Tag: Schönheit



5 Nov 09

Zur Definition:

Alle über 35jährigen sind per se nicht schön. Weitere Ausschlusskriterien sind:

  • Saggy boobs… in fact no saggy anything!
  • Sweat patches
  • Nerdy glasses
  • Pocket protectors
  • Weird pubic hair
  • Mullets
  • Fishnet stockings – Fishnets are okay, provided you are hot
  • Fat rolls
  • Acne
  • Out of proportion noses
  • Non-symmetrical faces or bodies
  • Red hair and too many freckles .. yes, that’s right
  • Hair in the wrong places on women
  • Too much hair in the wrong places on men
  • Pasty skin
  • Patchy skin – especially if tendency to flake on others
  • Disproportionately Large ears
  • Lack of personal hygiene
  • Out of date fashions
  • Out of date hair styles (especially perms)
  • Large hips (men)
  • Small jaws (men)
  • Teeth that aren’t straight
  • Teeth that aren’t white
  • Uncared for fingernails
  • Bald patches (men, but particularly, women)
  • Facial hair (women)
  • Long back hair (men)
  • Anyone with a middle part
  • Ear and/or nose hair
  • Crooked or webbed toes
  • Webbed fingers or toes
  • Bent essential anatomy (men)
  • Oversized essential anatomy (women)
  • Lack of visible skin between eyebrows
  • Mid-digital hair
  • Ski jump noses
  • Wobbly upper arms
  • Hairy feet
  • Large gaps between teeth
  • Overuse of bright blue eyeshadow

Oh nein, das ist nun keine Beschreibung meines Hässlichkeitsideals. Ich habe diese Zusammenstellung auf einem Datingportal gefunden. Ein Datingportal nur für schöne Menschen!

Darwin Dating was created exclusively for beautiful, desirable people.

Wer’ s braucht – meinetwegen. Merkwürdig ist allerdings, dass Mann/Frau nicht selbst entscheiden darf, wer schön ist. Das wird vorgegeben. Zugang zu diesem Protal erhalten nur Männer und Frauen, welche von anderen Usern als schön bewertet werden.

The members themselves judge each new applicant to determine whether they can join.

Dass es dabei zu gewaltigen visuellen Schieflagen kommt, mag folgendes Beispiel veranschaulichen: .. continue reading ..


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1 Nov 09

Der Focus macht auf eine Studie aufmerksam:

Die sexuelle Orientierung ist Nebensache: Männer finden ein Gesicht dann attraktiv, wenn es dem Geschlecht, zu dem sie sich hingezogen fühlen, am meisten entspricht.

Äh, wie jetzt? Dass ich Männergesichter im allgemeinen für interessanter halte, als die Gesichter von Frauen hat mit meiner sexuellen Orientierung nichts zu tun, wohl aber mit dem Geschlecht, zu dem ich mich hingezogen fühle? Typisch Focus – die schreiben für ein anderes intellektuelles Niveau.

So bevorzugen Schwule besonders maskuline Männergesichter,

Ei, wer hätte das gedacht!?

Heterosexuelle dagegen Frauenantlitze mit stark weiblichen Zügen.

Antlitze mit Zügen. Nein welch eine Poesie mit Bahnsteigflair.

Die Vorstellung, homosexuelle Männer würden bei ihrem Partner ein feminines Gesicht bevorzugen, entpuppt sich somit als Vorurteil.

Vorgestellt haben sich das ohnehin nur BLÖD- und Focus-Leser.

Das haben Wissenschaftler der Harvard University in einer Online-Untersuchung mit 900 Teilnehmern herausgefunden.

Herausgefunden! Nein, wirklich, sie haben es herausgefunden. Das, was jeder mit zumindest halbwegs offenen Augen durch die Welt gehende Mensch schon längst weiß, haben Wissenschaftler der Harvard University jetzt herausgefunden.

Wow, ich bin beeindruckt, das sind ja so umwerfende Erkenntnisse. Ohne kostspielige Studie wäre ich da nie drauf gekommen.

Frauen dagegen ticken anders.

Ist das für den Focus neu? Ich habe das schon meiner Hebamme angesehen!

Nur Heterosexuelle mögen Gesichter am liebsten, die ihrem bevorzugten Geschlecht in besonders typischer Weise entsprechen. Sprich: Während heterosexuelle Frauen maskuline Männerantlitze am attraktivsten finden,

Maskuline Männerantlitze. Hehe, die meinen bestimmt Helmut Markwort: Ungepflegt, schlecht frisiert, Brille vom Großonkel geklaut, Geiernase und Augenbrauen aus dem  vorweggenommenen Nachlass von Theo Waigel, das alles gedünstet in Irish Moos.

fühlen sich Lesben zu Frauengesichtern mit männlichen Zügen hingezogen. Dennoch fanden die heterosexuellen Frauen nicht die gleichen Männergesichter attraktiv, die die Schwulen als anziehend beschrieben.

Ist da ist nicht unglaublich! Heterofrauen und schwule Männer haben nicht das gleiche Schönheitsempfinden! Ohne diese grandiose Studie wäre diese Erkenntnis der Menschenheit für immer verborgen geblieben.

Die Studie von Aaron Glassenberg ist die erste, die die Vorlieben für Gesichtszüge von Schwulen und Lesben beleuchtet.

Und hoffentlich die letzte. Wer zuviel Geld hat, kann es auch mir geben und muss es nicht für schwachsinnige Studien verschwenden.

Dabei sind die Präferenzen von Frauen komplexer als die von Männern. Frühere Studien zeigten, dass der Eisprung, die Verwendung von Verhütungsmitteln, die Wahrnehmung der eigenen Attraktivität und der Sexualtrieb Einfluss darauf haben, welche Züge Frauen besonders attraktiv finden.

Wenn ich besoffen bin, Verstopfung habe, rattig bin oder mir ein Kondom über den Kopf gezogen habe, nehme ich meine Mitmenschen auch anders wahr.

Im Rahmen der Untersuchung betrachteten die Teilnehmer Bilder mit Gesichtern, die digital so manipuliert waren, dass sie stärkere maskuline oder feminine Charakteristika aufwiesen. Anschließend sollten die Probanden beurteilen, welche Antlitze sie am attraktivsten fanden. Typisch maskuline Züge waren ein breites Kinn, eine breite Stirn und auffällige Augenbrauen,

Ich sag’s ja, Theo Waigel. Obwohl, breites Kinn und breite Stirn? Die haben doch nicht etwa Franz-Josef Strauß’ FreßkoppGesicht digital nachgebaut?

typisch weibliche dagegen ein spitz zulaufendes Kinn, volle Lippen und eine schmale Stirn.

Schmale Stirn? Sie muss blond sein!

Die Studie lasse darauf schließen, dass – unabhängig von der sexuellen Orientierung – die männliche Anziehungskraft anders funktioniert als die weibliche, so die Forscher.

Nein! Wirklich? Nicht zu glauben!

Das Magazin „Archives of Sexual Behavior“ hat die Studie online veröffentlicht.

Ich habe sie online nicht gefunden – ist vermutlich auch besser so.

Ich habe hier mal ein paar Bilder von Gesichtern rausgesucht, die ich attraktiv finde. Vielleicht hat ja der ein und andere den gleichen Geschmack: .. continue reading ..


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3 May 09

Evangelikale und anderen Kleingeister zeigen nun endlich Bilder, nein, nicht ihres Gottes, sondern ihrer Musterehefrau, also des weiblichen Bestandteils der traditionellen Ehe.

Es handelt sich um Carrie Prejean, Nummer 2 der diesjährigen us-amerikanischen Misswahlen (ganz bewußt ohne Bindestrich geschrieben).

Prejean hat im Rahmen des Misswahlschaulaufens sich schwulenfeindlich geäußert, woraufhin ihr der schwule Blogger Perez Hilton, der aus mir unerfindlichen Gründen in der Jury saß, seine Unterstützung verweigerte.

Schaut man sich diese Frau nun an, so wie Gott sie nach evangelikaler Theorie schuf, dann sehe selbst ich, dass da nicht viel zu sehen ist. Will heißen: Gott hat da etwas zusammengebastelt, was für eine Misswahl, in der es darum geht, eine pralle Wichsvorlage für die notgeile evangelikale Männerwelt (soweit diese nicht auf kleine Jungs und Mädchen steht), ganz offiziell zu präsentieren. Also musste bei der Prejean erstmal nachgearbeitet werden, um die göttliche Sparsamkeit zu korrigieren. Danach präsentierte sie sich in einem Zustand, der auch alten evangelikalen Säcken zu einer Erektion verhelfen soll: .. continue reading ..


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19 Apr 09

Mein Freund meinte, die Küchenarbeitsplatte wäre für Sex nicht geeignet. Ich war anderer Ansicht… 8O

Jetzt sitzen wir zur Regenerierung vor der Flimmerkiste. 43 Programme, und nix Gescheites dabei. Hätt’ ich doch nur ‘ne Cam mitlaufen lassen, dann könnten wir nochmal…

Was haben denn die anderen so erlebt? .. continue reading ..


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13 Apr 09

Auf den ersten Blick scheint es ein versöhnlicher, einen Ausweg aufzeigender Kommentar zu sein, den Martin Böcker da auf ReadersEdition zu dem Schwulerheiler-Kongress in Marburg verfertigt hat und mit den Worten

Aber am besten wäre doch ein herrschaftsfreier Diskurs, oder?

schließt. Doch das weitere schriftstellerische Tun des Martin Böcker entlarvt ihn als tief im christlichen Glauben verfangenen Menschen. Seine Ausführungen bedürfen also eines zweiten Blicks.

Bereits in der Sachverhaltsdarstellung führt Böcker seine Leser in die Irre: .. continue reading ..


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30 Mar 09

Die taz berichtet heute über ein Neonazitreffen in Schlüchtern (Osthessen):

[...] Das öffentliche Outing des Funktionärs Hubert Mölsen schlug in den homophoben NPD-Kadern ein wie eine Granate. “Wir sind es leid, uns weiter zu verstecken!”, brüllte Mölsen bei einer zunächst geheim gehaltenen Kundgebung vorvergangene Woche im hessischen Schlüchtern. “Bloß weil man schwul ist, heißt das nicht, dass man kein aufrechter Deutscher sein kann, der stolz auf sein Vaterland ist. Das Gegenteil ist richtig: Wir wissen, wie man für eine Überzeugung kämpft!”

Die spontanen Beifallsstürme zeigten, dass er mit dieser Meinung keineswegs allein dasteht. Und es ist ihm ernst: Er will die schwulen Nazis an die Macht führen und dazu eine Interessenvertretung für Schwule und Bisexuelle in der NPD nach dem Vorbild der LSU in der CDU/CSU errichten. [...]

Mölsen behauptet gar: “In der NPD gibt es mittlerweile mehr Schwule als Frauen.” [...]

Hubert Mölsen kennt die Geschichte und will heute – 75 Jahre später – dennoch einen neuen Versuch wagen. Auf die Frage, was er davon halte, dass sich Adolf Hitler einmal in einer öffentlichen Erklärung hinter den als schwul bekannten Ernst Röhm gestellt hatte, reagiert Mölsen mit einem wissenden Lächeln und der Bekundung: “Der Führer ist für mich ein Vorbild – auch in sexueller Hinsicht!”

Ein paar Anmerkungen:

Leider kann ich es mir nicht einfach machen und schlicht darauf verweisen, dass Mölsen entweder blind und/oder taub und/oder nicht schwul ist. Wie dieser Gnom, dessen Artikulation an eine verstopfte Klospülung erinnert und der sich selber als Führer bezeichnete, ein Vorbild in sexueller Hinsicht sein kann, ist mir ein Rätsel, aber es gibt in schwulen Welt nichts, keinen Fetisch, kein Schönheitsideals, kein Vorbild, dass mich noch überraschen würde. Und da Hitler auf unzählige heterosexuelle Frauen attraktiv wirkte und wirkt, ist es wohl gar nicht überraschend, dass auch schwule Männer sich sich von diesem optischen und akustischen Kotzbrocken angezogen fühlen. Was Mölsen über Hitlers Sexualität weiß, bleibt trotz “wissendem Lächeln” allerdings rätselhaft. .. continue reading ..


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5 Mar 09

Viele schwule Männer haben eine beste Freundin; so heißt es jedenfalls. Ich kenne nur einen schwulen Mann, der eine beste Freundin hat – und bestreite deshalb, dass es sich um ein Massenphänomen handelt -, hingegen mehrere Frauen, die von sich behaupten, sie seien die beste Freundin eines schwulen Mannes. Diese betreffenden schwulen Männer sind alle nicht ‘geoutet’ – das mag ein Zufall sein, oder auch nicht.

Schwule Männer können natürlich ohne weiteres mit Frauen befreundet sein, mal mehr, mal weniger gut. Wie gelangt nun eine Frau in den Rang einer besten Freundin eines schwulen Mannes? Ich weiß es nicht und will es auch gar nicht wissen. Vielmehr interessiert mich, was Mann mit so einer besten Freundin macht, denn da fehlt mir jedes Vorstellungsvermögen. Sex scheidet naturgemäß aus. Über Sex reden? .. continue reading ..


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23 Nov 08

HIV begleitet mich nun schon seit mehr als zwanzig Jahren. Angefangen hat alles, als ich etwa ab der Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts der Enge der elterlichen Wohnung immer häufiger entfloh und meine ‘Beutezüge’ weit über meine Heimatstadt ausdehnte. HIV war damals kein Begriff. Wenn, dann sprachen die Leute von AIDS oder, drastisch, von der Schwulenseuche. Viel wusste ich nicht darüber, ich kannte auch keinen an AIDS erkrankten Menschen. Außerdem war ich der Meinung, dass mich das alles ohnehin nicht betraf, weil … Tja, keine Ahnung – ich habe es einfach verdrängt. Ich wollte die geilen sexuellen Aspekte meines Schwulseins, die ich gerade entdeckte, nicht durch AIDS, durch Krankheit und Tod eintrüben lassen. Und doch, die ein oder andere Schreckensmeldung und das ein oder andere Bild AIDS-kranker Menschen, hatten Spuren hinterlassen. Eher im Unterbewusstsein; da war manchmal ein ungutes Gefühl: Du kennst den doch gar nicht, wer weiß ob der nicht vielleicht, … nein besser nicht. 1980iger Jahre: .. continue reading ..


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27 Mar 08

dass ich nicht eher mein dich nannte,

du höchstes Gut, du wahre Ruh;

es ist mir leid, ich bin betrübt,

dass ich so spät geliebt. .. continue reading ..


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13 Dec 07

Beim Durchblättern einer englischen Zeitschrift bin ich über eine ganzseitige Anzeige gestolpert:

The hottest sugar boy….

seeks the sweetest sugar daddy

for only the finest candy!

Vom Text her hätte es eine Werbung der Confektioners’ guild sein können. Der in der Anzeige abgebildete smarte Typ mit verträumt-herausforderndem Blick deutete aber darauf hin, dass es um etwas Anderes ging. Und tatsächlich, im Kleingedruckten las ich:

Bringing together the rich and the beautiful

Weder die eine, noch die andere Voraussetzung erfüllend, hätte ich weiterblättern können. Aber nur, wirklich nur im Dienste der Wissenschaft habe ich mich auf den Internetseiten des Urhebers der Anzeige .. continue reading ..


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28 Oct 07

In der Vatikanstadt sind heute fast 500 Franquisten selig gesprochen worden.

In einem der dunkelsten Kapitel der Spanischen Geschichte, der Franco-Diktatur von 1936 bis 1977, hat die römisch-katholische Kirche eine unrühmliche Rolle gespielt. Sie stellte sich bedingungslos auf die Seite des Diktators Fransisco Franco und seines, wesentliche Merkmale des Faschischmus zeigenden, Regimes. .. continue reading ..


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