Tag: Fußball



11 Mar 10

Rudolf Assauer, verrenteter Fußballer, offenbart in einem Interview mit der Kölner Presse zweierlei:

1. Er steckt bis zur Halskrause voller Homophobie.

Haben Sie in Ihrer Karriere als Spieler und Manager nie einen schwulen Fußballer kennen gelernt?

Nein, nie! Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist.

Und? Was haben Sie gemacht?

Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen – such Dir einen neuen Job.

Selbstredend hat Assauer nichts gegen homosexuelle Menschen. Er will sie nur nicht in seiner Nähe haben oder sich gar von ihnen anfassen lassen. Wie das Gespräch mit dem Masseur verlaufen ist, mag sich jeder selbst ausmalen.

2. Der Fisch stinkt vom Kopfe her (das hat nichts mit Assauers Tabakverbrennung in Gesichtsnähe zu tun).

In den letzten Jahren sind in Deutschland zahlreiche schwullesbische Fußballfanclubs entstanden. .. continue reading ..


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4 Mar 10

Amerell: … und alle mit Sir Zwanziger dann zu Tische gehn.

Alle: Alles in der Welt ist Posse. Als Possenreißer ist der Menschen geboren. In puncto Treue und Vernunft sitzt er nicht grade fest zu Rosse. Ein jeder wird geprellt. Doch gebt nur acht: Es lacht am besten wer als letzter Lacht!

(Der Vorhang fällt)


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1 Mar 10

Der DFB strahlt eine neue Folge aus seiner beliebten Schiedsrichter-Soap aus. Darin überhäuft der DFB den staunenden Fußballgebührenzahler mit Beweisen für die schröklichen Taten des Manfred Amerell. Vier Versicherungen an Eides Statt werden präsentiert, aber wie gewohnt nennt der DFB auch diesmal nicht Roß und Reiter. Allein Manfred Amerell soll sich irgendwelcher Handlungen schuldig gemacht haben, die neuerdings, so der DFB, auch strafrechtliche Relevanz haben. Ein ganzes Netzwerk, ein komplexes obendrein, soll Amerell zur Befriedigung seiner Gelüste gesponnen haben, wird da an einer Verschwörungstheorie gewerkelt. Hingegen: DFB und beteiligte Medien, allen voran die Frankfurter Rundschau, halten zwielichtige Geheimtreffen ab, aus denen zwar abgestimmte Berichte der Öffentlichkeit verabreicht werden, aber Namen, mit Ausnahme dem des Herrn Amerell, streng geheim bleiben. Das aber sei keine Verschwörung sondern diene allein dem Schutz der Betroffenen, die, so wird auf die Tränendrüse gezielt, Familenväter mit schützenswertem Privatleben seien. Ja verdammt nochmal, wenn die alle der Karriere wegen mit dem ollen Amerell im Bett waren, sollen sie gefälligst dazu stehen oder ganz die Klappe halten.

Langsam aber sicher wird der DFB mit seinen Wahrheitsbeweisen, die gerade die Wahrheit nicht beweisen, unglaubwürdig und die Vermutung, dass es um etwas ganz anderes geht als Amerells sexuelle Nöte drängt sich immer mehr auf.

Ein neuer Experte taucht aus dem Schlamm auf: Franz-Xaver Wack, Dentist und ehemaliger Schiedsrichter. Er weiß alles und wußte schon immer alles. .. continue reading ..


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22 Feb 10

Theo Zwanziger ist in diesen Tagen in seiner Eigenschaft als Experte für Homophobie und Homosexualität im Profifußball ein gefrager Gesprächsparter. Dem Hamburger Abendblatt erklärte er jüngst:

Abendblatt: Wann wird sich der erste schwule Nationalspieler outen?

Zwanziger: Das wird und muss immer eine persönliche Sache sein. Wenn jemand an diesen Punkt käme, würde er von uns alle Unterstützung bekommen. Aber bei den Spielern ist es noch schwieriger als bei einem Schiedsrichter. Denn hier geht es auch um das gesamte Team. Und in fast jeder Mannschaft gibt es Spieler aus Ländern, die Homosexualität strikt ablehnen. .. continue reading ..


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12 Feb 10

Der Deutsche Fussball-Bund eV (DFB) hat einmal mehr einen Schiedsrichter-Skandal. Diesmal geht es nicht um Geld, sondern um Sex. Um Sex zwischen Männern – damit wird die Sache für Spiegel, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, Bild und queer.de gleichermaßen interessant. Keines der hochmögenden Presseorgane weiß genau was passiert ist, alle sind aber gleichermaßen bemüht ihr Halbwissen ihren jeweiligen neugierigen Lesern nicht vorzuenthalten.

Dabei scheint gar nichts Ungewöhnliches passiert zu sein. .. continue reading ..


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11 Feb 10

Die englische Football Association hat eine gegen Homophobie gerichtet Kampagne angekündigt. Am kommende Wochenende sollte es losgehen. Bestandteil der Kampagne ist ein Video, das morgen erstmals im Wembley Stadion gezeigt werden sollte:

In diesem Video ist ein Mann zu sehen, der auf dem Weg zur Arbeit und im Großraumbüro seinen Mitmenschen Schimpfworte für schwule Menschen an den Kopf wirft. Niemand unternimmt etwas, alle weichen zurück, niemand tritt dem Typen entgegen. .. continue reading ..


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27 Jan 10

Der Vierfachmord von Eislingen wird seit seiner Entdeckung immer wieder in einen Homosexuellen-Kontext gerückt; will heißen: Es wird immer wieder versucht, in die Freundschaft der beiden Täter eine homosexuelle Komponente hineinzuinterpretieren  und diese als (mit-)ursächlich für die Tat darzustellen.

Bereits kurz nachdem der Verdacht auf die beides Jungs gefallen war, meinte der Stern aufgrund von Hörensagen entsprechend berichten zu müssen. Anschließend war einige Zeit Ruhe, insbesondere weil das Gericht durch besonnene Verlautbarungen entsprechenden Gerüchten den Wind aus den Segeln nahm.

Heute nun wurde die Aussage eines Polizeibeamten bekannt:

Ein Polizist sagte als Zeuge außerdem aus, dass Frederik in einer Vernehmung erzählt habe, dass er und Andreas bei einem Mallorca-Urlaub mit Andreas’ Familie im Jahr 2008 vom Vater im Bett erwischt worden seien.

Auf die Frage, ob sie intim gewesen seien, habe Frederik B. genickt, erzählte der Polizist.

Beziehungen mit Mädchen habe Andreas lediglich als Alibi geführt, berichtete der Polizist aus der Vernehmung. „Er wollte nicht, dass es jemand erfährt“, habe Frederik erklärt.

Nun ist diese Aussage so dürftig, dass sie allein für erneute Spekulationen reicht, aber wohl kaum eine belastbare Grundlage für die Diskussion, ob die beiden Tatbeteiligten nun schwul sind oder nicht, sein kann.  Was heißt denn überhaupt intim sein?

Der Täter F. hat als Motiv vorgegeben, er habe aus Liebe zu A. gehandelt. Dementsprechen haben die meisten Medien getitelt, Liebe sei das Tatmotiv. Einzig – und überraschend – weltonline setzt ein Fragezeichen dahinter. Vollkommen zu recht! .. continue reading ..


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27 Jan 10

Die Emanzipation – der Begriff ist sehr unglücklich, ich habe aber gerade keinen anderen zur Hand – schwuler Menschen treibt mitunter merkwürdige Blüten.

Das Verhältnis Fußball – Homosexualität ist ein schwieriges. Verbale und physische Gewalt gegen schwule Menschen, die sich in Fußballstadien und die Nähe derselben trauen, sind keine Seltenheit und beleidigende Äußerungen von Fußballtrainer und -spielern über schwulen Menschen sind die Regel.

Nun kommt Christian Deker vom schwul-lesbischen Fanklub Stuttgarter Junxx daher und verkündet: .. continue reading ..


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24 Jan 10

Wenn von schwulen Fußballfunktionären die Rede ist, richtet sich der Blick auf den 1. FC St. Pauli von 1910 eV und seinen schwulen Vereinspäsidenten, der immer dann, wenn von Fußball und Homosexualität die Rede ist, als eine oberste Instanz zu Rate gezogen wird.  Während Corny Littmann allseits bekannt ist, kennt kaum jemand Emil Martens.

Emil Martens, 1969 verstorben, war ebenfalls schwul – und lange Jahre Präsident des Hamburger Sportverein eV (HSV). .. continue reading ..


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1 Jan 10

Frei zu sein ist das wohl schönste Geschenk, das der Verstand einem Menschen bescheren kann.

Nicht wenige Menschen glauben, weil sie mehr Geld auf dem Konto haben, als sie ausgeben können, weil sie ein Auto haben, mit dem sie fast überall hinfahren können, weil sie sich zwei, drei oder vier Urlaubsreisen im Jahr leisten können, seien sie frei. Verfassungen postulieren die Freiheit der Bürger und meinen damit, dass Beschränkungen der Freiheit nur aufgrund streng auszulegender Gesetze und gerichtlicher Entscheidungen möglich seien, dass die Bürger nicht überwacht werden dürfen und dergleichen mehr.

Freiheit in diesem Sinne, ich schätze sie nicht gering, ist jedoch nur eine äußere Freiheit, die an bestimmten Merkmalen gemessen wird. Der Grad der Freiheit der Bürger soll daher auch ein Qualitätsmaßstab für das jeweilige Staatswesen sein. Ein genauer Blick auf diese Freiheiten zeigt allerdings, dass diese Freiheiten ‚gegeben’ sind. Durch eine Verfassung, durch eine Anordnung oder durch einen Vertrag. Was gegeben wird, kann auch genommen werden. Deshalb ist diese Freiheit immer fremdbestimmt. Fremdbestimmte Freiheit jedoch ist nur die Illusion von Freiheit.

Es gibt aber auch eine andere Art von Freiheit. .. continue reading ..


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23 Dec 09

So, nun hat Theo Zwanziger, religiöses Oberhaupt der deutschen Fußballer, sich aufgemacht, mit homosexuellen (nicht schwulen!) Fußballern zu reden. Erfahren hat er:

 [...] sie haben mir vermittelt, weshalb sie sich nicht outen wollen. Es hängt damit zusammen, dass für einen Homosexuellen im Fußball die persönliche Bindungen, die Freude am Sport und auch das Geldverdienen verloren gehen können, wenn er sich outet.

Wie kann man Freude an einer Beschäftigung haben, in der man sich ständig verstecken und verstellen muss? .. continue reading ..


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2 Dec 09

Fußball ist eine Sportart – für die sich auch immer mehr mainstreamhörige schwule Menschen begeistern -, die typischerweise bestimmte Begleiterscheinungen mit sich bringt.

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet und kommentiert:

Erschütternde Exzesse

Barbaren aus Überzeugung

Ereignisse dieser Art sind eher die Regel als die Ausnahme. Ungewöhnlich ist vielmehr, dass eine namhafte Zeitung sich auf breitem Raum diesem Thema annimmt und deutlich-kritische Worte findet.

Interessant ist, wer alles zu den Vorgängen in und um deutsche Fußballstadien schwiegt: .. continue reading ..


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25 Nov 09

Queer.de hat gestern anlässlich eines Werbefehlgriffes des Unternehmes easyjet die durchaus interessante Frage aufgeworfen

was eigentlich von Profilfotos bei Gayromeo & Co. zu halten ist, in denen Jungs oder Männer zwischen den Stelen [des Berliner Holocaust-Mahnmals, StM] posieren.

und sondiert, welche Meinung Blogger hierzu vertreten:

Im Ausland wundert man sich über den merkwürdigen Trend: das schwule Blog “Catch Fire” sammelt einige der Fotos unter der Kategorie “Memorial Pics”. “Ich habe nie verstanden, was der Gedanke bei den Fotos ist (und ich habe wirklich eine Menge davon gefunden, also muss irgendein merkwürdiger Gedanke dahinter stecken)”, schreibt der Blogger. “Ich denke, es ist faszinierend, wie all diese Leute sexy aussehen wollen an einem Ort, der zu denen auf der Welt gehört, die am wenigsten sexy sind.”

Ich hingegen verstehe nicht, welch’ merkwürdiger Gedanke dahinter steckt, GayRomeo-Profile auf Mahnmal-Fotos hin abzusuchen und diese dann zu präsentieren.

Das Blog Ordnungspolitiker schreibt zum Thema, man solle über ein Foto-Verbot nachdenken: “Das Denkmal sollte sich trotz aller Offenheit nicht dem aktuellen ‘hauptsache Spaß’ Mainstream fügen und zur Fotokulisse verkommen.” Die Taktlosigkeit müsse ein Ende haben, denn die Geschichte sei zu ernst.

Ja genau! So machen wir’s. Wir setzen das Mahnmalfotoverbot ganz oben auf die Liste der Verbotsforderungen, .. continue reading ..


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16 Oct 09

Während sich die Regierungen von Bund und Ländern sonst für – Verzeihung! – jeden Scheiß interessieren und die Statistikämter unüberschaubare Datenmengen vorhalten und alles Mögliche und Unmögliche ins Verhältnis setzen, will die Bayerische Staatsregierung die Lebensumstände von Schwulen und Lesben im Freistaat nicht im Sozialbericht erforschen.

Warum nicht, dass erklärt Katja Streppel vom bayerischen Sozialministerium mit folgender unerhört eleganten Formulierung:

Wenn der Staat berichten möchte über die sexuelle Identität, dann muss er die Menschen fragen nach dieser sexuellen Identität. Und das wollen die nicht.

Wer sind den “die”? .. continue reading ..


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7 Oct 09

In Deutschland gibt es eine ganz merkwürdige Strafrechtsnorm:

§ 166 Strafgesetzbuch -  Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Diese Vorschrift, oft Blasphemieparagraf genannt, nicht selten aber auch als Gummiparagraf bezeichnet, öffnet der Gesinnungsrechtsprechung Tür und Tor.

Ein Beispiel soll die Problematik verdeutlichen: .. continue reading ..


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