Tag: Glocken



24 Apr 09

Ich habe keine Ahnung, wie das abläuft, wenn man die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nimmt. Naturgemäß habe ich an diesen Dienstleistungen kein Interesse und ich kenne niemanden, der zugibt, schon einmal bei einer Prostituierten gewesen zu sein.

Aber es gibt ja Finanzrichter, die mit entsprechenden Informationen aufwarten können. Die Richter und Richterinnen des Finanzgerichts München (8 K 849/05) wollten wissen, was in in dem Sex- und Saunaclub “W” in M vor sich geht. Sie waren jedoch nicht die ersten, die sich dafür interessierten:

Am 11. März 2002 fand eine Steuerfahndungsprüfung statt. Nach den Feststellungen des Prüfers war das „W“ wie folgt organisiert:

Organisation des Clubs und Stellung der Prostituierten im Betrieb:

Stellung der Prostituieren!? Hihi, Behörden schreiben immer so komisch.

Die Prostituierten sollen ihre Tätigkeit ausschließlich in den Club-Räumen ausgeübt haben, um dort den sexuellen Wünschen der sog. Kunden in entsprechender Form nachzukommen. Hierzu seien von der Klägerin Zimmer vorgehalten worden, welche die Prostituierten mit den Kunden nach Bedarf aufsuchten. Jede Prostituierte sei mit ihrem Freier auf ein Zimmer gegangen, das gerade frei war. .. continue reading ..


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3 Aug 08

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=BU4yvKuR1uc]

Wer kennt nicht den berühmten Glockenschlag aus dem St Stephen’s Tower in Westminster, die Westminster Chimes? Diese aus vier Tönen bestehende Melodie geht der Legende nach auf vier Töne aus dem 5. und 6. Takt der Arie “I know that my redeemer liveth” aus dem Messiah von Georg Friedirch Händel zurück. Auch Louis Vierne, seinerzeit Organist an der Großen Cavaillé-Coll-Orgel von Notre Dame/Paris kannte die Chimes und schrieb eines seiner berühmtesten Werke  über diese Tonfolge (hier vorzüglich von Philippe Delacour an der Stahlhut-Orgel von Sankt Martin/Düdelingen gespielt) . Aber kannte Vierne die Westminster Chimes wirklich?

Der Glockenschlag variiert wie folgt:

  1. E, D, C, G
  2. C, E, D, G
  3. C, D, E, C
  4. E, C, D, G
  5. G, D, E, C

Nach dem ersten Viertel erklingt die Tonfolge 1.

Nach dem zweiten Viertel die Tonfolgen 2 und 3.

Nach dem dritten Viertel die Tonfolgen 4, 5 und 1.

Nach dem vierten Viertel die Tonfolgen 2, 3, 4 und 5.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=LiKOhOzQyZg]

Die Glocken des St Stephen’s Tower sind übrigens in E-Dur gestimmt.

Wer nun bei Vierne genau zuhört, wird merken, dass Vierne in der zweiten Sequenz die Tonfolge verwechselt hat. Es heißt, dass Vierne’s Freund Henry Willis, ein Londoner Orgelbauer, der Vierne dieses Thema im Rahmen eines Improvisationskonzerts aufgegeben hat, so aufgeregt war, dass er Vierne die Tonfolge auf der Orgel falsch vorgespielt hat (nach verschiedenen Quellen soll er es Vierne vorgesummt haben). Vierne selber hatte zum Zeitpunkt dieser Improvisation den Glockenschlag noch nicht live gehört und hat den ‘Fehler’ in seine spätere Komposition (in D-Dur, 9/8-Takt [sic!]) übernommen.


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8 Jun 08

Im nordrhein-westfälischen Bergneustadt hatte sich der Autozulieferer ISE in die Insolvenz manövriert. Schnell stand ein Finanzinvestor (Nordwind Capital aus München) bereit, das Unternehmen und einen großen Teil der Mitarbeiter zu übernehmen, wenn die Beschäftigten sich mit einer geringeren Entlohnung zufrieden gegen würden.

Unschön muss es im idyllischen Bergneustadt zugegangen sein, glaubt man den Schildungen einiger Leserbriefschreiber: .. continue reading ..


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7 Apr 08

„Als Theologe kann ich gut und gerne auf jedwede Musik in der Liturgie verzichten, da diese die Worte nur verzerren und entstellen. Demnach haben auch Kirchenmusiker in der Kirche der heutigen Zeit keine Daseinsberechtigung mehr und somit sind auch alle Musikinstrumente in der Kirche überflüssig und daher entbehrlich.”[1]

Der Mann irrt. Er verkennt die fatale vernebelnde Wirkung von Glockengeläut, Orgelmusik und Weihrauch. Würden die Menschen auf die Worte hören, die in den Kirchen gesprochen werden, wären die Kirchen schon längst leer. Die Menschen müssen in einen spirituellen (Rausch-)Zustand versetzt werden, damit sie die Worte nicht richtig deuten. Und dabei spielen die Organisten eine wichtige Rolle. .. continue reading ..


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23 Dec 07

Die, neben dem CSD, zweite schöne Kölner Tradition ist das Weihnachtsläuten.

An jedem 24. Dezember beginnt um 19 Uhr ein großes Glockenläuten. Nach einem bestimmten Plan (C/Cis-Trennung) läuten die Glocken der Altstadtkirchen. Um 19:15 Uhr wird der ‘Dicke Pitter’, die größte freischwingende Glocke der Welt, angeläutet. Fünf bis zehn Minuten läutet diese Glocke alleine und erfüllt den Domplatz und den Roncalliplatz mit ihrem gewaltigen Klang (Schlagton C). Danach beginnt das Vollgeläut der Domglocken. .. continue reading ..


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