Tag: stonewall



31 Jan 10

Der Fernsehsender Timm., einstmals als nichtmehrwegdenkbare Bereicherung des schwulen Lebens in Deutschland verkauft, steht vor dem aus. Für die Betreibergesellschaft wurde vor dem zuständigen Gericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Ob und wie lange der Sendebetrieb noch aufrecht erhalten werden kann, ist ungewiss.

Nachdem ich in anfänglicher romantischer Verklärung für Timm. geschwärmt habe, bin in zwischenzeitlich zu der Ansicht gelangt, dass die ständige Suche nach Geld für diesen Fernsehsender schleunigst zu beenden ist. Einer alten Börsenweisheit folgend, sollte schlecht angelegtem Geld kein gutes Geld hinterhergeworfen werden.

Timm. wird in der deutschen Fernsehlandschaft eine Lücke hinterlassen, .. continue reading ..


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20 Nov 09

Gibt es über die neue ‘EU-Außenministerin’ etwas Interessantes zu wissen? Durchaus!

pinknews.co.uk berichtet:

Baroness Cathy Ashton, who won Stonewall’s Politician of the Year award in 2006, has been named as the new European Union’s High Representative for Foreign Affairs.

During her time as leader of the House of Lords between 2007 and 2008, Ashton was a vocal supporter of gay rights and guided some key pieces of legislation through the upper chamber. .. continue reading ..


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7 Nov 09

3500 Mitglieder hat der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V.; so entnehme ich es gerade einer Mitteilung des Vereins.

Das scheint ein bisserl wenig zu sein. Ein paar Millionen Menschen dürften in Deutschland schwul oder lesbisch sein und selbst Dorf-CSDs haben mehr Teilnehmer.

Wie nehmen schwule und lesbische Menschen ihre Interessen wahr? Sicher gibt es neben dem LSVD auch noch andere Vereine, die sich aber eher mit Fetisch-, Hobby-, Berufs-, Partei- und Glaubensspezialitäten beschäftigen und nicht das ganze oder zumindest weite Teile des schwullesbischen Spektrums abdecken.

Man muss den LSVD nicht abgöttisch mögen. .. continue reading ..


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24 Oct 09

Vor wenigen Tagen äußerte ich in einer Duplik zu einem Kommentar,

Mit dem ganzen Wischiwaschi, hin und her, Bi-, Trans-, Inter- und Sonstwaskram kann ich nichts anfangen.

und bekam gleich zu  hören:

das für einen selbst sexuell attraktive mit dem gesellschaftlich wünschenswerten zu vermengen – ganz dünnes eis! erst recht, wenn ein psychosexuell bedingtes unbehagen in eine soziale abwertung umschlägt.

und anderes mehr.

Es wird unter vielfacher Bemühung des Wortes ‘gender’ die Auffassung vertreten, schwule Männer müssten sich für alles begeistern und mit allem identifizieren, was irgendwie von dem heterosexuellen Standard abweicht.

Zur Identitätsfindung dieser Art werden dabei die Buchstaben LGBT bemüht. Dahinter verbirgt sich .. continue reading ..


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22 Jul 09

Eine Randerscheinung des Frankfurter CSD

Der Frankfurter Engel, das Mahnmal für die während des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, überwölbt von einem “Red Bull”-Partyzelt. Zwei Strandkörbe am Rand und rundherum Lounge-Möbel mit dem Werbeaufdruck “John Player Special”. Und am Bronze-Engel wurde – wohl als Geste der Rest-Scham – ein großer Strauß Rosen angebracht. So umgestaltet präsentierte sich der Klaus-Mann-Platz am Wochenende des Christopher Street Day (CSD). Die Schwulenkneipe Lucky-s hatte ihren gastronomischen Außenbereich auf das Mahnmal ausgedehnt – und mit dem blau-gelb-roten Werbe-Zelt überdacht.

sorgt für Empörung: .. continue reading ..


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28 Jun 09

Der Tag der Stonewall-Riots jährt sich nun zum vierzigsten Mal. Obschon  schwule Menschen sich nicht erst seit 1969 gegen Übergriffe des Staates wehren, ist Stonewall noch heute der Inbegriff des Widerstandes gegen staatliche Repressionen.

Gerne werden CSD-Paraden in die Tradition der Stonewall-Riots gestellt. Ist das wirklich so? Können sich die CSD-Paraden, kann sich namentlich die Parade im Rahmen des ColognePride in Köln auf eine derartige Tradition berufen? Nein, sie kann nicht.

Ich sehe einen wesentlichen Unterschied: .. continue reading ..


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24 Mar 09

Seit sechs Jahren bietet die Berliner PayGay GmbH Kreditkarten speziell für schwule  Menschen an. Das Spezielle daran ist die optische Gestaltung der Kreditkarten, entweder in pink-purple oder in schwarz mit stilisiertem Regenbogen, und die Benefitpartner, die wiederum alle einen speziellen Bezug zu schwulen Menschen haben (sollen).

Herausgeber der Kreditkarten ist die Berliner Bank AG & Co KG, die auch die Abwicklung betreibt.

Ich habe so eine Kreditkarte.

Warum? Ein kleiner Exkurs:

Ich wähle meine Vertragspartner sehr bewußt aus. Wenn ich nicht gerade auf einen Monopolanbieter, wie zum Beispiel dem hiesigen Wasserversorungsunternehmen, angewiesen bin, scheiden explizit schwulenfeindliche Unternehmen von vornherein als Erbringer von (Dienst-)Leistungen für mich aus. Auch Unternehmen, die HIVpositive Menschen diskriminieren, kommen als Vertragspartner nur in unausweichlichen Situationen in Betracht. Zwar sind diskriminierende Haltungen nicht immer leicht und einwandfrei festzustellen; hin und wieder gelingt es aber doch, wie zum Beispiel im Falle der DEVK Versicherungen oder der ACE Europe Versicherung.

Für alle übrigen Unternehmen gilt: Bei gleich gutem Leistungsangebot entscheide ich mich für das schwulenfreundliche(re) Unternehmen – soweit feststellbar. Schwulenfreundlich heißt nun nicht, dass schwule Menschen dort besser behandelt werden, sondern schlicht und ergreifen genau so, wie alle anderen auch. Festmachen lässt sich das zum Beispiel an der diversity policy des Unternehmens (zum Beispiel Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit verschiedengeschlechtlichen Ehen in Bezug auf Mitarbeiter und Kunden). Derartiges herauszufinden ist nicht immer ganz einfach (in den USA hilft zum Beispiel der Buyers Guide, im Vereinigten Königreich der Workplace Equality Index), deshalb begrüße ich sehr das Vorhaben von ILGA Europe, einen International Business Equality Index zu erstellen.

Die Berliner Bank ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG und diese ist immerhin Träger des Max-Spohr-Preises. Der gayfriendly-Test war also bestanden.

Geblendet von der Aussicht auf eine Kreditkarte im black-rainbow Design und auf all die vielen Benefits habe ich der Frage des gleichguten Leistungsangebots nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. .. continue reading ..


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24 Feb 09

Allwyn Rondeau, der arme Kerl, der von den wobbelnden Busen seiner Arbeitskollegin bedroht wurde, ist von einem Arbeitsgericht eine Ausgleichzahlung von rund GBP 62000 zugesprochen worden:

Man wins £62,000 in sex discrimination compensation

Gay airport guard awarded compensation in sexual harassment case

Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Arbeitgeber bei der dummen Kuh, die da ständig über Allwyn hergefallen ist, schadlos hält.

Die Westboro Baptist Church und ihre Hasstiraden absondernden Mitglieder dürfen nicht nach Großbritannien einreisen, entschied die dortige Innenministerin:

Two American hate preachers have been banned from entering the UK where they planned to picket a play by a gay youth group, the Home Office said today.

Extremist Christian leaders Fred Phelps and daughter Shirley Phelps-Roper were to protest outside a performance of The Laramie Project, the story of an American man killed for being gay, being performed at a school arts centre in Basingstoke, Hampshire, tomorrow.

But Home Secretary Jacqui Smith has barred them and a UK Border Agency spokesman said: “The Home Secretary has excluded both Fred Phelps and his daughter Shirley Phelps-Roper from the UK.

Dementsprechend spärlich fiel der geplante Protest aus: .. continue reading ..


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11 Feb 09

Veranstalter des alljährlichen Kölner CSDs ist der Kölner Lesben- und Schwulentag eV (KLuST).

Seit Jahren wird in diesem Verein und einem Teil der Kölner Öffentlichkeit über die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung des CSDs gestritten.

Nachdem Veranstalter, Teilnehmer und Zuschauer offenbar stillschweigend übereingekommen sind, dass der CSD zumindest in Köln auch inhaltsfrei durchgeführt werden kann, macht sich der KLuST nun daran, auch die äußere Form des CSD so zu reglementieren, dass der CSD möglichst nicht mehr als Veranstaltung schwuler Menschen erkannt wird. Es soll nunmehr ein an den Vorstellung der Werbewirtschaft, der konservativen Kräfte und religiöser Vereinigungen orientiertes Fest werden, das schwulenfeindlich eingestellten Menschen jeglicher Coleur wohlgefällt. Eine klinisch reine Party für alle, nur eben nicht mehr für schwule Menschen.

Die Methoden zur Zielerreichung sind neuerdings in einem Regelwerk, mit großem Gestus ‘Charta’ genannt, niedergelegt, damit,  ganz wie es früher die Staatsmacht organisiert hat, alles seine scheinlegale Ordnung hat.

So geht’s demnächst zu auf Köln’s Straßen: .. continue reading ..


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21 Jan 09

Prinz Harry, eine der königlichen Witzfiguren aus den Königreich der großen Briten und Nordiren, lässt, ganz der Großpapa, immer mal wieder dumme Sprüche los. In 2006 (das dazugehörige Video wurde erst jetzt zu Geld gemacht):

Prince Harry, a serving Army officer, apologised earlier this week after a Sunday tabloid revealed footage of him taken in 2006 while in training in which he questioned whether a fellow soldier was feeling “gay” or “a bit queer on the side” following an exhausting task.

Darauf empört sich Ben Summerskill, neuerdings von der Queen mit einer hübschen Anstecknadel versehen:

Ben Summerskill, chief executive of gay equality organisation Stonewall, has expressed upset at Prince Harry’s comments and drawn attention to the damaging effect that these derogatory comments can have in the long-run. .. continue reading ..


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1 Jan 09

clock blogroll.  Nuff said, yeah?  Wish ya aw a sparklin' new year!  TGD

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11 Nov 08

Angestoßen durch den CDU-Politiker Sascha Steuer scheint in der Stadt Berlin nun doch eine Debatte über die zunehmende, beziehungsweise zunehmend sichtbarer werdende Gewalt gegen schwule Menschen in Gang zu kommen.

Dabei herrscht große Unklarheit über das quantitative und qualitative Ausmaß dieser Gewalt. Das Einfachste wäre, die Polizei würde durch Befragungen der Opfer versuchen festzustellen, ob deren sexuelle Orientierung mit der Tat in Zusammenhang steht.

Jedoch, die dortige rot-grüne Regierung will dass nicht: .. continue reading ..


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4 Sep 08

Als Ondamaris vor einiger Zeit über die neue Datensammlungswut französischer Behörden berichtete

In Frankreich wird eine Datenbank eingeführt, mit der ‘potenzielle Störer’ überwacht werden sollen. Auch sexuelle Orientierung und HIV-Status werden gespeichert.

Schwulen- und Lesbenorganisationen beklagen insbesondere, dass auch Daten zur sexuellen Orientierung enthalten sein sollen. Zudem wird auch der HIV-Serostatus gespeichert.
Ein Vertreter des Innenministeriums hat mehrfach die Speicherung von sexueller Orientierung und HIV-Status bestätigt.

habe ich mich noch gefragt, warum die sexuelle Orientierung für den Staat so wichtig ist, dass er sogar seine Geheimdienste und andere Behörden darauf ansetzt: .. continue reading ..


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