Tag: NRW



18 Feb 10

Die Arcus-Stiftung soll

junge Menschen unterstützen, gegen den Widerstand ihrer Umgebung ein selbstbewusstes Coming Out zu durchleben

auch gleichgeschlechtlich liebenden Frauen und Männern ein würdiges Altern in einer wertschätzenden Umgebung ermöglichen

Diskriminierung und Gewalt gegen Lesben und Schwule bekämpfen

für die Gesundheitsrisiken in schwulen und lesbischen Lebenszusammenhängen sensibilisieren

nachhaltig für die Akzeptanz homosexueller Lebensweisen eintreten.

Gute Ansätze, zweifellos. Wäre es anders, hätte ich nicht schon auf diese Stiftung aufmerksam gemacht. Und doch habe ich Schwierigkeiten mit dieser Stiftung. Es fängt damit an, dass in verteilten oder online-zugänglichen Materialien sprachlich immer wieder zwischen der Stiftung und der Stiftungsinitiative hin- und hergesprungen wird. Dass die Stiftung im rechtlichen Sinne noch gar nicht existiert, lässt sich nur bei genauem Hinsehen feststellen. Bedeutsam ist die Frage, weil davon abhängt, wer eventuelle Spendengelder erhält und darüber verfügen, also mitreden kann.

Mitreden können, sollen und wollen offenbar ganz viele Menschen. .. continue reading ..


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2 Dec 09

Fußball ist eine Sportart – für die sich auch immer mehr mainstreamhörige schwule Menschen begeistern -, die typischerweise bestimmte Begleiterscheinungen mit sich bringt.

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet und kommentiert:

Erschütternde Exzesse

Barbaren aus Überzeugung

Ereignisse dieser Art sind eher die Regel als die Ausnahme. Ungewöhnlich ist vielmehr, dass eine namhafte Zeitung sich auf breitem Raum diesem Thema annimmt und deutlich-kritische Worte findet.

Interessant ist, wer alles zu den Vorgängen in und um deutsche Fußballstadien schwiegt: .. continue reading ..


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12 Nov 09

Wenn es aus dem Dunstkreis von CDU/CSU und FDP Positives zu vermelden gibt, will ich es nicht  verschweigen. Wie ich kweer.de entnehme, hat

Die CSU/FDP-Regierung in Bayern beschlossen, Schwule und Lesben im Beamtenrecht gleichzustellen.

[...]

Im Koalitionsvertrag war allerdings keine Gleichstellung im Beamtenrecht vorgesehen.

Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass ein Koalitionsvertrag nicht der Weisheit letzter Schluss ist. .. continue reading ..


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17 Sep 09

Nichts. Rein gar nichts.

Es liegt nunmehr der Koalitionsvertragsentwurf der zukünftigen sächsischen Koalitionspartner CDU und FDP vor. Schwule Menschen kommen darin nicht vor.

Zur Erinnerung: Die Bundesländer haben seit geraumer Zeit die Möglichkeit, in Eingetragenen Lebenspartnerschaften lebende Landesbeamte (einschließlich der Kommunalbeamten) mit deren verschiedengeschlechtlich verheirateten Kollegen Besoldungs- und Versorgungsrechtlich gleich zu stellen. In Sachsen ist das bisher nicht geschehen. Uns so wie es aussieht, wird es auch in dieser Wahlperiode durch den Sächsischen Landtag nicht geschehen.

Die Heuchelei der FDP ist nur noch zum kotzen!

Die queer.de berichtete gestern folgendes: .. continue reading ..


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30 Aug 09

Pro NRW, das ist der landesweit aufgeblasene Ableger von Pro Köln, hat es geschafft, zur heutigen Kommunal- und Kreistagswahl in Nordrhein-Westfalen in nahezu jedem Kreistagswahlkreis einen Kandidaten aufzustellen. Ich habe mich gefragt, ob die Idiotenquote in Deutschland tatsächlich schon wieder so weit angestiegen ist, dass die Nazis sich mittlerweile wieder flächendeckend um demokratisch legitimierte Mandate bewerben können. Sie ist es. Ein Beispiel aus dem Oberbergischen Kreis zeigt was passiert, wenn Dummheit und Rechtsextremismus zusammentreffen: .. continue reading ..


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22 Jul 09

Die nordrhein-westfälische FDP dringt auf rechtliche Gleichstellung von verheirateten und verpartnerten Beamten – also denjenigen, die in eingetragenen schwulen oder lesbischen Lebenspartnerschaften leben. „Wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sollte der Staat dies würdigen. Auch bei schwulen oder lesbischen Beamtinnen und Beamten“, sagte FDP-NRW-Generalsekretär Christian Lindner gegenüber der WAZ-Gruppe.

Die FDP dringt! Hört, hört!

Tatsächlich unternimmt die FDP in Nordrhein-Westfalen alles, um die Gleichstellung zu verhindern: .. continue reading ..


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12 Jul 09

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat mit einem Beschluss vom 08.07.2009 die Überwachung von ‘pro Köln’ durch den Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen für rechtmäßig erklärt.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) hat seine Entscheidung unter anderem mit Zitaten der Fraktionsvorsitzenden von pro Köln im Kölner Stadtrat begründet. Das OVG stellt ausdrücklich fest, dass Funktionäre von pro Köln “fortgesetzt mit pauschalisierenden, plakativen Äußerungen Ausländer sowie Zuwanderer wegen ihrer Abstammung und/oder Religionszugehörigkeit ausgrenzend und als kriminell oder nicht integrierbar dargestellt haben” und dass der Kläger “die Lebensweise Homosexueller verunglimpft und sie in einer die Menschenwürde berührenden Art und Weise herabsetzt.”

Der Innenminister der Landes Nordrhein-Westfalen hat daraufhin erklärt .. continue reading ..


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2 Jul 09

Die FDP macht in diesen Wahlkampfzeiten schönes Wetter und versucht, sich als schwulenfreundliche Partei darzustellen. Anzeigen in verschiedenen Szeneblättern und Äußerungen des Parteivorsitzenden Guido Westerwelle über die Verfolgungen schwuler Menschen in Teilen des Auslandes sollen den Eindruck erwecken, als sei der FDP das Wohlergehen schwuler Menschen angelegen. Die tatsächliche Politik der FDP beweist anderes.

In Nordrhein-Westfalen stemmt sich die FDP schon seit Jahren gegen eine rechtliche Annäherung, geschweige denn Gleichstellung, von Ehen und eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Vor wenigen Tagen hatte der Landtag des Landes Baden-Württemberg darüber zu entscheiden, ob Eingetragene Lebenspartnerschaften zukünftig, wie fast überall im Bundesgebiet, in den örtlichen Standesämtern beurkundet werden sollen, oder ob sie weiterhin abgesondert von der Öffentlichkeit in den Landratsämtern oder irgendwelchen Hinterzimmern der kreisfreien Städte besiegelt werden.

Die Stimmen der FDP-Abgeordneten waren ausschlaggebend dafür, dass es bei dem Baden-Württembergischen Diskriminierungsverfahren bleibt.

In der Landtagsdebatte legt die FDP dar, warum sie die nette Anzeigenkampagne und die warmen Worte von Klein-Guido überhaupt nicht interessieren, und  begründet ihren neuerlichen Arschtritt für schwule Menschen wie folgt: .. continue reading ..


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25 Jun 09

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat am 24.06.2009 in St. Gallen im Rahmen des 1. Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen AIDS-Kongress (SÖDAK 2009) ihren Medienpreis 2007/2008 verliehen. Einer der Preisträger ist Ulli Würdemann, der diesen Preis für seinen Blog ondamaris verliehen bekommen hat. SÖDAK 2009 und ondamaris – wie passt das zusammen?

Fragen und Antworten:

StM: Der Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung ist ein eher unbekannter Preis, der von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird. Was bedeutet dieser Preis für Dich?

o: In AIDS-Kreisen ist der Medienpreis sehr bekannt, wohl auch in den Medien. Er ist einer der sehr wenigen nicht-wissenschaftlichen Preise im Bereich HIV/AIDS.
Mir scheint besonders wichtig, dass nun mit ondamaris erstmals auch ein Angebot aus dem Web 2.0 als preiswürdig erachtet wird, und zudem ein Angebot von und für Menschen mit HIV.

StM: Verliehen wurde der Preis im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen AIDS-Kongresses in St. Gallen. Auf Deinem Blog hast Du mehrere kritische Posts zur Rezeption dieses Kongresses verfasst beziehungsweise externe Stellungnahmen, wie zum Beispiel der Deutschen AIDS-Hilfe und der AIDS-Hilfe NRW wiedergegeben. Wogegen genau richtet sich die Kritik? .. continue reading ..


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15 Jun 09

Der ColognePride 2009 besteht nicht nur aus der CSD-Parade, sondern aus einer Vielzahl großer und kleiner Veranstaltungen. Bedauerlicherweise hat es der Kölner Lesben- und Schwulentag eV (KLuST) durch ungeschicktes Taktieren auch in diesem Jahr geschafft, dass das Medieninteresse sich auf die Parade und das dort erhoffte ’skandalöse’ Verhalten schwuler Männer konzentriert.

Ich möchte deshalb an dieser Stelle auf eine Veranstaltung im Rahmen des ColognePride aufmerksam machen, über die auf der offiziellen ColognePride Homepage nur nach gezieltem Suchen etwas zu finden ist.

Traditionell findet am Samstag vor der Parade im Kölner Gürzenich der CSD-Empfang statt. Ausrichter des Empfangs sind das Schwule Netzwerk NRW eV und die AIDS-Hilfe NRW eV. Im Rahmen dieses Empfangs wird die Kompassnadel verliehen; eine Auszeichnung für ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten der schwulen Selbstorganisation und für Persönlichkeiten, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen Minderheit verdient gemacht haben.

Preisträger in diesem Jahr sind Theo Zwanziger,

20Der Präsident des Deutschen Fussball-Bundes hat es gegenüber dem Vorstand des Schwulen Netzwerks NRW e.V. als eine große Ehre bezeichnet, in die Reihe der bisherigen KOMPASSNADEL-Preisträger aufgenommen zu werden und nimmt den Preis im Rahmen des CSD-Empfangs gerne persönlich entgegen.

“Wir sind alle unterschiedlich. Unterschiede dürfen jedoch nicht zu einer unterschiedlichen Bewertung und Diskriminierung führen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, unabhängig von allen Unterschieden”, erklärte Dr. Zwanziger anlässlich des “2. Aktionsabend gegen Homophobie im deutschen Fußball” im Mai 2008. .. continue reading ..


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30 Apr 09

Im Zusammenhang mit dem in Marburg geplanten Schwulenheilerkongress fordert der/die/das LSU, den Anbietern von Homosexuellenheilungsseminaren “keine weitere mediale Plattform zuteil werden zu lassen”.

Warum? Wer hat da was zu verbergen?

Ein Blick in die Schwulenheilerunterstützerliste auf medrum.de offenbart erstaunliches.

Zunächst ein Exkurs:

Bei dem (parteiähnlichen) Verein ‘pro Köln’ handelt es sich, Innenministerium NRW und Oberverwaltungsgericht Münster bestätigen diese Einschätzung, um eine Gruppierung, die sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung richtet und das Ziel verfolgt, Schutzgüter der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu beseitigen oder außer Geltung zu setzen. .. continue reading ..


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10 Apr 09

Im Januar habe ich über die Reform des nordrhein-westfälischen Beamtenrechts berichtet. Der FDP-Innenminister und notorische Verfassungsbrecher Ingo Wolf1 hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine besoldungs- und versorgungsrechtliche Gleichstellung von Beamten, die in eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, mit verheirateten Beamten nicht vorsah.

In der ersten Lesung des Gesetzentwurfs im nordrhein-westfälischen Landtag beklagte die Abgeordnete Monika Düker (Grüne):

Eine ganz wichtige Chance, die Sie verpasst haben, ist, endlich die Diskriminierung von eingetragenen Lebenspartnerschaften auch im öffentlichen Dienstrecht zu beseitigen. Die eingetragenen Lebenspartnerschaften sind trotz Rechtsprechung in unserem Beamtenrecht immer noch nicht der Ehe gleichgestellt. Das bezieht sich auf die bislang bundesrechtlich geregelten Bereiche. Ich nenne den Familienzuschlag, und ich nenne die Hinterbliebenenversorgung. Sie haben jetzt das Recht, dies zu regeln. Sie tun es nicht. Ich zitiere Ihren Parteikollegen Dr. Max Stadler, der seine Ablehnung der Beamtenrechtsreform auf Bundesebene für die Bundesbeamten, also des Bundesgesetzes, mit den Worten begründet hat: Gänzlich unverständlich ist die unterbliebene Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit Ehegatten im Dienstrecht des Bundes. .. continue reading ..


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9 Feb 09

Ruppichteroth ist eine kleine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis unweit der Städte Köln und Bonn. Knapp 11000 Einwohner tummeln sich auf 62 qkm. 114 Mädchen und jungen Frauen ist das Tummeln jedoch verwehrt, sie leben in einem Gefängnis. Einem Gefängnis der Piusbruderschaft, die in den letzten Tagen die Schlagzeilen der großen und kleinen Medien beherrschte.

Die Piusbruderschaft ist eine Vereinigung der römisch-katholischen Kirche, die zwar von Vatikan nicht offiziell anerkannt wird, sich gleichwohl als Verfechterin des einen, wahren katholischen Glaubens sieht. Sie bietet Holocaustleugnern unterschlupft, schürt Antisemitismus, ist Frauenfeindlich und schürt den Hass gegen schwule Menschen.

Im beschaulichen Ruppichteroth betreibt die Piusbruderschaft ein Mädcheninternat mit angeschlossenem Gymnasium. Das Gymnasium ist, über den Umweg des Don-Bosco-Schulverein e.V. in Wadersloh, als Ersatzschule staatlich anerkannt. Diese staatliche Anerkennung bringt es mit sich, dass 75 bis 80 vH der Kosten dieser Schule vom Steuerzahler übernommen werden. Die verbleibenden Kosten trägt der Verein in Wadersloh; Spenden an diesen Verein wiederum sind steuerlich abzugsfähig.

Der Tagesablauf in dem Internat sieht so aus: .. continue reading ..


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8 Feb 09

Im Frühjahr 2007 schlug EH, zu diesem Zeitpunkt der Polizei bereits wegen mehrer Raubdelikte und Körperverletzungen bekannt, in Köln einen Familienvater so heftig ins Gesicht, dass dieser stürzte, sich schwere Kopfverletzungen zuzog und ins Koma fiel. Er trug bleibende Schäden davon. Der Richter am Amtsgericht, HWR, beliess es in dem folgenden Geheimprozess bei einer “Schuldfeststellung”, ohne eine Strafe zu verhängen. Erst auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin wurde EH zu einer milden Bewährungsstrafe verurteilt. Einblicke in das Rechts- und Gerechtigskeitsempfinden des Richters am Amtsgericht, HWR, liefert dieser Fall: Vier junge Männer wegen Brandanschlags auf Freund verurteilt. Um den erstinstanzlich urteilenden Amtsrichter in diesem Fall handelt es sich um jenen, auch mit EH befassten, HWR.

Im Juni 2007 zettelte EH in Köln eine Schlägerei an und verletzte einen 22 Jahre alten Mann schwer.

Im August 2008 waren zwei schwule Männer aus Solingen in Köln unterwegs. Im Deutzer Bahnhof hielten sie Händchen. EH hat das  nicht gefallen. „Ihr schwulen Säue, fickt euch alle in den Arsch!“ und weitere Beleidigungen schrie er und biss einen der Männer in den Oberarm – so heftig, dass er mit seinen Zähnen die Knochen des Opfers berührte. .. continue reading ..


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