Tag: Tunten



10 Oct 09

Es begab sich zu einer Zeit, als ich leichtfertigerweise kurze Posts schrieb, also am 06/10/2009, dass ich formulierte:

Warum bezeichnen schwule Männer andere schwule Männer (manchmal auch sich selbst) als ‘Schwester’, ‘Mutti’ oder ähnlich?

Irgendwie ist das doch, na ich nenne es mal vorsichtig: ungeschickt. Wenn man etwas Weibliches sucht, könnte Mann es ja mal mit einer Frau versuchen, oder???

In ein paar Kommentaren zu dem Post wurde das ein und andere unterstellt und mir vorgehalten, ich habe etwas gegen Tucken und Tunten, gegen sich weiblich gebende Männer. Dabei hat, so scheint es, kaum jemand genau gelesen, was ich geschrieben habe, obgleich der Posttitel, “Von dem Gebrauch der Sprache”, doch zu einem sorgfältigen Studium meiner bescheidenen Ausführungen hätte einladen müssen.

Nicht einen Gedanken hatte ich daran verschwendet, einen Post zu schreiben, der sich gegen Tucken und Tunten richtet, und doch ist der ein und andere Leser geradezu besessen von dem Gedanken, dass ich genau solche Gedanken habe. Obgleich ich mehrfach nachfragte, ob das was ich schrieb möglicherweise falsch gelesen und mithin falsch interpretiert worden sei, wurde allerlei Merkwürdiges festbetoniert.

Nun denn: Meine in dem Post zum Ausdruck gebrachte fragende Haltung gilt doch nicht den Männern, die sich nach landläufigem Verständnis betont weiblich geben, lassen wir einstweilen dahingestellt, ob das Tucken und/oder Tunten sind. Ich adressiere vielmehr an die Männer, die über die vorerwähnten Männer in einer nach meinem Dafürhalten unangemessenen Art und Weise reden! Dem selektiv wahrnehmenden Leser, möglicherweise durch den Klammerzusatz in der zweiten Textzeile zusätzlich auf eine falsche Fährte geraten, sehe ich das nach. Wer jedoch meinen Blog schon länger liest, hätte bei jeder von dem was ich tatsächlich schrieb abweichenden Interpretation ins Grübeln kommen müssen. Das meine Haltung in dem großen Universum der Gedanken und der Gedankenlosigkeit derart falsch verortet werden kann, ist einerseits amüsant, andererseits beängstigend.

Ein kleiner Streifzug: .. continue reading ..


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28 Jun 09

Der Tag der Stonewall-Riots jährt sich nun zum vierzigsten Mal. Obschon  schwule Menschen sich nicht erst seit 1969 gegen Übergriffe des Staates wehren, ist Stonewall noch heute der Inbegriff des Widerstandes gegen staatliche Repressionen.

Gerne werden CSD-Paraden in die Tradition der Stonewall-Riots gestellt. Ist das wirklich so? Können sich die CSD-Paraden, kann sich namentlich die Parade im Rahmen des ColognePride in Köln auf eine derartige Tradition berufen? Nein, sie kann nicht.

Ich sehe einen wesentlichen Unterschied: .. continue reading ..


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20 Jun 09

EMMA, eine der wohl überflüssigsten Periodika auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt, äußert sich zum Thema CSD in Köln:

Denn der Christopher Street Day – einst ausgelöst von der Gegenwehr homosexueller Männer, die als “Tunten” nicht nur von der Polizei schikaniert, sondern auch von der eigenen Community verachtet wurden – muss sich in Zeiten von Homo-Ehe und schwulen Bürgermeistern (auf die lesbischen Bürgermeisterinnen warten wir noch) tatsächlich die Frage stellen, ob er überhaupt noch Sinn macht.

Offenbar wird bei EMMA das Tagesgeschehen nicht verfolgt, warum auch, schwulenfeindlicher Unsinn ist zeitlos, sonst wäre den Frauen des politischen Periodikums für Frauen nicht entgangen, dass Zürich eine lesbische Stadtpräsidentin hat. Sicher, die EMMA-Frauen hätte noch die für ihre Verhältnisse geistige Höchstleistung vollbringen müssen, zu erkennen, dass das Amt der Stadtpräsidentin dem einer (Ober-)Bürgermeisterin entspricht.

Wie “der Christopher Street Day” sich eine Frage stellen kann, wird das ewige Geheimnis der EMMAs bleiben.

Und wenn ja, welchen?

Wie wäre es, statt rumzustänkern, mit einer Antwort auf die Frage? Aber das ist für die weibliche Periode, Verzeihung, für das weibliche Periodikum, zuviel verlangt. .. continue reading ..


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27 Mar 09

Carlo Dildollon, der zukünftige Herrscher über das Gaysiland, hat der Queer.de ein Interview aufgedrängt (oder die Queer hat es ihm abverlangt). Das, was ich anfangs für einen vorgezogenen Aprilscherz gehalten habe, sind in Wirklichkeit die disparat zusammengesetzten Visionen des Carlo Dildollon. Aus dem Queer-Interview und der Homepage von Gaysiland ergibt sich, wie die geschätzen EUR 2 Mrd auf der Insel verbaut werden sollen:

Zum Beispiel soll es in jedem Badezimmer Analduschen neben der Toilette geben und genug Abstellfläche für Kosmetik.

und

Im “Golden Gate” sind die Gläser überproportional groß und so kann man hier jede Menge Flüssigkeit zu sich nehmen. Es finden Wettbewerbe wie „Weit-Pinkeln“, „Ziel-Pinkeln“ und ähnliches statt, die jedes Herz eines NS-Freundes höher schlagen lässt. Phantasievolle Brunnen assoziieren die Vorlieben dieser Zielgruppe.

Ziel-Pinkeln der Zielgruppe!? Na, wer da wohl hinterher angepisst ist?

Ausgangpunkt seiner Überlegungen: .. continue reading ..


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17 Mar 09

Bohlen hat in seiner Idioten-Show mal wieder zu dieser Show passende Sprüche von sich gegeben.

„Wir sind hier keine Transenshow und nicht beim Tuntenball.“ So kommentierte Juror Dieter Bohlen den Auftritt des offen schwulen Benny bei der DSDS-Mottoshow am vergangenen Samstag.

blu.fm, Szene-Blättchen aus Frankfurt am Main, schmeißt sich schützend an und vor Bohlen’s Brust: .. continue reading ..


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13 Mar 09

Es trug sich zu in Traunstein:

Dem 39 und 41 Jahre alten Ehepaar aus Traunstein fielen verschiedene Fauxpas auf. So verzichtete der Mann in der Dampfsauna auf das übliche vorherige Reinigen des Sitzplatzes. Zwischen den Saunagängen rauchte er. Doch für eine Strafanzeige letztlich durch den Saunameister sorgte, dass sich der 35-Jährige erst im Dampfbad und anschließend in der Biosauna ungeniert zwischen seine Beine griff.

Und warum griff er zwischen seine Beine (ich finde es erstaunlich, dass man sich dafür rechtfertigen muss, zwischen die eigenen Beine gegriffen zu haben):

Ich hab’ mich am Sack gekratzt. Das tut mir leid.» Der Verteidiger, Karl-Heinz Firsching aus Traunstein, konkretisierte die Begründung. Sein Mandant sei im Intimbereich rasiert. Das nachwachsende Haar sorge für Juckreiz. .. continue reading ..


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20 Feb 09

Cameron Carpenter, nach Charles-Marie WIDOR’s Terminologie ist er der Wildling eines Organisten, in einem Kommentar wurde es schon erwähnt, macht in diesem Jahr eine Europa-Tournee, naja, eher ein Tourneechen, um ein wenig für sein Debüt-Album zu werben.

Auf der Homepage von Cameron Carpenter werden die Termine zum Teil widersprüchlich angegeben. Hier das, was mir halbwegs gesichert erscheint:

26.06.2009 (20 Uhr): Cathédrale de Lausanne, Lausanne, Schweiz

28.06.2009: St. Johann, Saarbrücken, Deutschland

07.2009: Mönchengladbach, Deutschland

12.07.2009 (16.30 Uhr): Wallfahrtsbasilika, Kevelaer, Deutschland

14.07.2009: Sankt Vinzenz, Menden, Deutschland

16.07.2009: Notre-Dame des Neiges Alpe d’Huez, Frankreich

Die Orgelwelt ist natürlich bereits in heller Aufregung und die kirchliche wird es bald sein, wenn den Kirchenoberen klar wird, wen sie da in ihren Kirchen hören werden. .. continue reading ..


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18 May 08

Die Queer kommentiert den neuesten Werbemüll aus dem Hause Jägermeister:

Die neue Werbekampagne des Kräuterlikörs ist nicht nur camp, sie ist auch außerordentlich homophil.

Und weiter:

Im aktuellsten Spot “Neues von KeinJägermeister” wird es mehr als subtil homophil: Der Sänger mit dem gespreizten kleinen Finger, die Männer mittleren Alters, die in goldenen knappen Turnhöschen Aerobicübungen absolvieren, die völlige Abwesenheit von Frauen; Da wird auf sehr campe und witzige Weise mit dem rosa Zaunpfahl gewunken.

Es mag ja sein, dass einige ‘Charaktere’ in dieser ‘Werbung’ homophil erscheinen sollen. Die Werbung an sich ist aber alles andere als homophil, sie ist schlichtweg homophob. .. continue reading ..


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22 Jan 08

So oder so, ich werde das Buch nicht lesen. Dennoch frage ich mich, ist der Inhalt des Buches so idiotisch (Verzeihung!) oder nur die Kritik, die ich heute in der Welt lese.


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6 Nov 07

Die Österreichischen OÖNachrichten berichteten am 5. November 2007 über den Pinken Christkindelmarkt in München. Denkwürdige Sätze sind da zu lesen. Der Entscheidende steht gleich zu Anfang:

Bevor das Christkind sein Glockerl läutet, klingeln die Kassen auf den Weihnachtsmärkten.

Wie war, und viel schwules Geld wird die Kassen auch in diesem Jahr klingeln lassen und deshalb sieht der Organisator von Pink Christmas mutig der Gefahr ins Auge: .. continue reading ..


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