Tag: Dummheit



10 Feb 10

Deutsche AIDS-Hilfe und RTL II kooperieren: “Aktiv für Akzeptanz!”

Der TV-Sender RTL II und die Deutsche AIDS-Hilfe thematisieren in der 10. “Big Brother”-Staffel das Thema “Leben mit HIV im Deutschland des Jahres 2010″: Die beiden aus Berlin stammenden “Big Brother”-Teilnehmer Carlos Fassanelli (bekannt aus der RTL-Show “Das Supertalent”) und sein Lebenspartner Harald treten als “erstes offen schwules und offen HIV-positives Paar im deutschen Fernsehen” auf und sollen eine Diskussion anstoßen: DAH und RTL II werben mit dem eigens produzierten TV-Spot “Aktiv für Akzeptanz!” und kämpfen gegen die Stigmatisierung von HIV-Positiven an. (Quelle: Website der DAH)

Realiter sieht der Diskussionsanstoß und der Kampf gegen die Stigmatisierung so aus:

Das erste schwule Paar bei “Big Brother” ist getrennt: Harald ist als erster Kandidat in dieser Staffel von den Zuschauern aus dem Container herausgewählt worden.

[...]

Nach dem Auszug Haralds sah Carlos rot: “Alles nur wegen dieser Fotze”, sagte er heulend mit Blick auf Iris, mit der das Paar stets im Clinch lag. Er wünschte sogar, dass deren behindertes Kind den Tod finden soll: “Ich hoffe, dass ihr Sohn stirbt! Dass er nie wieder sprechen kann!” .. continue reading ..


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3 Feb 10

Andreas Unterberger blogt, ich erwähnte es bereits. Und er ist mit einem Makel behaftet: Er nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau.

Heute sind ihm schwule Menschen eine sogenannte Fußnote wert:

Fußnote 61: Fernsehen zwischen Schwulen und Abtreibung

Darin schreibt er:

Es ist im amerikanischen Sportgetriebe – und damit auch für die übertragende Fernsehstation CBS – die wichtigste Veranstaltung des Jahres: die auch bei uns immer beliebter werdende Super Bowl.

Soweit so richtig.

Nun hat CBS zwei für diese Übertragung angemeldete Werbespots nicht angenommen, in denen (mit erfundenen Beispielen) drastisch Werbung für Homosexualität gemacht werden sollte,

Falsch. .. continue reading ..


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27 Jan 10

Der Vierfachmord von Eislingen wird seit seiner Entdeckung immer wieder in einen Homosexuellen-Kontext gerückt; will heißen: Es wird immer wieder versucht, in die Freundschaft der beiden Täter eine homosexuelle Komponente hineinzuinterpretieren  und diese als (mit-)ursächlich für die Tat darzustellen.

Bereits kurz nachdem der Verdacht auf die beides Jungs gefallen war, meinte der Stern aufgrund von Hörensagen entsprechend berichten zu müssen. Anschließend war einige Zeit Ruhe, insbesondere weil das Gericht durch besonnene Verlautbarungen entsprechenden Gerüchten den Wind aus den Segeln nahm.

Heute nun wurde die Aussage eines Polizeibeamten bekannt:

Ein Polizist sagte als Zeuge außerdem aus, dass Frederik in einer Vernehmung erzählt habe, dass er und Andreas bei einem Mallorca-Urlaub mit Andreas’ Familie im Jahr 2008 vom Vater im Bett erwischt worden seien.

Auf die Frage, ob sie intim gewesen seien, habe Frederik B. genickt, erzählte der Polizist.

Beziehungen mit Mädchen habe Andreas lediglich als Alibi geführt, berichtete der Polizist aus der Vernehmung. „Er wollte nicht, dass es jemand erfährt“, habe Frederik erklärt.

Nun ist diese Aussage so dürftig, dass sie allein für erneute Spekulationen reicht, aber wohl kaum eine belastbare Grundlage für die Diskussion, ob die beiden Tatbeteiligten nun schwul sind oder nicht, sein kann.  Was heißt denn überhaupt intim sein?

Der Täter F. hat als Motiv vorgegeben, er habe aus Liebe zu A. gehandelt. Dementsprechen haben die meisten Medien getitelt, Liebe sei das Tatmotiv. Einzig – und überraschend – weltonline setzt ein Fragezeichen dahinter. Vollkommen zu recht! .. continue reading ..


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26 Jan 10

Queer.de berichtet über einen Oberbürgermeisterkandidaten in Brandenburg:

Der Brandenburger Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) will Oberbürg[er]meister von Potsdam werden, obwohl er als Spitzel auch “homosexuelle Neigungen” von Bekannten an die Stasi meldete.

[...]

Scharfenberg erklärte im Interview mit der “Welt”, dass er aus damaliger Sicht richtig gehandelt habe: “Damals identifizierte ich mich mit der DDR und hielt die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit für meine Pflicht. Ich wollte meinen Staat schützen und empfand das nicht als Anschwärzung”, erklärte der Landtagsabgeordnete, der sich unlängst noch über die von der Bundesregierung geförderte “Bespitzelung und allgemeine verdachtslose Überwachung” empörte. Dabei kann er nicht sagen, welche Konsequenzen die Spitzelarbeit für seine Opfer hatte: “Ob ich jemandem geschadet habe, kann ich nicht mit einem klaren Nein beantworten. Ich wollte aber nie jemanden anschwärzen.” [...]

Scharfenberger hielt es also für seine Pflicht, anderen Menschen zu schaden. Seine Einlassung, er könne nicht verneinen, anderen Menschen gescheidet zu haben, zeigt, dass er ein unverschämter Beschöniger ist, der die Opfer seiner Stasi-Schnüffeleien auch nach mehr als zwanzig Jahren verhöhnt.

Viel zu viele Menschen berufen sich darauf, ihre Pflicht getan zu haben oder etwas für ihre Pflicht gehalten zu haben. .. continue reading ..


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22 Jan 10

PINK Marketing-Geschäftsführer Günther Moser und  Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl (beide Wien) haben wieder in die unterste Schublade gegriffen und erneut eine sogenannte Studie erfunden.

Die Wohnverhältnisse schwuler & bisexueller Männer und deren Erwartungen an eine Immobilie

Verbreitet werden die Studienergebnisse unter anderen durch die Wiener Zeitung

Homosexuelle im Fokus am Immomarkt

und queer.de

Schwule wohnen besser.

Die Studie weist mehrere schwerwiegende handwerkliche Fehler auf: .. continue reading ..


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19 Jan 10

Die Blödzeitung ist doch immer für ein bisserl Aufregung gut:

Doch deren Rathauskorrespondent Christian Kersting fürchtet in seiner Kolumne „Rathaus intern“, dass sich angesichts der „Schwulenfete“ im Rathaus einem Mann wie Ex-Bürgermeister Henning Voscherau der Magen umdrehte, da das altehrwürdige Rathaus zur Disco werde. Stein des „Bild“-Anstoßes: ab 20 Uhr legt DJ Sunshine aus dem „Schwulentreff Wunderbar“ (Kersting) zur Unterhaltung der Empfanggäste auf.

Zwar werden auch im Rathaus-Restaurant „Parlament“ Partys gefeiert. Und auch Journalist Kersting gehört regelmäßig zu den trinkfesten Gästen der politischen Sommerfeste im Innenhof des Rathauses, bei denen ebenfalls Musik ertönt. Die musikalische Homo-Untermalung im Großen Festsaal geht „Bild“ aber offenbar zu weit – wie auch die Regenbogenbeflaggung zum CSD, die das Blatt bereits erfolglos zu bekämpfen versuchte.

berichtet Hinnerk anläßlich der Blödschreibung zu irgendeinem Neujahrsempfang. .. continue reading ..


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19 Dec 09

Martin Lohmann, Kirchen- und Bankenberater aus Bonn, hat ein neues Clübchen aufgemacht.

In der CDU/CSU hat sich ein Arbeitskreis zur Wahrung der Interessen von Katholiken gegründet. Die Initiative verstehe sich als Antwort auf den Umgang der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Katholiken [...]. Auf der Homepage des Kreises heißt es: „Wir melden uns heute zu Wort aus Sorge um die Unionsparteien in Deutschland.“ Die am vorigen Sonntag gegründete Initiative nennt sich „Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU/CSU“ (AEK).

Dass der rechte Altradikale Norbert Geis in diesem Kreis an vorderster Stelle mitwirkt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Großes Hurrageschrei kam vom Kölner Erdbeerschorsch: .. continue reading ..


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4 Dec 09

Der außerhalb des rechten Spielfeldrandes sich bewegende  Andreas Unterberger versucht einmal mehr, die Wahrheit zu verdrehen:

Vielleicht könnte sie nun auch seriöse Meinungsumfragen im Auftrag geben und beispielsweise erforschen, ob die Mehrheit wirklich für Schwulen-Witwerpensionen ist. Obwohl dafür nie ein Cent Beitrag bezahlt wurde.

Wer hat dem Typen eigentlich eingeblasen, schwule Menschen würden keine Rentenversicherungsbeiträge leisten?

Eine Partei, die wieder einmal regieren will, könnte sich auch erkundigen, wie sehr die Bürger verstehen, dass künftig die gesamte Familie eines knackigen jungen Mannes aus Fernost (oder von sonst wo) das Recht bekommen wird, auf Grund des Anspruchs auf Familienzusammenführung nach Österreich einwandern zu dürfen, sobald der junge Mann einen hiesigen „Ehemann“ gefunden hat.

Oder eine Ehefrau? .. continue reading ..


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3 Dec 09

Am vergangenen Wochenende sind die Bürger der Schweiz zu einem Volksentscheid gerufen worden, in dem ihnen die Frage vorgelegt wurde, ob die Bundesverfassung der Schweiz wie folgt ergänzt werden soll:

Art. 72 Abs. 3 (neu)

Der Bau von Minaretten ist verboten.

Dass es sich hier nur der Formulierung nach um eine bauordungsrechtliche Regelung handelt, tatsächlich aber etwas weitreichenderes gemeint ist, war und ist wohl jedem klar. Die Initiatoren des Volksentscheids schreiben selbst: .. continue reading ..


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23 Nov 09

Was verbindet den österreichischen Blogger Andreas Unterberger, Wachtmeister der Reserve und bis zu seiner kürzlich erfolgten Kassation Chefredakteur der Wiener Zeitung, mit dem Braunen Sumpf? Ganz einfach: Er steckt bis zur Halskrause drin!

Österreich erhält zum Jahreswechsel ein Lebenspartnerschaftsgesetz, das sehr umstritten  ist und in der Diskussion mitunter auch als Apartheitsgesetz bezeichnet wird. Dieses Gesetz ersetzt alte Diskriminierungen durch neue und bedeutet alles andere als die Herstellung von Gleichberechtigung schwuler Menschen mit nicht schwulen Menschen. Dem rechten Pack geht aber selbst dieses Gesetz zu weit. Der Blogger Andreas Unterberger, den man ausweislich von Blogverlinkungen wie zu ‘eigentümlich frei’ und ‘Politically incorrect’ ohne weiteres dem rechtsextremen Spektrum zuordnen kann, meint in seinem Post

Schwulenehe: Die miesen Tricks

irgendetwas aufdecken zu müssen.

Tatsächlich aufzudecken sind allerding nur die miesen Tricks, mit denen Unterberger arbeitet:

Was sich rund um die künftig mögliche Ehe homosexueller Paare abspielt, lässt den Beobachter nur noch ergriffen staunen:

Das Österreichische Lebenspartschaftsgesetz spricht nicht von einer Ehe. Unterberger könnte also an der Stelle bereits die Finger von seiner klebrigen Tastatur nehmen und wieder vor seinen braunen Ikonen niederknien. Macht er aber nicht. Einmal von seinen eigenen Wirrnissen auf die falsche Fährte gelockt, kann er nicht mehr innehalten.

Da werden im Vordergrund Scheingefechte um irrelevante Lappalien abgeführt, während die wahren Sauereien im Hintergrund bleiben. Und in der ÖVP begreifen viele nicht, welch verlogenes Spiel da stattfindet.

Aha, Unterberger musste im Hintergrund bleiben und die ÖVP muss sich jetzt sogar von den Rechtsextremisten beleidigen lassen. .. continue reading ..


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18 Nov 09

Die Schwusos, vertreten durch ihren Bundesarbeitskreisvorsitzenden Ansgar Dittmar, teilen der verblüfften Öffentlichkeit mit (Hervorhebung durch mich):

Der SPD-Bundesparteitag am Wochenende in Dresden war aus der Sicht der Schwusos ein voller Erfolg. Die Forderung nach voller Gleichstellung von Lebenspartnern und die Ergänzung des Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz um die „sexuelle Identität“ hat gezeigt, dass die SPD die Partei der Vielfalt ist. Aber nicht nur inhaltlich hat die SPD Farbe bekannt. Auch organisatorisch sind den Worten Taten gefolgt. Wir sind jetzt an den SPD-Bundesvorstand kooptiert. Das ist ein großer Erfolg für uns.

Die SPD betreibt eine aktive Diversity-Politik – nach innen und nach außen. Das unterscheidet sie von den anderen Parteien, die es nur bei bloßen Ankündigungen belassen.

Die Schwusos müssen auf einem fernen Planeten leben. .. continue reading ..


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23 Oct 09

Die LSU hat einmal mehr eine Pressemitteilung in die Welt gesetzt. Es geht um den Koalitionsvertrag von CDU und FDP in Schleswig-Holstein. Zwar haben die LSU mittlerweile ein Rechtschreibprogramm (aus vorreformatorischen Zeiten stammend) erworben, so dass die Pressemitteilung ohne allzu ungewöhnliche Grammatik und Orthografie daherkommt; inhaltlich ist sie erneut schlecht sortiert.

Die LSU schreiben: .. continue reading ..


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7 Oct 09

In Deutschland gibt es eine ganz merkwürdige Strafrechtsnorm:

§ 166 Strafgesetzbuch -  Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Diese Vorschrift, oft Blasphemieparagraf genannt, nicht selten aber auch als Gummiparagraf bezeichnet, öffnet der Gesinnungsrechtsprechung Tür und Tor.

Ein Beispiel soll die Problematik verdeutlichen: .. continue reading ..


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27 Sep 09

Die Vereinten Nationen sind ein Zusammenschluss von 192 Staaten. Die offizielle Bezeichnung lautet United Nations Organisation (UNO). Die UNO ist ein selbständiges Völkerrechtssubjekt und mit einem eigenen Haushalt ausgestattet. Sie finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen der ihr angehörenden Staaten und aus Privatspenden.  Falls alle Zahlungen eingehen, verfügt die UNO jährlich über Finanzmittel in Höhe von rund USD 1,4 Mrd, deren Verwendung und Verbleib zum Teil unklar sind.

Knapp zwei Drittel der Zahlungen stammen aus den Ländern USA, Japan, Deutschland, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland und Frankreich.

Es stellt sich die Frage, was die der Organisation angehörenden Staaten vereint. Nimmt  man die diesjährige Vollversammlung der UNO zur Beantwortung der Frage, so lautet die Antwort: Hass und Dummheit! .. continue reading ..


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15 Sep 09

An anderer Stelle wird eine ganz neue Form der Ehe diskutiert: In der orthodoxen Gemeinschaft basteln selbst Rabbis, die generell als „Hardliner“ gelten, derzeit an einem Gesetz, das homosexuellen Orthodoxen erlauben soll, zu heiraten und dennoch ihre Beziehung zu einem Mann weiter aufrecht erhalten zu dürfen. .. continue reading ..


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