Tag: Boykott



26 Jan 10

Queer.de berichtet über einen Oberbürgermeisterkandidaten in Brandenburg:

Der Brandenburger Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) will Oberbürg[er]meister von Potsdam werden, obwohl er als Spitzel auch “homosexuelle Neigungen” von Bekannten an die Stasi meldete.

[...]

Scharfenberg erklärte im Interview mit der “Welt”, dass er aus damaliger Sicht richtig gehandelt habe: “Damals identifizierte ich mich mit der DDR und hielt die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit für meine Pflicht. Ich wollte meinen Staat schützen und empfand das nicht als Anschwärzung”, erklärte der Landtagsabgeordnete, der sich unlängst noch über die von der Bundesregierung geförderte “Bespitzelung und allgemeine verdachtslose Überwachung” empörte. Dabei kann er nicht sagen, welche Konsequenzen die Spitzelarbeit für seine Opfer hatte: “Ob ich jemandem geschadet habe, kann ich nicht mit einem klaren Nein beantworten. Ich wollte aber nie jemanden anschwärzen.” [...]

Scharfenberger hielt es also für seine Pflicht, anderen Menschen zu schaden. Seine Einlassung, er könne nicht verneinen, anderen Menschen gescheidet zu haben, zeigt, dass er ein unverschämter Beschöniger ist, der die Opfer seiner Stasi-Schnüffeleien auch nach mehr als zwanzig Jahren verhöhnt.

Viel zu viele Menschen berufen sich darauf, ihre Pflicht getan zu haben oder etwas für ihre Pflicht gehalten zu haben. .. continue reading ..


Filed under: Dummheit

Trackback Uri






21 Jun 09

meint Alfonso Pantisano zu einem aktuellen Vorfall in Berlin,

Ein 38-jähriger irakischer Imbissbesitzer hatte vor zwei Wochen aus offensichtlich homophoben Motiven ein Homo-Paar mit einer Stange angegriffen und dabei einen 23-Jährigen verletzt

und hat recht. Es sieht mal wieder so aus, als würde die Polizei in Berlin den Täterschutz wichtiger nehmen, als den Opferschutz. Aber wovor soll der Tater geschützt werden? Er ist es, der prügelnd auf andere losgegangen ist. Rechnet die Polizei damit, dass sich schwule Menschen auf gleiche Weise revanchieren? Nun, sie sollte nach den verschiedenen Aktionen schwuler Menschen in der letzten Zeit, zuletzt dem Kiss-In vor einer Eisdiele eines schwulen Berliners eigentlich wissen, dass schwule Menschen ihre Missbilligung schwulenfeindlichen Verhaltens nicht mit Eisenstangen und Fäusten zum Ausdruck bringen. Vermutlich ist es aber die tiefsitzende Homophobie in der Berliner Polizei, die der dortige Polizeigewerkschaftschef mehrfach deutlich zum Ausdruck gebracht hat, die hier das prügelnde schwulenfeindliche Pack schützt.

Wer aber ist Alfonos Pantisano, der sich da so treffend geäußert und die Proteste vor dem Imbiss des prügelnden Imbissbesitzers

Pantisano hat daher für Samstag ab 13 Uhr eine Demonstration vor dem “Habibi” (Oranienstraße 30) angemeldet. An diesem Tag findet auch das schwul-lesbische Straßenfest statt.

Pantisano hatte bereits zuvor eine Demo gegen die Eisdiele Dolce Freddo organisiert, nachdem der italienische Besitzer Schwule und Lesben beleidigt und angegriffen hatte.

mitorganisiert hat?

Nun, die queer.de weiß nichts über ihn, zumindest verrät sie nichts, und ich weiß auch nichts (es kann natürlich sein, dass alle Welt bestens weiß, wer Alfonso Pantisano ist und ich, Mainstreammedien- und Werbungverweigerer, der einzige bin, er nichts mitbekommen hat). Gays.de hat mit Alfonso Pantisano gesprochen, bedauerlicherweise haben sie nicht viel miteinander gesprochen. Was weiß denn das Internet? .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






20 Jun 09

EMMA, eine der wohl überflüssigsten Periodika auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt, äußert sich zum Thema CSD in Köln:

Denn der Christopher Street Day – einst ausgelöst von der Gegenwehr homosexueller Männer, die als “Tunten” nicht nur von der Polizei schikaniert, sondern auch von der eigenen Community verachtet wurden – muss sich in Zeiten von Homo-Ehe und schwulen Bürgermeistern (auf die lesbischen Bürgermeisterinnen warten wir noch) tatsächlich die Frage stellen, ob er überhaupt noch Sinn macht.

Offenbar wird bei EMMA das Tagesgeschehen nicht verfolgt, warum auch, schwulenfeindlicher Unsinn ist zeitlos, sonst wäre den Frauen des politischen Periodikums für Frauen nicht entgangen, dass Zürich eine lesbische Stadtpräsidentin hat. Sicher, die EMMA-Frauen hätte noch die für ihre Verhältnisse geistige Höchstleistung vollbringen müssen, zu erkennen, dass das Amt der Stadtpräsidentin dem einer (Ober-)Bürgermeisterin entspricht.

Wie “der Christopher Street Day” sich eine Frage stellen kann, wird das ewige Geheimnis der EMMAs bleiben.

Und wenn ja, welchen?

Wie wäre es, statt rumzustänkern, mit einer Antwort auf die Frage? Aber das ist für die weibliche Periode, Verzeihung, für das weibliche Periodikum, zuviel verlangt. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






4 Jun 09

Thomas Schirrmacher, in evangelikalen Kreisen bestens bekannt und mit Titeln und Funktionen über- und zugeschüttet, ruft die schwulen Menschen um Hilfe.

In einem Kommentar zu dem Buch ‘Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland’ von Oda Lambrecht und Christian Baars läuft der radikal-evangelikale Schirrmacher Amok und verfällt auf folgende These:

Noch ein Wort zur ständig wiederkehrenden Behauptung, die Evangelikalen würden die Minderheit der Homosexuellen verfolgen.

Nun weiß jedes Kind (zumindest jedes nicht evangelikale Kind), dass die Verfolgung homosexueller Menschen durch Evangelikale nicht nur eine Behauptung, sondern eine Tatsache ist. Schirrmacher versucht deshalb, diese Tatsache zu verdrehen und leitet seine Umdeutungsakrobatik wie folgt ein: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






10 May 09

Douglas Manchester, römisch-katholischer Betreiber des Hyatt Hotels in San Diego, hat im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Prop 8 Abstimmung (Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen) den kalifornischen Schwulenhassern USD 125000 gespendet. Darauf haben schwullesbische Aktivisten zum Boykott seinen Hotels aufgerufen. Obgleich Bill Clinton überhaupt keine Problem damit hatte, in diesem Hotel zu Gast zu sein, scheint der Boykott doch Wirkung zu zeigen. Manchester will sich freikaufen:

Manchester offered to give $100,000 in hotel credits to local gay and lesbian organizations so they can use the Grand Hyatt for events such as fundraisers, and to donate $25,000 to an organization, which will be announced within a few weeks, said Howard Bragman, a Los Angeles public relations and crisis management executive who is working with Manchester on the issue.

[...]

Manchester began taking advice from Bragman three months ago, according to the newspaper. Bragman is gay, married his partner last year and opposed Prop. 8.

Bragman hatte auch schon den Schauspieler Isaiah Washington (Greys Anatomie) nach dessen homophoben Ausfällen beraten. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






15 Dec 08

milkIn den USA sieht sich die Kinokette Cinemark Legacy mit Protesten und Boykotten konfrontiert, nachdem sie den Film ‘Milk’ ins Programm genommen hat. In diesem Film geht es um den ersten offen schwulen Stadtrat in San Francisco, der nach nur wenigen Monaten Amtszeit ermordet wurde.

Dies wäre Grund genug für eine großangelegte Boykottaktion der Evangelikalen und der sonstigen üblichen Verdächtigen. Doch der Wind weht aus einer anderen Richtung: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






11 Dec 08

Ein beliebtes Mittel evangelikaler Christen anderen Menschen ihre prähistorischen Ansichten aufzuzwingen ist es, alles mögliche zu boykottieren. Zu allererst wird das vernünftige Denken boykottiert. Dies führt dann dazu, dass sich Unternehmen - wie Procter & Gamble,  Ford, IKEA und McDonalds –  in schöner Regelmäßigkeit wahnwitzigen evangelikalen Forderungen ausgesetzt sehen, denen mittels Boykottaufrufen Nachdruck verliehen werden soll.

Diese Boykottiererei scheint nun auch schwule Aktivisten in den USA erfasst zu haben und es wird alles und jeder boykottiert, der auch nur ansatzweise mit schwulenfeindlichem Verhalten in Verbindung gebracht werden kann. Während gezielte, wohlbegründete und gut kommunizierte Boykottaktionen durchaus die gewünschte Wirkung entfalten können, scheint es im Moment so, als würden sich die Freunde in den USA in kleinteiligen Boykotten verzetteln. Ich habe jedenfalls längst den Überblick verloren, wer oder was gerade aus welchem Grund boykottiert werden soll.

Unterdessen boykottieren die Evangelikalen natürlich auch fleißig weiter: .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






22 Jul 08

Nein, keine Sorge, ich spinne nicht an einer Verschwörungstheorie. Ein paar Ereignisse aus der letzten Zeit lassen mich jedoch aufmerken und ich bin erstaunt, mit welchen Menschen sich der Regierende Bürgermeister von Berlin, von manchen für Deutschlands Vorzeigeschwulen gehalten, umgibt. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






5 Jul 08

Es gibt sicher viele Gründe, gute und schlechte, nicht zu McDonalds zu gehen.

Den dümmsten aller Gründe, McDonald’s zu boykottieren, hat sich die christlich-evangelikale American Family Association ausgesucht. Den Trotteln passt folgendes nicht: .. continue reading ..


Filed under: Glaube, Homophobie, USA

Trackback Uri






3 May 08

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns so droht, wenn die Evangelikalen, die sich auf dem Christival so harmlos und nett geben, weiteren Einfluss gewinnen. .. continue reading ..


Filed under: Dummheit, Homophobie, USA

Trackback Uri






1 Apr 08

Das Bundesverfassungsgericht hat heute nach monatelangem Überlegen entschieden, dass ein Vater nur ausnahmsweise gezwungen werden kann, sein Kind zu sehen und mit ihm Umgang haben zu müssen. .. continue reading ..


Filed under: Behörden und Gerichte

Trackback Uri






25 Mar 08

Gestern hörte ich im Radio mehrfach Berichte über die Zeremonie anläßlich der Entzündung des Olympischen Feuers. Dabei wurden die drei Männer, die während der Rede des chinesischen OK-Chefs Spruchbänder entrollten und dazwischen riefen, immer wieder als ‘Störer’ bezeichnet. In der Presse wird heute die gleiche Terminologie verwendet. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet zum Beispiel:

Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen sorgten drei Demonstranten für einen Eklat. Das Trio sprang mitten in der Rede von Pekings Olympia-OK-Chef Liu Qi auf und stürmte mit Bannern auf den Chinesen zu. Auf ihren Spruchbändern standen die Olympischen Ringe in Flammen und es war der Satz zu lesen: “Boykottiert das Land, das die Menschenrechte mit Füßen tritt”. Sicherheitskräfte überwältigen die Drei. Der übertragende griechische TV-Sender machte sofort einen Schnitt und blendete andere Bilder ein.

Sind diese Menschen wirklich Störer? .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






14 Mar 08

Die American Family Association (AFA), ein recht einflussreiches us-amerikanisches evangelikales Clübchen, verkündete kürzlich, der zweijährige Boykott gegen den Autohersteller Ford werde nun beendet, weil Ford sich den Forderung (ua Verzicht auf Werbeanzeigen in Schwulenzeitschriften) der AFA gebeugt habe. Ford dementiert und erklärt, der Konzern habe auf Grund seiner schlechten Finanzlage insgesamt weniger Anzeigen geschaltet. Die Unterstützung von Schwulen und Lesben werde beibehalten.

Timothy Kincaid behält die Angelegenheit im Blick.


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






11 Jan 08

Von schwul und gutes wetter übernommen: 

Wie die schwule Chatseite GayRomeo.de berichtet, wurde erneut (!) sämlicher Inhalt inklusive Konto des GR Teams unangekündigt von der Internetplatform YouTube gelöscht. Eine Schweinerei die da vor sich geht. Nazis, Ausländerfeinde und extreme Anhänger der Weltreligionen dürfen dort ihren Scheiß verbreiten und uns bleibt das selbst mit jugendfreiem Material untersagt! Deswegen hat GayRomeo einen Offenen Brief geschrieben, den es nun zu verbreiten gilt:
Sehr geehrte Damen und Herren,mit Unverständnis mussten wir am 22.12.2007 feststellen, dass unser YouTube Account “GayRomeoClips” ohne Vorwarnung gelöscht wurde. Dies erfolgte, nachdem wir ein völlig harmloses Weihnachtsvideo für die 500.000 Mitglieder unserer schwulen Community auf unserer Startseite verlinkt hatten. Als Begründung gaben Sie an, dass es sich um “Unangemessenen Inhalt” handele. .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri






8 Jan 08

Anfang Oktober hatte ich über den amerikanischen Hauptversammlungsschreck Thomas Strobhar berichtet, der die Microsoft Corporation dazu bewegen wollte, ihre vorbildliche Diversity-Policy dahin zu verändern, dass jegliche Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben unterbunden werde. Er war erfolglos.

Microsoft muss ich aber auch noch mit anderen ‘ich kenne den allein selig machenden Weg Typen’ auseinander setzen. Auf der diesjährigen Hauptversammlung (Annual Shareholder Meeting) am 13. November in Washington versuchte Ken Hutcherson, ein passionierter Schwulenhasser aus Redmond, sich als Orakel und kündigte Feuerstürme und Alpträume an .. continue reading ..


Filed under: Miscellaneous

Trackback Uri