Tag: Polizei



27 Jan 10

Der Vierfachmord von Eislingen wird seit seiner Entdeckung immer wieder in einen Homosexuellen-Kontext gerückt; will heißen: Es wird immer wieder versucht, in die Freundschaft der beiden Täter eine homosexuelle Komponente hineinzuinterpretieren  und diese als (mit-)ursächlich für die Tat darzustellen.

Bereits kurz nachdem der Verdacht auf die beides Jungs gefallen war, meinte der Stern aufgrund von Hörensagen entsprechend berichten zu müssen. Anschließend war einige Zeit Ruhe, insbesondere weil das Gericht durch besonnene Verlautbarungen entsprechenden Gerüchten den Wind aus den Segeln nahm.

Heute nun wurde die Aussage eines Polizeibeamten bekannt:

Ein Polizist sagte als Zeuge außerdem aus, dass Frederik in einer Vernehmung erzählt habe, dass er und Andreas bei einem Mallorca-Urlaub mit Andreas’ Familie im Jahr 2008 vom Vater im Bett erwischt worden seien.

Auf die Frage, ob sie intim gewesen seien, habe Frederik B. genickt, erzählte der Polizist.

Beziehungen mit Mädchen habe Andreas lediglich als Alibi geführt, berichtete der Polizist aus der Vernehmung. „Er wollte nicht, dass es jemand erfährt“, habe Frederik erklärt.

Nun ist diese Aussage so dürftig, dass sie allein für erneute Spekulationen reicht, aber wohl kaum eine belastbare Grundlage für die Diskussion, ob die beiden Tatbeteiligten nun schwul sind oder nicht, sein kann.  Was heißt denn überhaupt intim sein?

Der Täter F. hat als Motiv vorgegeben, er habe aus Liebe zu A. gehandelt. Dementsprechen haben die meisten Medien getitelt, Liebe sei das Tatmotiv. Einzig – und überraschend – weltonline setzt ein Fragezeichen dahinter. Vollkommen zu recht! .. continue reading ..


Filed under: Behörden und Gerichte, Dummheit, Homophobie, Medien

Trackback Uri






27 Jan 10

  • Polizeibeamte in Zivilkleidung gehen in in sogenannte Schwulenlokale, geben sich als Freier aus und heuern männliche Prostituierte an.
  • 50 Polizeibeamte stürmen zwei kleine Schwulenlokale und stellen die Personalien der Anwesenden fest.
  • Die Polizei teilt der Presse überzogene Verdachtsbeschuldigungen, unbewieses Behauptungen und tendenziöse Altersangaben der Beschuldigten mit und bereitet so den Boden für Vorverurteilungen.

Geschehen in München. Im Jahr 1940? Nein, im Jahr 2010 behandelt die Münchener Polizei schwule Menschen pauschal als Schwerkriminelle. .. continue reading ..


Filed under: Homophobie

Trackback Uri






26 Jan 10

In Köln wurde ein Sexshop überfallen, schon in der vergangenen Woche. Wie üblich hat die Kölner Polizei dem Täter einen großzügigen Vorsprung verschafft und erst gestern die Fotos einer Überwachungskamera veröffentlicht.  Queer.de berichtete über den Raubüberfall

Der Vorfall ereignete sich am 19. Januar um 23 Uhr. Nach Angaben der Polizei betrat der Täter den Verkaufsraum und löste zunächst eine Eintrittskarte für das zum Geschäft gehörende Sex-Kino. Ein Viertelstunde später verließ der Unbekannte das Kino, ging hinter en Verkaufstresen und zog einen Schraubendreher, mit dem er den überraschten Kassierer am Hals bedrohte.

Da der Räuber die Herausgabe des Bargeldes forderte, trat der Angestellte von der Geldkassette zurück. Während der Ganove in die Kasse griff, flüchtete der Kassierer auf die Straße und schrie um Hilfe. Daraufhin flüchtete der Räuber auf einem Fahrrad in Richtung Neumarkt.

Interessant ist die Kommentardiskussion auf Queer.de. .. continue reading ..


Filed under: Gay, Schwul

Trackback Uri






19 Jan 10

Die Blödzeitung ist doch immer für ein bisserl Aufregung gut:

Doch deren Rathauskorrespondent Christian Kersting fürchtet in seiner Kolumne „Rathaus intern“, dass sich angesichts der „Schwulenfete“ im Rathaus einem Mann wie Ex-Bürgermeister Henning Voscherau der Magen umdrehte, da das altehrwürdige Rathaus zur Disco werde. Stein des „Bild“-Anstoßes: ab 20 Uhr legt DJ Sunshine aus dem „Schwulentreff Wunderbar“ (Kersting) zur Unterhaltung der Empfanggäste auf.

Zwar werden auch im Rathaus-Restaurant „Parlament“ Partys gefeiert. Und auch Journalist Kersting gehört regelmäßig zu den trinkfesten Gästen der politischen Sommerfeste im Innenhof des Rathauses, bei denen ebenfalls Musik ertönt. Die musikalische Homo-Untermalung im Großen Festsaal geht „Bild“ aber offenbar zu weit – wie auch die Regenbogenbeflaggung zum CSD, die das Blatt bereits erfolglos zu bekämpfen versuchte.

berichtet Hinnerk anläßlich der Blödschreibung zu irgendeinem Neujahrsempfang. .. continue reading ..


Filed under: Dummheit, Homophobie, Medien

Trackback Uri






6 Jan 10

Da versteh’ noch einer die Katholiken.

Unentwegt plärren die katholischen Schwachköpfe (beachte: nicht alle Katholiken sind Schwachköpfe), allen voran Ratzinger und der Erdbeerschorsch, dass Ficken ausschließlich in der Heterovariante, also Penis in die Vagina, Gnade vor ihrem erdachten Herrn findet, und nun machen’s mal zwei, also ein Mann und eine Frau, da ist es den Herrschaften auch nicht recht.

Ein 26jähriger Polizist hatte sich zusammen mit seiner Freundin für den Zeugungsakt eine Kirche der Katholiken ausgesucht. Nachdem sie in dieser Kirche Geräusche verursachten, die auf lustvolles menschliches Leben hindeuteten, sonst ist’s da immer so Tod, brach Panik aus: .. continue reading ..


Filed under: Uncategorized

Trackback Uri






28 Dec 09

Na, das muss ja das reinste Frohlocken für die Christen sein. Allerorten konnten sie ihre Frohbotschaft verkünden:

In der Ukraine:

Als der deutsch-ukrainische Blogger Alexander Wolodarski sich Anfang November von Nürnberg aus auf den Weg nach Kiew machte, dachte er sicher nicht daran, dass er dort noch Weihnachten verbringen würde. .. continue reading ..


Filed under: Homophobie

Trackback Uri






16 Dec 09

Anfang 2008 habe ich das sogenannte Düsseldorfer Verfahren erläutert.

Die Betreiber von Bordellen oder ähnlichen festen Einrichtungen zahlen pro Prostituierter/m eine Pauschale an das Finanzamt. Die Höhe der Pauschale hängt von dem örtlichen Preisniveau ab.

Was passiert, wenn ein Bordellbetreiber sich diesem Verfahren verweigert?

Nun, es ist das übliche Besteuerungsverfahren durchzuführen. Die als Protituierte/r arbeitenden Damen und Herren haben wie jeder Gewerbetreibende jährlich Einkommensteuer-, Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärungen abzugeben. Für die Umsatzsteuer (landläufig Mehrwertsteuer genannt) sind gegebenenfalls Voranmeldungen beim Finanzamt einzureichen und auf alle genannten Steuerarten sind eventuell Vorauszahlungen zu entrichten. Was aber, wenn das alles nicht freiwillig und/oder nicht richtig geschieht? Nun, die Steuerfahndung rückt an. Fahnder sind auch nur Menschen, meist männlichen Geschlechts, und da ist ein Bordellbesuch eine willkommene Abwechslung. In einem erst jetzt amtlich veröffentlichen Beschluss vom 22.12.2006 (VII B 121/06) hat sich der Bundesfinanzhof mit den Kontrollbesuchen der Steuerfahnder in Bordellen beschäftigt und bietet einen Einblick, mit welch bizarren und überzogenen Kontrollen sich dieser Gewerbezweig herumschlagen muss. .. continue reading ..


Filed under: Behörden und Gerichte

Trackback Uri






3 Nov 09

Pauline Howe, Christin, ist dumm und frech.

Dumm:

Howe schrieb der Stadtverwaltung von Norwich einen bösen Brief, weil ihr der örtliche GayPride nicht in den Kram passt: Religiöse Gefühle verletzt und der übliche Quatsch.

Was die Howe mit dem NorwichPride zu tun hat? Nun, sie ist ganz freiwillig und ohne jede Not hingegangen und hat dort christlich-schwulenfeindliche Flugblätter verteilt.

Da sie natürlich auf gar keinen Fall homophob ist – welche Christin ist das schon? -, fand sie freundliche Worte für schwule Menschen:

In the letter, she described gays as “sodomites”. She added that homosexuality had “contributed to the downfall of every empire” and was a major cause of sexually transmitted infections. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






2 Nov 09

Die englische Polizei hat Sprachprobleme:

Police have been urged to avoid using greetings such as “evening” and “afternoon”, because the words are “somewhat subjective” and could cause confusion among those from different cultural backgrounds.

[...]

The instructions form part of lengthy guidelines issued by police forces and fire services across the UK on what language their staff should use.

[...]

Other words now discouraged include, “businessman”, “housewives” and “child”, which the organisations argue have negative connotations and could cause offence.

Ja, das sind Sorgen.

Und sie betreffen auch und insbesondere heterosexuelle Menschen! .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






15 Oct 09

Am 25.09.2009 sind zwei schwule Männer am Trafalgar Square, City of Westminster, London, UK, von zwei Frauen und einem Mann angegriffen und verletzt worden. Der ältere der beiden Männer, Ian Baynham (62) ist  am Dienstag seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Täter sind flüchtig.

Ich bin traurig, dass sich solche Verbrechen auch in meiner Lieblingsstadt abspielen. Es lohnt sich jedoch, einen Vergleich mit deutschen Großstädten anzustellen. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






5 Oct 09

Am kommenden Freitag wird im englischen Seebad Brighton das dortige AIDS Memorial der Öffentlichkeit übergeben.

.. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






25 Sep 09

Ach, was ein schweres Schicksal. Die Priester der römisch-katholischen Kirche in Polen sind ein ganz arm dran, nicht nur im Geiste, auch finanziell:

Ein Mann in beigem Anorak und kurzer Hose verlangte von der Kassiererin der Sparkasse Geld. Als diese sich zunächst weigerte, fuchtelte er mit einem Messer herum. Daraufhin händigte ihm die verängstigte Kassierin ein Bündel Banknoten aus. Wie sich bald herausstellte, waren es gerade einmal 6000 Zloty (rund 1450 Euro).

Der Bankräuber hatte aber einen fatalen Fehler begangen: Er war in keiner Weise maskiert. Anhand der Bilder der Überwachungskameras sowie der Zeugenbeschreibung konnte die Polizei rasch ein Phantombild erstellen. Dies wurde ins Internet gestellt, die lokalen Medien bekamen es – und schon wenige Stunden später klickten die Handschellen bei Norbert J. Die Überraschung der Polizisten war groß, als sich herausstellte, dass er Priester ist.

Ich meine, die Kirche sollte die Bezahlungsmodalitäten für ihr Personal neu regeln. Weib und Kind verschlingen viel Geld: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






22 Sep 09

Nach wochenlange Hasskampagnen und Gewaltandrohungen durch Rechtsextremisten und die serbisch-orthodoxe Kirche ist der für heute geplante GayPride in Belgrad abgesagt worden.

Genau genommen ist der Grund für die Absage nicht die befürchtete Gewalt duch Nazis und Christen, sondern vielmehr die Weigerung der Polizei, gegen gewaltätige Nazis und Christen vorzugehen. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






16 Sep 09

Dass die chinesische Polizei als Teil des dortigen Unterdrückungsapparates nicht gerade pfleglich mit der Bevölkerung umgeht, ist gewiss bekannt. Insofern überrascht der Beginn der Ereignisse, die sich am 25.08.2009 in Kanton (Guangzhou) abspielten, nicht.

Ein paar schwule Männer hatten sich in einem Park getroffen. Die Polizei kam hinzu, allerdings nicht, um den Männern Gesellschaft zu leisten: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






26 Jul 09

triangel roseIn Berlin werden zur Zeit Kunstwerke von Pierre et Gilles gezeigt. Darunter auch das Bild “Le Triangle Rose”.

Anja Lösel schreibt im Stern dazu:

Darf man das? Einen KZ-Häftling zum Sexobjekt machen? Die beiden Pariser Fotokünstler Pierre und Gilles tun es. In ihrem Bild “Rosa Winkel” steht ein hübscher Häftling in Anstaltskleidung hinter Stacheldraht und blickt schmachtend in die Kamera. Vor ihm sind brennende Kerzen, daneben, an der Wand, zwei goldene Vasen mit Edelweiß. Schwer zu ertragen. Meinen die das ernst? Oder sind sie nur ein wenig naiv und wissen nicht, wie schmerzlich es sein kann, gerade hier, in Berlin Mitte, direkt neben der Synagoge, so ein Bild zu sehen.

Wenn man die beiden Franzosen dann trifft, kann man ihnen nicht böse sein. Pierre und Gillles sind in Berlin. Und wie sie da stehen und ihre Bilder zu erklären versuchen, wird schnell klar: Sie sind tatsächlich naiv. Dass jemand verstimmt oder verärgert sein könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn. Ist doch alles nur gut gemeint. Sie sind einfach zwei nette Schwule, die mit ihren Bildern den Nerv und Geschmack eines Massenpublikums getroffen haben. Und davon komplett überrascht wurden.

Warum die Schreiberin auf die Nähe zur Berliner Synagoge hinweist, erschließt sich mir nicht. Ebenso wenig verstehe ich, warum die Schreiberin in der auf dem Bild dargestellten Person ein Sexobjekt erblickt. Überzeugt bin ich jedoch davon, das Frau Lösel weder von Kunst noch von der Geschichte schwuler Männer viel Ahnung hat.

Ich halte “Le Triangle Rose” für eine der besten künstlerischen Bezugnahmen auf die Verfolgung schwuler Männer und der Vernichtung deren Lebens in den Konzentrationslagern. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri