Tag: CSD



19 Jan 10

Die Blödzeitung ist doch immer für ein bisserl Aufregung gut:

Doch deren Rathauskorrespondent Christian Kersting fürchtet in seiner Kolumne „Rathaus intern“, dass sich angesichts der „Schwulenfete“ im Rathaus einem Mann wie Ex-Bürgermeister Henning Voscherau der Magen umdrehte, da das altehrwürdige Rathaus zur Disco werde. Stein des „Bild“-Anstoßes: ab 20 Uhr legt DJ Sunshine aus dem „Schwulentreff Wunderbar“ (Kersting) zur Unterhaltung der Empfanggäste auf.

Zwar werden auch im Rathaus-Restaurant „Parlament“ Partys gefeiert. Und auch Journalist Kersting gehört regelmäßig zu den trinkfesten Gästen der politischen Sommerfeste im Innenhof des Rathauses, bei denen ebenfalls Musik ertönt. Die musikalische Homo-Untermalung im Großen Festsaal geht „Bild“ aber offenbar zu weit – wie auch die Regenbogenbeflaggung zum CSD, die das Blatt bereits erfolglos zu bekämpfen versuchte.

berichtet Hinnerk anläßlich der Blödschreibung zu irgendeinem Neujahrsempfang. .. continue reading ..


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2 Dec 09

Fußball ist eine Sportart – für die sich auch immer mehr mainstreamhörige schwule Menschen begeistern -, die typischerweise bestimmte Begleiterscheinungen mit sich bringt.

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet und kommentiert:

Erschütternde Exzesse

Barbaren aus Überzeugung

Ereignisse dieser Art sind eher die Regel als die Ausnahme. Ungewöhnlich ist vielmehr, dass eine namhafte Zeitung sich auf breitem Raum diesem Thema annimmt und deutlich-kritische Worte findet.

Interessant ist, wer alles zu den Vorgängen in und um deutsche Fußballstadien schwiegt: .. continue reading ..


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7 Nov 09

3500 Mitglieder hat der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V.; so entnehme ich es gerade einer Mitteilung des Vereins.

Das scheint ein bisserl wenig zu sein. Ein paar Millionen Menschen dürften in Deutschland schwul oder lesbisch sein und selbst Dorf-CSDs haben mehr Teilnehmer.

Wie nehmen schwule und lesbische Menschen ihre Interessen wahr? Sicher gibt es neben dem LSVD auch noch andere Vereine, die sich aber eher mit Fetisch-, Hobby-, Berufs-, Partei- und Glaubensspezialitäten beschäftigen und nicht das ganze oder zumindest weite Teile des schwullesbischen Spektrums abdecken.

Man muss den LSVD nicht abgöttisch mögen. .. continue reading ..


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16 Oct 09

Während sich die Regierungen von Bund und Ländern sonst für – Verzeihung! – jeden Scheiß interessieren und die Statistikämter unüberschaubare Datenmengen vorhalten und alles Mögliche und Unmögliche ins Verhältnis setzen, will die Bayerische Staatsregierung die Lebensumstände von Schwulen und Lesben im Freistaat nicht im Sozialbericht erforschen.

Warum nicht, dass erklärt Katja Streppel vom bayerischen Sozialministerium mit folgender unerhört eleganten Formulierung:

Wenn der Staat berichten möchte über die sexuelle Identität, dann muss er die Menschen fragen nach dieser sexuellen Identität. Und das wollen die nicht.

Wer sind den “die”? .. continue reading ..


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4 Sep 09

Mit den Worten,

Merkel hat ihre erste Wahlkampfrede seit dem Wahlsonntag absolviert. Dabei blieb sie weitgehend zahm. Reiche sollen mehr haben, Arme auch. Sie mag die FDP, schimpft aber auch nicht auf die SPD”

hat der Kölner Stadt-Anzeiger Merkels Planungen für die Zukunft Deutschlands zusammengefasst.

Das unglaubliche intelellektuelle Niveau dieser Frau, die die deutsche Regierung anführt, drückt sich in folgendem Satz aus: .. continue reading ..


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3 Sep 09

Vor wenigen Wochen hatte ich in Stuttgart zu tun. Meine Gastgeber hatten eine Zimmer in dem Hotel Wartburg für mich reserviert. Das Hotel gehört zum Verband Christlicher Hoteliers und wird vom Verein Evangelische Wohnheime Stuttgart betrieben. Ich fürchtete schon, mich dort nicht wohl zu fühlen. Jedoch: Statt Bibeln und ähnlicher Schmähschriften fand ich in meinem Zimmer einen Terminplan des Stuttgarter CSD ausgelegt.

In diesen Tagen habe ich  in Augsburg zu tun und ein Zimmer im Steigenberger InterCity Hotel, .. continue reading ..


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31 Jul 09

“Name ist Schall und Rauch”, lässt Goethe seinen Faust sprechen.

Nun wissen wir wohl alle, dass das so nicht stimmt und ein wohlklingender Name durchaus hilfreich ist. Reicht des Namens Wohlklang nicht, werden oft Titel und akademische Grade beigerührt, und nicht zuletzt die Häufung von Künstlernamen in der Unterhaltungsindustrie, fernab aller Kunst, unterstreicht die Bedeutung des ‘richtigen’ Namens. Unbestätigten Gerüchten zufolge nutzen auch Blogger Aliasnamen.

Sich eines anderen als den von den Eltern verpassten Namens zu bedienen mag verschiedene Gründe haben. Tarnung zum Beispiel; die Alten erinnern sich vielleicht an einen gewissen Willy Brandt, der als Herbert Ernst Karl Frahm ins Geburtenbuch eingetragen worden war .. continue reading ..


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27 Jul 09

Einer der Organisatoren des Amsterdamer CSDs, der am kommenden Wochenende stattfindet, wurde auf offener Straße wegen seines Schwulseins verprügelt

berichtet die queer.de.

Hugo Braakhuis, Gründer und Vorstandsmitglied der Vereinigung “ProGay”, hatte sich am Mittwochabend mit einem Kuss von einem Freund vor einer Amsterdamer Bar am Rembrandtplein verabschiedet. Daraufhin wurde die beiden von mehreren Jugendlichen u.a. als “Schwuchteln” beschimpft. Als Braakhuis‘ Freund die Gruppe zur Rede stellten wollte, prügelte einer von Jugendlichen auf ihn ein. Als er zu Boden ging, fiel die ganze Gruppe über ihn und Braakhuis her.

Braakhuis versteht die Welt nicht mehr: .. continue reading ..


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22 Jul 09

Eine Randerscheinung des Frankfurter CSD

Der Frankfurter Engel, das Mahnmal für die während des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, überwölbt von einem “Red Bull”-Partyzelt. Zwei Strandkörbe am Rand und rundherum Lounge-Möbel mit dem Werbeaufdruck “John Player Special”. Und am Bronze-Engel wurde – wohl als Geste der Rest-Scham – ein großer Strauß Rosen angebracht. So umgestaltet präsentierte sich der Klaus-Mann-Platz am Wochenende des Christopher Street Day (CSD). Die Schwulenkneipe Lucky-s hatte ihren gastronomischen Außenbereich auf das Mahnmal ausgedehnt – und mit dem blau-gelb-roten Werbe-Zelt überdacht.

sorgt für Empörung: .. continue reading ..


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21 Jul 09

Die  FDP ist empört (ich höre Klein-Guido schon quieken):

Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag hat “geschmacklose und despektierliche Plakate in FDP-Design” kritisiert, mit denen sich CSD-Teilnehmer in Frankfurt über die Liberalen lustig machten. Die Partei droht mit einer Klage. .. continue reading ..


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19 Jul 09

Uta Ranke-Heinemann bekommt einen Preis:

Das Forum Essener Lesben und Schwule (F.E.L.S.), der Verein Essen Andersrum und die Essener Aidshilfe vergeben auf dem diesjährigen Essener Christopher Street Day (CSDRuhr) wieder eine Auszeichnung an eine herausragende Persönlichkeit, [...], dieses Jahr heißt die Preisträgerin Frau Prof. Uta Ranke-Heinemann. Frau Ranke-Heinemann hat bereits beginnend in den 70ziger des letzten Jahrhunderts bis heute sich sehr persönlich für die Emanzipation von schwulen Männern und lesbischen Frauen in unserer Gesellschaft eingesetzt. Gerade als Wissenschaftlerin der katholischen Theologie hat sie einen herausragenden Beitrag dazu geleistet, die von der Amtskirche „verordnete“ Einzigartigkeit nur einer lebbaren und tolerierbaren Lebensform – hier die heterosexuelle Partnerschaft – aufzubrechen.

Abgesehen davon, dass ich in der Theologie keine Wissenschaft zu erkennen vermag, stellt sich die Frage, ob Ranke-Heinemann preiswürdig ist. .. continue reading ..


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8 Jul 09

‘Unsere Freiheit hat Geschichte’, so lautet das Motto des diesjährigen ColognePride. Aufgrund von Fremdeinflüssen habe ich der CSD-Parade am vergangenen Sonntag beigeschlafenwohnt. Nee, war die Parade öde. Wer behauptet da eigentlich, dass schwule Menschen besonders kreativ seien und einen guten Musikgeschmack haben?

Aber was will Mann bei so einem rückwärtsgewandten Motto schon erwarten? Es passt einfach nicht zusammen: Mit stolz geschwellter/m Brust/Busen nennen sich die tollen Tage in Köln ‘ColognePride’. Pride! Und dann wird die Parade von einem CDU-Politiker (dem aus Berlin angeköderten Kölner CDU/LSU-Oberbürgermeisterkandidaten) angeführt, .. continue reading ..


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4 Jul 09

Etwas Nettes einfallen lassen haben sich die Kölner Bäckereien:

Ab Anfang Juli unterstützen Kölner Bäckereien mit dem neuen „Köln Taler“ die VIII. Gay Games Cologne 2010. Auf rotweißen Mürbegebäck-Talern werden die VIII. Gay Games Cologne 2010 künftig in Kölner Bäckereien präsent sein! .. continue reading ..


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28 Jun 09

Die Sachlage ist noch unklar, Antiteilchen berichtet vom Transgenialen CSD,

Am U-Bahnhof Schlesisches Tor kam es dann zu einem Zwischenfall. Der Wortführer des Hauptwagens entdeckte an einer Imbissbude am Zugweg den Rapper Bushido und begann sofort, ihn für seine Hass Songs gegen Schwule und Lesben, lautstark zur Rechenschaft zu ziehen. Es gab ein kleines Handgemenge das die Polizei aber sehr schnell unter Kontrolle hatte. Bushido ging offensichtlich so die Muffe das er den Schutz der Polizisten regelrecht suchte. Angesichts so vieler Menschen war er eingeschüchtert und versuchte nicht die Situation weiter an zu heizen. Nach etwa 10 Minuten und unter Protest gegen den Rapper, begann sich der Marsch wieder in Bewegung zu setzen.

die Morgenpost weiß, dass am

am Rande des Umzugs, an der Skalitzer Straße in Kreuzberg, zu einem Wortgefecht zwischen dem Rapper und einer Frau gekommen sein.

Dabei habe Bushido die Frau wegen ihrer sexuellen Orientierung verbal angegriffen und massiv beschimpft. Als andere Demonstrationsteilnehmer das bemerkten, beschütteten sie Bushido mit einem Getränk.

Das kleine homophobe Großmaul hatte natürlich seine Wachhunde dabei:

Freunde des Rappers sollen daraufhin die Demonstranten mit Glasflaschen beworfen und sogar mit einer abgeschlagenen Glasflasche bedroht haben. Damit die Situation nicht weiter eskalierte, mussten Beamte der Berliner Polizei eingreifen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost wurde gegen Bushido eine Anzeige wegen Beleidigung gestellt.

Ferchichi, alias Bushi, im Bild mit gelber Warnfarbenjacke zu sehen, ist übrigens einer der Vorzeigekünstler des Berliner Senats.

Die polizeilichen Ermittlung werden, wie üblich in Berlin, im Sande verlaufen, denn die Wachtmeister sind ja anderweitig beschäftigt, denn es könnte ja sein, dass schwule Menschen in Berlin ganz schlimme Straftaten begehen, zum Beispiel gegen Nichtraucherschutzbestimmungen verstoßen:

Hunderte schwuler Männer feierten friedlich und ausgelassen im LaVie in der Pariser Str. 23 zum Ausklang des CSD. Zwischen 1 und 2 Uhr in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni betraten 4-5 Polizisten in Uniform die Lokalität, mit ihnen mehrere zivil Gekleidete. Angeblich ein Einsatz des Ordnungsamtes zur Überprüfung des Nichtraucher- und Jugendschutzes. Die offene Tür zum Nichtraucherbereich wird geschlossen, einige umherstehende Abfalleimer für Zigaretten entfernt. Die Polizisten geben sich grimmig, breitbeinig, geben keine Auskunft. Man solle “die Frau mit dem Klemmbrett im Arm” fragen. Nach etwa 10-15 Minuten verlässt die Einsatztruppe das Lokal.

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28 Jun 09

Der Tag der Stonewall-Riots jährt sich nun zum vierzigsten Mal. Obschon  schwule Menschen sich nicht erst seit 1969 gegen Übergriffe des Staates wehren, ist Stonewall noch heute der Inbegriff des Widerstandes gegen staatliche Repressionen.

Gerne werden CSD-Paraden in die Tradition der Stonewall-Riots gestellt. Ist das wirklich so? Können sich die CSD-Paraden, kann sich namentlich die Parade im Rahmen des ColognePride in Köln auf eine derartige Tradition berufen? Nein, sie kann nicht.

Ich sehe einen wesentlichen Unterschied: .. continue reading ..


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