Tag: LDS



21 Dec 09

Vor wenigen Tagen startete der Film Avatar in den Kinos (in Deutschland wurde der Filmtitel überflüssigerweise mit dem Zusatz  “Aufbruch nach Pandora” versehen). Es soll sich um einen der teuersten, nach verschiedenen Quellen: um den teuersten Film, der bisher gedreht wurde, handeln. Ich habe die deutschen und englischen Trailer gesehen, an denen man offensichtlich gespart hat, und beschlossen, dass das Filmvergüngen anderen vorhalten bleiben darf (ich habe doch jetzt nett formuliert, was ich von dem Film halte, oder?).

Aber darum geht es jetzt nicht. Via give me a second…. bin ich auf den Blog “Stop Avatar The Future is Transgender not Straight” gestoßen.  Auf dem Blog wird allen Ernstes zu Protesten gegen den Film aufgerufen:

On Friday, December 18, 2009 thousands of people will be protesting the release of the James Cameron movie, Avatar. .. continue reading ..


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1 Dec 09

Heute ist Welt-AIDS-Tag. Schon seit fast einer Woche sind daher HIV und AIDS ein gewichtiges Thema in den großen und kleinen Medien. Das ist gut und das ist schlecht.

Im April 2009 ließ der ‘Fall Benaissa’ die Wogen nicht nur im Blätterwald hochschlagen. Es verwundert nicht, dass dieser ‘Fall’ nun anlässlich des Welt-AIDS-Tages erneut herumgereicht wird. Allgemeiner Tenor in den aktuellen Veröffentlichungen ist dabei, dass ‘der Fall Benaissa’ ein Musterbeispiel für die Vorverurteilung von Menschen und – im besonderen – für die Stigmatisierung von HIVpositiven Menschen sei. Bemerkenswert ist, wie schnell das Schicksal eines Menschen und sein Verhalten zu einem ‘Fall’, einem Vorgang werden, den man, nun entpersönlicht, steril behandeln, über den man befinden und den man wie eine Akte weglegen und bei Bedarf wieder hervorholen kann. In diesen Tagen scheint ein besonders großer Bedarf nach diesem ‘Fall’ zu bestehen, scheint er sich doch als Anschauungsobjekt für den Umgang mit HIVpositiven Menschen in Jahr 2009 gut zu eignen. Eignet er sich wirklich? .. continue reading ..


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16 Nov 09

meint ein Kölner Amtsrichter und hat recht mit seiner Einschätzung.

Seine häufig wechselnden Partner hat ein 40-jähriger Mann beim Sex auf Video aufgenommen, ohne dass diese das wussten. Weil die Filme später im Internet zu sehen waren, stand der bisher nicht vorbestrafte Harz IV-Empfänger jetzt vor dem Strafrichter. Immer wenn der Homosexuelle Männerbekanntschaften in seine Wohnung mitgenommen hatte – und das waren nicht wenige – ließ er beim Sex heimlich die Videokamera mitlaufen. „Nur zu meinem persönlichen Schutz“, sagte der Mann jetzt vor Gericht, wo er sich wegen „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ verantworten musste.

Persönlicher Schutz? Wovor sollte die laufende Kamera denn schützen? .. continue reading ..


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6 Nov 09

[schmeichel, schleim1, tätschel *ein*]

Lieber2 Leser,

liebe Leserin,

liebe vor dem Bildschirm anwesend Seiende, die sich nicht auf ein Geschlecht festlegen wollen,

vor acht Monaten habe ich meinen Unmut über facebook kundgetan

Das Buch der falschen Gesichter: facebook

und kurz danach meine Anwesenheit dort beendet. Seitdem hat sich einiges getan, .. continue reading ..


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5 Nov 09

Es ist schon erstaunlich, was das aus Steuergeldern bezahlte Fernsehen für Zumutungen bereithält. Da gibt es zum Beispiel Iris Radisch. Diese selbsternannte Literaturkritiker redete vorgestern, von der sie verhörenden Redakteurin ungehindert,  auf 3.sat von der Verderbheit und Verkommenheit der Schwulen und machte Schwulenbars als Indiz für ihre These aus.

Dort zu sehen:

Iris Radisch zu Serhij Zhadans “Hymne der demokratischen Jugend”

(ab ca 1:40 und 2.45)

Die Redakteurin, die sich verzweifelt an ihren Zettelchen festhielt, bekam gar nicht mit, was die Radisch da sagte. Ein paar Zuschauern fiel es auf und nötigten die 3.sat-Redaktion auf ihrem Blog (!) folgendes zu veröffentlichen: .. continue reading ..


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31 Oct 09

Picture 2009-10-31 12_39_29“Sven Epiney ist zu wenig schwul”, mit dieser Feststellung bewegt der ‘Blick’ die Schweiz. Und was die Schweiz bewegt, bewegt auch mich.  :lol:

Sven Epiney (37), der Sonnyboy unter den TV-Moderatoren. Sein Herz gehört seit acht Jahren dem TV-Produzenten Chris Sulser (31). Mit seiner Heiterkeit hievt Sven «Die grössten Schweizer Hits» jeden Sonntag in den Quoten-Himmel. Denn er ist Everbody’s [sic!] Darling. Er ist immer gut drauf und tut niemandem weh. Weder seinen Gästen noch sich selber.

Alle lieben Sven Epiney. Wirklich alle?

Gemäss einer Online-Umfrage des Gay-Magazins «Display» fordern zwei Drittel aller Schwulen, dass Epiney vom Bildschirm verschwinden soll. Chefredaktor Tom Wyss (32) hat die überraschenden Zahlen in der aktuellen Ausgabe kommentiert. Epiney sei bei den Gays «kein Hit», schreibt er. Und: «Damit er ein Idol wäre, müsste er ganz anders, lockerer zu seinem Schwulsein stehen.»

Im Gegensatz zu anderen Homosexuellen wie Marco Fritsche (33) oder Kurt Aeschbacher (61) fehle es Epiney an Profil, weil er selten zu etwas seine Meinung sage. Das Umfrage-Ergebnis wollte Epiney nicht kommentieren – auch gegenüber BLICK nicht.

Ist Epiney zu wenig schwul? BLICK fragte prominente Homosexuelle. .. continue reading ..


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7 Oct 09

In Deutschland gibt es eine ganz merkwürdige Strafrechtsnorm:

§ 166 Strafgesetzbuch -  Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Diese Vorschrift, oft Blasphemieparagraf genannt, nicht selten aber auch als Gummiparagraf bezeichnet, öffnet der Gesinnungsrechtsprechung Tür und Tor.

Ein Beispiel soll die Problematik verdeutlichen: .. continue reading ..


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29 Aug 09

Vor einigen Tagen schrieb ich über Treue. Mein Ziel war es, Treue einmal unter einer anderen Perspektive als der, wer mit wem Sex haben darf, zu beleuchten. Ein Blick in die Kommentare zu dem Post und eine ganze Reihe von Rückmeldungen außerhalb dieses Blogs zeigen mir, das ich offenbar nicht deutlich genug zum Ausdruck bringen konnte, was ich meine. Ich nehme deshalb einen neuen Anlauf.

Der geneigt Leser mag, sofern er in einer festen Beziehung mit einem anderen Mann lebt, sich einmal fragen, was der Kern dieser Beziehung ist, was diese Beziehung ausmacht, was sie von anderen unterscheidet, was am Ende übrig bleibt, wenn man von außen nach innen eine Hülle nach der anderen entfernt. .. continue reading ..


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23 Aug 09

Kürzlich gab der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude im Namen aller dortigen Stadtratsfraktionen folgende Erklärung ab:

Wir sind uns im Münchner Stadtrat unabhängig von den Rechtsfolgen der unwirksamen Eidesleistung des Stadtrats Karl Richter vom 2. Mai 2008 darin einig, dass Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus eine klare Absage durch alle demokratischen Kräfte erhalten müssen, dass das Zeigen des Hitler-Grußes eine unerträgliche Kampfansage an die parlamentarische Demokratie und eine Verhöhnung der Opfer des Holocaust darstellt und dass sich Karl Richter mit seiner Verhaltensweise selber in unmissverständlicher Weise aus der Gemeinschaft der demokratischen Kräfte ausgegrenzt hat.

Wir stehen auf für Demokratie und Rechtsstaat, für Toleranz und Weltoffenheit, gegen jede Missachtung der Opfer des Holocaust, gegen die rechtsextreme NPD und ihre Tarnliste BIA. Wir sind uns der historischen Verantwortung bewusst und werden über alle politischen Differenzen hinweg in dieser Frage zusammenstehen.

Weil Politiker jeglicher Couleur nicht meinen was sie sagen, nahm Ude dem von ihm erwähnten Karl Richter im selbem Atemzug den Eid als Stadtratsmitglied ab. .. continue reading ..


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22 Jun 09

Das Pamphlet im Taschenformat flatterte am Wochenende vor der Europawahl Haushalten im Bereich Übertal [Walshut-Tiengen, StM], aber auch dem katholischen Stadtpfarrer in den Briefkasten. In den „katholischen Bemerkungen zu Guido Westerwelle“ heißt es unter anderem, „einige“ hätten „gegen die beständige Lehre des heiligen Lehramts und das sittliche Empfinden des christlichen Volkes begonnen, die homosexuellen Beziehungen des Herrn Westerwelle mit Nachsicht zu beurteilen“. In den heiligen Schriften würden homosexuelle Handlungen als schwere Abirrungen dargestellt.

Der Ortpfarrer hielt es nicht für notwendig, sich namens der römisch-katholischen Kirche von dieser Schmähschrift zu distanzieren. Er tut lieber so, als wäre nichts gewesen: .. continue reading ..


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16 Jun 09

In den Verlautbarungen der Evangelikalen fällt auf, dass sie sich offenbar nur mit Homosexualität im Allgemeinen und der Schwulenheilung im Besonderen beschäftigen. Andere Themen scheinen ihnen fremd zu sein. Tritt jemand ihren Diffamierungen schwuler Menschen und ihren Heilungsthesen entgegen, zetern sie sofort, sie würden in ihren Rechten auf freie Religionsausübung und freie Meinungsäußerung behindert.

Den Artikel 4 des Deutschen Grundgesetzes kennen sie ganz genau,

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

und leiten daraus ab, jede Kritik an ihren öffentlichen Äußerungen sei Hetze, sie verboten, sei sachunkundig, würde ihre religiösen Empfindungen beeinträchtigen und dergleichen mehr.

Der Artikel 140 der deutschen Verfassung ist ihnen weniger geläufig: .. continue reading ..


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26 Mar 09

Das Williams Institute der University of California ist der Frage nachgegangen, was dran ist am Mythos der reichen schwulen Menschen.

Das Vorhaben gestaltete sich als schwierig, denn es ist nicht einfach, an geeignetes Datenmaterial zu kommen:

Finding appropriate data for studying poverty among LGB people is difficult for several reasons. First, few large surveys with representative samples collect information on sexual orientation and on income. This makes it hard to identify LGB people in these surveys and equally hard to define their families. Second, since we are interested in a small fraction of a relatively small group—poor and LGB—we need a survey of a very large sample to find enough such individuals to study.

Teilweise wurde auf Daten des us-amerikanischen Census Bureau zurückgegriffen.

Since 1990, the Census Bureau has allowed researchers to identity households that include same-sex ―unmarried partners.

Zunächst einmal war aber zu klären, was “unmarried partners” sind. Dazu bedurfte es mehrerer Studien:

Several studies suggest that people who have same-sex unmarried partners are very likely to be lesbian, gay, or bisexual (Black et al. 2000; Carpenter 2004; Gates and Ost 2004).

Bedauerlicherweise hat man dann im weiteren Verlauf homo- und bisexuelle Menschen in einen Topf geworfen.

Folgende Erkenntnisse fördert der Report des Williams Institute zu Tage: .. continue reading ..


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25 Mar 09

Auf der Suche nach etwas ganz Anderem fiel mir ein Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 13.10.2005 in die Hände beziehungsweise auf den Bildschirm. Darin heißt es:

Nach den Feststellungen des angefochtenen Urteils [des Landesgerichts Hamburg vom 21.01.2005] betrat der Angeklagte, der ebenso wie das spätere Opfer L in einem Männerwohnheim lebte, in der Nacht vom 31. Juli zum 1. August 2004 mindestens zehnmal dessen Zimmer und versetzte L eine Vielzahl von Faustschlägen, Tritten und Schlägen mit einem mit Eiswürfeln gefüllten Handtuch. Auch führte er drei- bis viermal eine Plastikflasche in den Anus des homosexuellen Opfers ein und zog heftig an dessen Penis. L verstarb noch in derselben Nacht an den Folgen der erlittenen schweren Verletzungen. Der Angeklagte hat die Tat im Wesentlichen eingeräumt, sich aber darauf berufen, betrunken gewesen zu sein.

Das Landgericht Hamburg hatte den Angeklagten wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil wegen irgendeiner juristischen Kinderkacke (der Hamburger Richter habe  die Winkelzüge des Verteidigers des besonnenen [sic!] Angeklagten nicht ernst genommen) auf und verwies die Sache an eine andere Strafkammer des Landgerichts Hamburg zurück. Aber darum geht jetzt nicht.

Ich weiß nicht mehr, warum ich mich mit diesem Beschluss beschäftigt habe; ob die Schilderung des grausamen Mordes es war oder der Hinweis auf die Homosexualität des Opfers.

L. Wer war dieser L, dessen Leben so ein furchtbares Ende gefunden hat? Vor Ort in Hamburg wäre vielleicht mehr herauszufinden. Google liefert nur ein paar kurze Presseberichte über die Ereignisse in dem Männerwohnheim: .. continue reading ..


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13 Mar 09

Es trug sich zu in Traunstein:

Dem 39 und 41 Jahre alten Ehepaar aus Traunstein fielen verschiedene Fauxpas auf. So verzichtete der Mann in der Dampfsauna auf das übliche vorherige Reinigen des Sitzplatzes. Zwischen den Saunagängen rauchte er. Doch für eine Strafanzeige letztlich durch den Saunameister sorgte, dass sich der 35-Jährige erst im Dampfbad und anschließend in der Biosauna ungeniert zwischen seine Beine griff.

Und warum griff er zwischen seine Beine (ich finde es erstaunlich, dass man sich dafür rechtfertigen muss, zwischen die eigenen Beine gegriffen zu haben):

Ich hab’ mich am Sack gekratzt. Das tut mir leid.» Der Verteidiger, Karl-Heinz Firsching aus Traunstein, konkretisierte die Begründung. Sein Mandant sei im Intimbereich rasiert. Das nachwachsende Haar sorge für Juckreiz. .. continue reading ..


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