Tag: Schwulenverfolgung



16 Dec 09

Alle Jahre wieder wird mein Blog, die dazugehörigen Kommentarspalten und mein elektronisches Postfach von Evangelikalen heimgesucht. Mit dem Meisten davon verfahre ich nach der biblischen Anleitung in 2. Samuel 22, 43. Zur Vorgeschichte für denjenigen, der jetzt nicht weiß, worum es geht, sei auf meine Posts “Stadt Siegen lässt Hasschristen nicht zur Jugendarbeit zu” und “Lieber Hans” verwiesen.

Legt man nun die verschiedenen Äußerungen der Evangelikalen und Schopenhauers Eristische Dialektik nebeneinander, ist leicht zu erkennen, dass die Damen und Herren Hasschristen die Schopenhauer’sche Methodenlehre nicht nur beherrschen, sondern weit übertreffen. Dankenswerter Weise haben sie mir Anschauungsmaterial frei Haus geliefert und ich kann zeigen, wie die Evangelikalen ihre hässlichen Absichten in sanfte und warmherzige Worte kleiden, mit denen sie über ihre wahren Absichten hinwegtäuschen.

In der Annahme, dass dieser Hans, an den ich in dem zweiten genannten Post adressierte, in der Lage wäre, zumindest zeitweilig die Scheuklappen abzulegen, habe ich auf seinen Kommentar zu meinem Post “Stadt Siegen …” ausführlich geantwortet, legte das brutale Vorgehen der Calvary Chalpel gegen schwule Menschen anhand konkreter Beispiele dar, erläuterte meine Haltung zu Evangelikalen und erklärte, was mich konkret an der ‘Öffentlichkeitsarbeit’ der Radikalchristen stört.

In seiner ersten Erwiderung teilte Hans mir mit,

meine Zeit lässt es leider nicht zu das ich länger und mehr Antworte, also zum Abschluss von mir nur noch folgende Zeilen.

Erstaunlich ist das schon. Die Evangelikalen werfen den schwulen Menschen standardmäßig vor, nicht dialogbereit zu sein. Tatsächlich wird vielmehr von den Evangelikalen jeder Dialog verweigert.

Die Wendung “zum Abschluss” hat Hans bei Schopenhauer abgeguckt. Er erweckt den Eindruck, als habe er das Thema vollständig durchdrungen und könne nun mehr umfassend, endgültig und unumstößlich postulieren.

Auf einzelne Personen möchte ich nicht eingehen, einige kenne ich zu wenig, andere garnicht, ich möchte lieber am Sachverhalt bleiben.

Schopenhauer vom feinsten. Man übergehe das Vorgebrachte, ignoriere die Realität und stilisiere sich gleichzeitig zum Wächter derselben. Müßig zu erwähnen, dass Hans in seinen folgenden Ausführungen den Sachverhalt nicht einmal streift. .. continue reading ..


Filed under: Homophobie

Trackback Uri






12 Dec 09

Ende Oktober 2009 habe ich in einem Post die Frage aufgeworfen, ob und gegebenenfalls was schwule Menschen verbindet. Eine Antwort habe ich nicht gefunden und auch diejenigen, die sich damals kommentierend zu Wort gemeldet haben, konnten keine über die Tatsache der Homosexualität hinausgehende verbindende Gemeinsamkeit überzeugend formulieren. Dennoch, meiner Illusionen nicht vollständig beraubt, war ich der Auffassung, das schwule Menschen jedenfalls dann, wenn Leib und Leben schwuler Menschen allein wegen ihres Schwulseins bedroht sind, zusammenhalten würden. Ich hatte gehofft, wenn sich dieser Zusammenhalt schon nicht in konkreten Aktivitäten äußert, es bestehe zumindest Einigkeit darüber besteht, dass diese Übergriffe auf schwule Menschen, dass Gewalt gegen schwule Menschen allein wegen deren sexueller Orientierung, nicht gebilligt, nicht gutgeheißen würden.

Vorgestern hat queer.de diesen letzten Rest meiner ‘heilen’ schwulen Welt zerstört. Ich bin queer.de nicht undankbar dafür; ein Erkenntnisgewinn über die Abgründe der Welt hilft, eine Sturz in diese Abgründe zu vermeiden.

Und noch eine weitere Erkenntnis verschafft mir queer.de. Im September 2008 Hatte ich geschrieben, dass ich Schwulenheiler wie den Gerlach und Spaemann, die mit pseudowissenschaftlichen Mätzchen schwule Menschen von ihrer Homosexualität kurieren wollen, für eine reale Gefahr halte. Nunmehr weiß ist, dass eine viel größere Gefahr ausgeht von schwulen Menschen, die eine unheilvolle Symbiose mit diesen Schwulenheilern eingehen.

Queer.de veröffentlichte unter dem Titel “Queere Jakobiner” einen von Dirk Ludigs, Nachrichtenleiter des Senders TIMM, verfassten Gastbeitrag, in dem dieser sich in entsetzlicher Art und Weise mit den Schwulenhassern gemein macht. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






16 Nov 09

Guido Westerwelle darf den Vatikan nicht besuchen. Der dortige Diktator hat durch einen seiner Schwulenverfolgungsbeauftragten, Bischof Janusz Kaleta, mitteilen lassen:

“Ich bin der Meinung, wenn jemand homosexuell ist, ist dies eine Provokation und ein Missbrauches des Ortes.”

und

“Versuchen Sie einmal, als Nicht-Muslim eine Moschee zu besuchen”, verglich der Bischof Abstecher von Schwulen und Lesben in den Staat von Papst Benedikt XVI. Die Katholische Kirche definiere Homosexualität schließlich als “unethisch”, so Kaleta. “Wir erwarten Respekt vor unserer Kirche ebenso wie wir respektieren, dass eine Person nicht zur Katholischen Kirche gehören muss. Wenn du andere Ideen hast, geh zu einem anderen Ort.”

Ich finde es übrigens sehr gut, dass die römisch-katholische für diejenigen, die sie nach wie vor nicht durchschaut haben, immer mehr ihre Maske fallen lässt. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






17 Oct 09

Philipp Gut, Schreibkraft einer regionalen schweizer Zeitung, schrieb sich Anfang Juli unter dem Titel “Handschellen in Rosarot” seinen Frust von der Seele. Die Weltwoche veröffentlichte es, ich gab meinen Senf dazu:

Heterosexueller Hilfeschrei

Nun ist in der konservativen Presselandschaft kein Beitrag zu schlecht, kein Geschreibsel zu langweilig, kein Gedankengang zu abwegig, als dass er nicht wiedergekäut und gleich ekelhaftem Erbrochenem nochmals veröffentlicht werden könnte.

Die Welt fand den bereits Schimmel ansetzenden Sermon Guts so gut, dass sie ihn seit heute Morgen, als Essay (!!) bezeichnet, ihrer Leserschaft vorsetzt. Gut hat einen Schreibstil, der seine Verwandtschaft mit einem alten Kaugummi nicht leugnen kann, deshalb habe ich es mir erspart zu überprüfen, ob beide Texte vollständig deckungsgleich sind. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






26 Jul 09

triangel roseIn Berlin werden zur Zeit Kunstwerke von Pierre et Gilles gezeigt. Darunter auch das Bild “Le Triangle Rose”.

Anja Lösel schreibt im Stern dazu:

Darf man das? Einen KZ-Häftling zum Sexobjekt machen? Die beiden Pariser Fotokünstler Pierre und Gilles tun es. In ihrem Bild “Rosa Winkel” steht ein hübscher Häftling in Anstaltskleidung hinter Stacheldraht und blickt schmachtend in die Kamera. Vor ihm sind brennende Kerzen, daneben, an der Wand, zwei goldene Vasen mit Edelweiß. Schwer zu ertragen. Meinen die das ernst? Oder sind sie nur ein wenig naiv und wissen nicht, wie schmerzlich es sein kann, gerade hier, in Berlin Mitte, direkt neben der Synagoge, so ein Bild zu sehen.

Wenn man die beiden Franzosen dann trifft, kann man ihnen nicht böse sein. Pierre und Gillles sind in Berlin. Und wie sie da stehen und ihre Bilder zu erklären versuchen, wird schnell klar: Sie sind tatsächlich naiv. Dass jemand verstimmt oder verärgert sein könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn. Ist doch alles nur gut gemeint. Sie sind einfach zwei nette Schwule, die mit ihren Bildern den Nerv und Geschmack eines Massenpublikums getroffen haben. Und davon komplett überrascht wurden.

Warum die Schreiberin auf die Nähe zur Berliner Synagoge hinweist, erschließt sich mir nicht. Ebenso wenig verstehe ich, warum die Schreiberin in der auf dem Bild dargestellten Person ein Sexobjekt erblickt. Überzeugt bin ich jedoch davon, das Frau Lösel weder von Kunst noch von der Geschichte schwuler Männer viel Ahnung hat.

Ich halte “Le Triangle Rose” für eine der besten künstlerischen Bezugnahmen auf die Verfolgung schwuler Männer und der Vernichtung deren Lebens in den Konzentrationslagern. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






9 Jul 09

Philipp Gut, Reservatsleiter für Kult bei der Zürcher Lokalzeitung ‘Die Weltwoche’, offenbart uns seine geschundene Seele. Geschunden und geplagt von der Einsicht, dass es mit der heterosexuellen Kultur zu Ende geht.

Auslöser für seinen Schrei um Hilfe ist der Film ‘Brüno’. In diesem Film macht ein heterosexueller Mann mit der Modellbezeichnung Sacha Baron Cohen allerlei merkwürdige Sachen, die, so Philipp Gut, eines heterosexuellen Menschen unwürdig sind. Anders als Gut bin ich nicht der Meinung, dass man diesen Film sehen muss. Damit aber auch ich den geistigen Verfall heterosexueller Menschen bewundern kann, hat Gut seinen Beitrag für die Weltwoche, Dose, Verzeihung, Dossier genannt, mit einem Bild geschmückt. Auf diesem Bild ist ein heterosexueller Mann in einer Art Stierkostüm mit übergroßem Stoffpenis zu sehen. Ich kann  Guts entsetzen über diese, in der jüngsten Zeit immer häufiger zu beobachtenden Dekadenz heterosexueller Menschen verstehen. Sie hat auch Gut selbst erfasst und in seiner übergroßen inneren Not versucht er, schwule Menschen für seine Seelenqualen verantwortlich zu machen.

Er bezeichnet Cohen, heteronormativ ordnungsmäßig verheiratet und Vater von mindestens zwei Kindern, als “stockschwul” und meint .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






4 Jun 09

Thomas Schirrmacher, in evangelikalen Kreisen bestens bekannt und mit Titeln und Funktionen über- und zugeschüttet, ruft die schwulen Menschen um Hilfe.

In einem Kommentar zu dem Buch ‘Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland’ von Oda Lambrecht und Christian Baars läuft der radikal-evangelikale Schirrmacher Amok und verfällt auf folgende These:

Noch ein Wort zur ständig wiederkehrenden Behauptung, die Evangelikalen würden die Minderheit der Homosexuellen verfolgen.

Nun weiß jedes Kind (zumindest jedes nicht evangelikale Kind), dass die Verfolgung homosexueller Menschen durch Evangelikale nicht nur eine Behauptung, sondern eine Tatsache ist. Schirrmacher versucht deshalb, diese Tatsache zu verdrehen und leitet seine Umdeutungsakrobatik wie folgt ein: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






26 Apr 09

In hatte in dieser Woche für ein paar Tage beruflich in Würzburg zu tun.

Noch nie zuvor war ich in Würzburg. Deshalb habe ich die Abende genutzt, um mich ein bisschen in der Stadt umzusehen. Man sieht der Stadt nicht an, dass dort rund 135000 Menschen wohnen. In der Altstadt gibt es ein paar schöne Ecken, zum Beispiel einen großen Palast mit hohen Instandhaltungskosten und viele Kirchen, die die meiste Zeit über ungenutzt in der Gegend herumstehen. Die alte Mainbrücke mit der darunter befindlichen Schleusen- und Umflutanlage ist sehr interessant. Ansonsten überwiegt die aus den fünfziger- und sechziger Jahren stammende Bebauung. .. continue reading ..


Filed under: Behörden und Gerichte, Homophobie

Trackback Uri






8 Mar 09

Vom 05. bis zum 07.03.2009  hat in Uganda eine offen als Anti-Gay-Conference bezeichnete Veranstaltung stattgefunden.  Im wesentlichen wurde diese Veranstaltung von Evangelikalen aus den USA und der Schwulerheilergruppe ‘Exodus’ finanziert, die auch die Referenten stellten.

Deutschsprachige Medien haben, soweit ersichtlich, hierüber nicht berichtet. Deshalb möchte ich auf einige englischsprachige Quellen aufmerksam machen: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






7 Feb 09

Der Ex-Hitlerjunge Joseph Ratzinger hat bekanntlich mit seinen jüngsten Personalentscheidungen das Fahrwasser für Rechtsradikale, Faschisten, Antisemiten und Schwulenhasser in der römisch-katholischen Kirche ausgebaut. Offenbar fühlen sich der Papst und die Mehrzahl der römischen Katholiken (die paar Kirchenaustritte und kritischen Stellungnahmen zu den Handlungen des Papstes können nicht ernsthaft als Protestbewegung bezeichnet werden) in diesen Strömungen wohl. Mit Gerhard Maria Wagner wird nun in Linz ein Finsterling Bischof, der das ganze Repertoire der Schwulenverfolgung beherrscht. Dieser Tage wird mitgeteilt:

Zukünftger Linzer Weihbischof im ‘profil’:
‘Natürlich kenne ich geheilte Homosexuelle’ .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






26 Sep 08

Im Iran sind wieder mehrere schwule Männer zum Tode verurteilt worden:

Iran Human Rights, September 23: According to the site “Iranian human rights activists“, Nemat Safavi (20), son of Akbar, has been sentenced to death for “lavat” (a term used for sexual acts between men), and his sentence is now sent to the supreme court for final approval. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri