst und in seiner übergroßen inneren Not versucht er, schwule Menschen für seine Seelenqualen verantwortlich zu machen.

Er bezeichnet Cohen, heteronormativ ordnungsmäßig verheiratet und Vater von mindestens zwei Kindern, als “stockschwul” und meint .. continue reading ..


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2 Jul 09

Die FDP macht in diesen Wahlkampfzeiten schönes Wetter und versucht, sich als schwulenfreundliche Partei darzustellen. Anzeigen in verschiedenen Szeneblättern und Äußerungen des Parteivorsitzenden Guido Westerwelle über die Verfolgungen schwuler Menschen in Teilen des Auslandes sollen den Eindruck erwecken, als sei der FDP das Wohlergehen schwuler Menschen angelegen. Die tatsächliche Politik der FDP beweist anderes.

In Nordrhein-Westfalen stemmt sich die FDP schon seit Jahren gegen eine rechtliche Annäherung, geschweige denn Gleichstellung, von Ehen und eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Vor wenigen Tagen hatte der Landtag des Landes Baden-Württemberg darüber zu entscheiden, ob Eingetragene Lebenspartnerschaften zukünftig, wie fast überall im Bundesgebiet, in den örtlichen Standesämtern beurkundet werden sollen, oder ob sie weiterhin abgesondert von der Öffentlichkeit in den Landratsämtern oder irgendwelchen Hinterzimmern der kreisfreien Städte besiegelt werden.

Die Stimmen der FDP-Abgeordneten waren ausschlaggebend dafür, dass es bei dem Baden-Württembergischen Diskriminierungsverfahren bleibt.

In der Landtagsdebatte legt die FDP dar, warum sie die nette Anzeigenkampagne und die warmen Worte von Klein-Guido überhaupt nicht interessieren, und  begründet ihren neuerlichen Arschtritt für schwule Menschen wie folgt: .. continue reading ..


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15 Jun 09

Der ColognePride 2009 besteht nicht nur aus der CSD-Parade, sondern aus einer Vielzahl großer und kleiner Veranstaltungen. Bedauerlicherweise hat es der Kölner Lesben- und Schwulentag eV (KLuST) durch ungeschicktes Taktieren auch in diesem Jahr geschafft, dass das Medieninteresse sich auf die Parade und das dort erhoffte ’skandalöse’ Verhalten schwuler Männer konzentriert.

Ich möchte deshalb an dieser Stelle auf eine Veranstaltung im Rahmen des ColognePride aufmerksam machen, über die auf der offiziellen ColognePride Homepage nur nach gezieltem Suchen etwas zu finden ist.

Traditionell findet am Samstag vor der Parade im Kölner Gürzenich der CSD-Empfang statt. Ausrichter des Empfangs sind das Schwule Netzwerk NRW eV und die AIDS-Hilfe NRW eV. Im Rahmen dieses Empfangs wird die Kompassnadel verliehen; eine Auszeichnung für ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten der schwulen Selbstorganisation und für Persönlichkeiten, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen Minderheit verdient gemacht haben.

Preisträger in diesem Jahr sind Theo Zwanziger,

20Der Präsident des Deutschen Fussball-Bundes hat es gegenüber dem Vorstand des Schwulen Netzwerks NRW e.V. als eine große Ehre bezeichnet, in die Reihe der bisherigen KOMPASSNADEL-Preisträger aufgenommen zu werden und nimmt den Preis im Rahmen des CSD-Empfangs gerne persönlich entgegen.

“Wir sind alle unterschiedlich. Unterschiede dürfen jedoch nicht zu einer unterschiedlichen Bewertung und Diskriminierung führen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, unabhängig von allen Unterschieden”, erklärte Dr. Zwanziger anlässlich des “2. Aktionsabend gegen Homophobie im deutschen Fußball” im Mai 2008. .. continue reading ..


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13 Apr 09

Auf den ersten Blick scheint es ein versöhnlicher, einen Ausweg aufzeigender Kommentar zu sein, den Martin Böcker da auf ReadersEdition zu dem Schwulerheiler-Kongress in Marburg verfertigt hat und mit den Worten

Aber am besten wäre doch ein herrschaftsfreier Diskurs, oder?

schließt. Doch das weitere schriftstellerische Tun des Martin Böcker entlarvt ihn als tief im christlichen Glauben verfangenen Menschen. Seine Ausführungen bedürfen also eines zweiten Blicks.

Bereits in der Sachverhaltsdarstellung führt Böcker seine Leser in die Irre: .. continue reading ..


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15 Aug 08

Obwohl ein Teil meiner Gefühle noch auf Männer gerichtet war, ging ich mutig diesen Schritt. Dieser gemeinsame Weg der Klärung war für mich sehr wertvoll. Wir konnten viele Bereiche besprechen und klären. Diese freundschaftliche Beziehung zu einer Frau gehörte zu meinem Heilungsprozess dazu. Eine zweite gemeinsame Zeit mit einer Frau kam dazu. Ich erlebte das erste mal in meinem Leben, dass eine Frau Interesse zeigt an mir als Mann und auch an meiner Biographie. Leider ergab sich dann aber doch keine feste Beziehung. Was Beziehungen mit Frauen betrifft, merke ich – ich brauche viel Zeit, Kraft und vor allem Geduld.”

So beschreibt ein gewisser Mischa allen ernstes die Folgen einer stundenlangen Gehirnwäsche durch Living-Waters. Hinter Living-Waters verbirgt sich eine mit Wüstenstrom in Zusammenhang stehende Gruppe von Schwulenheilern. Sie verbreiten unter anderem in den USA, Deutschland und der Schweiz ihr Unwesen.

Die Schilderung von Mischa lässt nur ansatzweise erahnen, was für seelische Wracks die Therapieversuche von Living-Waters hervorbringen. Mischa will mit Männern nicht glücklich werden, dass hat man ihm eingetrichtert; mit Frauen wird er niemals glücklich werden. Und die Frage, was falsch daran ist, eine liebende und sexuelle Beziehung mit einem Mann zu haben, hat er wohl nicht gestellt. Und sie wäre ihm auch nicht ehrlich beantwortet worden. .. continue reading ..


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12 Jul 08

Ich bin bekehrt! Ja, wirklich! Ab sofort glaube ich! Woran? Ist doch egal, an Gott oder sonst irgendeinen Quatsch.

Glaubende haben es einfach besser. Sie dürfen sich alles erlauben, halten sich nicht an Regeln, verlangen dafür dann noch Geld, und wenn jemand meint, sie sollten sich doch in und mit ihren Glaubensauswüchsen ein bisschen zurück halten, fühlen sie sich gleich diskriminiert und in ihrer ungehemmten Glaubensausübung (das ist die Unterdrückung anders oder nicht glaubener Menschen) beeinträchtigt. Glaubende sind über jeden Zweifel erhaben und dürfen nicht kritisiert werden. Das ist fantastisch!

Was hat mich denn nun zu einem fest im Glauben stehenden Menschen gemacht? Nun, Miss Lillian Ladele (LL) und ein Londoner Arbeitsgericht haben das erreicht. .. continue reading ..


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25 May 08

Unsere Verfassung muss endlich auch Lesben, Schwulen oder Transgender gleiche Rechte garantieren.

Niemand darf aufgrund der sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden!

Wir wollen eine Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz um das Merkmal „sexuelle Identität”. In einem erweiterten Artikel 3 Absatz 3 GG soll es in Zukunft heißen:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seiner sexuellen Identität, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.” .. continue reading ..


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23 May 08

Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, von dem der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt

Denn um auch dies festzuhalten: Der Trainer Daum hat in den eineinhalb Jahren beim 1. FC Köln nicht sonderlich überzeugt. Als Daum nach dem entscheidenden Sieg gegen Mainz im Stadion saß und mit leuchtenden Augen seine “Mission erfüllt” und “sein Versprechen eingelöst” sah, da durfte man sich wundern, warum er bei diesem Versuch, sich sein eigenes Denkmal zu errichten, nicht gleich noch einen Marmorblock, Hammer und Meißel ausgepackt hatte. Mission? Versprechen? Diese Großbegriffe waren in der Tat mit Daums Verpflichtung verbunden worden. Eine Einlösung der Erwartungen freilich hätte einen Aufstieg zwölf Monate vorher vorausgesetzt – und nicht einen kostenintensiven, schlagzeilenträchtigen und wenig beeindruckenden Durchmarsch von Platz acht der Tabelle (14. Spieltag) auf Rang neun (34. Spieltag) der Saison 2006/07.

wird am kommenden Mittwoch im Fernsehen verkünden:

„Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. Und ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.“

Woher er weiß, wie Schwule sind? Nun, von seinen schwulen Freunden: .. continue reading ..


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20 May 08

Lieber Leser, liebe Leserin, darf ich zu einer Reise durch die Widerlichkeiten des römischen Katholizismus einladen? Dieser Ausflug ist nichts für schwache Nerven und birgt eine Menge an Aufregungspotenzial. .. continue reading ..


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8 May 08

Schwule Männer haben’s besser” titelt die Welt und haut, mit Verlaub, mächtig auf die Kacke.

Sie bewundern und beneiden das Leben homosexueller Männer: Für immer mehr Heterosexuelle haben Schwule eine Vorbildfunktion

heißt es in dem Artikel. .. continue reading ..


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1 Apr 08

Das Bundesverfassungsgericht hat heute nach monatelangem Überlegen entschieden, dass ein Vater nur ausnahmsweise gezwungen werden kann, sein Kind zu sehen und mit ihm Umgang haben zu müssen. .. continue reading ..


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