Tag: Totschlag



12 Dec 09

Ende Oktober 2009 habe ich in einem Post die Frage aufgeworfen, ob und gegebenenfalls was schwule Menschen verbindet. Eine Antwort habe ich nicht gefunden und auch diejenigen, die sich damals kommentierend zu Wort gemeldet haben, konnten keine über die Tatsache der Homosexualität hinausgehende verbindende Gemeinsamkeit überzeugend formulieren. Dennoch, meiner Illusionen nicht vollständig beraubt, war ich der Auffassung, das schwule Menschen jedenfalls dann, wenn Leib und Leben schwuler Menschen allein wegen ihres Schwulseins bedroht sind, zusammenhalten würden. Ich hatte gehofft, wenn sich dieser Zusammenhalt schon nicht in konkreten Aktivitäten äußert, es bestehe zumindest Einigkeit darüber besteht, dass diese Übergriffe auf schwule Menschen, dass Gewalt gegen schwule Menschen allein wegen deren sexueller Orientierung, nicht gebilligt, nicht gutgeheißen würden.

Vorgestern hat queer.de diesen letzten Rest meiner ‘heilen’ schwulen Welt zerstört. Ich bin queer.de nicht undankbar dafür; ein Erkenntnisgewinn über die Abgründe der Welt hilft, eine Sturz in diese Abgründe zu vermeiden.

Und noch eine weitere Erkenntnis verschafft mir queer.de. Im September 2008 Hatte ich geschrieben, dass ich Schwulenheiler wie den Gerlach und Spaemann, die mit pseudowissenschaftlichen Mätzchen schwule Menschen von ihrer Homosexualität kurieren wollen, für eine reale Gefahr halte. Nunmehr weiß ist, dass eine viel größere Gefahr ausgeht von schwulen Menschen, die eine unheilvolle Symbiose mit diesen Schwulenheilern eingehen.

Queer.de veröffentlichte unter dem Titel “Queere Jakobiner” einen von Dirk Ludigs, Nachrichtenleiter des Senders TIMM, verfassten Gastbeitrag, in dem dieser sich in entsetzlicher Art und Weise mit den Schwulenhassern gemein macht. .. continue reading ..


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14 Jul 09

Der kürzlich schon erwähnte Leimener Mordfall aus dem Jahr 1980 wird nun vor Gericht verhandelt.

Der Angeklagte bestritt nicht die Tat, nicht dass es sich um einen Mord oder Totschlag gehandelt haben könnte, nicht dass er am Tatort war. .. continue reading ..


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6 Jul 09

Michael Bärnthaler, Österreich, ausweislich seines Blogs in luftdünnen intellektuellen Sphären schwebend , vertritt die These, Aufrufe zum Mord an schwulen Menschen seien Kunst.

Die Lautäußerungen  des jamaikanischen Hasssänger Bennie Man qualifiziert er zunächst

als eine schöne Kunst .. continue reading ..


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16 Jun 09

In den Verlautbarungen der Evangelikalen fällt auf, dass sie sich offenbar nur mit Homosexualität im Allgemeinen und der Schwulenheilung im Besonderen beschäftigen. Andere Themen scheinen ihnen fremd zu sein. Tritt jemand ihren Diffamierungen schwuler Menschen und ihren Heilungsthesen entgegen, zetern sie sofort, sie würden in ihren Rechten auf freie Religionsausübung und freie Meinungsäußerung behindert.

Den Artikel 4 des Deutschen Grundgesetzes kennen sie ganz genau,

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

und leiten daraus ab, jede Kritik an ihren öffentlichen Äußerungen sei Hetze, sie verboten, sei sachunkundig, würde ihre religiösen Empfindungen beeinträchtigen und dergleichen mehr.

Der Artikel 140 der deutschen Verfassung ist ihnen weniger geläufig: .. continue reading ..


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10 Apr 09

Die Ortspresse berichtet über ein Verbrechen in Kerpen:

Einen tödlichen Ausgang nahm ein Beziehungsdrama, das die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Köln beschäftigt. Fünf Wochen nach der Tat stellte sich ein 44-Jähriger am Gründonnerstag der Polizei.

Gegen 11 Uhr erschien der Mann auf der Kerpener Polizeiwache und gestand, seinen Lebenspartner bereits am 5. März getötet zu haben. Die Beamten nahmen ihn fest. In der gemeinsamen Wohnung des homosexuellen Paares fanden sie die Leiche des 28-jährigen Lebensgefährten.

Die Gerichtsmedizin ermittelt derzeit die Todesursache. Einzelheiten zur Tat gab die Polizei bisher nicht bekannt. Schilderungen der Nachbarn deuten jedoch auf ein Eifersuchtsdrama hin.

Und was wissen die Nachbarn noch? .. continue reading ..


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1 Apr 09

Über einen Mordfall in Essen berichten eine Frau (NRZ, WAZ Mediengruppe),

Es war sein erstes und, wie Raphael R. versichert, auch sein letztes „Sex-Date“. Über die Internet-Plattform „Gay Romeo“ hatte der homosexuelle 21-Jährige den 34-jährigen Christian M. kennengelernt. Sie trafen sich am Abend des 4. Dezember 2007 zum Sex in Raphaels Wohnung in Steele. Das „Date“ dauerte nur fünf bis zehn Minuten: Nach einem Streit über Sexualpraktiken starb Christian M. durch 26 Messerstiche. Mit zwei Messern hatte Raphael R. zugestochen. Das erste war abgebrochen. Der zur Tatzeit 19-Jährige, der sich seit gestern wegen Totschlags vor der Jugendstrafkammer verantworten muss, ist geständig, auch wenn es angeblich Lücken in seiner Erinnerung gibt. Vom ersten Stich weiß er und vom „grünen Blut“ des Opfers, das er vor die Wand spritzen gesehen haben will, und er erinnert sich, dass er dem Toten Haare ausriss. Warum? .. continue reading ..


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17 Nov 08

Stop! Nicht aufregen, noch nicht! Den Posttitel habe ich eins zu eins übernommen aus der Überschrift eines Artikels auf Welt Online. Mir ist durchaus klar, dass man sich nicht mit AIDS anstecken kann. Anscheinend fehlen aber so manchem Journalisten und Redakteur diese Grundkenntnisse, denn auch Die Zeit und Der Tagespiegel hatten zeitweise ähnliche Überschriften gebildet. Zwischenzeitlich ist dort ‘AIDS’ durch ‘HIV’ ersetzt worden.

Es geht um den folgenden Fall:

Ein Gericht im niederländischen Groningen hat zwei HIV-positive Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie mindestens 14 Schwule Männer [geändert, TGD] vergewaltigt und dann ihr Blut mit einer Spritze den Opfern injiziert haben.

Der 49-jährige Peter M. wurde wegen Vergewaltigung zu neun Jahren, sein Komplize Hans J. zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der 49-jährige Wim M., der beschuldigt wurde, die Kontakte zwischen den Tätern und den Opfern per Internet hergestellt zu haben und in dessen Haus die Taten begangen wurden, erhielt keine Haftstrafe [Queer.de irrt. Der Mann wurde zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt, aber auf freien Fuß gesetzt, weil die Dauer der Untersuchungshaft bereits die Dauer der angeordneten Gefängnisstrafe überschreitet, TGD]. Die Staatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, das Urteil anfechten zu wollen. Sie hält es für zu milde.

Der Fall hatte im vergangenen Jahr für Bestürzung in den Niederlanden gesorgt (queer.de berichtete). Die Verurteilten sollen die Opfer zu einer Sexparty eingeladen, dann mit der Partydroge “Liquid Ecstasy” betäubt und anschließend ihre Taten begangen haben.

Es verwundert nicht, dass die Welt Online schon im Mai 2007, als die jetzt verhandelten Vorgänge bekannt wurden, desorientiert war und blutrünstig schrieb: .. continue reading ..


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10 Nov 08

Capleton, jamaikanischer Reggea-Sänger, verlangt in seinen Liedern, schwule Männer zu töten, zu verbrennen… Stop! Halt! Stimmt alles gar nicht. Capleton singt in einer Sprache, die nicht jeder versteht, am allerwenigsten die Jamaikaner, deshalb stimmt auch das alles nicht, was die schwulen Jungs aus Jamaika berichten und wie sie Liedtexte übersetzten. In Wirklichkeit mag Capleton nämlich Schwule und sorgt sich um deren Seelenheil.

Eine übertrieben geduldige Baseler Zeitung hat sich die Mühe gemacht, Capleton zu befragen. Nach dem er sich zunächst mädchenhaft zickig angestellt hat, ließ er sich schließlich doch interviewen. Allerdings nicht, ohne sich des Beistands eines Vertreters der Homosexuelle Arbeitsgruppe Basel (Habs) zu versichern. .. continue reading ..


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27 Aug 08

Jeden morgen, auf dem Weg zur Arbeit, ‘muss’ ich mir in den Zeitungen der Menschen, die mir im Zug gegenüber sitzen, bei den diversen Zeitungshändlern im Bahnhof und sogar in den Büros einiger Kollegen Fotos von mehr oder weniger nackten Frauen anschauen. Schön ist das nicht, aber ich mache kein Aufheben darum. Stuff it! Ich ‘muss’ ja nicht hinschauen.

Vor ein paar Tagen nun hat Sezgin Özhan, Fußballspieler des Duisburger Bezirksligisten VfvB Ruhrort/Laar ein Teilstriptease veranstaltet. Während der Aufnahme eines Mannschaftsfotos hat er sein Höschen ein bisschen zur Seite geschoben, weil’s juckte oder zum lüften oder weil der Sezgin angeben wollte, und dieses Foto fand den Weg in die Druckausgabe der Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung (NRZ).

So beeindruckend ist das Teil doch nun wirklich nicht, dass nun die von welchen Komplexen auch immer geplagte versammelte Männerwelt sich verstört geben müsste. Doch das Drama nahm seinen Lauf:

Zunächst musst sich der arme Sezgin Özhan entschuldigen, dann wurde die Kriminalpolizei tätig, und nun wird das gesamte Fußballregelwerk bemüht, um ihm die Schändlichkeit seines Tuns vor Augen zu führen. Abmahnung und Geldstrafe durch den Verein, Sperre duch den Verband .. continue reading ..


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10 May 08

Am Sonntagnachmittag, den 28.10.07, kam es gegen 17.25 Uhr in einem Timmendorfer Hotelbetrieb in der Strandallee zu Streitigkeiten zwischen einem Hotelgast und dem Hotelier, in deren Verlauf der 60 jährige Hotelbesitzer von seinem 23 jährigen Gast hinterrücks niedergeschlagen und schwer verletzt wurde. .. continue reading ..


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4 May 08

In Bremen tobte für ein paar Tage unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das evangelikale Christival. Die Macher des Christivals fühlen sich bekanntlich in ihrem Recht auf Hass Meinungsfreiheit beschränkt, weil ein paar Schwule und Lesben sich nicht von den Evangelikalen heilen lassen wollen. Roland Werner, Oberhäuptling des Christival und führender Schwulenheiler, meinte auf die Frage, wie Christen mit den gottlosen Bedenken nicht heilungswilliger Schwulen und Lesben umgehen sollen [das Interview mit Roland Werner ist zur Zeit auf der Seite von idea nicht recherchierbar]: .. continue reading ..


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2 May 08

Aus einer Pressemitteilung des LSVD: .. continue reading ..


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1 Apr 08

Pressemitteilung des LSVD:

Wir haben heute das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium aufgefordert, dem  jamaikanischen Staatsbürger Miguel Collins, geb. 17.04.1976 (Künstlername Sizzla Kalonji) ein (Schengen)Einreisevisum bzw. hilfsweise die Einreise zu verweigern. .. continue reading ..


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20 Jan 08

Steven Pinker führt in seinem Aufsatz mehrere Beispiele, die auf den Psychologen Jonathan Haidt zurück gehen, auf, die zeigen, wie moralische Instinkte die besonnene und vernünftige Beurteilung verschiedener Sachverhalte verhindern. Hier eines dieser Beispiele:

Julie macht während der Semesterferien gemeinsam mit ihrem Bruder Mark in Frankreich Urlaub. Eines Abends meinen sie, dass es sicher Spaß machen würde und interessant wäre, miteinander Sex zu haben. Julie nimmt schon sei geraumer Zeit die Anti-Baby-Pille und Mark benutzt, zur Sicherheit, zusätzlich ein Kondom. Beide genießen den Sex, beschließen aber, es nicht zu wiederholen. Sie behandeln das Erlebnis als ihr besonderes Geheimnis, dass das Gefühl ihrer Verbundenheit verstärken soll.

War es in Ordnung, dass sie miteinander Sex hatten? .. continue reading ..


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18 Jan 08

Im Grunde genommen könnten einem vernünftig denkenden Menschen die moralischen Auffassungen seiner Mitmenschen gleichgültig sein. So wie jeder nach seinem Glauben glücklich werden mag, soll doch auch jeder nach seinen moralischen Ansichten (die in der Regel eng mit Glaubensauffassungen verbunden sind) sein Leben führen.

Nun ist es aber so, Steven Pinker macht in seinem Aufsatz darauf aufmerksam, das Moralauffassungen häufig eine universelle Geltung beigemessen wird. Hält man eine Regel wie ‘einen Menschen zu töten ist falsch’ für essentiell für das menschliche Zusammenleben, bedeutet das, dass alle Menschen diese Regel zu akzeptieren und Konsequenzen für ihr Verhalten daraus zu ziehen haben. Konkret: Ich töte keine anderen Menschen und von anderen erwarte ich, dass sie es ebenfalls nicht tun.

Wer nun allerdings glaubt, damit sei das erste Element eines weltumfassenden moralischen Verhalteskodexes gefunden, der irrt. Wie noch zu zeigen sein wird, sind die Moralisten höchst unterschiedlicher Auffassung darüber, ob es falsch ist, einen Menschen zu töten. Aber auch bei vernünftiger Betrachtung stellt sich heraus, dass es eine unumstößliche Regel, die das Töten von Menschen verbietet, nicht geben kann. .. continue reading ..


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