Tag: Guido Westerwelle



10 Mar 10

Guido Westerwelle ist nun seit gut vier Monaten Bundesminister des Auswärtigen. In dieser Zeit hat er an verschiedenen Außenministerkonferenzen teilgenommen und diverse Auslandsreisen absolviert, teilweise in Begleitung seines Lebensgefährten Michael Mronz. Soweit ersichtlich nimmt im Ausland niemand ernsthaft Anstoß daran, dass der deutsche Außenminister schwul ist, und auch die Begleitung des Ministers durch Herrn Mronz hat weder die asiatische noch die südamerikanische Welt ins Wanken gebracht.

Nicht klar mit der Homosexualität des Ministers und der Tatsache, dass er seinen Lebensgefährten ganz selbstverständlich mitnimmt, kommt allerdings die deutsche SPD.

Vor wenigen Tagen ließ die Partei ihre Generalsekretärin Andrea Nahles, bisher eher als innerparteiliche Wadenbeißerin bekannt, auf Westerwelle losgehen. Wie bereits gestern geschrieben stellt Nahles in Abrede, dass Westerwelle sich von seinem Lebensgefährten begleiten lassen dürfe. Mit sehr viel gutem Willen und einigem Wegsehen kann man zu der Ansicht kommen, dass hinter dieser Attake Nahles Zwangsstörung, Köpfe rollen zu lassen, und nicht ihr homophober Contrainstinkt steckt. Der Blogger Samstag ist ein guter Tag hat es unternommen, sich und Nahles um Aufklärung zu bemühen.

Nahles Antworten auf die ihr gestellten Fragen sind durchaus erhellend: .. continue reading ..


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9 Mar 10

Die SPD steckt voller reflexhafter Homophobie. Man muss Guido Westerwelle, einerlei was man sonst von ihm hält, dankbar sein, dass er der SPD die Möglichkeit gibt, ihre Vorbehalte gegenüber schwulen Männern in voller Breite zu offenbaren.

Schon am Abend der Bundestagswahl war aus dem nordrhein-westfälischen SPD-Landesverband voller Inbrunst zu hören, einen Schwulen wolle man nicht als Bundesaußenminister. Nun konnte die Parteivorsitzendenaustauschpartei nicht durchsetzen, dass der Bundesminister des Auswärtigen nicht schwul sein darf, allerdings hat sie, in Gestalt ihrer Generalsekretärin Andrea Nahles, einen anderen Plan entwickelt: Fernab einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Politik der Bundesregierung, das besorgt derweil die CSU, will Nahles, dass schwule Minister, so viele gibt’s davon im Moment noch nicht, nicht mehr auf Dienstreisen von ihren Lebenspartnern begleitet werden dürfen. .. continue reading ..


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26 Feb 10

Am Rande der Berichterstattung über den Fall Kempter hat sich unter den Lesern von queer.de eine interessante Diskussion entwickelt:

Von hetenbild

Nicht nur hier gehts dem Ruf des “guten Schwulen” zurzeit an die Wäsche. Dem heterosexuellen BILD-, FAZ- oder WELT-Leser (ja, die gibts in der Realität) ohne Homo-Bezug stellt sich Homosexualität wie folgt dar:

Schwule sind selbst intolerant, wünschen anderen sogar den Tod (Big Brother), verstecken sich immer noch in Männernbünden (Katholische Kirche) und sind im Grunde pädophil oder sie tarnen sich als Ehemann und grabschen andere (junge) Männer an (DFB).

Würde es nicht so traurig sein, könnte man nüchtern feststellen, “wir” haben im Moment ein Image-Problem. .. continue reading ..


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20 Feb 10

Wer hätte das gedacht: Guido Westerwelle wird in diesen Tage ernster genommen, als jemals zuvor in seiner Politkarriere. Musste er sich noch vor wenigen Tagen als politisches Leichtgewicht bezeichnen lassen und wurde ihm nachgesagt, er könne kaum ernsthaft auf die Geschicke des Landes Einfluss nehmen, so bieten seine Gegner nunmehr alles auf, was kläffen kann. Merkel hat das ihr bis dahin vermutlich völlig unbekannte Wort Duktus gelernt, um der erstaunten Öffentlichkeit mitzuteilen, dass sie nicht  weiß, worum es geht, aber nicht Westerwelles Meinung ist. Heiner Geisler bekam Frischzellen gespritzt und verkündet nach einem Blick in einen Spiegel, Westerwelle sei ein Esel, und die SPD, unbeleckt von inhaltlichen Ansätzen, versucht mit Nazivergleichen ihr Glück. Selbstverständlich haben sich auch einzelne sogenannte Schwulenaktivisten, die man schleunigst deaktivieren sollte,  zu Wort gemeldet und brüllen gegen die vermeintliche Westerwelle’sche Dekadenz mit dem höchst dekadenten Slogan Gays against Guido an; ganz so, als dürfe ein schwuler FDP-Vorsitzender, Vizekanzler und Bundesminister des Auswärtigen nichts anderen tun, als rund um die Uhr eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze fordern. Gerade bei Westerwelles schwulen Widersachern habe ich den Eindruck, dass es ihnen gar nicht um die Sache geht, sondern sie einfach froh sind, endlich etwas gefunden zu haben, um draufhauen zu können.

Die Meisten, die sich empörungsgeladen auf Westerwelle einschießen, müssen sich zwei Versäumnisse vorhalten lassen. .. continue reading ..


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25 Nov 09

International Gay & Lesbian Human Rights Commission:

Join the International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC), Iranian Queers Organization (IRQO) and COC Netherlands in calling on Iranian authorities to stop the numerous executions of minors and adults accused of sodomy. Also join us in calling on Western countries with significant diplomatic and economic ties to Iran, including Germany, France, Canada, as well as the European Union, to pursue diplomatic efforts to cease these executions.

Use our electronic system below to send a letter in English to the foreign officials and another letter in Persian to Iranian officials. .. continue reading ..


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16 Nov 09

Guido Westerwelle darf den Vatikan nicht besuchen. Der dortige Diktator hat durch einen seiner Schwulenverfolgungsbeauftragten, Bischof Janusz Kaleta, mitteilen lassen:

“Ich bin der Meinung, wenn jemand homosexuell ist, ist dies eine Provokation und ein Missbrauches des Ortes.”

und

“Versuchen Sie einmal, als Nicht-Muslim eine Moschee zu besuchen”, verglich der Bischof Abstecher von Schwulen und Lesben in den Staat von Papst Benedikt XVI. Die Katholische Kirche definiere Homosexualität schließlich als “unethisch”, so Kaleta. “Wir erwarten Respekt vor unserer Kirche ebenso wie wir respektieren, dass eine Person nicht zur Katholischen Kirche gehören muss. Wenn du andere Ideen hast, geh zu einem anderen Ort.”

Ich finde es übrigens sehr gut, dass die römisch-katholische für diejenigen, die sie nach wie vor nicht durchschaut haben, immer mehr ihre Maske fallen lässt. .. continue reading ..


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31 Oct 09

Zur Einschulung von Guido Westerwelle hat der erfahrene Außenpolitiker Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) dem I-Dötzchen im Stern eine menschenrechtspolitische Schultüte gepackt:

Nutzen Sie Ihre Chance, Herr Westerwelle!

Dem Eingangsbefund kann ich nur zustimmen:

Menschenrechte sind unteilbar und universell. Eigentlich müsste eine menschenrechtsorientierte Außenpolitik also immer auch die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern im Blick haben. Eigentlich. In der Praxis sieht es oft anders aus. Erst seit wenigen Jahren gelingt es langsam, Diskriminierung und Verfolgung wegen der sexuellen Identität als Thema der internationalen Menschenrechtsarbeit zu etablieren.

Es kommt das politikerübliche Selbstlob,

Als menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen habe ich diese Menschenrechtsverletzungen immer thematisiert, ob es nun im Iran war oder in Russland. Das traf nicht auf Begeisterung bei den Gesprächspartnern, zeigte ihnen aber, dass man Homosexuellenverfolgung nicht als Bagatelle ansieht. Das ist bitter notwendig. Denn Totschweigen kann für Menschen buchstäblich tödlich sein. Gerade Bürgerrechtsaktivisten brauchen konkrete Unterstützung.

gefolgt von Irrtümern: .. continue reading ..


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28 Oct 09

Man muss Guido Westerwelle nicht mögen, man muss die FDP nicht mögen. Die FDP ist in meinen Augen nach wie vor eine opportunistische Umfallerpartei, in der sich Straftäter wie Graf Lamsdorff und Möllemann nur allzu wohl fühl(t)en. Die Flick-Affäre ist viel zu schnell in Vergessenheit geraten. Dass die FDP neuerdings auf schwulenfreundlich macht, ändert nichts daran, dass sie mit Thomas Dehler einen der größten Schwulenhasser der Nachkriegszeit, dessen bürokratischer Schwulenverfolgungsperfektionismus dem der Nazis nicht nachstand und der sogar eine Verschärfung der Antischwulengesetze aus der Nazi-Zeit betrieb, in ihren Mitgliederlisten verzeichnet hatte und ihm als Bundesminster der Justiz die Möglichkeit bot, unzählige schwule Männer vor Gericht und ins Gefängnis zu bringen.

Guido Westerwelle ist nicht nur nicht ‘mein Typ’, ich mag sein hysterisch-schrilles Lautes nicht, ich teile auch seine politischen Ansichten zu einem erheblichen Teil nicht. Ob er ein guter Außenminister sein wird, weiß ich nicht. Ein Blick in die Liste der bisherigen Minister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland zeigt allerdings, dass er sich schon mächtig anstrengen muss, um es schlechter zu machen als Steinmeier, Kinkel, Adenauer oder Fischer.

Es gibt aber auch einen anderen Gesichtspunkt, der bei aller Vorschusskritik nicht unbedacht bleiben sollte: .. continue reading ..


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11 Oct 09

Die NZZ Online beschreibt den neuen Guido-Standard:

Mehr Guido als Brüno

Auch wenn Klein-Guido und seine LSU-Freunde es nicht verstehen werden: .. continue reading ..


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3 Oct 09

Guido Westerwelle, einer der Hauptakteure in unserem Staatszirkus, wird zur Zeit dafür gescholten, dass er nicht genug oder nicht gut genug Englisch spricht.

Auslöser der überflüssigen Debatte ist, dass Ww sich mit dem Bemerken, man sei in Deutschland, weigerte, eine von einem BBC-Reporter auf Englisch gestellt Frage in englischer Sprache zu beantworten.

Anstatt bei der BBC, die ja so gerne internationales Flair versprüht, anzuregen, die Berichterstattung aus Deutschland von einigermaßen des Deutschen mächtigen Reportern besorgen zu lassen, fällt alle Welt, also die BLÖD-Zeitung und Anverwandte, über Ww her und gräbt dessen englischsprachige Sünden der Vergangenheit aus.

Die WELT ONLINE, das ist die engere Verwandtschaft der BLÖD, meint zum Beispiel:

Ein You-Tube-Video zeigt, wie Westerwelle in seiner Lieblingsrolle als Regierungs-Zurechtweiser auf Englisch zu erklären versucht, man sei nicht ambitioniert genug vorgegangen beim dem Ziel, vom letzten Platz beim Wirtschaftswachstum zum vorletzten zu gelangen: „to come from the last place to the second last or the third last“.

Nun, ich weiß nicht was das soll. .. continue reading ..


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30 Sep 09

Die Presse ist ja nun schon seit Tagen ganz aufgeregt, wer denn wohl der Mann an Guido Westerwelles Seite ist, der ihm, wie die BLÖD-Zeitung bewundernd meint, so viel Kraft gibt. Die Aachener Zeitung hat recherchiert, dass es ein Aachener ist. Neurig wie ich bin, habe ich gelesen, was die Aachener über den Aachener zu berichten weiß. Neben diversem Klatsch und Familiengeschichten wird Michael Mronz, jener Aachener, um den es hier geht, wie folgt zitiert: .. continue reading ..


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29 Sep 09

Es ist immer wieder bemerkenswert, mit welch’ subtilen Mitteln die Blätter aus Springers Wald gegen schwule Menschen Stimmung machen. Die WELT ONLINE versuchte am Wahlsonntag den Eindruck zu erwecken, als würden schwule Menschen einen Großangriff auf den Automobilbauer Daimler starten.

Schwule starten Massen-Outing bei Daimler

heißt es in der Überschrift eines Artikel, der an tendenziöser Berichterstattung kaum zu überbieten ist:

Aufruhr beim Autobauer Daimler .. continue reading ..


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28 Sep 09

Gestern hatte der deutsche Souverän einen der wenigen Tage, an denen er so richtig seine Macht auspielen kann, indem er hinter Bretterverschlägen auf bunten Zettelchen Kreuzchen macht und damit Einfluss darauf nimmt, werde demnächst bequem auf Kosten des Steuerzahlers in Berlin leben darf oder zukünftig auf Kosten desselben Deppen Übergangsgelder oder Altersversorgung nach dem Abgeordnetengesetz erhält.

Dass mir das Wahlergebnis nicht gefällt, liegt auf der Hand. Einzig freut es mich, dass der Kanzlerinnenwahlverein keinen Zuwachs erzielt halt. Auch wenn Frau Merkel versucht, einen gegenteiligen Eindruck zu erwecken, ist es ihr mit dem schlechtesten CDU-Ergebnis seit 60 Jahren nicht gelungen, auch nur einen Wähler hinzuzugewinnen. Wenn sie sich nun als Gewinnerin der Wahl feiern lässt, so kann sie das nur mit einer Neudefinition des Begriffs ‘Gewinn’ tun.

Was erwartet uns nun: Nach vier Jahren des Stillstands werden die nächsten Monate zeigen, ob die zu erwartende Koalition aus CDU/CSU und FDP sich für Rückschritt oder Fortschritt entscheidet. .. continue reading ..


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23 Sep 09

Vor kurzem fand Volker Lindenau, Ratmitglied in Rendsburg und schleswig-holsteinischer Landtagskandidat der Partei DieLinke. hier Erwähnung, weil er den FDP-Politiker Guido Westerwelle wegen dessen Homosexualität in beleidigender Weise angriff.

Auf die von ihm in Rendsburg verteilten Handzettel angesprochen, verkündet Lindenau, anstatt seinen sprachlichen Fehlgriff einzuräumen, dass er gegen Diskriminierung sei und er niemanden beleidigen wollte.

Mehr als eine Nebelbombe ist das nicht. Es dürfte so sein, dass Lindenau die sprachliche Herabsetzung schwuler Menschen nicht für eine Beleidigung hält, sondern vielmehr als zulässige Satire ansieht. .. continue reading ..


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