Tag: Spenden



19 Jan 10

Die Blödzeitung ist doch immer für ein bisserl Aufregung gut:

Doch deren Rathauskorrespondent Christian Kersting fürchtet in seiner Kolumne „Rathaus intern“, dass sich angesichts der „Schwulenfete“ im Rathaus einem Mann wie Ex-Bürgermeister Henning Voscherau der Magen umdrehte, da das altehrwürdige Rathaus zur Disco werde. Stein des „Bild“-Anstoßes: ab 20 Uhr legt DJ Sunshine aus dem „Schwulentreff Wunderbar“ (Kersting) zur Unterhaltung der Empfanggäste auf.

Zwar werden auch im Rathaus-Restaurant „Parlament“ Partys gefeiert. Und auch Journalist Kersting gehört regelmäßig zu den trinkfesten Gästen der politischen Sommerfeste im Innenhof des Rathauses, bei denen ebenfalls Musik ertönt. Die musikalische Homo-Untermalung im Großen Festsaal geht „Bild“ aber offenbar zu weit – wie auch die Regenbogenbeflaggung zum CSD, die das Blatt bereits erfolglos zu bekämpfen versuchte.

berichtet Hinnerk anläßlich der Blödschreibung zu irgendeinem Neujahrsempfang. .. continue reading ..


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25 Nov 09

Ich erlaube mir, einen Bericht des suedkurier.de im Volltext wiederzugeben:

Bis zum letzten Punkt „Anträge“ war es eine ziemlich normale Hauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Meersburg: trotz Neuwahlen und einer nüchternen Bilanz des scheidenden Vorsitzenden Hans-Heinrich Gerth. Doch dann verlas der neue Vorsitzende Martin Frick die Anträge von Werner Leicht aus Stetten. Zum einen erregte er sich über das EU-Kruzifix-Urteil, denn er befürchtet, dass es auch in Deutschland zur Entfernung von Kreuzen in öffentlichen Gebäuden führt. Der CDU-Ortsverband solle beim EU-Gerichtshof Protest einlegen. Und dann stört den Diplom-Ingenieur, dass die neue Regierung, wie er gehört habe, die „Gleichstellung der Homo-Ehe weiter vorantreiben wolle“. Er verlangt, der Ortsverband möge den „Mandatsträgern“ schreiben, dass er dies ablehne.

Leicht bekommt Schützenhilfe von Anton Model. Dieser ereifert sich über den homosexuellen Hamburger Regierenden Bürgermeister Ole von Beust, dem er schon mal habe schreiben wollen, „weil er bei einer Schwulenparade dabei war.“ Model fragt sich: „Was ist mit dem C in CDU?“

Zwar versucht der alte Politfuchs Werner Endres noch, zwischen den erregten Äußerungen, die Luft raus zu nehmen. Dabei geht er weniger auf ihren Inhalt ein, sondern verweist auf die vielen innerparteilichen Hürden und die geringe Chance, bis ein Antrag aus einem Ortsverband tatsächlich bei einem Bundesparteitag ankommt.

Doch die Debatte ist nicht mehr zu stoppen. Der 19-jährige Adrian Künstler wirft ein: „Ein Grund, warum es weniger Zulauf zur christlichen Partei gibt, ist diese Intoleranz.“ Leicht retourniert: „Junger Freund, der große Fehler kam“, als man Homosexualität nicht mehr als Krankheit angesehen habe. Das sei sie aber und sie trage dazu bei, dass die Bevölkerung immer mehr abnehme. Als Künstler entgegnet, Homosexualität sei „keinesfalls gesellschaftsvernichtend“, kann Leicht gar nicht mehr an sich halten und bezeichnet Homosexuelle als „pervers“. Horst-Peter Schieber „beschwichtigt“: „Wir müssen mit der Zeit gehen“, obwohl: „Ich bin auch nicht dafür, dass so Schwule rum rennen.“ .. continue reading ..


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22 Oct 09

Der Verein Bürgerbewegung Pax Europa wollte in Köln ein paar Plakate kleben lassen.

Dieser Verein ist nationalsozialistisch ausgerichtet, in hohem Maße xenophob, paktiert mit PI und selbst der sonst nicht gerade zimperliche Udo Ulfkotte, der den Verein mit ins Leben gerufen hat, meint, dieser sei von Rechtsextremen unterwandert. Gleichwohl ist der Verein berechtigt, steuerlich abzugsfähige Spenden entgegenzunehmen.

Um diesen Verein geht es aber jetzt nicht.

Überall in Köln sind immerwieder Plakate verschiedenster Gruppierungen, wie Pro Christ und anderen evangelikalen Unbelehrbaren zu  sehen, auf denen Bibelzitate abgedruckt sind oder irgendwelche Äußerungen dieses angeblichen Gott wiedergegeben werden. Diese Plakate hängen in U-Bahn-Stationen, Bahnhöfen, und sogar auf Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs. Niemand unternimmt etwas dagegen.

Nun wollte der vorerwähnte Verein Plakate mit Auszügen aus dem Korantext in Köln aufhängen lassen und scheiterte: .. continue reading ..


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7 Oct 09

In Deutschland gibt es eine ganz merkwürdige Strafrechtsnorm:

§ 166 Strafgesetzbuch -  Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Diese Vorschrift, oft Blasphemieparagraf genannt, nicht selten aber auch als Gummiparagraf bezeichnet, öffnet der Gesinnungsrechtsprechung Tür und Tor.

Ein Beispiel soll die Problematik verdeutlichen: .. continue reading ..


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27 Sep 09

Die Vereinten Nationen sind ein Zusammenschluss von 192 Staaten. Die offizielle Bezeichnung lautet United Nations Organisation (UNO). Die UNO ist ein selbständiges Völkerrechtssubjekt und mit einem eigenen Haushalt ausgestattet. Sie finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen der ihr angehörenden Staaten und aus Privatspenden.  Falls alle Zahlungen eingehen, verfügt die UNO jährlich über Finanzmittel in Höhe von rund USD 1,4 Mrd, deren Verwendung und Verbleib zum Teil unklar sind.

Knapp zwei Drittel der Zahlungen stammen aus den Ländern USA, Japan, Deutschland, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland und Frankreich.

Es stellt sich die Frage, was die der Organisation angehörenden Staaten vereint. Nimmt  man die diesjährige Vollversammlung der UNO zur Beantwortung der Frage, so lautet die Antwort: Hass und Dummheit! .. continue reading ..


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22 Jul 09

Eine Randerscheinung des Frankfurter CSD

Der Frankfurter Engel, das Mahnmal für die während des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, überwölbt von einem “Red Bull”-Partyzelt. Zwei Strandkörbe am Rand und rundherum Lounge-Möbel mit dem Werbeaufdruck “John Player Special”. Und am Bronze-Engel wurde – wohl als Geste der Rest-Scham – ein großer Strauß Rosen angebracht. So umgestaltet präsentierte sich der Klaus-Mann-Platz am Wochenende des Christopher Street Day (CSD). Die Schwulenkneipe Lucky-s hatte ihren gastronomischen Außenbereich auf das Mahnmal ausgedehnt – und mit dem blau-gelb-roten Werbe-Zelt überdacht.

sorgt für Empörung: .. continue reading ..


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4 Jun 09

Thomas Schirrmacher, in evangelikalen Kreisen bestens bekannt und mit Titeln und Funktionen über- und zugeschüttet, ruft die schwulen Menschen um Hilfe.

In einem Kommentar zu dem Buch ‘Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland’ von Oda Lambrecht und Christian Baars läuft der radikal-evangelikale Schirrmacher Amok und verfällt auf folgende These:

Noch ein Wort zur ständig wiederkehrenden Behauptung, die Evangelikalen würden die Minderheit der Homosexuellen verfolgen.

Nun weiß jedes Kind (zumindest jedes nicht evangelikale Kind), dass die Verfolgung homosexueller Menschen durch Evangelikale nicht nur eine Behauptung, sondern eine Tatsache ist. Schirrmacher versucht deshalb, diese Tatsache zu verdrehen und leitet seine Umdeutungsakrobatik wie folgt ein: .. continue reading ..


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7 Apr 09

Selbstverständlich dürft Ihr zusammenleben, aber nicht so wie wir. Wir schreiben Euch genau vor, wie Ihr das zu tun und zu lassen habt und dafür geben wir Euch sogar ein eigenes Gesetz, das Lebenspartnerschaftsgesetz. So gut sind wir zu Euch, was wollt Ihr denn noch?

Selbstverständlich geben wir Euch die Hand. Wir mögen Euch doch und wollen Euch unauffällig in unserer Mitte haben. Aber Euer Blut und Euer Knochenmark, das wollen wir nicht, das ist giftig, das würde uns alle verseuchen. Lieber sterben wir, als dass Ihr Blut und Knochenmark spenden dürft. Das schreiben wir Euch vor.

Natürlich dürft Ihr küssen, wen Ihr wollt. Aber nicht, wo Ihr wollt. .. continue reading ..


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30 Mar 09

Gottes Sohn hat eine Homepage: Jesus.de

Dort wird berichtet,

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) dringt bei Volksentscheiden auf mehr Spendentransparenz. Es wäre «richtig und fair», wenn die Trägerinitiativen ihre Einnahmen stärker offenlegen müssten, sagte er der Berliner «Tageszeitung» (Donnerstagsausgabe). Ein Jahr nach dem gescheiterten Volksentscheid zur Schließung des Flughafens Tempelhof steht in der Bundeshauptstadt am 26. April eine zweite Abstimmung auf Antrag der Initiative «Pro Reli» an, die damit die Gleichstellung von Religions- und Ethikunterricht erreichen will.

Zur Begründung verwies Wowereit auf das Parteiengesetz, das eine Veröffentlichungspflicht ab einer Spendenhöhe von 10.000 Euro vorschreibt. Bei Volksbegehren liegt die Schwelle derzeit bei 50.000 Euro. Eine freiwillige Information nach Abschluss des Volksentscheids halte er für unzureichend, so Wowereit weiter. «Wir haben es ja bei Tempelhof erlebt: Die damaligen Spendernamen sind bis heute nicht veröffentlicht.» Nach Schätzungen des Regierenden Bürgermeisters standen den Initiatoren des Tempelhof-Volksbegehrens mindestens fünf Millionen Euro zur Verfügung.

und ich sehe mich in der erfreulichen Situation, auch einmal mit dem Regierenden Berlinermeister einer Meinung zu sein. Spenden, die der Meinungsverbildung dienen, müssen offen gelegt werden.

Jesus.de hat Jünger. Einer davon ist tipitap 2 aus Geislingen. Dieser schwingt sich, und zwar auf, um der Welt mitzuteilen:

Ich sage Sodom und Gommorha [sic!] wurden vernichtet wegen Homosexualität, doch wir akzeptieren dies, unterstützen es noch und erteilen diesen kranken Menschen den Auftrag andere zu leiten.

Mit diesen kranken Menschen meint der Jesusjünger den Bürgermeister. Nun, es ist nichts darüber bekannt, dass Klaus Wowereit ernsthaft erkrankt ist.

Und dass Sodom und Gomorr(h)a wegen Homosexualität vernichtet wurde, ist nicht überliefert. .. continue reading ..


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27 Mar 09

Über schwules Blut schreibt Leonard Goldmann in seinem Blog:

Also mir ist es persönlich völlig Wurst wer schwul, bi, oder sonst was ist. Jeder soll machen was er will, solange, so oft und so verrückt er nur kann. Das ist in Ordnung. Ich richte mich da eigentlich nach der Natur- dort gibt es homosexuelle Tiere, warum also nicht auch bei uns…

Jetzt bin ich aber auf einen Punkt gestoßen den ich so in Deutschland nicht für möglich gehalten hätte.
Homosexuelle Männer dürfen in Deutschland kein Blut spenden. Man muss sich das mal vorstellen. Es gibt so viel Bedarf an Blut, Organen oder Knochenmark und tatsächlich wird trotz allem Klagen, mit dem Hypokratischen Eid gebrochen und verfügbares Blut einfach nicht angenommen…

Wer sich weiter belesen oder helfen will kann das hier, oder wahrscheinlich beim Verein Schwules Blut e.V.

Das ist eine bemerkenswerte, weil nicht allgemein, vermutlich nicht einmal mehrheitlich verbreitete Auffassung.

Goldmann schreibt aber auch:

Die einzigen No Go Punkte sind für mich wenn homosexuelle Paare Kinder adoptieren, finanzielle Vorteile aus der Ehe schlagen, oder aber finanzielle Vorteile aus dem Tod des Partners in Form von Witwerrente erhalten wollen. Diese drei Punkte widersprechen meines erachtens der Natur.

Das ist weniger bemerkenswert, dafür umso mehr irritierend. Ich hatte bisher nicht wahrgenommen, dass sich die Natur mit den finanziellen Fragen einer Ehe oder mit Rentenangelegenheiten befasst hat. ‘Adoptionen’ von Jungtieren durch homosexuelle Tiere hingegen sind durchaus überliefert.

Auf einen ähnlichen Vorhalt seiner Leser führt Leonard Goldmann in einem weiteren Post seine Ansichten näher aus: .. continue reading ..


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9 Feb 09

Ruppichteroth ist eine kleine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis unweit der Städte Köln und Bonn. Knapp 11000 Einwohner tummeln sich auf 62 qkm. 114 Mädchen und jungen Frauen ist das Tummeln jedoch verwehrt, sie leben in einem Gefängnis. Einem Gefängnis der Piusbruderschaft, die in den letzten Tagen die Schlagzeilen der großen und kleinen Medien beherrschte.

Die Piusbruderschaft ist eine Vereinigung der römisch-katholischen Kirche, die zwar von Vatikan nicht offiziell anerkannt wird, sich gleichwohl als Verfechterin des einen, wahren katholischen Glaubens sieht. Sie bietet Holocaustleugnern unterschlupft, schürt Antisemitismus, ist Frauenfeindlich und schürt den Hass gegen schwule Menschen.

Im beschaulichen Ruppichteroth betreibt die Piusbruderschaft ein Mädcheninternat mit angeschlossenem Gymnasium. Das Gymnasium ist, über den Umweg des Don-Bosco-Schulverein e.V. in Wadersloh, als Ersatzschule staatlich anerkannt. Diese staatliche Anerkennung bringt es mit sich, dass 75 bis 80 vH der Kosten dieser Schule vom Steuerzahler übernommen werden. Die verbleibenden Kosten trägt der Verein in Wadersloh; Spenden an diesen Verein wiederum sind steuerlich abzugsfähig.

Der Tagesablauf in dem Internat sieht so aus: .. continue reading ..


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23 Dec 08

Alle Jahre wieder erhalten pünktlich zum Fest der Liebe die schwulen Katholiken (gemeint sind die römisch-katholischen) ihre besonderen Weihnachtsgrüße vom Papst: .. continue reading ..


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4 Dec 08

Der Vatikan hat scharfen Widerspruch erhoben gegen die von allen EU-Staaten unterstützten französischen Bemühungen, im Rahmen der UNO eine generelle (weltweite) Aufhebung der Strafbarkeit von Homosexualität zu erreichen.

Heuchlerisch lässt Ratzinger verkünden:

Der Vatikan begrüße zwar jede Initiative zum Schutz der Menschenrechte und verwerfe jegliche Form der Diskriminierung gegen Homosexuelle.

Frankreichs Initiative bei der UNO könne jedoch als politische Erklärung betrachtet werden, mit der man eine Kategorie von Menschen vor der Diskriminierung beschützen wolle, ohne zu berücksichtigen, dass man damit neue Formen von Diskriminierung einführe, sagte der Vatikan-Vertreter bei der UNO, Bischof Celestino Migliore, nach Angaben italienischer Medien vom Dienstag.

„Länder, die die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Personen nicht anerkennen, könnten unter Druck gesetzt werden, sollte die UNO Frankreichs Dokument annehmen“, so der Bischof.

Das ist so krank. .. continue reading ..


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29 Oct 08

Der Bundesfinanzhof hat am 11.09.2008 entschieden, dass Abgeordnete bessere Menschen sind und ihnen deshalb ein erheblicher Teil ihres Einkommens steuerfrei belassen werden darf. Diese Entscheidung wurde von der Politik, die das dazugehörige Gesetz gemacht hat, bejubelt. Volker Beck zum Beispiel erklärte für Die Grünen:

Die Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) stärkt das freie Mandat der Bundestagsabgeordneten. Zu Recht hat der BFH die gegen die Pauschale vorgebrachten Einwände mit dem Hinweis auf die verfassungsrechtlichen, aber auch tatsächlichen Besonderheiten der Tätigkeit von Bundestagsabgeordneten abgelehnt. Durch die Pauschale wird letztlich vermieden, dass Verwaltungsbeamte den Abgeordneten bei der Ausübung ihres Mandates hineinreden.

Die Kostenpauschale ist kein verschleiertes Zusatzeinkommen oder Privileg. Sie dient der Vereinfachung und trägt dem Umstand Rechnung, dass die von der Pauschalierung erfassten anfallenden Aufwendungen bei der politischen Arbeit der Abgeordneten in unterschiedlichster Weise anfallen.

Mit der Entscheidung vom 11.09.2008 stellt sich der Bundesfinanzhof auf die Seite der Befürworter eines diskriminierenden Privilegienunrechtes (Tipke, FR 2006, 949) und Volker Beck lässt in seiner Pressemitteilung durchblicken, dass er der Ansicht ist, alle Menschen hätten sich durch Verwaltungsbeamte in ihre Berufsausübung und private Lebensgestaltung hineinreden zu lassen, nur Abgeordnete nicht. Warum? Offensichtlich sind Abgeordnete etwas Besseres. .. continue reading ..


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