Tag: Glaube



24 Feb 10

In dem niederländischen Dorf Reusel gibt es einen kleinen Dorfpfarrer, Luc Buyens, der mit Freude die Schwulenfeindlichkeit seines großen Chefs, dem Hitlerjungen Ratzinger, nacheifert. Er verweigerte einem schwulen Mann das, was die Katholiken als heilige Kommunion bezeichnen. Ich schrieb bereits ein paar Zeilen dazu.

In Deutschland hätte die vereinigte Katholikenschaft den Vorfall schweigend zur Kenntnis genommmen und wäre weiterhin Sonntag für Sonntag hörig in die Kirche getapert. Frau Regierungsdeppinchefin hätte vielleicht noch  ihr grenzenloses Vertrauen in die über alle Zweifel erhabene Institution römisch-katholische Kirche und die für sie handelnden schmierigen Verharmloser zum Ausdruck gebracht, aber ansonsten wäre nichts passiert. Anders ist es in den Niederlanden. Dort lassen sich die Menschen nicht so ohne weiteres vom Weihrauch einnebeln, dort wird nicht einfach alles hingenommen, was die Kirche den Menschen antut, dort regt sich Widerstand:

Der Wirbel war groß, und bald setzten organisierte Proteste ein, angeführt unter anderem vom sozialdemokratischen Stadtrat Dick Boonman: Er verteilte vor der Kirche in Reusel dreieckige rosarote Wimpel mit der Aufschrift „Homo“ – ein klarer Hinweis auf die Nazizeit, als homosexuelle KZ-Insassen mit rosa Dreiecken (Winkeln) an der Kleidung markiert wurden.

Viele Kirchgänger, auch Heteros, steckten sich solche rosa Winkel ans Revers und gingen damit in die Kirche zur Messe von Pater Buyens. .. continue reading ..


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20 Feb 10

Lesetipp (insbesondere für meine fundamentalchristliche Leserschaft):

Günter J. Matthia – Klaus ist tot


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18 Feb 10


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17 Feb 10

Die römisch-katholische Kirche steckt voller merkwürdiger Rituale und Kulte. Da gibt es zum Beispiel den Kannibalenkult: Ein Fettleibigkeit verhüllend gekleideter Vorbeter behauptet, er habe ein paar salzlose Brotscheibchen in Fleisch, menschliches Fleisch, Fleisch eines vor 2000 Jahren verstorbenen Menschen verwandelt, und verteilt diese an die Teilnehmer der okkultistischen Veranstaltung. Jedoch: Nicht jeder darf sich an dem Dörrfleisch laben. Schwule Menschen zum Beispiel nicht. Nekrophile fleischliche Gelüste sind ihnen verboten, meint jedenfalls Luc Buyens, Pfarrer des nord-brabantischen Dorfes Reusel.

Jedes Jahr in den Karnevalzeit veranstaltet Buyens eine Sonderspezialleichenknabberei für Karnevalisten. Dazu lädt er die örtliche Karnevalsprominenz ein, wie zum Beispiel in diesem Jahr den Karnevalsprinzen Gijs Vermeulen. Mit Entsetzen musste der Dorfgeistlose der lokalen Karnevalszeitung entnehmen, dass Vermeulen, als Gijs den Urste auf dem Gipfel seiner Karnevalistenkarriere angelangt, schwul ist .. continue reading ..


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16 Feb 10

Wie gewinnt die Schwulenheilergilde ihr Personal? Nun, sie wirbt kriminelles Pack an.

Arthur Goldberg taucht erstmals vor 22 Jahren in Zusammenhang mit Anlagebetrügereien auf:

Known as “Abba Dabba Do” in the financial world, Arthur Abba Goldberg was sentenced to 18 months in jail for bilking poor communities with complicated bond schemes and served six months in prison.

In 1989, Goldberg plead guilty in federal court in California and Illinois to three counts of wire and mail fraud, and conspiracy to defraud the United States. The accusations he admitted to include his participation as the engineer of a phony bond and investment scheme, which netted his Wall Street investment firm nearly $11 million in illegal fees. .. continue reading ..


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16 Feb 10

Es verhält sich merkwürdig mit der evangelikalen Calvary Chapel in Siegen und ihren Protagonisten.

Da wurde herumgenörgelt, weil sich die Herrschaften nicht mehr auf meinem (alten) Blog austoben durften. Man müsse doch Glaubenswahrheiten verkünd(ig)en dürften (fälschlich als Meinung ausgegeben) und zwar nicht irgendwo, sondern auf meinem Blog. Folgerichtig ergriff einer der Kapellenprediger, in der Blogwelt als notoutofreach und Tobi auftretend und den Blog thinking.about:jesus betreibend, die nächste sich bietende Gelegenheit, erneut seine Ansichten in den Kommentaren zu meinen Posts zu verbreiten. Ein paar Leser, geduldiger als ich, stellten Fragen, wollten Erklärungen.

Und nun das: Notoutofreacht ist plötzlich outofreach, will seine Dogmen nicht mehr hier verkünden, sondern nur noch auf seinem eigenen Blog – vermutlich der höheren Kontrolldichte wegen.

vielleicht ist es am besten, wenn ich eine frage nach der anderen als einzelne beiträge auf meinem blog posten werde.

Meinetwegen. Viel interessanter ist jedoch folgendes: .. continue reading ..


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15 Feb 10

Auf dem Blog Franken sind keine Baiern weint sich ein Martin beziehungsweise Chick Gospel darüber aus, wie böse und gemein schwule Menschen zum Rest der Welt, der aus Sicht des Verfassers nur aus Christen besteht, sind:

Weltweite “Toleranz”

Eine der drohenden Gefahren, die durch den Drang der Schwulen nach Akzeptanz und Anerkennung ausgeht, wird an dem Druck auf die Gesetzgeber deutlich, Hasskampagnen-Gesetze zu erlassen. Und sie betreiben das so erfolgreich, dass es in manchen Ländern bereits zum Erlass so genannter Anti-Diskriminierungsgesetze gekommen ist, die in ihrer Auslegung von Kriminalität weit über das normale Maß hinausgehen. Dennoch bleibt ein richtiges Hasskampagnengesetz ihr erklärtes Endziel.

Ich frage mich, warum der hochgeschätzten Christenheit nicht folgende einfache Erleuchtung zuteil wird: .. continue reading ..


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12 Feb 10

Albinismus ist der Überbegriff für eine Gruppe angeborener Stoffwechselerkrankungen, die mit einer Verminderung von Farbstoff (Pigment, Melanin) entweder in Haut, Haaren und Augen oder nur in den Augen einhergeht. Grundsätzlich wird zwischen Formen mit generalisierter Beteiligung (okulokutaner Albinismus, hier sind Haut, Haare und Augen betroffen) und nur okulärer Beteiligung (okulärer Albinismus, nur Augen betroffen) unterschieden. Bei den generalisierten, okulokutanen Formen sind die Betroffenen oft hellhäutig und weiß- oder hellhaarig.

In Europa, im nördlichen Teil Europas fallen Menschen mit okulokutanem Albinismus unter ihren ebenfalls hellhäutigen Mitmenschen kaum und nur bei genauem Hinsehen auf. Anders verhält es sich auf dem Afrikanischen Kontinent. Dort werden sie unter ihren dunkelhäutigen Mitmenschen sofort als andersartig wahrgenommen. Diese Andersartigkeit macht sie in Teilen Afrikas zum Ziel der Verfolgung. .. continue reading ..


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11 Feb 10

Herrje, was für eine Aufregung: In (aus) der Schweiz gibt’s ein Video,

das eine Homo-Orgie in einem Kloster zeigt. Das Züricher Elektro-Projekt Milk67 hatte das Video zwar nicht in kirchlichen Räumen gedreht, bei Außenaufnahmen ist aber das Kloster Einsiedeln (Kanton Schwyz) zu sehen. Ein “Missbrauch”, fand die Boulevardzeitung “Blick” – und machte den Abt des Klosters, Martin Werlen, auf das Video aufmerksam. (Quelle: queer.de)

In dem Video, bei bedarf auf queer.de zu sehen, knutschen ein paar Männer.

Die Musik ist beschissenscheiden, die Männer sind ganz ansehnlich (erfreulicherweise haben sich die Macher für Männer mit Bart und nicht für irgendwelche Milchbubis entschieden). .. continue reading ..


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11 Feb 10

Bernd Posselt, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, sitzt für die CSU im EU-Parlament herum. Dem Magazin Zenit erklärt er, warum er und der Gleichbehandlungsgrundssatz es gebieten, schwule Menschen als Menschen zweiter Klasse zu behandeln.

Ich bin erst einmal froh, dass die Parlamentarische Versammlung [des Europarates] jetzt begonnen hat, diese Kräfte ein Stück weit in ihre Schranken zu verweisen, als sie jüngst diese Resolution zu den homosexuellen Lebenspartnerschaften in den Ausschuss zurückverwiesen hat. Das ist eine positive Tendenz. Ich freue mich vor allem, dass jetzt Politiker in der Parlamentarischen Versammlung mit starker christlicher Orientierung sehr aktiv werden, weil sie erkannt haben, dass diese Ebene zu wichtig ist, um sie den Anderen als Spielwiese zu überlassen…

Es ist bemerkenswert, dass Posselt die Diskussion über Menschenrechte als Spielwiese bezeichnet. Dass er die Vorenthaltung von Menschenrechten für bestimmte Minderheiten als positive Tendenz bezeichnet, ist allerdings für einen CSU-Politiker nicht bemerkenswert, .. continue reading ..


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9 Feb 10

Thomas Schirrmacher lehrt seit 1996 als Professor für Systema­tische Theologie (Dogmatik, Ethik, Apologetik und Konfessionskunde) am Whitefield Theological Seminary (Lakeland (Florida), USA). Seit 2000 ist er zusätzlich Professor für internationale Entwicklung an der William Carey University (Shillong, Meghalaya, Indien) und für Religionssoziologie an der Staatlichen Universität Oradea (Rumänien). Daneben lehrt er als Professor oder Gastdozent an theologischen Ausbildungsstätten im In- und Ausland, etwa Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule in Gießen. Seit 1996 ist Thomas Schirrmacher Rektor des Martin-Bucer-Seminars, wo er Systematische Theologie (vor allem Ethik) und Missions- und Religionswissenschaft lehrt. Außerdem ist Schirrmacher wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Lebens- und Familienwissenschaften in Bonn, Inhaber des „Verlags für Kultur und Wissenschaft“ und Kuratoriumsvorsitzender des internationalen Hilfswerks „Gebende Hände“. Schirrmacher ist Verfasser und Herausgeber von 84 Bü­chern, darunter eine sechsbändige ‚Ethik’. Übersetzungen liegen in 17 Sprachen vor (Quelle: Wikipedia).

All das hindert ihn nicht, zu lügen. Auf der Homepage des Arbeitskreises Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz schreibt er:

Umso erstaunlicher ist es, wie viele Kräfte es heute gibt, die in den friedlichen westlichen Gesellschaften gegenüber den friedlichen Kirchen von heute eine Neuauflage, einen „Kulturkampf 2.0“ anstreben und organisieren.

Die Kirchen, namentlich diejenigen, die sich evangelikal nennen, waren nicht und sind nicht friedlich. Ein Hinweis auf die von den Evangelikalen betriebene todbringende Schwulenverfolgung in Uganda mag hier als Hinweis genügen.

Großbritannien ist darin ein Vorreiter. .. continue reading ..


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4 Feb 10

Washington, National Prayer Frühstück.

Die Evangelikalen haben zum Frühstück eingeladen. Nicht irgendwelche Evangelikale, sondern extreme Hardcore-Evangelikale:

The objections are focused on the sponsor of the breakfast, a secretive evangelical Christian network called The Fellowship, also known as The Family, and accusations that it has ties to legislation in Uganda that calls for the imprisonment and execution of homosexuals.

Traditionell nehmen die us-amerikanischen Präsidenten an diesem Frühstück teil und sind meistens voll des Lobes für die Evangelikalen. Klar, wenn man zum Schlemmerfrühstück eingeladen wird, nörgelt man nicht an den Gastgebern und ihren Strippenziehern herum. Barack Obama, sehr zu meiner Überraschung, spielte nicht mit und versalzte den Schwulenhassern die Morgenmahlzeit.

Zunächst durfte die mitgebrachte Hillary Clinton andeuten, was das Missfallen des Präsidenten erregt,

Every time I travel I raise the plight of girls and women and make it clear that we expect to see changes. And I recently called President Museveni, whom I have known through the prayer breakfast, and expressed the strongest concerns about a law being considered at the parliament of Uganda.

dann eröffnete Obama selbst, was er von den evangelikalen Schwulenhasser hält: .. continue reading ..


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4 Feb 10

Was geschieht während der Umpolungsversuche, die die Schwulenheiler christlicher Couleur fast überall auf der Welt anbieten?

Patrick Strudwick hat sich diesen Versuchen ausgesetzt und seine Geschichte für The Independent aufgeschrieben.

My investigation began last spring, shortly after King’s [Michael King ist Professor am University College in London und hat herausgefunden, dass ein Sechstel der britischen Psychiater und Psychotherapeuten sich schon einmal an der Heilung von schwulen Menschen von ihrer sexuellen Orientierung versucht haben, StM] report was published, when an evangelical group held a conference in a central London church for therapists wanting to learn how to “reorient” their patients. I wanted to know who these therapists were, what happened during the treatment, and what effect it would have on the recipient. I posed as a potential client wanting to be cured.

Das Ganze begann mit einem Vortrag des berümt-berüchtigten Joseph Nicolosi, eines us-amerikanischen Psychologen, auf den sich die deutschen Evangelikalen und Schwulenheiler gerne berufen. .. continue reading ..


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4 Feb 10

Christl R. Vonholdt hat wieder einmal ihre geschundene Seele erleichtert und ihrem Tagebuch anvertraut, was sie umtreibt. Wie immer, wenn Christl schreibt, geht es um schwule Männer, und die aktuelle Diskussion über die Ergänzungs des Grundgesetzartikels 3 um das Merkmal der sexuellen Identität, lässt sie folgende Mitteilung machen:

Die „sexuelle Identität“ ist nicht angeboren. [...] Zudem sind sexuelles Begehren, sexuelles Verhalten und sexuelle Identität im Lauf eines Lebens mehrfach wandelbar.

Dahinter verbirgt sich Vonholdts Drohung, demnächst lesbisch zu werden. .. continue reading ..


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