Tag: Adoption



25 Jan 10

Wer ist Kurt J. Heinz?

Es selbst nennt sich christlicher Publizist. Ich nenne ihn schludrig arbeitenden, seelenlosen Schreiberling, der nicht einmal davor zurückschreckt, auf der katholischen Hassseite kreuz.net zu veröffentlichen. Kurt J. Heinz, bisher noch nie als Kämpfer für die Freiheit aufgefallen, versucht sich nun als Freiheitskämper. ‘Freiheit den Schwulenheilern’, das ist seine Devise.

so begann ich im April 2009 einen Post über christliche Schwulenheiler und ihre Claquere. Seitdem grollt mir Kurt J. Heinz. Heinz ist nicht der gleichnamige Ketchup, sondern der Betreiber des Portals Medrum. Dieses widerum gibt er als Christliches Informationsforum aus.  Am vorvergangenen Wochenende scheint er, getreu dem biblischen Motto, die Rache ist mein, spricht Kurt der Heinz, nun Mittel und Wege gefunden zu haben, fundamentalchristliche Rache zu nehmen.

Unter der Überschrift

Beifall für Oberkirchenrat Wagner aus der Schwulenszene

schreibt er sich all die Sorgen und Nöte, die er mit mir hat, von der Seele. Bevor ich nun im Einzelnen auf Heinz’ Ausführungen eingehe, darf ich versichern, dass ich hocherfreut bin, ihn nun seit fast einem Jahr zu meinen treuen und begeisterten Lesern zählen zu dürfen. Jedoch offenbart er schon in der Überschrift die ihm gegebenen Ahnungslosigkeit. Ich habe mit der Schwulenszene, so sie außerhalb der Fantasie der Fundamentalchristen überhaupt existiert, nichts zu tun. Ich weiß nicht einmal, wo ich sie suchen soll. Vielleicht in dem Christlichen Informationsforum?

Nun im einzelnen: .. continue reading ..


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15 Dec 09

In Zusammenhang mit der Berufung von Kristina Köhler in das Krisenkabinett Merkel taucht wiederholt der Name Eike Letocha auf. Eike Letocha ist kein Unbekannter. Er hat hier schon Erwähnung gefunden.

Eike Letocha, Anfang 30, ist seit dem Jahr 2005 Mitglied der CDU, sitzt seit Februar 2009 den Vorständen des CDU-Ortsverbands Schönhauser Allee und des Kreisverbands Pankow bei und dem der LSU Berlin vor.

In der letztgenannten Funktion hat er sich für den Religionsunterricht in Berliner Schulen stark gemacht und die absurde Auffassung vertreten, Religion habe etwas mit freier Entfaltung der Persönlichkeit zu tun.

Der gelernte Hotelfachmann war Büroleiter von Kristina Köhler als diese noch als einfache Abgeordnete in Berlin ‘tätig’ war. Was macht der Büroleiter einer Bundestagsabgeordneten? Ein Augenzeugin berichtet: .. continue reading ..


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22 Nov 09

Vor einem Monat hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung

Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft im Bereich der betrieblichen Hinterbliebenenrente (VBL) verfassungswidrig

bekanntgemacht.

Der Beschluss wurde teilweise euphorisch begrüßt und in einer Pressemitteilung der Partei Bündnis90/Die Grünen war sogar von einem “großen Sieg” die Rede. Volker Beck feiert “den endgültigen Durchbruch”. Mir ist dieser Sprachgebrauch suspekt. Es fällt mir schwer, den Ausgang eines gerichtlichen Verfahrens, in dem Schriftsätze hin- und hergereicht, Akten gefüllt und vielleicht ein wenig diskutiert wurde, als Sieg zu bezeichnen. Es hätte ohne weiteres anders ausgehen können. Wenn nun  aus dem Umfeld von Volker Beck von “aufgegangenen Strategien” die Rede ist, dann drängt sich die Frage auf, wessen Strategie aufgegangen ist. Ein Blick in die Geschichte des Lebenspartnerschaftsgesetzes könnte zu Tage fördern, dass es Herta Deubler-Gmelin war, die seinerzeit den Weitblick hatte, den jetzt andere für sich reklamieren. Und der LSVD hat dieser Tage darauf aufmerksam gemacht, dass mit der Verfassungsgerichtsentscheidung kein Automatismus zur Gleichstellung verbunden ist, und wohl noch viele mühsam zu führende nachlaufende Verfahren erforderlich sein werden, um die Entscheidung mit Leben zu füllen. Gleichwohl: Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist wegweisend für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Eingetragener Lebenspartnerschaften mit verschiedengeschlechtlichen Ehen. Nicht entschieden und nicht zu entscheiden hatte das Gericht über die Gleichberechtigung von schwulen und nichtschwulen Menschen.

Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts verdient abseits des Jubels eine genauere Betrachtung.

Zunächst fällt auf, dass das Datum der Beschlussfassung, der 07.07.2009, und der Tag der öffentlichen Bekanntgabe, das war der 22.10.2009, ungewöhnlich weit auseinanderfallen. Es ist nicht unüblich, dass das Gericht zwischen dem Tag der Beschlussfassung und der Verkündung desselben ein oder zwei Monate verstreichen lässt. Dreieinhalb Monate hingegen sind ein sehr langer Zeitraum. Man mag darüber spekulieren, was das Gericht bewogen haben mag, mit der Entscheidungsverkündung so lange zu warten. Sollte das Thema aus dem Wahlkampf herausgehalten werden? Was wäre passiert, wenn die Entscheidung vor der Bundestagswahl bekanntgegeben worden wäre? Nun, ich könnte mir vorstellen, dass die CDU/CSU-Seite zur Höchstform aufgelaufen wäre, und mit ‘jetzt-erst-recht-gegen-Schwule’-Thesen Stimmung gemacht hätte. Nach der Wahl, in den Koalitionsverhandlungen, kam der Beschluss gut zupass, um mit dem Hinweis, man könne wegen der Verfassungsgerichtsentscheidung gar nicht anders, der ein oder anderen FDP-Forderung nachzugeben. Der SPD und den Grünen hingegen wäre ein Wahlkampfthema verloren gegangen, wenn das Gericht schon im Juli seine Sicht der Dinge bekanntgemacht hätte.

Es ist ja nicht so, als gebe es keine Kontakte zwischen den Richtern des Bundesverfassungsgerichts und den anderen Verfassungsorganen und Spitzenpolitikern. Der ein und andere ‘Gedankenaustausch’ hat da sicher stattgefunden. Auffällig in diesem Zusammenhang ist, dass die Bayerische Staatsregierung ihren Antrag auf Feststellung, dass das Gesetz zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts (LPartÜbarbG) vom 15.12.2004 wegen Verstoßes gegen Artikel 6 Absatz 1 Grundgesetz und gegen Artikel 3 Absatz 1 Gundgesetz mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig ist, mit Schriftsatz vom 08.07.2009 zurückgenommen hat. .. continue reading ..


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28 Oct 09

Die FDP hat ihre Wahlversprechungen gehalten!

jubelt der LSVD in einer Pressemitteilung und die Queer.de meint, der

Koalitionsvertrag verspricht Gleichstellung

Für meinen Geschmack sind das zu viele Vorschusslorbeeren. .. continue reading ..


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28 Sep 09

Gestern hatte der deutsche Souverän einen der wenigen Tage, an denen er so richtig seine Macht auspielen kann, indem er hinter Bretterverschlägen auf bunten Zettelchen Kreuzchen macht und damit Einfluss darauf nimmt, werde demnächst bequem auf Kosten des Steuerzahlers in Berlin leben darf oder zukünftig auf Kosten desselben Deppen Übergangsgelder oder Altersversorgung nach dem Abgeordnetengesetz erhält.

Dass mir das Wahlergebnis nicht gefällt, liegt auf der Hand. Einzig freut es mich, dass der Kanzlerinnenwahlverein keinen Zuwachs erzielt halt. Auch wenn Frau Merkel versucht, einen gegenteiligen Eindruck zu erwecken, ist es ihr mit dem schlechtesten CDU-Ergebnis seit 60 Jahren nicht gelungen, auch nur einen Wähler hinzuzugewinnen. Wenn sie sich nun als Gewinnerin der Wahl feiern lässt, so kann sie das nur mit einer Neudefinition des Begriffs ‘Gewinn’ tun.

Was erwartet uns nun: Nach vier Jahren des Stillstands werden die nächsten Monate zeigen, ob die zu erwartende Koalition aus CDU/CSU und FDP sich für Rückschritt oder Fortschritt entscheidet. .. continue reading ..


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31 Jul 09

“Name ist Schall und Rauch”, lässt Goethe seinen Faust sprechen.

Nun wissen wir wohl alle, dass das so nicht stimmt und ein wohlklingender Name durchaus hilfreich ist. Reicht des Namens Wohlklang nicht, werden oft Titel und akademische Grade beigerührt, und nicht zuletzt die Häufung von Künstlernamen in der Unterhaltungsindustrie, fernab aller Kunst, unterstreicht die Bedeutung des ‘richtigen’ Namens. Unbestätigten Gerüchten zufolge nutzen auch Blogger Aliasnamen.

Sich eines anderen als den von den Eltern verpassten Namens zu bedienen mag verschiedene Gründe haben. Tarnung zum Beispiel; die Alten erinnern sich vielleicht an einen gewissen Willy Brandt, der als Herbert Ernst Karl Frahm ins Geburtenbuch eingetragen worden war .. continue reading ..


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28 Jul 09

SPD und Grüne haben in Köln für Zwecke der Wählerstimmengewinnung für die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl Plakate aufhängen lassen, die ihren Kandidaten Jürgen Roters im Kreise seiner Familie zeigen.

Die BLÖD-Zeitung nimmt das zum Anlass zu mutmaßen:

Nutzt er damit aus, dass seine Kontrahenten Ralph Sterck (FDP) und Peter Kurth (CDU) bekennend homosexuell sind?

Was steckt hinter so einer Überlegung der Zeitung? Offenbar doch die idiotische Vorstellung, dass schwule Menschen gegen Familien seien und diese Bekämpfen würden. Dem folgend übersetzt die queer.de die BLÖD-Berichterstattung niveaugleich für das schwule Publikum wie folgt:

Jürgen Roters: Familien-Wahlkampf gegen Homo-Kandidaten

In einem Kommentar auf queer.de wird dann zur Verdeutlichung die ergänzende Deutung ins Spiel gebracht, .. continue reading ..


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24 Jul 09

Kaum hat die Bundesjustizministerin Zypries die Studie “Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften” vorgelegt, da bringen sich auch schon die üblichen Verdächtigen von CDU und CSU in Stellung:

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag hat das Vorhaben von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), gleichgeschlechtlichen Paaren das Adoptionsrecht zu geben, abgelehnt. „Ich glaube, dass es bei aller Toleranz für gleichgeschlechtliche Beziehungen für Kinder besser ist, wenn sie bei Mann und Frau aufwachsen“, .. continue reading ..


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23 Jul 09

Das Bundesministerium der Justiz hat heute die Ergebnisse der seit geraumer Zeit laufenden Studie “Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften” vorgelegt. Ein paar Auszüge aus den Ergebnissen: .. continue reading ..


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9 Jul 09

In Kürze wird das neugewählte EU-Parlament einen Parlamentspräsidenten wählen. Gute Chancen hat Jerzy Buzek, ein homophober Politiker aus Polen.

Lukazs Palucki hat ein paar Informationen zusammengestellt (Quelle: GaysWithoutBorders): .. continue reading ..


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30 Jun 09

61 vH der Befragten brachten in einer aktuellen Umfrage ihre Unterstützung für das Recht schwuler Menschen auf eine vollständig gleichberechtigte Ehe zum Ausdruck.

In Deutschland? Ach, woher denn. In Deutschland setzt doch die römisch-katholische Kirche unter Pastoralassistenz der CDU/CSU/LSU alles daran, um die Menschen nicht zur Vernunft kommenzulassen.

Nein, in einem Land, in dem die Kirche mit ihrem Genöhle nicht viel zu melden hat und in dem selbst die konservative Partei der Auffassung ist, dass schwule Menschen nicht nur notgedrungen zu respektieren, aber ansonsten zu deklassieren seinen, sondern vielmehr, von Fragen der Adoption abgesehen, die aber mehr innerparteiliche Auseinandersetzungen als Anfeindungen gegen schwule Menschen hervorruft, unterschiedslos Teil der Gesellschaft sein sollen,  ist dieses Umfrageergebnis zustande gekommen: .. continue reading ..


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11 Jun 09

Ich habe ein wenig gezögert, hinter die Überschrift dieses Posts ein Fragezeichen zu setzen, denn eigentlich sollte es außer Frage stehen, dass schwule Menschen genau so gute Pflege- oder Adoptiveltern sind, wie alle anderen auch, wenn man sie denn nur lassen würde.

Das Fragezeichen stammt weniger von mir, sondern vielmehr von der CDU (das ist die Mutterorganisation der LSU und die Partei, deren Kölner Oberbürgermeisterkandidat zusammen mit dem ebenfalls der CDU angehörenden amtierenden Oberbürgermeister die Kölner CSD-Parade eröffnen soll).

Für den CDU-Politiker Volker Kauder wäre, wie er bereits früher deutlich machte, ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben nicht mit dem christlichen Menschenbild seiner Partei vereinbar.

Hier zeigt sich einmal mehr, das vernünftiges Denken und ein christliches Weltbild sich diametral gegenüber stehen. .. continue reading ..


Filed under: Dummheit, Homophobie, Medien, USA

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10 Jun 09

Es gibt schwule Menschen, die zu meinem allergrößten Unverständnis der römisch-katholischen Kirche in den Arsch kriechen (nicht wörtlich gemeint).

Die römisch-katholische Kirche ist darüber sehr glücklich, kann sie doch so eines ihrer Grundprinzipien ausleben:

In its appeal, the Catholic Care charity, run by the diocese of Leeds, said that the right to discriminate against homosexual couples was ‘a principle of a Catholic organisation’.

Diskriminierung ist also ein Prinzip der römisch-katholischen Kirche. .. continue reading ..


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1 Jun 09

mein Volker Kauder.

Ich meine, sie ist rückwärtsgewandt, menschenfeindlich, borniert, primitiv, ewiggestrig, trübsalblasend, inkompetent, regierungsunfähig, ahnungslos, verzweifelt, verstaubt, unglaubwürdig, ignorant, verrostet und in Teilen verrottet, abhängig, staatsschädigend und gefährlich. Diesen ‘Werten’ folgend meint Kauder: .. continue reading ..


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22 May 09

In Großbritannien gibt es mal wieder durch die Rechtspresse geschürte Aufregung.

Die größte englische Adoptionsvermittlungsagentur, The British Association for Adoption and Fostering (BAAF), hat in einer ihrer Broschüren geschrieben, schwule Menschen, die Kinder adoptieren wollen, sollten sich nicht zu große Sorgen wegen der zurückgebliebenen Homophoben machen:

Children need good parents much more than retarded homophobes need an excuse to whinge, so don’t let your worries about society’s reaction hinder your desire and ability to give a child a loving caring home. .. continue reading ..


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