Tag: Vergangenheit



29 Jan 10

Im letzten Jahr entdeckte ich auf einer social-platform einen Schulfreund von mir. Wir haben damals, vor mehr als zwanzig Jahren viel zusammen unternommen. Nach der Schulzeit ist der Kontakt zu ihm, wie zu allen anderen Mitschülern, eingeschlafen, jedoch habe ich im Laufe der Zeit immer wieder an ihn gedacht und schließlich via Internet gezielt gesucht und ihn gefunden.

Nach der Wiedersehensfreude haben wir ein paar Wochen lang intensiv miteinander gechattet, danach reduzierte sich der Kontakt auf eine sehr sparsame Kommunikation und den Austausch der berühmten GayRomeo-Fußtapsen. .. continue reading ..


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25 Jan 10

Klatsch und Tratsch in der Klatsch- und Tratschpresse. Zwei widersprüchliche Meldungen über die Herren Michael Michalsky und Jan Fischer sind mir am Wochenende aufgefallen. Die BLÖD schreibt:

Michalsky zeigte sich mit Jan Fischer, und der zeigt sich gern auch ganz, naja… Er drehte bereits eine ganze Sammlung Pornos. Michalsky zu mir: „Er ist ein lieber Kumpel, aber wir sind nicht zusammen. Er ist auch nicht mein Typ.“ So so, klar. Dass der liebe Kumpel vor der Kamera Sex hat, stört den Designer nicht. „Na und? Frau Schaffrath und Frau Buster haben doch auch eine Porno-Vergangenheit…“ Modeschöpfern darf nichts fremd sein.

Die BZ hingegen weiß von einer “pikanten Liebe” zu berichten:

Deutschlands Mode-Zar Michael Michalsky präsentierte seinen neuen Freund – einen Ex-Porno-Star. Seine Modenschau im Friedrichstadtpalast war ein Höhepunkt der Fashion Week. Doch für Gesprächsstoff sorgte Berlins Mode-Zar Michael Michalsky (42) auf der After-Show-Party aus einem anderen Grund.

„Das ist mein Freund“, stellte er den jungen Mann an seiner Seite vor. Jan Fischer (28), athletische Figur, freundliches Lächeln, strahlende Augen. „Ich finde ihn sehr süß, schätze seinen Humor“, schwärmt Michalsky gegenüber der B.Z. .. continue reading ..


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12 Jan 10

Zurück, aber wohin?

Peter Thommen, hochgeschätzter Blogger aus Basel, hat vor ein paar Tagen Gedanken im Internet veröffentlicht, die Zustimmung und Widerspruch verdienen.

Das ist zunächst die Überschrift

barebacking als indiz für eine gescheiterte emanzipation!

Mit einem Fragezeichen hinter dieser Aussage könnte ich Leben, mit einem Rufzeichen nicht, denn die Behauptung ist falsch.

Jede Zeit hat ihre Ideale, jede Generation ihre Vorstellungen vom Leben. Ältere Menschen, zu denen ich mich und – nichts für ungut – Peter Thommen rechnen muss, zumindest auf dem Blickwinkel eines Zwanzigjährigen, neigen dazu, ihre Erfahrungen als Wertmaßstab für das Leben jüngerer Menschen zu nehmen. Ich habe sogar den Eindruck, dass bei den (selbst-)ernannten Schwulenaktivisten diese Art des Herangehens an die Jetztzeit besonders ausgeprägt ist. Da wird auf die Errungenschaften früherer Zeiten verwiesen, auf das eigene Vorkämpfertum und das heute längst vergessener Vor(vor)kämpfer der Schwulenbewegung. Mit Wehmut wird den untergehenden Institutionen der schwulen Szene nachgeblickt. Wer zurückblickt, sieht die eigene Vergangenheit davontreiben, bleibt aber blind für die Zukunft der Heutigen.

Allerdings: Ein Phänomen ist seit der Zeit, als heterosexuelle Menschen anfingen, schwulen Menschen das Leben schwer zu machen, dauerhaft zu beobachten. Peter Thommen schreibt:

Die Sexualität zwischen Männern ist zu einem Heterofick – einfach von hinten – verkommen. Das nennen viele „Normalisierung“.

Diese Normalisierung, dieses Mitschwimmen in der Masse ist keine neue Verhaltensweise schwuler Menschen. .. continue reading ..


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24 Dec 09

City of London
Cornhill
In Stevens Wohnung

Während ich am Schreibtisch saß und via Gaydar.co.uk den Kontakt zur Welt aufrecht halte, stand Steven an der großen Glasfront des Zimmers. Hoch über den Straßen der City trennte ein bisschen Glas die Wärme unseres Zimmers von dem Wind, der London an diesem nasskalten Dezemberabend in eine unwirkliche Starre versetzte. Stevens leuchtende Augen spiegelten sich in der Glasscheibe, als sein Blick über die City schweifte. Gegenüber dem Cornhill thront hell erleuchtet Saint Paul’s auf dem Ludgate Hill. Die Millenium Bridge überspannt die nach den Regenfällen der letzten Wochen reichlich gefüllte Themse hinüber zur Bankside Power Station, in der sich heute Tate Modern versteckt hält. Im Hintergrund ist The London Eye zu sehen. Rechts davon die Silhouette von Westminster und ganz im Hintergrund ist der Himmel durch die Heathrower Flugfeldbefeuerung hell erleuchtet. An einem dieser Lichter der Nacht war Stevens Blick hängengeblieben. .. continue reading ..


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25 Nov 09

Queer.de hat gestern anlässlich eines Werbefehlgriffes des Unternehmes easyjet die durchaus interessante Frage aufgeworfen

was eigentlich von Profilfotos bei Gayromeo & Co. zu halten ist, in denen Jungs oder Männer zwischen den Stelen [des Berliner Holocaust-Mahnmals, StM] posieren.

und sondiert, welche Meinung Blogger hierzu vertreten:

Im Ausland wundert man sich über den merkwürdigen Trend: das schwule Blog “Catch Fire” sammelt einige der Fotos unter der Kategorie “Memorial Pics”. “Ich habe nie verstanden, was der Gedanke bei den Fotos ist (und ich habe wirklich eine Menge davon gefunden, also muss irgendein merkwürdiger Gedanke dahinter stecken)”, schreibt der Blogger. “Ich denke, es ist faszinierend, wie all diese Leute sexy aussehen wollen an einem Ort, der zu denen auf der Welt gehört, die am wenigsten sexy sind.”

Ich hingegen verstehe nicht, welch’ merkwürdiger Gedanke dahinter steckt, GayRomeo-Profile auf Mahnmal-Fotos hin abzusuchen und diese dann zu präsentieren.

Das Blog Ordnungspolitiker schreibt zum Thema, man solle über ein Foto-Verbot nachdenken: “Das Denkmal sollte sich trotz aller Offenheit nicht dem aktuellen ‘hauptsache Spaß’ Mainstream fügen und zur Fotokulisse verkommen.” Die Taktlosigkeit müsse ein Ende haben, denn die Geschichte sei zu ernst.

Ja genau! So machen wir’s. Wir setzen das Mahnmalfotoverbot ganz oben auf die Liste der Verbotsforderungen, .. continue reading ..


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13 Nov 09

Picture 2009-11-12 18_09_32Peter LaBarbera (Porno Pete) ist immer gut dafür, Einblicke in die Gedankenwelt schwulenhassender Christen zu geben.

Porno Pete hat nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag schwule Menschen in der Castro Street zu verfolgen, reichlich Fotos beim Folsom Fair zu machen, durch Sexshops zu stöbern und die Internetaktivitäten schwuler Menschen zu überwachen. Dabei ist er, wohl nicht ganz zufällig, auf den Blog Joe.My.God. von Joe Jervis geraten. Joe Jervis hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit dem christliche Sumpf, in dem auch Porno Pete steckt, beschäftigt. Unter dem 04/11/2009 schrieb Joe Jervis schließlich:

Haters Vs. Haters: Peter LaBarbera Attacks Maine’s Stand For Marriage

Still stinging from their refusal to be seen in the same room with him and their later denouncement of his largely unattended Maine “press conference,” Porno Pete LaBarbera and his BFF Matt Barber [Barber gehört zur us-amerikanischen Ex-Gay-Clique, StM] are attacking Stand For Marriage for the one conciliatory message they issued during the campaign.

I agree with my good friend Matt Barber, who is also a Board Member of Americans For Truth in addition to his important work at Liberty Counsel. It is not ethical nor good strategy for the “pro-family” movement to promote one evil and public-policy disaster (changeable and sinful behavior as a government-backed “civil right”) to fight another (homosexual “marriage”). Yet that is precisely what the Yes on 1 campaign’s pro-domestic partnership ad called “It’s Possible” did. [Click HERE for AFTAH's election story.] Here again is the text of that misguided Yes on 1 ad used in Maine:

‘Abandoning traditional marriage entails real consequences, yet we want to be tolerant of gays. Maine’s Domestic Partnership laws provide substantial legal protection for gay couples. Any problems remaining can be addressed without dismantling traditional marriage. It’s possible to support the civil rights of all citizens and protect traditional marriage at the same time.’

We who claim to follow God are lacking in integrity if we promote the normalization of homosexuality as part of some (perhaps well-intentioned) utilitarian plan to ostensibly “save” traditional marriage. Indeed, the irony of the ad text above is that progressive concessions on “domestic partnership” and “civil unions” legislation will, in fact, dismantle traditional marriage. Yes on 1 PR consultant Frank Schubert’s compromising spin will pave the way for disaster in the pro-family movement, as it undermines our greatest strength: our commitment to the truth. It’s time to reject Political Correctness and get back to basics in the pro-family movement.

“We who claim to follow God…” Did you catch that? Those guys at Stand For Marriage aren’t real Christians because they don’t hate enough for Peter LaBarbera. They hate plenty enough for US, Petey

Wie zu lesen, wird Porno Pete von Jervis zititert. Mit seiner Formulierung, “It’s time to reject Political Correctness and get back to basics in the pro-family movement”, meint Porno-Pete, dass die richtigen Christen, dazu rechnet er zweifellos sich selbst, nun endlich die Knüppel rausholen und auf schwule Menschen einschlagen müssen. So verstehe ich es und so haben es auch Leser von Joe Jervis verstanden. .. continue reading ..


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10 Nov 09

Nachdem sich die Schwedische Kirche entschlossen hat, gleichgeschlechtlichen Paaren die Eheschließung zu ermöglichen, haben in Göteborg Stadt 80 vH der Priester keine Bedenken, entsprechend zu verfahren. Der Schritt, den die Kirche auf schwule Menschen zumacht, findet damit die ganz überwiegende Zustimmung der Priester der Schwedischen Kirche. .. continue reading ..


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3 Oct 09

Guido Westerwelle, einer der Hauptakteure in unserem Staatszirkus, wird zur Zeit dafür gescholten, dass er nicht genug oder nicht gut genug Englisch spricht.

Auslöser der überflüssigen Debatte ist, dass Ww sich mit dem Bemerken, man sei in Deutschland, weigerte, eine von einem BBC-Reporter auf Englisch gestellt Frage in englischer Sprache zu beantworten.

Anstatt bei der BBC, die ja so gerne internationales Flair versprüht, anzuregen, die Berichterstattung aus Deutschland von einigermaßen des Deutschen mächtigen Reportern besorgen zu lassen, fällt alle Welt, also die BLÖD-Zeitung und Anverwandte, über Ww her und gräbt dessen englischsprachige Sünden der Vergangenheit aus.

Die WELT ONLINE, das ist die engere Verwandtschaft der BLÖD, meint zum Beispiel:

Ein You-Tube-Video zeigt, wie Westerwelle in seiner Lieblingsrolle als Regierungs-Zurechtweiser auf Englisch zu erklären versucht, man sei nicht ambitioniert genug vorgegangen beim dem Ziel, vom letzten Platz beim Wirtschaftswachstum zum vorletzten zu gelangen: „to come from the last place to the second last or the third last“.

Nun, ich weiß nicht was das soll. .. continue reading ..


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25 Jul 09

Vor einem Monat habe ich mich ein wenig gefreut, denn ich war der Annahme, Eingetragene Lebenspartnerschaften würden nunmehr im Einkommensteuergesetz erwähnt:

Der Bundestag hat am 19.06.2009 ein Gesetz beschlossen, mit dem eingetragene Lebenspartnerschaften erstmalig im Einkommensteuergesetz erwähnt werden. Es geht um die erweiterte steuerliche Berücksichtigung von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen. Selbstverständlich ist das nicht; ich berichtete über den Streit.

In der Gesetzessprache sieht das so aus:

§ 10 [des Einkommensteuergesetzes] wird wie folgt geändert:

[...]

b) Absatz 1 Nummer 3 wird wie folgt gefasst:

„3. Beiträge des Steuerpflichtigen für sich, seinen nicht dauernd getrennt lebenden unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten, seinen Lebenspartner im Sinne des § 1 Absatz 1 des Lebenspartnerschaftsgesetzes und für jedes Kind, für das ein Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder auf Kindergeld besteht, zu [...]

 I’m so sorry. Die seinerzeitige Meldung ist falsch. Die von mir wiedergegebene Textfassung des Bürgerentlastungsgesetzes steht so nur im Entwurf der Bundesregierung. Beschlossen hat der Bundestag im Anschluss an Beratungen des Finanzausschusses ein Gesetz ohne die vorgenannte Textpassage. .. continue reading ..


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18 May 09

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat, schreibt unser Grundgesetz vor. Alle Staatsgewalt, so heißt es weiter, geht vom Volke aus (und kehrt nie zu ihm zurück). Sie wird, so steht es geschrieben, vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Mir ist in der Vergangenheit verschiedentlich vorgehalten worden, ich würde unserer, der deutschen Demokratie nicht genügend Wertschätzung entgegen bringen. Der Vorhalt ist richtig.

Das Volk übt Gewalt aus, in Wahlen und Abstimmungen. Früher, ich meine sehr viel früher, war das anders. In einer Zeit, als das Volk seine Gewalt durch das gegenseitige Einschlagen von Köpfen ausgeübt hat, kam es darauf an, dass man möglichst viele Gleichgesinnte um sich scharrte, um auf die Gruppe der Andersgesinnten einzuschlagen. Um Macht zu haben und auszuüben, mussten die sich zum Führen des Volkes berufenen also mit möglichst vielen Mitläufern und -schlägern umgeben. Wer die meisten Menschen um sich scharrte, konnte, jedenfalls bis zur Erfindung der Massenvernichtungswaffen, annehmen, siegreich aus den gewalttätigen Auseinandersetzungen hervorzugehen. Die Mehrheit siegte. Die Minderheit wurde, je nach Belieben der Mehrheitsführers entweder ausgelöscht, versklavt oder durfte mehr oder weniger unterdrückt weiterexistieren.

Heute verfährten man anders: Man fasst die Gruppen zusammen und die sich zum Führen berufen Fühlenden lassen darüber abstimmen, wer denn nun führen soll. Das Ergebnis ist das Gleiche: Wer die meisten Menschen um sich scharren kann, gewinnt die Abstimmung; die Mehrheit siegt. Und die Minderheit? Naja, wir sind mittlerweile soweit, dass die Minderheiten nicht mehr ausgelöscht werden, im vergangenen Jahrhundert war das auch in Deutschland noch anders, aber unterworfen, ausgebeutet und unterdrückt werden sie weiterhin. .. continue reading ..


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23 Apr 09

Im Allgemeinen kann ich nicht viel damit anfangen, wenn sich Marcel Reich-Ranicki über irgendetwas empört. Seiner Antwort auf die ihm in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gestellten Frage,

Und sollte man wirklich, wenn man eine Golo-Mann-Biographie schreibt, auch das Thema Homosexualität behandeln? Reicht es nicht, sich mit dem Werk zu beschäftigen? Was geht uns sein Schlafzimmer an?

kann ich jedoch nur zustimmen: .. continue reading ..


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1 Apr 09

Über einen Mordfall in Essen berichten eine Frau (NRZ, WAZ Mediengruppe),

Es war sein erstes und, wie Raphael R. versichert, auch sein letztes „Sex-Date“. Über die Internet-Plattform „Gay Romeo“ hatte der homosexuelle 21-Jährige den 34-jährigen Christian M. kennengelernt. Sie trafen sich am Abend des 4. Dezember 2007 zum Sex in Raphaels Wohnung in Steele. Das „Date“ dauerte nur fünf bis zehn Minuten: Nach einem Streit über Sexualpraktiken starb Christian M. durch 26 Messerstiche. Mit zwei Messern hatte Raphael R. zugestochen. Das erste war abgebrochen. Der zur Tatzeit 19-Jährige, der sich seit gestern wegen Totschlags vor der Jugendstrafkammer verantworten muss, ist geständig, auch wenn es angeblich Lücken in seiner Erinnerung gibt. Vom ersten Stich weiß er und vom „grünen Blut“ des Opfers, das er vor die Wand spritzen gesehen haben will, und er erinnert sich, dass er dem Toten Haare ausriss. Warum? .. continue reading ..


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23 Mar 09

GayWest berichtete kürzlich über einen im Mai in Marburg geplanten  “Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge zum Thema Identität”:

Wüstenstrom will’s wieder wissen: Nach den Rückzügen von Graz und Bremen versucht man es diesmal in Marburg, beim 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, der für den 20. bis 24. Mai diesen Jahres angekündigt ist. Ob die Veranstalter wissen, wen sie da als Redner und Seminarleiter eingeladen haben? Wenn nicht, muss man ihnen wenigstens mangelnde Sorgfalt bei der Auswahl der Referenten vorwerfen. Denn wer jemand mit einem solch dubiosen Hintergrund wie Roland Werner als Hauptredner einlädt, sollte sich nicht auf Unwissenheit berufen. Werner, laut Kongressprogramm “1996, 2002 und 2008 Vorsitzender des Christival”, ist Autor von Büchern mit Titeln wie “Christ und homosexuell?”, “Homosexualität – ein Schicksal?” und “Homosexualität und Seelsorge”. Außerdem ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Institutes für Jugend und Gesellschaft der Offensive Junger Christen. Neben Werner finden sich folgende selbsternannten Homo-Heiler im Kongressprogramm:

Mit Hoffmann, Gerlach und Vonholdt habe ich mich auch schon beschäftigt. Roland Werner ist mir ebenfalls unangenehm aufgefallen.

Um das Bild der Veranstaltung, der Stadt und Universtität Marburg auf Kosten des Steuerzahlers ein Forum bieten, weiter zu vervollständigen, möchte ich die Aufmerksamkeit auf Raphael M. Bonelli lenken, der in dem Kongressprogramm ebenfalls als Hauptredner (Thema: Identität, Tugend und Selbstwert) angekündigt wird.

Raphael M. Bonelli ist Laienmitglied katholischen Sekte Opus Dei. .. continue reading ..


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27 Feb 09

Was mag eine örtliche AIDS-Hilfe, in diesem Fall die Münchner, bewegen, Geld für eine Kampagne auszugeben, auf der diese Bilder auf Plakaten und Postkarten zu sehen sind und, so das ausdrückliche Bekunden der AIDS-Hilfe München, Assoziationen zu den menschenverachtenden Diktatoren Russlands (die Angabe „Russland“ deutet auf Putin hin, das Foto erinnert jedoch eher an den Sowjetdiktator Stalin), Nordkoreas und Chiles geweckt werden sollen.

Dass die Herrschaften der Münchner AIDS-Hilfe nun Ihre Wichsfantasien plakatieren wollen, ist eine Sache; mit dieser uniformfetischierten Entblößung müssen sie selber fertig werden.

Schlimmer und schwer erträglich ist es, dass die Münchner AIDS-Hilfe schwulen Männern eine Vorliebe für Diktatoren und wohl auch auch eine Affinität zu Diktaturen unterstellt. Hitlers triumphale Münchener Auftritte haben wohl in manchen Köpfen einen bis heute nachwirkenden Eindruck hinterlassen. .. continue reading ..


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