Tag: Vernunft



3 Jan 10

Man habe doch gar nichts gegen schwule Menschen, liebe sie sogar, lehne nur die Homosexualität als südig ab – so oder ähnlich versuchen Evangelikale und Anverwandte, auch in den Kommentaren zu meinen Posts, sich als liebevoll darzustellen und über ihre hassende Schwulenfeindlichkeit hinwegzutäuschen.

Menschen, die so reden, wissen überhaupt nicht, was sie anrichten, wenn sie ihrem Kind, ihrem Bruder oder einem anderen nahestehenden Menschen sagen, dass sie ihn für einen Sünder halten.

„Bevor ihr zu Hause oder im Platz der Anbetung Amen widerhallen läßt, denkt und erinnert euch: Ein Kind hört zu.“

Mary Griffith

Kürzlich habe ich den Film ‘Prayers for Bobby’ gesehen. .. continue reading ..


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15 Dec 09

In Zusammenhang mit der Berufung von Kristina Köhler in das Krisenkabinett Merkel taucht wiederholt der Name Eike Letocha auf. Eike Letocha ist kein Unbekannter. Er hat hier schon Erwähnung gefunden.

Eike Letocha, Anfang 30, ist seit dem Jahr 2005 Mitglied der CDU, sitzt seit Februar 2009 den Vorständen des CDU-Ortsverbands Schönhauser Allee und des Kreisverbands Pankow bei und dem der LSU Berlin vor.

In der letztgenannten Funktion hat er sich für den Religionsunterricht in Berliner Schulen stark gemacht und die absurde Auffassung vertreten, Religion habe etwas mit freier Entfaltung der Persönlichkeit zu tun.

Der gelernte Hotelfachmann war Büroleiter von Kristina Köhler als diese noch als einfache Abgeordnete in Berlin ‘tätig’ war. Was macht der Büroleiter einer Bundestagsabgeordneten? Ein Augenzeugin berichtet: .. continue reading ..


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11 Dec 09

Fast immer wenn Justitias Waage aus der Waage gerät, wenn Richter nicht Recht sondern Unrecht sprechen, wenn sie den Blick auf die Wahrheit verlieren, haben Rechtsanwälte mit schmutzigen Fingern dieselben im Spiel.

Es gibt Rechtsanwälte, die mutwillig oder willfährig sich vor den Karren des Unrechts spannen lassen. Ihnen ist es nicht wichtig, die Wahrheit ans Licht zu bringen; ihr Ziel ist es vielmehr, zu verdunkeln, zu vertuschen und zu vernebeln. Nichts fürchten sie mehr, als den klaren Blick der Richter auf sei Sach- und Rechtslage.

Selbstverständlich ist nun nicht jeder Rechtsanwalt bereit, Tatsachen zu modellieren und Gedanken zu manipulieren. Weil es aber nicht allzu wenige sind, die eher auf Stimmungen und Strömungen als auf die Erforschung der Wirklichkeit setzen, darf die Frage gestellt werden, warum diese Berufgruppe, die sich ausnahmslos aus Menschen mit einem hohem (formalen) Bildungsstand zusammensetzt, so anfällig ist, das Recht zu beugen, zu verletzen, zu missachten. Was sind die Motive dieser Menschen, wie sind ihre Methoden?

Die Motive mögen sich gar nicht so sehr von denen der Menschen in anderen Berufsgruppen unterscheiden: Übersteigertes Geltungsbewusstsein, Gier, Lust am Leid anderer, Geldnot, Missgunst,…

Einen Einblick in die Methoden liefert uns ein Rechtsanwalt. Ein Rechtsanwalt soll Anwalt des Rechts sein. Doch Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt und Laiendarsteller in der RTL-Gerichtsshow ‘Das Strafgericht’, vermittelt uns einen ganz anderen Eindruck. In ‘eigentümlich frei‘, einem Mitteilungsblättchen für rechte Zirkel, schreibt er: .. continue reading ..


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9 Dec 09

Eine schöne Aktion des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Universität zu Köln:

Der Hörsaal ist brechend voll, Studenten sitzen auf Fensterbänken und dem Fußboden. Auf den ersten Blick also eine ganz normale Vorlesung an der Kölner Uni. Lediglich einige männliche Studenten mit schrillen Frauenperücken, Stöckelschuhen und Glitzerkleidern fallen aus dem Rahmen. Unbeirrt beginnt Prof. Edith Düsing ihren Schiller-Vortrag. Plötzlich stehen zwei junge Männer auf und fangen an, heftig zu knutschen. Die Studierenden applaudieren, erheben sich, Regenbogenfahnen werden geschwenkt. Immer mehr schwule und lesbische Paare küssen mit.

Die Düsing’sche LeerLehrveranstaltung wurde nicht ohne Grund umfunktioniert. Düsing gehört zur deutschen Schwulenheilerclique. .. continue reading ..


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27 Nov 09

Gewalt in der Ehe – ein Thema nur für Heteros?

„Ich habe ihn gehasst. Und ich habe ihn unendlich geliebt!”,

so lässt sich der Angeklagte vor dem  Landgericht Köln ein. Im Frühjahr 2009 hatte der 45jährige seinen Lebensgefährten, mit dem er vier Jahre zusammen war, getötet.

Aus der Prozessberichterstattung wird deutlich, dass Gewalt die Beziehung der beiden Männer beherrscht hat (siehe hierzu auch meinen Post “Der bodenständige Täter”).

Nur allzu gerne würde ich oben am Ende des ersten Satzes das Fragezeichen durch ein Rufzeichen ersetzen. Aber das wäre eine unzulässige Verklärung der schwulen Welt. Die Realität tritt in dem jetzt in Köln zu verhandelnden Verbrechen zu Tage. Gewalt kommt auch in den Beziehungen schwuler Menschen vor. Gewalt als Mittel um Aggressionen abzubauen, Gewalt als Frustbewältigungsmittel, Gewalt als Machtdemonstration. Gewalt, um, wie in dem aktuellen Fall, Beziehungskrisen zu bewältigen. Schläge, weil die Worte fehlen oder Worte fehl am Platze waren.

Gewalt in einer Beziehung richtet sich gegen einen Menschen, den man liebt oder geliebt hat. Liebe und Hass können aufeinanderfolgen oder offenbar sogar nebeneinander existieren.  Es scheint so, als könne Liebe Hass erzeugen, als würde Liebe Hass erst möglich machen.

Wie kommt es aber dazu? .. continue reading ..


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12 Nov 09

Wenn es aus dem Dunstkreis von CDU/CSU und FDP Positives zu vermelden gibt, will ich es nicht  verschweigen. Wie ich kweer.de entnehme, hat

Die CSU/FDP-Regierung in Bayern beschlossen, Schwule und Lesben im Beamtenrecht gleichzustellen.

[...]

Im Koalitionsvertrag war allerdings keine Gleichstellung im Beamtenrecht vorgesehen.

Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass ein Koalitionsvertrag nicht der Weisheit letzter Schluss ist. .. continue reading ..


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7 Oct 09

In Deutschland gibt es eine ganz merkwürdige Strafrechtsnorm:

§ 166 Strafgesetzbuch -  Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Diese Vorschrift, oft Blasphemieparagraf genannt, nicht selten aber auch als Gummiparagraf bezeichnet, öffnet der Gesinnungsrechtsprechung Tür und Tor.

Ein Beispiel soll die Problematik verdeutlichen: .. continue reading ..


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27 Sep 09

Die Vereinten Nationen sind ein Zusammenschluss von 192 Staaten. Die offizielle Bezeichnung lautet United Nations Organisation (UNO). Die UNO ist ein selbständiges Völkerrechtssubjekt und mit einem eigenen Haushalt ausgestattet. Sie finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen der ihr angehörenden Staaten und aus Privatspenden.  Falls alle Zahlungen eingehen, verfügt die UNO jährlich über Finanzmittel in Höhe von rund USD 1,4 Mrd, deren Verwendung und Verbleib zum Teil unklar sind.

Knapp zwei Drittel der Zahlungen stammen aus den Ländern USA, Japan, Deutschland, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland und Frankreich.

Es stellt sich die Frage, was die der Organisation angehörenden Staaten vereint. Nimmt  man die diesjährige Vollversammlung der UNO zur Beantwortung der Frage, so lautet die Antwort: Hass und Dummheit! .. continue reading ..


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30 Jun 09

61 vH der Befragten brachten in einer aktuellen Umfrage ihre Unterstützung für das Recht schwuler Menschen auf eine vollständig gleichberechtigte Ehe zum Ausdruck.

In Deutschland? Ach, woher denn. In Deutschland setzt doch die römisch-katholische Kirche unter Pastoralassistenz der CDU/CSU/LSU alles daran, um die Menschen nicht zur Vernunft kommenzulassen.

Nein, in einem Land, in dem die Kirche mit ihrem Genöhle nicht viel zu melden hat und in dem selbst die konservative Partei der Auffassung ist, dass schwule Menschen nicht nur notgedrungen zu respektieren, aber ansonsten zu deklassieren seinen, sondern vielmehr, von Fragen der Adoption abgesehen, die aber mehr innerparteiliche Auseinandersetzungen als Anfeindungen gegen schwule Menschen hervorruft, unterschiedslos Teil der Gesellschaft sein sollen,  ist dieses Umfrageergebnis zustande gekommen: .. continue reading ..


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8 May 09

Im Grunde sollte es selbstverständlich sein und keiner besonderen Erwähnung mehr bedürfen: In Zürich ist das Konzert eines schwulenfeindlichen Hasssängers aus Jamaika abgesagt worden.

Aber natürlich kommen sofort die Hasssängerfreunde und plärren los: .. continue reading ..


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27 Mar 09

Über schwules Blut schreibt Leonard Goldmann in seinem Blog:

Also mir ist es persönlich völlig Wurst wer schwul, bi, oder sonst was ist. Jeder soll machen was er will, solange, so oft und so verrückt er nur kann. Das ist in Ordnung. Ich richte mich da eigentlich nach der Natur- dort gibt es homosexuelle Tiere, warum also nicht auch bei uns…

Jetzt bin ich aber auf einen Punkt gestoßen den ich so in Deutschland nicht für möglich gehalten hätte.
Homosexuelle Männer dürfen in Deutschland kein Blut spenden. Man muss sich das mal vorstellen. Es gibt so viel Bedarf an Blut, Organen oder Knochenmark und tatsächlich wird trotz allem Klagen, mit dem Hypokratischen Eid gebrochen und verfügbares Blut einfach nicht angenommen…

Wer sich weiter belesen oder helfen will kann das hier, oder wahrscheinlich beim Verein Schwules Blut e.V.

Das ist eine bemerkenswerte, weil nicht allgemein, vermutlich nicht einmal mehrheitlich verbreitete Auffassung.

Goldmann schreibt aber auch:

Die einzigen No Go Punkte sind für mich wenn homosexuelle Paare Kinder adoptieren, finanzielle Vorteile aus der Ehe schlagen, oder aber finanzielle Vorteile aus dem Tod des Partners in Form von Witwerrente erhalten wollen. Diese drei Punkte widersprechen meines erachtens der Natur.

Das ist weniger bemerkenswert, dafür umso mehr irritierend. Ich hatte bisher nicht wahrgenommen, dass sich die Natur mit den finanziellen Fragen einer Ehe oder mit Rentenangelegenheiten befasst hat. ‘Adoptionen’ von Jungtieren durch homosexuelle Tiere hingegen sind durchaus überliefert.

Auf einen ähnlichen Vorhalt seiner Leser führt Leonard Goldmann in einem weiteren Post seine Ansichten näher aus: .. continue reading ..


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27 Feb 09

Was mag eine örtliche AIDS-Hilfe, in diesem Fall die Münchner, bewegen, Geld für eine Kampagne auszugeben, auf der diese Bilder auf Plakaten und Postkarten zu sehen sind und, so das ausdrückliche Bekunden der AIDS-Hilfe München, Assoziationen zu den menschenverachtenden Diktatoren Russlands (die Angabe „Russland“ deutet auf Putin hin, das Foto erinnert jedoch eher an den Sowjetdiktator Stalin), Nordkoreas und Chiles geweckt werden sollen.

Dass die Herrschaften der Münchner AIDS-Hilfe nun Ihre Wichsfantasien plakatieren wollen, ist eine Sache; mit dieser uniformfetischierten Entblößung müssen sie selber fertig werden.

Schlimmer und schwer erträglich ist es, dass die Münchner AIDS-Hilfe schwulen Männern eine Vorliebe für Diktatoren und wohl auch auch eine Affinität zu Diktaturen unterstellt. Hitlers triumphale Münchener Auftritte haben wohl in manchen Köpfen einen bis heute nachwirkenden Eindruck hinterlassen. .. continue reading ..


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25 Feb 09

Der schon mehrfach auffällig gewordene österreichische römisch-katholische Bischof Andreas Laun hat es sich nicht nehmen lassen, zu der von seinem beinahe Amtsbruder Maria Wagner angeschnittenen Schwulenheilungsfrage Stellung zu nehmen. Am Beispiel seiner Ausführungen lässt sich zeigen, warum die römisch-katholische Kirche so viel dumme Zeug von sich gibt.

Das Bischöflein verbreitet sich auf der rechtslastigen Seite kath.net und meint:

Es ist wie ein Rausch

Wenn der Arzt einem Menschen sagt, er leide an dieser oder jener „Krankheit“, kann der Betreffende erschrecken, beleidigt ist er nicht. Nun, jemand zu sagen, seine Gefühle seien „krank“ ist insofern tatsächlich ein anderer Fall, weil sich der Mensch mit diesen seinen „Gefühlen des Verlangens“ identisch fühlt und darum meint, mit dem Begriff „Krankheit“ persönlich angegriffen zu werden, obwohl schwer einzusehen, warum ein Trieb, der biologisch gesehen eindeutig zwar nicht nur, aber doch wesentlich auf Fortpflanzung gerichtet ist, nicht krank genannt werden dürfte, wenn er in die biologisch falsche, sterile Richtung geht.

Bemerkenswert ist, dass Laun direkt auf’s Ficken rekuriert. Offenbar haben diese Kirchenmänner nichts anderes im Kopf. Gefühle und Sexualtrieb sind zweierlei, aber das ist einem angeblich asexuellen Wesen wie Laun wohl nicht bekannt.

Bezogen auf den Sexualtrieb wissen wir mittlerweile, dass sich ‘Mutter Natur’ etwas dabei gedacht hat, Männer zu produzieren, die lieber Sex mit Männern haben, als mit Frauen. Von einer “falschen Richtung” kann also nicht die Rede sein.

Überhaupt nicht in der Natur vorgesehen ist die völlige Unterdrückung des Sexualtriebs, wie er bei römisch-katholischen Priestern vorkommt. Dieses asexuelle Verhalten scheint mir das eigentlich krankhafte zu sein. .. continue reading ..


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16 Feb 09

Seit fast 10 Jahren schon steht in Frankreich Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen die Möglichkeit offen, ihrer Partnerschaft durch einen sogenannten zivilen Solidaritätspakt (PACS) einen rechtlichen Rahmen zu geben, der einer verschiedengeschlechtlichen Ehe weitgehend angenähert ist, zum Beispiel im Steuer-, Sozialversicherungs- und Mietrecht, und Antidiskriminierungsbestimmungen enthält.

Dieses seinerzeit mit Blick auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschaffene Rechtsinstitut steht auch Menschen in verschiedengeschlechtlichen Beziehungen offen. .. continue reading ..


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30 Jan 09

Es ist gar nicht notwendig, Funktionäre der römisch-katholischen Kirche mit schwer verzerrtem Weltbild immer nur in Schottland, den USA oder sonstwo in der Ferne zu suchen. Fulda, zum Beispiel, hat sie auch im Angebot.

Der dortige Ortsbischof Algermissen wird ein einem Gespräch mit Jugendlichen gefragt:

Was sagen Sie zu Homosexualität?

Der Vertreter der römischen Katholiken antwortet, ganz den päpstlichen Vorgaben folgend, dass schwulen Menschen mit Liebe und Respekt zu begegnen sei:

Das ist ein Problem, das nur wenige in der Gesellschaft angeht. .. continue reading ..


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