Tag: Fundamentalchristen



25 Jan 10

Wer ist Kurt J. Heinz?

Es selbst nennt sich christlicher Publizist. Ich nenne ihn schludrig arbeitenden, seelenlosen Schreiberling, der nicht einmal davor zurückschreckt, auf der katholischen Hassseite kreuz.net zu veröffentlichen. Kurt J. Heinz, bisher noch nie als Kämpfer für die Freiheit aufgefallen, versucht sich nun als Freiheitskämper. ‘Freiheit den Schwulenheilern’, das ist seine Devise.

so begann ich im April 2009 einen Post über christliche Schwulenheiler und ihre Claquere. Seitdem grollt mir Kurt J. Heinz. Heinz ist nicht der gleichnamige Ketchup, sondern der Betreiber des Portals Medrum. Dieses widerum gibt er als Christliches Informationsforum aus.  Am vorvergangenen Wochenende scheint er, getreu dem biblischen Motto, die Rache ist mein, spricht Kurt der Heinz, nun Mittel und Wege gefunden zu haben, fundamentalchristliche Rache zu nehmen.

Unter der Überschrift

Beifall für Oberkirchenrat Wagner aus der Schwulenszene

schreibt er sich all die Sorgen und Nöte, die er mit mir hat, von der Seele. Bevor ich nun im Einzelnen auf Heinz’ Ausführungen eingehe, darf ich versichern, dass ich hocherfreut bin, ihn nun seit fast einem Jahr zu meinen treuen und begeisterten Lesern zählen zu dürfen. Jedoch offenbart er schon in der Überschrift die ihm gegebenen Ahnungslosigkeit. Ich habe mit der Schwulenszene, so sie außerhalb der Fantasie der Fundamentalchristen überhaupt existiert, nichts zu tun. Ich weiß nicht einmal, wo ich sie suchen soll. Vielleicht in dem Christlichen Informationsforum?

Nun im einzelnen: .. continue reading ..


Filed under: Glaube, Homophobie, Medien

Trackback Uri






12 Dec 09

Ende Oktober 2009 habe ich in einem Post die Frage aufgeworfen, ob und gegebenenfalls was schwule Menschen verbindet. Eine Antwort habe ich nicht gefunden und auch diejenigen, die sich damals kommentierend zu Wort gemeldet haben, konnten keine über die Tatsache der Homosexualität hinausgehende verbindende Gemeinsamkeit überzeugend formulieren. Dennoch, meiner Illusionen nicht vollständig beraubt, war ich der Auffassung, das schwule Menschen jedenfalls dann, wenn Leib und Leben schwuler Menschen allein wegen ihres Schwulseins bedroht sind, zusammenhalten würden. Ich hatte gehofft, wenn sich dieser Zusammenhalt schon nicht in konkreten Aktivitäten äußert, es bestehe zumindest Einigkeit darüber besteht, dass diese Übergriffe auf schwule Menschen, dass Gewalt gegen schwule Menschen allein wegen deren sexueller Orientierung, nicht gebilligt, nicht gutgeheißen würden.

Vorgestern hat queer.de diesen letzten Rest meiner ‘heilen’ schwulen Welt zerstört. Ich bin queer.de nicht undankbar dafür; ein Erkenntnisgewinn über die Abgründe der Welt hilft, eine Sturz in diese Abgründe zu vermeiden.

Und noch eine weitere Erkenntnis verschafft mir queer.de. Im September 2008 Hatte ich geschrieben, dass ich Schwulenheiler wie den Gerlach und Spaemann, die mit pseudowissenschaftlichen Mätzchen schwule Menschen von ihrer Homosexualität kurieren wollen, für eine reale Gefahr halte. Nunmehr weiß ist, dass eine viel größere Gefahr ausgeht von schwulen Menschen, die eine unheilvolle Symbiose mit diesen Schwulenheilern eingehen.

Queer.de veröffentlichte unter dem Titel “Queere Jakobiner” einen von Dirk Ludigs, Nachrichtenleiter des Senders TIMM, verfassten Gastbeitrag, in dem dieser sich in entsetzlicher Art und Weise mit den Schwulenhassern gemein macht. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






9 Dec 09

Eine schöne Aktion des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Universität zu Köln:

Der Hörsaal ist brechend voll, Studenten sitzen auf Fensterbänken und dem Fußboden. Auf den ersten Blick also eine ganz normale Vorlesung an der Kölner Uni. Lediglich einige männliche Studenten mit schrillen Frauenperücken, Stöckelschuhen und Glitzerkleidern fallen aus dem Rahmen. Unbeirrt beginnt Prof. Edith Düsing ihren Schiller-Vortrag. Plötzlich stehen zwei junge Männer auf und fangen an, heftig zu knutschen. Die Studierenden applaudieren, erheben sich, Regenbogenfahnen werden geschwenkt. Immer mehr schwule und lesbische Paare küssen mit.

Die Düsing’sche LeerLehrveranstaltung wurde nicht ohne Grund umfunktioniert. Düsing gehört zur deutschen Schwulenheilerclique. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






8 Dec 09

Nach Berichten des Box Turtle Bulletin und 365.gay hat der Pepsi-Konzern ein Konzert des notorischen Hasssängers Bennie Man in Uganda gesponsort. In Uganda, ich habe mehrfach berichtet, plant das Parlament homosexuelle Menschen wegen ihrer Homosexualität mit dem Tode zu bestrafen.

Pepsi gilt in den USA als ausgesprochen schwulenfreundlicher Arbeitgeber und hat in verschiedenen Staaten der USA mehrfach die Bemühungen um eine Eheöffnung für schwule und lesbische Menschen unterstützt und sich dabei auch nicht von den us-amerikanischen Evangelikalen und sonstigen Fundamentalchristen einschüchtern lassen. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






7 Jun 09

Nein, überhaupt nicht.

Es ist schon merkwürdig, da findet in diesem Jahr der Europride in Zürich statt und es sind keine massenhaft knutschend durch die Straßen ziehenden schwule Männer zu beobachten, keine nackten Ärsche, kein Aufmarsch von Ledermännern, keine Dramen, keine Exzesse, kein open-air Sex, und schon sind die Mainstream-Medien (und einige schwule Online-Blättchen) ganz traurig, weil sie nicht so recht wissen, was sie nun berichten sollen. Keine Skandale = kann ja nur ein Flop sein. Nebenher ist auch noch deutlich geworden, dass die Mär von den superreichen Schwulen nur eine Mär ist, denn die Besucherzahlen sind geringer als erwartet, was nur bedeutet, dass auch schwule Menschen unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihr Geld nicht mehr so ohne weiteres für Reisen und Megapartys ausgeben können. Wie? .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






6 Jun 09

Hans Apel, SPD-Mitglied seit 1955, gehörte von 1972 bis 1982 den deutschen Bundesregierungen an und zählt sich zu den knapp 40000 Mitgliedern der Sekte ‘Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche’, eine Sekte die Schwulsein als “homosexuelle Fehlpraktik” bezeichnet.

Im Zusammenhang mit dem Schwulenheilerkongress in Marburg haben ich und andere wiederholt auf die auffällige Nähe zwischen Schwulenheilern, Evangelikalen (und anderen Fundamentalchristen) und Rechtsextremen hingewiesen.

Nun kommt Apel ins Spiel. Apel gehört zu den Unterzeichnern der Unterstützungserklärung für den Schwulenheilungskongress von Marburg.

Apel ist aber auch von höchst zweifelhafter und ablehneswerter politischer Gesinnung. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






4 Jun 09

Thomas Schirrmacher, in evangelikalen Kreisen bestens bekannt und mit Titeln und Funktionen über- und zugeschüttet, ruft die schwulen Menschen um Hilfe.

In einem Kommentar zu dem Buch ‘Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland’ von Oda Lambrecht und Christian Baars läuft der radikal-evangelikale Schirrmacher Amok und verfällt auf folgende These:

Noch ein Wort zur ständig wiederkehrenden Behauptung, die Evangelikalen würden die Minderheit der Homosexuellen verfolgen.

Nun weiß jedes Kind (zumindest jedes nicht evangelikale Kind), dass die Verfolgung homosexueller Menschen durch Evangelikale nicht nur eine Behauptung, sondern eine Tatsache ist. Schirrmacher versucht deshalb, diese Tatsache zu verdrehen und leitet seine Umdeutungsakrobatik wie folgt ein: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






8 May 09

Martin Flütsch aus dem schönen schweizerischen Rafz schreibt, nachdem er seinen Post zum Euro Pride in Zürich mit einem Hinweis auf Ansteckungsgefahren beginnt:

Dabei ist das Leben der meisten Homosexuellen hoch sexualisiert, triebzentriert, letztlich nach der Abschreibung der kurzen Gipfelfreuden unendlich traurig mit viel Einsamkeit. Der Römerbriefschreiber sagt dazu: Gott hat sie ihren Trieben und Leidenschaften überlassen, so dass sie sogar ihre eigenen Körper schändeten .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






19 Feb 09

So steht es in der Bibel, als Gebot Nummer 8 formuliert. Es ist bemerkenswert, wie wenig sich Evangelikale und anderen Fundamentalchristen darum scheren, was in ihrem grundlegenden Regelwerk steht, wenn sie schwulenfeindliche Hetze betreiben wollen.

Queer.de berichtet:

Eine amerikanische “Pro-Family”-Gruppe zeigt einen Werbespot, in denen ein Fadenkreuz auf eine traditionelle Familie gerichtet ist – die Gefahr soll von der Homo-Ehe ausgehen.

Verantwortlich für den sechsminütigen Kurzfilm ist die christlich orientierte Gruppe “Campaign Secrets”, die damit das Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung von West Virginia erreichen will. Zu sehen sind Eltern mit zwei jungen Kindern, die sich fröhlich mit Seifenblasen beschäftigen. Plötzlich erscheint ein Fadenkreuz über der Familie und eine Stimme aus dem Off erklärt, dass die glückliche Familie einem “unerbittlichen Angriff” ausgesetzt sei: “Gleichgeschlechtliche Ehen in West Virginia sind näher, als Sie vielleicht denken”, so die dramatische Warnung.

Dieses Vorgehen ist kein Einzelfall. In Utah hat ein vergleichbares Grüppchen, das sich America Forever nennt, ganzseitige Zeitungsanzeigen aufgegeben: .. continue reading ..


Filed under: Glaube, Homophobie, USA

Trackback Uri






16 Feb 09

In Großbritannien, ich erwähnte es, ist der Monat Februar der LGBT History Month. Die – ohnehin vorbildliche – Polizei in Kent beteiligt sich mit einer ganzen Reihe von Angeboten und Veranstaltungen daran. Unter anderem gibt es einen Schreibwettbewerb:

Competition

Using pictures or approximately 200 words, explain what the statement ‘All different, same respect’ means to you.

There are three categories in the competition:

  • 11 to 14 year olds
  • 15 to 17 year olds
  • 18+

The best entry in each category will win a £25 book token and a Kent Police shield.  All entries will receive a certificate.

Submit your entry by 27 February:

Winners will be contacted by mid March and there will be a presentation on Friday 27 March.

Da sollen sich also auch 11 bis 14 Jahre alte Jungs und Mädels mit Fragen des respektvollen Umgangs miteinander beschäftigen. Eine gute Sache, finde ich; sind doch gerade schwule Kinder und Jugendliche in hohem Maße Anfeindungen durch ihre Altergenossen ausgesetzt. Erwartungsgemäß sind die Damen und Herren Fundamentalchristen anderer Ansicht, denn Theologien/Ideologien und Respekt schließen einander aus. Und so hetzen sich Rechtspresse und Fundamentalisten gegenseitig auf.

Die regional zuständige Parlamentsabgeordnete (Conservative and Unionist Party) meint: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






20 Dec 08

Im Juli hatte ich mich zu einem nicht näher bestimmten Glauben bekannt:

Ich bin bekehrt! Ja, wirklich! Ab sofort glaube ich! Woran? Ist doch egal, an Gott oder sonst irgendeinen Quatsch.

Anlass war das Schicksal der Miss Lillian Ladele (LL). LL ist so eine Art Standesbeamtin (Registrar of Birth, Deaths and Marriages) im Londoner Stadtbezirk Islington (London Borough of Islington). Sie war oft krank und wohl auch recht arbeitsscheu. Als das Parlament in Westminster eine der verschiedengeschlechtlichen Ehe weitgehend angenäherte Verpartnerungsmöglichkeit für verschiedengeschlechtliche Paare geschaffen hat (Civil Partnership), sah LL zusätzliche Arbeit auf sich zukommen, denn die Bezirksvertretung für Islington hatte den Standesbeamten auch die Beurkundungs- und Verwaltungsaufgaben in Zusammenhang mit den Civil Partnerships übertragen. Das passte der LL überhaupt nicht. Ein vernünftiger Grund, sich dieser lästigen Aufgabe zu entledigen, fiel ihr nicht ein, und ständig neue Krankschreibungen waren auf Dauer auch keine Lösung. Also entsann sie sich, dass sie von einem gewissen ‘Gott’ gehört hatte, der etwas gegen Schwulen-Ehen haben soll und teilte ihren entzückten Kollegen mit: “Hallo, ich glaube an Gott. Deshalb mache ich das nicht mit diesen Civil Partnerships. Ihr müsst meine Arbeit mit erledigen”.

Als ihr Arbeitgeber sie daraufhin entließ, zog LL vor das zuständige Arbeitsgericht und bekam recht. Nicht sie habe Schwule diskriminiert, sondern sie sei vielmehr von ihrem Arbeitgeber und ihren Arbeitskollegen diskriminiert und gemobbt worden. Es sei unverständlich, dass der Borough of Islington gegen LL und nicht gegen die (schwulen) Arbeitskollegen von LL vorgegangen sei.

Ich habe daraufhin angefangen zu beten, dass die britische Justiz doch noch zur Vernunft kommt. Und tatsächlich, es hat gewirkt.

Das zuständige Appelationsgericht (Employment Appeal Tribunal – EAT) hält das erstinstanzliche Urteil für konfus (vgl Tz 48 und 69 des EAT-Urteils), zerreißt es förmlich in der Luft und erkennt zu recht für Recht: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri








7 Oct 07

Eins der Plakate zum diesjährigen Folsom Street Fair in San Franciso hat die (erz-)konservative Christenheit (und nur um die geht es hier) erschaudern lassen und zu einem Boykottaufruf gegen die den Fair unterstützende Miller Brewing Company geführt. Hinter diesem Boykottaufruf stehen Gruppierungen wie die Catholic League oder die Concerned Women for America.

Schaut man sich die Websites dieser Gruppierungen an, drängt sich der Eindruck auf, als seinen diese Vereinigungen mit nichts Anderem beschäftigt, als schwulenfeindliche Propaganda zu betreiben. Was ist das nur für ein angreifbarer und schwacher Glaube, der von ein paar offen schwul lebenden Menschen, die etwa 3 vH der Weltbevölkerung ausmachen, so erschüttert und in Bedrängnis gebracht werden kann? .. continue reading ..


Filed under: Glaube, Homophobie, USA

Trackback Uri