Tag: Gewalt gegen Schwule



27 Jan 10

Die Emanzipation – der Begriff ist sehr unglücklich, ich habe aber gerade keinen anderen zur Hand – schwuler Menschen treibt mitunter merkwürdige Blüten.

Das Verhältnis Fußball – Homosexualität ist ein schwieriges. Verbale und physische Gewalt gegen schwule Menschen, die sich in Fußballstadien und die Nähe derselben trauen, sind keine Seltenheit und beleidigende Äußerungen von Fußballtrainer und -spielern über schwulen Menschen sind die Regel.

Nun kommt Christian Deker vom schwul-lesbischen Fanklub Stuttgarter Junxx daher und verkündet: .. continue reading ..


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26 Jan 10

In Köln wurde ein Sexshop überfallen, schon in der vergangenen Woche. Wie üblich hat die Kölner Polizei dem Täter einen großzügigen Vorsprung verschafft und erst gestern die Fotos einer Überwachungskamera veröffentlicht.  Queer.de berichtete über den Raubüberfall

Der Vorfall ereignete sich am 19. Januar um 23 Uhr. Nach Angaben der Polizei betrat der Täter den Verkaufsraum und löste zunächst eine Eintrittskarte für das zum Geschäft gehörende Sex-Kino. Ein Viertelstunde später verließ der Unbekannte das Kino, ging hinter en Verkaufstresen und zog einen Schraubendreher, mit dem er den überraschten Kassierer am Hals bedrohte.

Da der Räuber die Herausgabe des Bargeldes forderte, trat der Angestellte von der Geldkassette zurück. Während der Ganove in die Kasse griff, flüchtete der Kassierer auf die Straße und schrie um Hilfe. Daraufhin flüchtete der Räuber auf einem Fahrrad in Richtung Neumarkt.

Interessant ist die Kommentardiskussion auf Queer.de. .. continue reading ..


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12 Dec 09

Ende Oktober 2009 habe ich in einem Post die Frage aufgeworfen, ob und gegebenenfalls was schwule Menschen verbindet. Eine Antwort habe ich nicht gefunden und auch diejenigen, die sich damals kommentierend zu Wort gemeldet haben, konnten keine über die Tatsache der Homosexualität hinausgehende verbindende Gemeinsamkeit überzeugend formulieren. Dennoch, meiner Illusionen nicht vollständig beraubt, war ich der Auffassung, das schwule Menschen jedenfalls dann, wenn Leib und Leben schwuler Menschen allein wegen ihres Schwulseins bedroht sind, zusammenhalten würden. Ich hatte gehofft, wenn sich dieser Zusammenhalt schon nicht in konkreten Aktivitäten äußert, es bestehe zumindest Einigkeit darüber besteht, dass diese Übergriffe auf schwule Menschen, dass Gewalt gegen schwule Menschen allein wegen deren sexueller Orientierung, nicht gebilligt, nicht gutgeheißen würden.

Vorgestern hat queer.de diesen letzten Rest meiner ‘heilen’ schwulen Welt zerstört. Ich bin queer.de nicht undankbar dafür; ein Erkenntnisgewinn über die Abgründe der Welt hilft, eine Sturz in diese Abgründe zu vermeiden.

Und noch eine weitere Erkenntnis verschafft mir queer.de. Im September 2008 Hatte ich geschrieben, dass ich Schwulenheiler wie den Gerlach und Spaemann, die mit pseudowissenschaftlichen Mätzchen schwule Menschen von ihrer Homosexualität kurieren wollen, für eine reale Gefahr halte. Nunmehr weiß ist, dass eine viel größere Gefahr ausgeht von schwulen Menschen, die eine unheilvolle Symbiose mit diesen Schwulenheilern eingehen.

Queer.de veröffentlichte unter dem Titel “Queere Jakobiner” einen von Dirk Ludigs, Nachrichtenleiter des Senders TIMM, verfassten Gastbeitrag, in dem dieser sich in entsetzlicher Art und Weise mit den Schwulenhassern gemein macht. .. continue reading ..


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16 Oct 09

In Hamburg wurden kürzlich zwei nicht schwule junge Männer Opfer eines homophoben Überfalls. Einer der Männer konnte sich aufgrund einer Behinderung nicht angemessen wehren und auch nicht fliehen. Er wurde krankenhausreif geschlagen und, schon am Boden liegend, ins Gesicht getreten.

Die Täter konnten dank der Videoüberwachung in der Nähe des Tatortes festgenommen werden. Die Hamburger Verwaltung möchte, um zu verhindert, dass in vergleichbaren Fällen auch zukünftig die Täter ermittelt werden können, die Videokameras beseitigen.

Bei den Tätern handelt es sich um  junge Männer mit sogenanntem Migrationshintergrund.

Nun macht sich Farid Müller, der schwulen- und lesbenpolitische Sprecher der Grün-Alternativen Liste (GAL-Fraktion) in der Hamburgischen Bürgerschaft, für die Täter (!) stark. In einem Interview mit der ‘junge welt’ wirft er Rauchbomben: .. continue reading ..


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8 Oct 09

Jeden Tag, überall auf der Welt, kommt es zu verbaler und physischer Gewalt gegen schwule Menschen.

Paul Harfleet aus Manchster hat vor geraumer Zeit ein Projekt gestartet, um die Stätten der Gewalt der Gewalt zu kennzeichnen. Und zwar mit Blumen, mit Stiefmütterchen.

Die Idee, dort, wo schwule Menschen beleidigt, geschlagen oder sogar getötet worden sind, augerechnet Stiefmütterchen zu pflanzen, kommt nicht von ungefähr. .. continue reading ..


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26 Jul 09

triangel roseIn Berlin werden zur Zeit Kunstwerke von Pierre et Gilles gezeigt. Darunter auch das Bild “Le Triangle Rose”.

Anja Lösel schreibt im Stern dazu:

Darf man das? Einen KZ-Häftling zum Sexobjekt machen? Die beiden Pariser Fotokünstler Pierre und Gilles tun es. In ihrem Bild “Rosa Winkel” steht ein hübscher Häftling in Anstaltskleidung hinter Stacheldraht und blickt schmachtend in die Kamera. Vor ihm sind brennende Kerzen, daneben, an der Wand, zwei goldene Vasen mit Edelweiß. Schwer zu ertragen. Meinen die das ernst? Oder sind sie nur ein wenig naiv und wissen nicht, wie schmerzlich es sein kann, gerade hier, in Berlin Mitte, direkt neben der Synagoge, so ein Bild zu sehen.

Wenn man die beiden Franzosen dann trifft, kann man ihnen nicht böse sein. Pierre und Gillles sind in Berlin. Und wie sie da stehen und ihre Bilder zu erklären versuchen, wird schnell klar: Sie sind tatsächlich naiv. Dass jemand verstimmt oder verärgert sein könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn. Ist doch alles nur gut gemeint. Sie sind einfach zwei nette Schwule, die mit ihren Bildern den Nerv und Geschmack eines Massenpublikums getroffen haben. Und davon komplett überrascht wurden.

Warum die Schreiberin auf die Nähe zur Berliner Synagoge hinweist, erschließt sich mir nicht. Ebenso wenig verstehe ich, warum die Schreiberin in der auf dem Bild dargestellten Person ein Sexobjekt erblickt. Überzeugt bin ich jedoch davon, das Frau Lösel weder von Kunst noch von der Geschichte schwuler Männer viel Ahnung hat.

Ich halte “Le Triangle Rose” für eine der besten künstlerischen Bezugnahmen auf die Verfolgung schwuler Männer und der Vernichtung deren Lebens in den Konzentrationslagern. .. continue reading ..


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14 Jun 09

Unter dem Eindruck mehrer Berichte über grausame Folterungen und Ermorderungen schwuler Männer im Irak habe ich mich am 22.04.2009 an den deutschen Bundesminister des Äußeren gewandt:

[...] seit mehreren Wochen häufen sich Meldungen in englischsprachigen Medien, in denen über über die Verfolgung, Folterung und Hinrichtung schwuler Männer im Irak durch oder unter Mitwirkung beziehungsweise Billigung staatlicher Stellen berichtet wird.

Offensichtlich sind schwule Männer, die in die Hände irakischer Milizen gelangen, unvorstellbar grausamen Misshandlungen ausgesetzt. International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC), New York, berichtet unter Bezugnahme auf die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Mediengruppe Alarabiya: .. continue reading ..


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4 Jun 09

Thomas Schirrmacher, in evangelikalen Kreisen bestens bekannt und mit Titeln und Funktionen über- und zugeschüttet, ruft die schwulen Menschen um Hilfe.

In einem Kommentar zu dem Buch ‘Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland’ von Oda Lambrecht und Christian Baars läuft der radikal-evangelikale Schirrmacher Amok und verfällt auf folgende These:

Noch ein Wort zur ständig wiederkehrenden Behauptung, die Evangelikalen würden die Minderheit der Homosexuellen verfolgen.

Nun weiß jedes Kind (zumindest jedes nicht evangelikale Kind), dass die Verfolgung homosexueller Menschen durch Evangelikale nicht nur eine Behauptung, sondern eine Tatsache ist. Schirrmacher versucht deshalb, diese Tatsache zu verdrehen und leitet seine Umdeutungsakrobatik wie folgt ein: .. continue reading ..


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23 Apr 09

Sie reißen nicht ab, die Horrormeldungen aus dem Irak. Seit ein paar Wochen vergeht kaum ein Tag, in dem in englischsprachige Medien, Blogs und Internetforen nicht über Gewalttaten gegen schwule Männer berichtet wird. Mit Tränen in den Augen lese dich die Schilderungen der entsetzlichen Foltermethoden, die an schwulen Männern angewendet werden.

Ich weiß nicht, ob alle Berichte stimmen. Jedoch sieht es danach aus, als würde im Irak systematisch, ja pogromartig, die Ausrottung schwuler Männer betrieben. Die berichteten Geschehnisse passen zu den Äußerungen einiger Moslemführer, die die Ermordung schwuler Männer gefordert haben, uns zwar in der grausamst möglichen Weise.

Die deutschen Medien, und ihnen folgend die deutsche Öffentlichkeit, nehmen, im Abwrackprämiendelirium, von den Ereignissen keine Notiz.

Viel tun können wir nicht. Aber vielleicht mag sich der ein oder andere  sich ein paar Minuten Zeit nehmen und der Bundesregierung einige Zeilen schreiben. Vielleicht wie folgt: .. continue reading ..


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18 Mar 09

Aus Kalifornien wird von einer drastischen Zunahme der Gewalt gegen schwulen Menschen berichtet und ein Zusammenhang mit Prop 8 hergestellt:

More than half the hate crimes reported in the county south of San Francisco were directed at the LGBT community. Last year, 56 percent of hate crimes were designated as homophobic. The year before, it was 15 percent.

“My belief from having done this work for many years is that surges in types of hate incidents are linked to the headlines and controversies of the day,” Deputy District Attorney Jay Boyarsky told The Mercury News.

Boyarsky monitors hate crimes for the District Attorney’s office. “Marriage equality and Proposition 8 have been in the news, and we have seen an increase in gay-bashing,” he told the paper.

Die Schwulenhasser und Initiatoren von Prop 8 geben sich aber ganz unschuldig: .. continue reading ..


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3 Mar 09

… führt nicht selten zu verletzten schwulen Männern:

Die Scham danach – Ein Gespräch über Gewalt gegen Schwule


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2 Feb 09

Gemeint sind in dieser Textstelle aus Mt 5,39 nicht die Arschbacken, sondern die Wangen. Nach diesem dämlichen biblischen Motto scheint ein Opfer antischwuler Gewalt in Berlin verfahren zu wollen. Ein gebrochener Kiefer reicht offenbar nicht.

„Homophobie ist ein soziales Problem“ – Interview mit Holger, dem bei dem Überfall in der U6 am Halleschen Tor von zwei afrodeutschen Jugendlichen der Kiefer gebrochen wurde

schreibt die Siegessäule und fragt:

Glaubst du, dass Migranten homofeindlicher sind?

Holger antwortet:

Ich würde es verstehen, wenn es so wäre, weil die natürlich aus einem ganz anderen kulturellen Hintergrund kommen. Schwulsein ist ja in manchen Ländern wirklich Todsünde, und manchmal werden Leute deswegen noch gesteinigt. Auf der anderen Seite ist es nicht meine Erfahrung.

Ich frage mich, unter welcher Art von Erfahrung dieser Holger den gebrochener Kiefer verbucht hat. .. continue reading ..


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26 Jan 09

Es vergeht kaum ein Tag, an dem schwule Menschen nicht Opfer von gewalttätigen Übergriffen werden. Hier in Deutschland. Bekannt werden diese Gewalttaten nur selten. Die Medien interessieren sich kaum dafür und viele schwule Männer sind, es mag gute Gründe dafür geben, nicht bereit, gegenüber der Polizei deutlich zu machen, dass das jeweilige Verbrechen (vermutlich) einen schwulenfeindlichen Hintergrund hatte. Statistisch erfasst werden die mutmaßlichen oder tatsächlichen Tatmotive ohnehin nicht. Und so bleibt eine Dunkelziffer, von der ich annehme, dass sie erschrecken hoch ist.

Berlin macht nahezu wöchentlich als Brennpunkt antischwuler Gewalt von sich reden. Unter verschiedenen Blickwinkeln werden der Befund und mögliche ‘Therapien’ diskutiert (vgl nur GayWest:  Gewalt gegen Schwule – Gedanken aus Deutschland, Ondamaris: Demonstration gegen homophobe Gewalt). Ob es gelingt eine Lösung zu finden? Ob es gelingt, den Weg zu einem friedlichen Miteinander zu finden?

Die Diskussionen, in den Medien (sofern sie das Thema Schwulenfeindlichkeit überhaupt inhaltlich aufgreifen), im Großen wie im Kleinen, kreisen fast immer um die Täter, darum, aus welchen Bevölkerungsgruppen die Täter stammen oder auch nicht, was sie wohl zu ihrer Tat bewegt haben mag, Homophobie als Tatmotiv wird gerne geleugnet, und wie man ihnen  – den Tätern! – helfen könne. Und ich habe durchaus den Eindruck, dass die Politik gerne bereit ist, Zeit und Geld in die Beschäftigung mit den Tätern und die Betreuung potenzieller Täter zu investieren und die Medien sich lieber mit der Lebensgeschichte von Gewalttätern beschäftigen, als mit dem Schicksal der Opfer.

Denn was bleibt?  Was wird aus den Menschen, die Opfer dieser sinnlosen Gewalt geworden sind? .. continue reading ..


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4 Dec 08

Der Vatikan hat scharfen Widerspruch erhoben gegen die von allen EU-Staaten unterstützten französischen Bemühungen, im Rahmen der UNO eine generelle (weltweite) Aufhebung der Strafbarkeit von Homosexualität zu erreichen.

Heuchlerisch lässt Ratzinger verkünden:

Der Vatikan begrüße zwar jede Initiative zum Schutz der Menschenrechte und verwerfe jegliche Form der Diskriminierung gegen Homosexuelle.

Frankreichs Initiative bei der UNO könne jedoch als politische Erklärung betrachtet werden, mit der man eine Kategorie von Menschen vor der Diskriminierung beschützen wolle, ohne zu berücksichtigen, dass man damit neue Formen von Diskriminierung einführe, sagte der Vatikan-Vertreter bei der UNO, Bischof Celestino Migliore, nach Angaben italienischer Medien vom Dienstag.

„Länder, die die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Personen nicht anerkennen, könnten unter Druck gesetzt werden, sollte die UNO Frankreichs Dokument annehmen“, so der Bischof.

Das ist so krank. .. continue reading ..


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21 Nov 08

Am Sonntag will der schwulenfeindliche Hasssänger Bounty Killer in London auftreten. In mehreren Städten des Vereinigten Königreichs hat der Sänger gewaltverherrlichender Lieder Auftrittsverbot. Nicht so in London. Es ist schier unglaublich, welche Haltung die Behörden dort einnehmen. Peter Tatchell berichtet aus London:

The concert of the Jamaican “kill faggots” singer Bounty Killer will go ahead this Sunday in London with the official sanction of the Home Secretary and the Acting Commissioner of the Metropolitan Police.

The police say that unless there are threats of riots they will not cancel the concert. .. continue reading ..


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