Tag: Attraktivität



1 Nov 09

Der Focus macht auf eine Studie aufmerksam:

Die sexuelle Orientierung ist Nebensache: Männer finden ein Gesicht dann attraktiv, wenn es dem Geschlecht, zu dem sie sich hingezogen fühlen, am meisten entspricht.

Äh, wie jetzt? Dass ich Männergesichter im allgemeinen für interessanter halte, als die Gesichter von Frauen hat mit meiner sexuellen Orientierung nichts zu tun, wohl aber mit dem Geschlecht, zu dem ich mich hingezogen fühle? Typisch Focus – die schreiben für ein anderes intellektuelles Niveau.

So bevorzugen Schwule besonders maskuline Männergesichter,

Ei, wer hätte das gedacht!?

Heterosexuelle dagegen Frauenantlitze mit stark weiblichen Zügen.

Antlitze mit Zügen. Nein welch eine Poesie mit Bahnsteigflair.

Die Vorstellung, homosexuelle Männer würden bei ihrem Partner ein feminines Gesicht bevorzugen, entpuppt sich somit als Vorurteil.

Vorgestellt haben sich das ohnehin nur BLÖD- und Focus-Leser.

Das haben Wissenschaftler der Harvard University in einer Online-Untersuchung mit 900 Teilnehmern herausgefunden.

Herausgefunden! Nein, wirklich, sie haben es herausgefunden. Das, was jeder mit zumindest halbwegs offenen Augen durch die Welt gehende Mensch schon längst weiß, haben Wissenschaftler der Harvard University jetzt herausgefunden.

Wow, ich bin beeindruckt, das sind ja so umwerfende Erkenntnisse. Ohne kostspielige Studie wäre ich da nie drauf gekommen.

Frauen dagegen ticken anders.

Ist das für den Focus neu? Ich habe das schon meiner Hebamme angesehen!

Nur Heterosexuelle mögen Gesichter am liebsten, die ihrem bevorzugten Geschlecht in besonders typischer Weise entsprechen. Sprich: Während heterosexuelle Frauen maskuline Männerantlitze am attraktivsten finden,

Maskuline Männerantlitze. Hehe, die meinen bestimmt Helmut Markwort: Ungepflegt, schlecht frisiert, Brille vom Großonkel geklaut, Geiernase und Augenbrauen aus dem  vorweggenommenen Nachlass von Theo Waigel, das alles gedünstet in Irish Moos.

fühlen sich Lesben zu Frauengesichtern mit männlichen Zügen hingezogen. Dennoch fanden die heterosexuellen Frauen nicht die gleichen Männergesichter attraktiv, die die Schwulen als anziehend beschrieben.

Ist da ist nicht unglaublich! Heterofrauen und schwule Männer haben nicht das gleiche Schönheitsempfinden! Ohne diese grandiose Studie wäre diese Erkenntnis der Menschenheit für immer verborgen geblieben.

Die Studie von Aaron Glassenberg ist die erste, die die Vorlieben für Gesichtszüge von Schwulen und Lesben beleuchtet.

Und hoffentlich die letzte. Wer zuviel Geld hat, kann es auch mir geben und muss es nicht für schwachsinnige Studien verschwenden.

Dabei sind die Präferenzen von Frauen komplexer als die von Männern. Frühere Studien zeigten, dass der Eisprung, die Verwendung von Verhütungsmitteln, die Wahrnehmung der eigenen Attraktivität und der Sexualtrieb Einfluss darauf haben, welche Züge Frauen besonders attraktiv finden.

Wenn ich besoffen bin, Verstopfung habe, rattig bin oder mir ein Kondom über den Kopf gezogen habe, nehme ich meine Mitmenschen auch anders wahr.

Im Rahmen der Untersuchung betrachteten die Teilnehmer Bilder mit Gesichtern, die digital so manipuliert waren, dass sie stärkere maskuline oder feminine Charakteristika aufwiesen. Anschließend sollten die Probanden beurteilen, welche Antlitze sie am attraktivsten fanden. Typisch maskuline Züge waren ein breites Kinn, eine breite Stirn und auffällige Augenbrauen,

Ich sag’s ja, Theo Waigel. Obwohl, breites Kinn und breite Stirn? Die haben doch nicht etwa Franz-Josef Strauß’ FreßkoppGesicht digital nachgebaut?

typisch weibliche dagegen ein spitz zulaufendes Kinn, volle Lippen und eine schmale Stirn.

Schmale Stirn? Sie muss blond sein!

Die Studie lasse darauf schließen, dass – unabhängig von der sexuellen Orientierung – die männliche Anziehungskraft anders funktioniert als die weibliche, so die Forscher.

Nein! Wirklich? Nicht zu glauben!

Das Magazin „Archives of Sexual Behavior“ hat die Studie online veröffentlicht.

Ich habe sie online nicht gefunden – ist vermutlich auch besser so.

Ich habe hier mal ein paar Bilder von Gesichtern rausgesucht, die ich attraktiv finde. Vielleicht hat ja der ein und andere den gleichen Geschmack: .. continue reading ..


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18 Sep 09

Die Partei Die Linke. macht es vernünftig denkenden Menschen ausgesprochen leicht, sich von ihr abzuwenden oder erst gar nicht zuzuwenden. Nicht nur der kaum zu ertragende Personenkult (Gysi, Pinkler) steht in unmittelbarer SED-Sukzession, auch die ausgeprägt aktive Schwulenfeindlichkeit dieser Partei lässt böses befürchten. .. continue reading ..


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5 Dec 08

Kanadische Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang zwischen der körperlichen Attraktivität eines Mannes und dessen Safer-Sex-Verhalten herausgefunden haben:

Gay men who are not considered sexually desirable are more likely to engage in risky sexual behavior, Canadians researchers have found.

Adam Isaiah Green interviewed dozens of gay men in Toronto to determine what qualities made some men more sexually desirable than others, and what the consequences of being undesirable might be on mental and physical health.

“I found that young, white, middle-class men are considered much more sexually desirable than men who are racial minorities, over 40 and poor,” Green said in a statement.

It also highlighted cases whereby undesirable gay men will forgo safe-sex discussion and, in some cases, condom use, in the context of sex with a more attractive partner.

Üblicherweise würde ich nun ein paar Bemerkungen zum Studiendesign machen (“dozens of gay men”), aber geschenkt. Denn: Im wesentlichen entsprechen die in Toronto verkündeten Erkenntnisse meinen Beobachtungen. Ob die Kategorisierung “young, white, middle-class” hier ebenso gültig ist, mag dahingestellt bleiben.

Tatsächlich habe ich den Eindruck (virtuell und im wirklichen Leben), dass Männer, die ich für sexuell unattraktiv halte, eher (!) zu ‘unsafem Sex’ (ich lasse den Begriff jetzt einmal so unbestimmt stehen) bereit sind und sich eher in möglicherweise gefährliche Situationen (abseits von STIs) bringen, als Männer, die ich attraktiv finde. .. continue reading ..


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9 Oct 08

Die Vonholdt, Ober-Christl aus dem Vorzimmer Gottes, hat mal wieder zu Papier und Bleistift gegriffen und ihr auf Dildogröße eingedampftes evangelikales Weltbild zum Besten gegeben. Die Tagespost, kirchenkatholische Postille aus Würzburg, hatte hierfür noch Platz frei.

Vonholdt kommt mit selbst nicht klar, denn sie findet auf 

grundlegende Fragen [...], die sich beim Thema Gleichstellung von homosexuell lebenden Paaren mit Ehepaaren im Adoptionsrecht aufdrängen 

keine Antwort. Sie kann auch keine Antwort finden, denn sie macht gleich mit der Fragestellung den ersten Fehler. Was bitte ist ein “homosexuell lebendes Paar”? Sie bildet einen Begriff, der keiner, oder, wenn man so will, ganz vieler Definitionen zugänglich und damit für die weitere Diskussion untauglich ist. Sich selbst dieserart in Ratlosigkeit stürzend stellt die Vonholdt erstmal ein paar Thesen in die katholische Tagespost:  .. continue reading ..


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13 Jul 08

In welcher Krise steckt die Beziehung zwischen schwulen und nicht schwulen Menschen?

Nun einerseits gibt es einen erheblichen Defekt im strukturellen Miteinander. Peter schildert in Thommens Senf das Wechselspiel zwischen erwarteten und gewährten Minderheitenrechten und es wird sehr deutlich, dass die Mehrheit ihre ‘Mehrheitsfunktion’ verliert, wenn sie der ‘Minderheit’ alle Rechte, die sie für sich als Mehrheit ohne weiteres in Anspruch nimmt, gewährt. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sich Mehrheiten, um überhaupt als solche zu entstehen, erst einmal ihre Minderheiten schaffen müssen. Zunächst wird ausgegrenzt und stigmatisiert, um in einem zweiten Schritt den Ausgegrenzten generös ein paar Teilhaberechte zuzugestehen; aber nur, wenn sich die Minderheit den Vorstellungen der Mehrheit entsprechend formt und verhält. Diese wohlgeformte, normalisierte und pflegeleichte Minderheit wird dann mit einem kleinen Bündel Minderheitenrechte ausgestattet, hat sich ob dieser glücklich zu schätzen und liefert der Mehrheit das Alibi für ihr Fortbestehen als Mehrheit.

Auf der anderen Seite gibt es den zwischenmenschlichen Bereich, den unmittelbaren Umgang miteinander, der offenbar immer dann zum Problem werden kann, wenn die unterschiedliche sexuelle Orientierung bekannt wird.

Gerät ein Hetero unversehens an Schwule [...] kommt oft noch Unsicherheit dazu: „Wo bin ich hingeraten? Was sagen meine Freunde, wenn sie es erfahren?“ .. continue reading ..


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27 May 08

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein coming out? Je früher, desto besser? Je später, desto besser? Ich weiß es nicht. Den richtigen Zeitpunkt kann wohl nur jeder für sich selber finden oder verpassen. 

Vielleicht wird der Begriff ‘coming out’ auch überbewertet. Und vielleicht wird auch dem damit verbundenen Vorgang, sich öffentlich zu seinem Schwulsein zu bekennen, eine überzogene Bedeutung beigemessen. Zu einem Glauben (und damit einem Irrtum) kann man sich bekennen, zu einem Kind (und damit einem anderen Menschen) kann man sich bekennen, man kann sich schuldig bekennen (im Sinne eines Geständnisses). Aber kann man sich auch zu seiner eigenen Identität bekennen? .. continue reading ..


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13 Dec 07

Beim Durchblättern einer englischen Zeitschrift bin ich über eine ganzseitige Anzeige gestolpert:

The hottest sugar boy….

seeks the sweetest sugar daddy

for only the finest candy!

Vom Text her hätte es eine Werbung der Confektioners’ guild sein können. Der in der Anzeige abgebildete smarte Typ mit verträumt-herausforderndem Blick deutete aber darauf hin, dass es um etwas Anderes ging. Und tatsächlich, im Kleingedruckten las ich:

Bringing together the rich and the beautiful

Weder die eine, noch die andere Voraussetzung erfüllend, hätte ich weiterblättern können. Aber nur, wirklich nur im Dienste der Wissenschaft habe ich mich auf den Internetseiten des Urhebers der Anzeige .. continue reading ..


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