Tag: Türkei



21 May 09

Die Kombination Türkei – Fußball – schwul ist eine brisante. Kaum vorstellbar, dass ein schwuler Mann in der Türkei Fußballschiedrichter sein darf. Und tatsächlich hat Halil İbrahim Dinçdağ sein Amt als Schiedsrichter aufgeben müssen, als bekannt wurde, dass er schwul ist. Als Begründung wird vorgegeben, schwule Männer seien krank und dürften daher keinen Militärdienst leisten und könnten deshalb auch als Fußballschiedsrichter nicht eingesetzt werden.

Halil İbrahim Dinçdağ lässt das nicht auf sich sitzen und kämpft: .. continue reading ..


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15 Mar 09

Vor wenigen Tagen hat Iran Queer Railroad (IRQR) einen Hilferuf veröffentlicht:

We request your assistance with an urgent case involving Mehdi N., a 29-year-old gay Iranian who seeks asylum in Germany.

Dieser Hilferuf wurde von verschiedenen Bloggern und schwullesbischen Medien unreflektiert weitergegeben. Soweit ersichtlich hat allein Norbert Blech in seinem Beitrag für queer.de einen leisen Vorbehalt formuliert:  “Dem Bericht zufolge, der aus anderen Quellen bisher nicht verifiziert werden konnte, [...]“.

Ich bin gegenwärtig nicht bereit, dieses Hilfeersuchen unkommentiert weiterzugeben oder zu unterstützen.

1. Ist das nicht alles etwas dick aufgetragen?

In der Meldung auf IRQR ist von schreienden Polizeibeamten die Rede, mehrfache Vergewaltigungen des Mehdi N werden behauptet, die zu allem Überfluß auch noch gefilmt sein sollen.

Offensichtlich befindet sich das Asylverfahren bereits in einem fortschrittenen Stadium. Es müsste also bereits einiges aktenkundig sein. Statt dessen sollen wir uns mit einem Brief Mehdis und dem Inhalt eines Gesprächs mit Arsham Parsi (IRQR) begnügen.

2. Warum scheucht der IRQR die Öffentlichkeit auf?

Warum hat der IRQR sich nicht an schwullesbische Verbände, wie zum Beispiel dem LSVD,  oder die deutsche Sektion von amnesty international oder PRO AYSL gewandt? Warum nicht an die deutschsprachigen schwullesbischen Medien?

Arsham Parsi ist Mitglied des Beirats der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Zwischen dem Vorstand dieser Stiftung und der Leitungsebene des LSVD besteht teilweise Personalunion. Parsi weiß also durchaus, wer in Deutschland geeignete Ansprechpartner für ihn sind. Mit dem LSVD ist aber zumindest bis zum vergangenen Donnerstag keine Kontaktaufnahme erfolgt. Es stellt sich die Frage, warum Parsi ein internationales Schaulaufen einer unmittelbaren Ansprache von mit den Verhältnissen hier vor Ort vertrauten Organisationen vorzieht.

3. Was soll die Richterschelte? .. continue reading ..


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12 Mar 09

Immer wieder taucht die Behauptung auf, besonders viele junge Türken und Araber seien Täter. Stimmt das? Über Homophobie unter Migranten, in den Kirchen und in Süddeutschland sprach zitty mit Koray Yilmaz-Günay, der beim Verein Gays und Lesbians aus der Türkei, kurz GLADT, das Projekt „Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft“ leitet.

lese ich in zitty und wundere mich nicht mehr über den neuerlichen Versuch, über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass Menschen fundamentalislamistischer Glaubensauffassung, einerlei ob sie nun wirklich glauben, oder nur das glauben, was ihnen eingetrichtert wird, ein ernstzunehmendes Problem für schwule Menschen sind.

In seiner Verzweiflung versucht sich Yilmaz-Günay wie folgt,

Es ist auch nicht schön, wie Homosexuelle in der süddeutschen Provinz leben – dass sie etwa keine Wohnung kriegen. .. continue reading ..


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1 Mar 09

Die im Amsterdamer Stadtteil Slotervaart lebenden Menschen stammen zu einem Drittel aus Marokko und zu einem Viertel aus der Türkei.

“Im Arabischen oder Marokkanischen gibt es kein positives Vokabular für Homosexualität”, erläutert der Vorsitzende des Stadtbezirks, Ahmed Marcouch (Partij van de Arbeid). Viele Kinder bekommen zu Hause sofort eine Ohrfeige, wenn sie das Wort “Homo” weil es sich um ein Schipfwort handelt, das nicht verwendet werden darf.

Um dieses Tabu zu brechen, entwickelt Slotervaart als erster Amsterdamer Stadtteil eine ‘Homo-Richtlinie’. Außerdem möchte Marcouch, dass in seinem Stadtteil eine schwules Café eröffnet wird. .. continue reading ..


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26 Oct 08

In der Türkei stand ein Mann vor Gericht, weil er mit Pornofilmen gehandelt hat, in denen auch gleichgeschlechtlicher Sex zu sehen ist.

Er wurde verurteilt wegen Handel mit pornografischen Material. Das macht die Rückständigkeit des dortigen Rechtssystems und der Gesellschaft deutlich. Jedoch gibt es auch einen kleinen Lichtblick. Das türkische Recht hätte es auch erlaubt, die zu sehenden Handlungen als ‘unnatürlich’ zu beurteilen und damit strafverschärfend zu werten. Das Gericht hat davon abgesehen: .. continue reading ..


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6 Aug 08

Der LSVD hat Neuigkeiten in Zusammenhang mit dem Mord an Ahmet Yildiz in Istanbul:

Abi*, der Lebensgefährte des Mitte Juli 2008 ermordeten türkischen Aktivisten Ahmet Yildiz, hat sich an den LSVD gewandt und über Umstände und Hintergründe des Mordes berichtet. Abi geht von einem Ehrenmord aus, da esseitens der männlichen Familienmitglieder und des Clans im Vorfeld des Verbrechens zahlreiche Drohungen gegeben hatte. Auch habe die Familie es abgelehnt, die Leiche des Opfers abzuholen, was eindeutig auf einen Ehrenmord schließen lasse. .. continue reading ..


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25 Jul 08

Reza und Kamal sind aus dem Iran geflohen, halten sich zur Zeit in der Türkei auf und suchen Asyl.

Vor wenigen Tagen gab es gute Nachrichten:

Protestschreiben bringen doch nichts! Oder?

Nun aber der Hammer:

Greetings from IRanian Queer Organization:

We informed you last week of the happy news that Kamal was officially recognized as a refugee by United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR). Unfortunately, we cannot offer you news of the same nature with respect to his partner, Reza. On July 22, 2008, UNHCR rejected Reza’s case (385-06C03012), denying him official recognition as a refugee. .. continue reading ..


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22 Jul 08

Ahmet Yildiz +

Erneut ist es der Londoner Zeitung ‘The Independent’ zu verdanken, dass das Schicksal schwuler Männer in der Islamischen Welt einer größeren Öffentlichkeit bekannt wird. Am 19.07.2008 berichtete das Blatt über die Ermordung von Ahmet Yildiz.

Was Ahmet Yildiz the victim of Turkey’s first gay honour killing?

Ahmet Yildiz, 26, a physics student who represented his country at an international gay gathering in San Francisco last year, was shot leaving a cafe near the Bosphorus strait this week. Fatally wounded, the student tried to flee the attackers in his car, but lost control, crashed at the side of the road and died shortly afterwards in hospital. His friends believe Mr Yildiz was the victim of the country’s first gay honour killing.

GGG.at hat daraus eine deutschsprachige Meldung gemacht:

Erster schwuler “Ehrenmord” in der Türkei?

Erstaunlich ist, dass in diesen und anderen Beiträgen immer wieder davon die Rede ist, das Ahmet das erste Opfer eines gegen einen schwulen Mann gerichteten Ehrenmordes sei. Das dürfte falsch sein. .. continue reading ..


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8 Jun 08

Aufruf zu Spenden und internationaler Solidarität

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung kritisiert scharf das vom Istanbuler Zivilgericht verfügte Verbot von Lambda Istanbul. Die Gerichtsentscheidung ist ein klarer Verstoß gegen Art. 5 und Art. 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Wir rufen zu internationalen Solidaritätsaktionen für Lambda Istanbul (www.lambdaistanbul.org) auf. Mit Protestschreiben und Spendenaufrufen wird die Hirschfeld-Eddy-Stiftung die Akzeptanzkampagne für Lambda Istanbul, deren rechtlichen und politischen Kampf gegen das gerichtlich verfügte Verbot unterstützen. .. continue reading ..


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22 Feb 08

Vor kurzem hatte die zuständige UN-Kommission darüber zu befinden, ob LGBT-Gruppen aus Spanien, den Niederlanden und Brasilien einen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen erhalten sollten. .. continue reading ..


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26 Jan 08

In ihrem Online-Portal berichtet die WAZ heute über die Aufführung eines Theaterstücks in Ankara

Das Publikum ist begeistert, nach der Vorführung gibt es stehende Ovationen. So viel Zustimmung wie beim Theaterstück «Rosa und grau» erhalten Homosexuelle und Transsexuelle in der Türkei selten

und läßt den (die) ein(e)n und den (die) andere(n) zu Wort kommen: .. continue reading ..


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13 Dec 07

Motiv Hass


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30 Nov 07

Queer.de machte gestern auf eine neues Online-Portal aufmerksam:

Einen “ultimativen Gay Guide von Istanbul” verspricht das neue Online-Portal GTURK. Die nicht-kommerzielle Webseite für Einheimische wie Touristen bietet Szene-Informationen auf Deutsch, Englisch, Griechisch und Türkisch.

Auf GTURK heißt es dann:

Soziologische Untersuchungen zeigen, dass Istanbul eins der 20 Städten ist, in dem sich Gays bequem fühlen. Die Wurzeln dieser Akzeptanz liegen in der osmanischen Kultur und daran, dass Homosexualität den türkischen Gesetzen entsprechend niemals verboten wurde .. continue reading ..


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19 Nov 07

Schweren Herzens hat Stefan Herre seinen Blog “Politically Incorrect” zur Adoption freigegeben:

Die Entscheidung, “sein Kind” PI in fremde Hände abzugeben ist Stefan natürlich nicht leicht gefallen.

wurde gestern der furchtbar entsetzten Leserschaft mitgeteilt.

Die Adoptiveltern müssen mächtig Dreck am Stecken haben, denn heute wird verlautbart:

Der neue Besitzer von PI ist nicht der genannte Herr aus der Türkei. Der neue Besitzer von Blog und Domain lebt im westlichen nicht EU-Ausland und ist definitiv nicht muslimischen Glaubens und mehreren Teammitgliedern persönlich bekannt. Da er nicht genannt werden möchte, .. continue reading ..


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27 Oct 07

Pinknews berichtet über eine Studie über das Reiseverhalten schwuler und lesbischer Menschen.

When choosing a particular destination or travel company, gays and lesbians in Germany show a political conscience. 63% are not willing to travel to countries where homosexuals are persecuted (such as in Iran), 88% are turning away from companies that discriminate against gays and lesbians.

Political conscience? 37 , siebenunddreißig !!, vH der Schwulen und Lesben haben keine Probleme damit, ihr Geld in Länder wie Iran, Saudi-Arabien und Ägypten zu schleppen, in denen Schwule bestialisch gefoltert und ermordet werden. Ich fasse es nicht! .. continue reading ..


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