Tag: Christoph Daum



27 Aug 08

Jeden morgen, auf dem Weg zur Arbeit, ‘muss’ ich mir in den Zeitungen der Menschen, die mir im Zug gegenüber sitzen, bei den diversen Zeitungshändlern im Bahnhof und sogar in den Büros einiger Kollegen Fotos von mehr oder weniger nackten Frauen anschauen. Schön ist das nicht, aber ich mache kein Aufheben darum. Stuff it! Ich ‘muss’ ja nicht hinschauen.

Vor ein paar Tagen nun hat Sezgin Özhan, Fußballspieler des Duisburger Bezirksligisten VfvB Ruhrort/Laar ein Teilstriptease veranstaltet. Während der Aufnahme eines Mannschaftsfotos hat er sein Höschen ein bisschen zur Seite geschoben, weil’s juckte oder zum lüften oder weil der Sezgin angeben wollte, und dieses Foto fand den Weg in die Druckausgabe der Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung (NRZ).

So beeindruckend ist das Teil doch nun wirklich nicht, dass nun die von welchen Komplexen auch immer geplagte versammelte Männerwelt sich verstört geben müsste. Doch das Drama nahm seinen Lauf:

Zunächst musst sich der arme Sezgin Özhan entschuldigen, dann wurde die Kriminalpolizei tätig, und nun wird das gesamte Fußballregelwerk bemüht, um ihm die Schändlichkeit seines Tuns vor Augen zu führen. Abmahnung und Geldstrafe durch den Verein, Sperre duch den Verband .. continue reading ..


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3 Aug 08

Am Freitag hat sich Christoph Daum mit ein paar schwulen Fußballfans getroffen. Diskussionsbedarf gibt es bekanntlich reichlich. Nachdem Daum wochenlang unzählige Gelegenheiten zu einer öffentlichen Klarstellung oder Erklärungen seiner Äußerungen hat verstreichen lassen, hat er sich nun angeblich in diesem Gespräch, das hinter verschlossenen Türen stattfand, entschuldigt.

Bei wem hat er sich entschuldigt? Bei sechs Vertretern des FC-Fanclubs ‘Andersrum rut-wiess’. Beleidigt hatte er alle schwulen Menschen, und zwar öffentlich.

Wie hat er sich untschuldigt und hat er sich überhaupt entschuldigt? Nun, offenbar wurde über den genauen Inhalt des Gesprächs Stillschweigen vereinbart, denn es werden nur ein paar allgemeine und unverbindliche Eindrücke mitgeteilt. .. continue reading ..


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27 Jun 08

Nun, es sieht ganz so aus.

Erst schlug die Homophobie zu:

Justin Nichols war Koordinator für Jugendgerichtsangelegenheiten am Collin County Gericht in Texas. Als bekannt wurde, dass er schwul ist, wurde er gefeuert, denn Schwule und Kinder/Jugendliche, dass geht ja nicht. Christoph Daum hat es uns erst kürzlich erklärt.

Dann verlangte die Dummheit von den Homophoben ihren Tribut. Über 26 Millonen (!) US-Dollar müssen sie zahlen! .. continue reading ..


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23 Jun 08

So, oder so ähnlich, könnte der Titel eines billigen Krimis lauten. 

Es geht aber um etwas anderes. Lawrence King (15) wurde im Februar 2008 in Oxnard (Kalifornien) von seinem 14jährigen Mitschüler Brandon McInerney erschossen. Einziges Tatmotiv: Larry war schwul und hat Brandon Avancen gemacht. 

McInerney droht bei einer Verurteilung nach Erwachsenstrafrecht eine 50jährige Haftstrafe. Die Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht ist nach kalifornischem Recht unter anderem dann möglich, wenn die Tat als Hassverbrechen gewertet wird. 

Mehrere amerikanische schwullesbische Verbände haben sich, aus mir unverständlichen Gründen, dafür stark gemacht, den Fall an ein Jugendgericht zu verweisen und McInerney unter Jugendstrafrecht zu verurteilen. Er würde dann mit etwa 10 Jahren Haft davon kommen. Auch der Anwalt von McInerney versucht es mit der Mitleidstour. McInerney habe das alles nicht gewollt, er sei doch selbst noch ein Kind, man müsse Verständnis haben, und bla, bla, bla. 

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Mitleid für den Täter aufgebracht wird, und wie wenig Mitgefühl dem Opfer, dem es freilich nichts mehr nützt, und dessen Angehörigen gilt. 

Und so argumentiert McInerney’s Anwalt William Quest in alter Tradition, dass das schwule Opfer doch selbst schuld sei und McInerney nicht genug vor seinem schwulen Verehrer geschützt wurde:  .. continue reading ..


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30 May 08

Kennt jemand Angelica Camm? Niemand? Macht nichts, ich kenne sie auch nicht. Es ist die Ehefrau von Christoph Daum. Da sie kaum jemand kennt, wird sie es mir nachsehen, dass ich sie im Titel mit ihrer Funktionsbezeichnung erwähne.

Schützend wirft sie sich vor ihren Ehemann:

“Christoph ist der liberalste und toleranteste Mensch, den ich kenne!“, so Angelica, „diese ganze Diskussion ist unnötig. Unser Haus ist offen für alle.”

„Wir haben einige Homosexuelle in unserem Freundeskreis. Darunter auch Regisseure, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Mit denen fahren wir auch gemeinsam in Urlaub.“

Ich fahre auch gemeinsam mit ähm, … äh, … Homosexuellen, jetzt ist’s raus, in den Urlaub. .. continue reading ..


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26 May 08

Vielleicht müssen ‘wir’ diesem Christoph Daum sogar dankbar sein, für seine tiefe Feindseligkeit gegenüber schwulen Menschen.

Zum ersten wird den schwulen und nicht schwulen Fans des 1. FC Köln deutlich, wem sie da zujubeln und, vor allem, ihr Geld hinterher werfen.

Zum zweiten, weil dieser Vorgang mal wieder zeigt, dass ein Fußballtrainer sein Amt auch unter Abwesenheit von Intelligenz verüben kann.

Zum dritten bekommt das Thema ‘Homophobie im Fußball’ eine Aufmerksamkeit, die mit den bisherigen Aktionen nicht zu erreichen war.

Zum vierten wird auch der Sender DSF dankbar sein, weil ohne das Daun-Statement sich wohl kaum jemand für die Sendung am kommenden Mittwoch interessieren würde.

Zum fünften hat die BLÖD-Zeitung für mehrere Tage Schlagzeilenstoff bekommen (heute in der Kölner Regionalausgabe: “Schwule schlagen zurück!”

Und zum sechsten wird bei dieser Gelegenheit deutlich, wie tief der Schwulenhass im Fußball, aber auch in der Gesellschaft insgesamt noch sitzt. Denn nicht nur der kleine Christoph ist homophob und hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen, sondern zum Beispiel auch

‘Herold’, der auf dem Stadtmenschen-Blog des Kölner Stadt-Anzeigers fragt:

Ist es etwa kein Problem, wenn Heteros und Schwule gemeinsam duschen? Wäre es etwa keins, wenn Jungen und Mädchen gemeinsam duschen? Das möchte ich einfach mal zur Diskussion stellen. .. continue reading ..


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23 May 08

Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, von dem der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt

Denn um auch dies festzuhalten: Der Trainer Daum hat in den eineinhalb Jahren beim 1. FC Köln nicht sonderlich überzeugt. Als Daum nach dem entscheidenden Sieg gegen Mainz im Stadion saß und mit leuchtenden Augen seine “Mission erfüllt” und “sein Versprechen eingelöst” sah, da durfte man sich wundern, warum er bei diesem Versuch, sich sein eigenes Denkmal zu errichten, nicht gleich noch einen Marmorblock, Hammer und Meißel ausgepackt hatte. Mission? Versprechen? Diese Großbegriffe waren in der Tat mit Daums Verpflichtung verbunden worden. Eine Einlösung der Erwartungen freilich hätte einen Aufstieg zwölf Monate vorher vorausgesetzt – und nicht einen kostenintensiven, schlagzeilenträchtigen und wenig beeindruckenden Durchmarsch von Platz acht der Tabelle (14. Spieltag) auf Rang neun (34. Spieltag) der Saison 2006/07.

wird am kommenden Mittwoch im Fernsehen verkünden:

„Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. Und ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.“

Woher er weiß, wie Schwule sind? Nun, von seinen schwulen Freunden: .. continue reading ..


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