Nach dem Fersehauftritt von Gloria von tut und taucht nix war zu erwarten, dass die BLÖD-Zeitung hinhechelt und um ein Interview nachsucht. Und da Frau Fürstin heftig für ihr Buch “Die Fürstin und der Erdbeerschorsch” Werbung machen muss, stand einem Interview unter dem Motto ’Geistesgröße trifft Geistesgröße’ nichts im Wege.
Zu Beginn grenzt sich die BLÖD-Zeitung erst einmal von anderen Qualitätszeitungen ab:
Man hat sie in der „Münchner Abendzeitung“ gerade als „Balla-Balla-Biederfrau“ und „durchgeknallt“ bepöbelt.
So etwas würde das rechte Schmierenblatt natürlich niemals über die rechte Biederfrau schreiben – es sei denn es erhöht die Verkaufsquote.
Die BLÖD greift jedoch die Münchener Vorlage auf und setzt mit folgender Frage zu den gewohnten intelektuellen Höhenflügen an:
Mit Verlaub, Durchlaucht, sind Sie balla-balla?
Nun hätte Frau von … darauf hinweisen können, dass sie die Frage nicht verstünde. Aber sie hat wohl die Frage doch verstanden und antwortete auf ihre Weise:
Durchlaucht lacht. Sie lacht kräftig, sie lacht tief aus sich heraus, und nichts an diesem Lachen wirkt gekünstelt oder geplant.
Das heißt also, die Antwort lautet ‘ja’.
Dann steuert die BLÖD zielstrebig auf das Thema Homosexualität hin. Und die Fürstin erklärt, “contra naturam” habe sie
so nicht gesagt…
und die, die es gehört haben, müssen sie falsch verstanden haben. Ihre Haltung zu dem Thema sei vielmehr pure Dummheit, denn
Im Katechismus steht, dass ausgelebte Homosexualität falsch ist. Das ist die katholische Lehre.
Treue Dummheit:
Ich bin katholisch, und das ist die Lehre, der wir in Treue anhängen. Ich finde sie richtig und ich nehme sie an.
Dann kriecht sie vorsichtshalber den Herren Meisner und Ratzinger in den Arsch:
In der Kirche entscheidet nicht der Wille einer Mehrheit, sondern die gelehrte Wahrheit. Wenn die Kirche uns lehrt, dass das so wahr ist, nehme ich es so an. Auch wenn ich es das ein oder andere Mal vielleicht nicht sofort verstehe.
Ein Schicksal, dass im weiteren Verlauf der Plauderei auch die BLÖD-Reporter ereilt:
Verzeihung, wir können nicht mehr folgen . . .
Also versuchen die BLÖD-Reporter ihr Glück mit einer gewieften Fangfrage:
Ihr Sohn, Fürst Albert, ist 25 Jahre alt und praktizierender Single. Was, wenn er zu Ihnen käme und sagt: „Mama, ich bin homosexuell“?
Jedoch: Wie schon Maischberger scheitert auch die BLÖD an Gloria’s überlegenem Intellekt. Ihr Sohn, so verkündet sie die gelehrte Wahrheit, könne gar nicht homosexuell sein, denn
Erst mal glaube ich, dass es reine Homosexualität so gar nicht gibt. Das ist eine Zeitlang modern, so wie damals bei den alten Griechen. Und dann wird daraus ein Kult gemacht, und der wird richtig gepflegt.
Als überzeugenden Beweis für ihre gelehrte Wahrheit verweist sie auf ihren verblichenen Ehemann:
[...] ich glaube, dass ein homosexueller Mann auch Frau und Kinder haben kann.
In diesem Fall hätte sie ohne weiteres Glauben durch Wissen ersetzen können.
Unklar bleibt, ob sie sich bei dieser Aussage
[mit Homosexualität] hat man gelernt umzugehen, obwohl es eigentlich nicht sein soll.
auf Johannes oder Albert II oder beide bezieht.
Amen!
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