Tag: AIDS



14 Feb 10

In wenigen Tagen startet in Deutschland erneut eine Kampagne, die sich vordergründig und nach dem Bekunden der Macher gegen AIDS beziehungsweise HIV (die Terminologie bleibt in der Kampagne unklar) richtet. Der genaue Blick zeigt, die Kampagne richtet sich gegen Menschen:

Wer sich mit HIV infiziert, wird daran sterben

heißt es auf den Plakaten, mit denen die Michael-Stich-Stiftung und JCDecaux (Außenwerbung) Deutschland zukleben werden.

HI-Viren fallen bekanntlich nicht vom Himmel. .. continue reading ..


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10 Feb 10

Deutsche AIDS-Hilfe und RTL II kooperieren: “Aktiv für Akzeptanz!”

Der TV-Sender RTL II und die Deutsche AIDS-Hilfe thematisieren in der 10. “Big Brother”-Staffel das Thema “Leben mit HIV im Deutschland des Jahres 2010″: Die beiden aus Berlin stammenden “Big Brother”-Teilnehmer Carlos Fassanelli (bekannt aus der RTL-Show “Das Supertalent”) und sein Lebenspartner Harald treten als “erstes offen schwules und offen HIV-positives Paar im deutschen Fernsehen” auf und sollen eine Diskussion anstoßen: DAH und RTL II werben mit dem eigens produzierten TV-Spot “Aktiv für Akzeptanz!” und kämpfen gegen die Stigmatisierung von HIV-Positiven an. (Quelle: Website der DAH)

Realiter sieht der Diskussionsanstoß und der Kampf gegen die Stigmatisierung so aus:

Das erste schwule Paar bei “Big Brother” ist getrennt: Harald ist als erster Kandidat in dieser Staffel von den Zuschauern aus dem Container herausgewählt worden.

[...]

Nach dem Auszug Haralds sah Carlos rot: “Alles nur wegen dieser Fotze”, sagte er heulend mit Blick auf Iris, mit der das Paar stets im Clinch lag. Er wünschte sogar, dass deren behindertes Kind den Tod finden soll: “Ich hoffe, dass ihr Sohn stirbt! Dass er nie wieder sprechen kann!” .. continue reading ..


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28 Jan 10

Bill Gates (Microsoft) hat es mit dem Verkauf von störanfälligen Produkten und unausgereiften Dienstleistungen zu einem der reichsten (in Geldwert!) Menschen unseres Planeten gebracht. Mit seinem Vermögen nimmt er auf den Lauf der Welt Einfluss; so engagiert er sich über eine seiner Stiftungen in der AIDS-Bekämpfung. Es ist deshalb nicht fernliegend, ihn zu Fragen, was er von den Planungen zur Einführung der Todesstrafe in Uganda hält.

Looking at health efforts in Africa, such as HIV prevention and treatment, are you concerned about the Ugandan anti-homosexuality bill, and have you spoken to anyone there about it?

Gates erklärt, dass ihn die schwulen Menschen in Uganda nicht interessieren: .. continue reading ..


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12 Jan 10

Zurück, aber wohin?

Peter Thommen, hochgeschätzter Blogger aus Basel, hat vor ein paar Tagen Gedanken im Internet veröffentlicht, die Zustimmung und Widerspruch verdienen.

Das ist zunächst die Überschrift

barebacking als indiz für eine gescheiterte emanzipation!

Mit einem Fragezeichen hinter dieser Aussage könnte ich Leben, mit einem Rufzeichen nicht, denn die Behauptung ist falsch.

Jede Zeit hat ihre Ideale, jede Generation ihre Vorstellungen vom Leben. Ältere Menschen, zu denen ich mich und – nichts für ungut – Peter Thommen rechnen muss, zumindest auf dem Blickwinkel eines Zwanzigjährigen, neigen dazu, ihre Erfahrungen als Wertmaßstab für das Leben jüngerer Menschen zu nehmen. Ich habe sogar den Eindruck, dass bei den (selbst-)ernannten Schwulenaktivisten diese Art des Herangehens an die Jetztzeit besonders ausgeprägt ist. Da wird auf die Errungenschaften früherer Zeiten verwiesen, auf das eigene Vorkämpfertum und das heute längst vergessener Vor(vor)kämpfer der Schwulenbewegung. Mit Wehmut wird den untergehenden Institutionen der schwulen Szene nachgeblickt. Wer zurückblickt, sieht die eigene Vergangenheit davontreiben, bleibt aber blind für die Zukunft der Heutigen.

Allerdings: Ein Phänomen ist seit der Zeit, als heterosexuelle Menschen anfingen, schwulen Menschen das Leben schwer zu machen, dauerhaft zu beobachten. Peter Thommen schreibt:

Die Sexualität zwischen Männern ist zu einem Heterofick – einfach von hinten – verkommen. Das nennen viele „Normalisierung“.

Diese Normalisierung, dieses Mitschwimmen in der Masse ist keine neue Verhaltensweise schwuler Menschen. .. continue reading ..


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9 Dec 09

Eine schöne Aktion des Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Universität zu Köln:

Der Hörsaal ist brechend voll, Studenten sitzen auf Fensterbänken und dem Fußboden. Auf den ersten Blick also eine ganz normale Vorlesung an der Kölner Uni. Lediglich einige männliche Studenten mit schrillen Frauenperücken, Stöckelschuhen und Glitzerkleidern fallen aus dem Rahmen. Unbeirrt beginnt Prof. Edith Düsing ihren Schiller-Vortrag. Plötzlich stehen zwei junge Männer auf und fangen an, heftig zu knutschen. Die Studierenden applaudieren, erheben sich, Regenbogenfahnen werden geschwenkt. Immer mehr schwule und lesbische Paare küssen mit.

Die Düsing’sche LeerLehrveranstaltung wurde nicht ohne Grund umfunktioniert. Düsing gehört zur deutschen Schwulenheilerclique. .. continue reading ..


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1 Dec 09

Heute ist Welt-AIDS-Tag. Schon seit fast einer Woche sind daher HIV und AIDS ein gewichtiges Thema in den großen und kleinen Medien. Das ist gut und das ist schlecht.

Im April 2009 ließ der ‘Fall Benaissa’ die Wogen nicht nur im Blätterwald hochschlagen. Es verwundert nicht, dass dieser ‘Fall’ nun anlässlich des Welt-AIDS-Tages erneut herumgereicht wird. Allgemeiner Tenor in den aktuellen Veröffentlichungen ist dabei, dass ‘der Fall Benaissa’ ein Musterbeispiel für die Vorverurteilung von Menschen und – im besonderen – für die Stigmatisierung von HIVpositiven Menschen sei. Bemerkenswert ist, wie schnell das Schicksal eines Menschen und sein Verhalten zu einem ‘Fall’, einem Vorgang werden, den man, nun entpersönlicht, steril behandeln, über den man befinden und den man wie eine Akte weglegen und bei Bedarf wieder hervorholen kann. In diesen Tagen scheint ein besonders großer Bedarf nach diesem ‘Fall’ zu bestehen, scheint er sich doch als Anschauungsobjekt für den Umgang mit HIVpositiven Menschen in Jahr 2009 gut zu eignen. Eignet er sich wirklich? .. continue reading ..


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4 Nov 09

Uganda muss sich zum Menschenrechtsschutz bekennen

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat sich heute in einem Brief an die Botschaft der Republik Uganda gegen die Verschärfung der strafrechtlichen Verfolgung von homosexuellen Menschen in Uganda gewandt. .. continue reading ..


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26 Oct 09

Seit 20 Jahren gibt es die ”Positive Begegnungen”. Anfangs noch unter der Bezeichnung “Bundespositivenversammlung” findet einmal im Jahr eine, wie die Veranstalter schreiben, Konferenz von und für Menschen mit HIV und Aids und ihre An- und Zugehörigen statt.

Das nächste Treffen dieser Art findet im August 2010 in Bielefeld statt. Bielefeld!? Jetzt bloß nichts Falsches schreiben! Bielefeld ist nicht nur die Pudding- und Backpulverstadt schlechthin, sondern gehört auch zu den zwanzig größten Städten Deutschlands.  Wenn man von einigen Bausünden der Nachkriegszeit absieht, ist’s eigentlich ganz nett dort. Ist man erstmal dort, will und kann man kaum wieder weg, weil: .. continue reading ..


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5 Oct 09

Am kommenden Freitag wird im englischen Seebad Brighton das dortige AIDS Memorial der Öffentlichkeit übergeben.

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30 Sep 09

Der Schweizerische Nationalfonds hat in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Schweiz eine Studie zum strafrechtlichen Umgang mit HIV/Aids in der Schweiz vorgelegt.

Die Studie stellt die Rechtslage in Bezug auf Straftaten in Zusammenhang mit der Übertragung von HIV in der Schweiz, einigen anderen europäischen Staat und Kanada dar, untersucht die Rechtsprechung schweizer Gerichte und stellt den Urteilen aus der Schweiz ausgewählte Urteile deutscher, schwedischer und niederländischer Gerichte gegenüber.

Dabei wurde insbesondere untersucht, wie die Gerichte mit Fällen des sogenannten ‘informend consent’ umgehen, wenn also der HIVpositive Menschen seinen Sexpartner über die bestehende Infektion informiert hat. .. continue reading ..


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16 Sep 09

Dass die chinesische Polizei als Teil des dortigen Unterdrückungsapparates nicht gerade pfleglich mit der Bevölkerung umgeht, ist gewiss bekannt. Insofern überrascht der Beginn der Ereignisse, die sich am 25.08.2009 in Kanton (Guangzhou) abspielten, nicht.

Ein paar schwule Männer hatten sich in einem Park getroffen. Die Polizei kam hinzu, allerdings nicht, um den Männern Gesellschaft zu leisten: .. continue reading ..


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13 Sep 09

Die Vereinten Nationen brüten hin und wieder in ihrem Hauptquartier in New York ganz sinnvolle Sachen aus. Zum Beispiel wollen Sie eine Art Handbuch der Sexualaufklärung auflegen.

The guidelines, scheduled to be released by Unesco in a new draft next week, would be distributed to education ministries, school systems and teachers around the world to help guide teachers in what to teach young people about their bodies, sex, relationships and sexually transmitted diseases. They would address four different age groups.

Dabei soll auch das Thema HIV/AIDS eine Rolle spielen. .. continue reading ..


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9 Sep 09

In Deutschland haben wir reichlich Erfahrung mit ‘Massen’: Massenandrang, Menschenmassen, Massenarbeitslosigkeit, Massenverfahren, Massengrab. Besondere Erfahrung besteht im Bereich der Massenvernichtung.

Nunmehr schickt sich ein zweifelhafter Verein aus Saarbrücken an, einen Beitrag zum Thema Massenverängstigung zu liefern.

Ondamaris berichtet:

Ein kopulierendes Paar ist in einem TV-Spot zunächst zu sehen, im Halbdunkel, sonst nichts. Ganz zum Schluss dann ein Gesicht, das des Mannes, und – es wird immer klarer, dies soll Adolf Hitler sein. „Aids ist ein Massenmörder“, schreit die Kampagne.

Und nur dies. Nichts weiter, keine Präventionsbotschaften, kein „Verwende Kondome“, kein „Safer Sex reduziert dein Risiko“ oder ähnliches.

Die Kampagne wurde initiiert von dem Verein „Regenbogen e.V.“ und realisiert von der Werbeagentur „das comitee“. Regisseur war Ivo Wejgaard. Der Spot ist als TV-Spot konzipiert und soll ab nächster Woche im TV laufen.

Es ist zu fragen, welchen Sinn diese Kampagne hat.

Eine Krankheit oder ein Krankheitserreger kann begrifflich kein Mörder sein. Das deutsche Strafrecht kennt Menschen als Mörder, nicht aber Viren, Tiere oder Krankheiten. Auch im nicht juristischen Sprachgebrauch ist es nicht üblich, eine Krankheit als Mörder zu bezeichnen. Das lässt nur den Schluss zu,  dass in der Kampagne Menschen als Mörder, und zwar als Massenmörder bezeichnet werden. .. continue reading ..


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1 Sep 09

Die queer.de meldet,

Die US‐Gesundheitsbehörde hat erklärt, dass schwule und bisexuelle Männer ein 50 Mal höheres Risiko haben, sich mit HIV anzustecken, als heterosexuelle Männer oder Frauen. Das gab Amy Lansky, Sprecherin der Centers for Disease Control (CDC) bei einer Aids‐Konferenz in Atlanta (US‐Bundesstaat Georgia) bekannt. Bislang vermied es die Behörde stets, derlei Vergleiche zu stellen. Am meisten gefährdet seien demnach Schwule mit schwarzer Hautfarbe, da sich Amerikaner afrikanischer Herkunft weit häufiger infizieren als Weiße. Lansky erklärte, dass sich nach CDC‐Schätzungen im Jahr 2007 rund 0,7 Prozent der schwulen Bevölkerung mit dem HI‐Virus infiziert haben.

und ich sitze hier mit meinen zehn Fingern und versuche, hinter das Geheimnis dieser Meldung zu kommen. .. continue reading ..


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22 Jul 09

Eine Randerscheinung des Frankfurter CSD

Der Frankfurter Engel, das Mahnmal für die während des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, überwölbt von einem “Red Bull”-Partyzelt. Zwei Strandkörbe am Rand und rundherum Lounge-Möbel mit dem Werbeaufdruck “John Player Special”. Und am Bronze-Engel wurde – wohl als Geste der Rest-Scham – ein großer Strauß Rosen angebracht. So umgestaltet präsentierte sich der Klaus-Mann-Platz am Wochenende des Christopher Street Day (CSD). Die Schwulenkneipe Lucky-s hatte ihren gastronomischen Außenbereich auf das Mahnmal ausgedehnt – und mit dem blau-gelb-roten Werbe-Zelt überdacht.

sorgt für Empörung: .. continue reading ..


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