Tag: Arterhaltung



9 Feb 10

In Mönchengladbach gibt es die s De Leckere Jecke:

Die KG “De Leckere Jecke” ist eine bunte Karnevalsgesellschaft, nicht allein wegen des Regenbogens, der am Revers der Vereinsuniform prangt. Vor fast sechs Jahren gründete sich die erste schwul-lesbische Karnevalsgesellschaft Mönchengladbach und ist mittlerweile nicht mehr aus dem Karneval wegzudenken. (Quelle: Rheinische Post)

54 Mitglieder hat der Verein, davon 15 Frauen (die natürlich kein Glied haben). Komisch: Keine der Frauen ist lesbisch.

Mönchengladbach ist auch einer der Standorte der Hochschule Niederrhein. Im Dezember 2009 berichtete queer.de über einen Vorfall an dieser Hochschule:

In dem Erstsemesterkurs “Psychiatrische und sozialmedizische Grundlagen” soll der Dozent nach Angaben der Studentenvertretung (AStA) behauptet haben, Homosexuelle seien “krank, weil sie nicht der Selbst- und Arterhaltung” dienten. .. continue reading ..


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26 Jul 09

triangel roseIn Berlin werden zur Zeit Kunstwerke von Pierre et Gilles gezeigt. Darunter auch das Bild “Le Triangle Rose”.

Anja Lösel schreibt im Stern dazu:

Darf man das? Einen KZ-Häftling zum Sexobjekt machen? Die beiden Pariser Fotokünstler Pierre und Gilles tun es. In ihrem Bild “Rosa Winkel” steht ein hübscher Häftling in Anstaltskleidung hinter Stacheldraht und blickt schmachtend in die Kamera. Vor ihm sind brennende Kerzen, daneben, an der Wand, zwei goldene Vasen mit Edelweiß. Schwer zu ertragen. Meinen die das ernst? Oder sind sie nur ein wenig naiv und wissen nicht, wie schmerzlich es sein kann, gerade hier, in Berlin Mitte, direkt neben der Synagoge, so ein Bild zu sehen.

Wenn man die beiden Franzosen dann trifft, kann man ihnen nicht böse sein. Pierre und Gillles sind in Berlin. Und wie sie da stehen und ihre Bilder zu erklären versuchen, wird schnell klar: Sie sind tatsächlich naiv. Dass jemand verstimmt oder verärgert sein könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn. Ist doch alles nur gut gemeint. Sie sind einfach zwei nette Schwule, die mit ihren Bildern den Nerv und Geschmack eines Massenpublikums getroffen haben. Und davon komplett überrascht wurden.

Warum die Schreiberin auf die Nähe zur Berliner Synagoge hinweist, erschließt sich mir nicht. Ebenso wenig verstehe ich, warum die Schreiberin in der auf dem Bild dargestellten Person ein Sexobjekt erblickt. Überzeugt bin ich jedoch davon, das Frau Lösel weder von Kunst noch von der Geschichte schwuler Männer viel Ahnung hat.

Ich halte “Le Triangle Rose” für eine der besten künstlerischen Bezugnahmen auf die Verfolgung schwuler Männer und der Vernichtung deren Lebens in den Konzentrationslagern. .. continue reading ..


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29 May 09

Liebe heterosexuelle Mitmenschen, zeugt bitte ganz viele Kinder (ich könnte das auch, aber Ihr habt dabei ja auch noch Spaß), ich zahle auch extra mehr Steuern, damit ihr dafür reichlich LeistungsKinderbonus bekommt. Es dient der Arterhaltung: .. continue reading ..


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15 Apr 09

Vor wenigen Tagen hat sich das oberste Gericht des US-Staates Iowa in den Reigen der obersten Gericht eingereiht, die gleichgeschlechtliche Ehen für zulässig erklären.

Hat der Supreme Court of California sich in seiner Entscheidung ausführlich mit den Themen Freiheit und Gleichheit befasst und der Connecticut Supreme Court zulässige und unzulässige Diskriminierungen diskutiert, so geht es dem Iowa Supreme Court um die gesamtgesellschaftlichen Nachteile, die gleichgeschlechtlicher Ehen mit sich bringen; genauer gesagt: angeblich mit sich bringen.

Dankenswerterweise hat das Gericht in Iowa eine Zusammenfassung seines Urteils geliefert, aus der ich im Folgenden zitiere (Hervorhebungen durch mich).

Häufig wird argumentiert, das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen diene dem Schutz traditioneller (verschiedengeschlechtlicher) Ehen.

Das Gericht meint, das Argument ziele darauf ab, eine Tradition um ihrer selbst Willen zu bewahren. Das genügt dem Gericht aber nicht, um zur Unzulässigkeit gleichgeschlechtlicher Ehen zu kommen. Es müssten schon ein andere Gründe gefunden werden: .. continue reading ..


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17 Dec 08

Zunächst war ich etwas erstaunt, als ich auf canada.com las:

Gay teenagers at higher risk for pregnancy: Study

Aha, eine Studie. Wie schön!

The University of British Columbia study looked at adolescent health surveys of 1992, 1998, and 2003, which were random studies of about 70,000 students in Grades 7 through 12 in public schools across the province of B.C.

Bitte kurz innehalten:

70000 Schüler, verteilt auf drei Jahre (1992, 1998 und 2003) macht je Jahr 23333 Befragte, davon geschätzt die Hälfte männlichen Geschlechts, macht 11666, davon sind vielleicht 5 % schwul (oder auch nicht), macht 583.

So, was hat lead author Elizabeth Saewyc denn nun herausgefunden?

Among boys, the numbers were also higher that same year for gay teenagers, with 9.6 of gay males and 11.6 per cent of bisexual teen boys reporting involvement with a pregnancy, compared with 1.5 per cent of heterosexual young men [Die vH-Sätze beziehen sich offenbar auf das Jahr 2003, TGD].

In absoluten Zahlen:  Im Jahr 2003 haben von den männlichen Studienteilnehmern 56 schwule Jungs Mädels geschwängert und mindestens 167 hetero- und bisexuelle Jungs haben das Gleiche gemacht. Ich frage mich, wer hat das alles so genau nachgehalten und aufgezeichnet?

Die Mär von den schwulen Männern, die nicht zur Arterhaltung beitragen, ist jedenfalls widerlegt. .. continue reading ..


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