Es begab sich zu einer Zeit, als ich leichtfertigerweise kurze Posts schrieb, also am 06/10/2009, dass ich formulierte:
Warum bezeichnen schwule Männer andere schwule Männer (manchmal auch sich selbst) als ‘Schwester’, ‘Mutti’ oder ähnlich?
Irgendwie ist das doch, na ich nenne es mal vorsichtig: ungeschickt. Wenn man etwas Weibliches sucht, könnte Mann es ja mal mit einer Frau versuchen, oder???
In ein paar Kommentaren zu dem Post wurde das ein und andere unterstellt und mir vorgehalten, ich habe etwas gegen Tucken und Tunten, gegen sich weiblich gebende Männer. Dabei hat, so scheint es, kaum jemand genau gelesen, was ich geschrieben habe, obgleich der Posttitel, “Von dem Gebrauch der Sprache”, doch zu einem sorgfältigen Studium meiner bescheidenen Ausführungen hätte einladen müssen.
Nicht einen Gedanken hatte ich daran verschwendet, einen Post zu schreiben, der sich gegen Tucken und Tunten richtet, und doch ist der ein und andere Leser geradezu besessen von dem Gedanken, dass ich genau solche Gedanken habe. Obgleich ich mehrfach nachfragte, ob das was ich schrieb möglicherweise falsch gelesen und mithin falsch interpretiert worden sei, wurde allerlei Merkwürdiges festbetoniert.
Nun denn: Meine in dem Post zum Ausdruck gebrachte fragende Haltung gilt doch nicht den Männern, die sich nach landläufigem Verständnis betont weiblich geben, lassen wir einstweilen dahingestellt, ob das Tucken und/oder Tunten sind. Ich adressiere vielmehr an die Männer, die über die vorerwähnten Männer in einer nach meinem Dafürhalten unangemessenen Art und Weise reden! Dem selektiv wahrnehmenden Leser, möglicherweise durch den Klammerzusatz in der zweiten Textzeile zusätzlich auf eine falsche Fährte geraten, sehe ich das nach. Wer jedoch meinen Blog schon länger liest, hätte bei jeder von dem was ich tatsächlich schrieb abweichenden Interpretation ins Grübeln kommen müssen. Das meine Haltung in dem großen Universum der Gedanken und der Gedankenlosigkeit derart falsch verortet werden kann, ist einerseits amüsant, andererseits beängstigend.
Ein kleiner Streifzug: .. continue reading ..
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