Homophobie



19 Mar 10

Die römisch-katholische Kirche nimmt den Mund mal wieder sehr voll. Es geht um ein in Irland geplantes Gesetz, das gleichgeschlechtliche civil partnerships erlauben soll.

The Roman Catholic Church in Ireland may support a legal challenge to new legislation that aims to give gay and lesbian couples the right to civil partnerships.

Cardinal Sean Brady said that as “marriage and the family are of public interest,” it was appropriate for the Church to intervene. .. continue reading ..


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19 Mar 10

Schwule Menschen sind bekanntlich an allem schuld: Dem Wetter, den Verhältnissen in der römisch-katholischen Kirche, an Naturkatastrophen, an Krankheiten aller Art und neuerdings an dem Massaker von Srebrenica.

Ex-Nato-Kommandeur Sheehan wirft den Truppen [der Niederlande] vor, das Massaker von Srebrenica sei wegen des Einsatzes schwuler Soldaten nicht verhindert worden. Sie hätten die Kampfmoral geschwächt [...]

Die Kampfmoral der niederländischen Truppe sei wegen der Anwesenheit schwuler Soldaten zu gering für eine Verteidigung von Srebrenica gewesen, sagte [der 1997 pensionierte General] Sheehan am Donnerstag bei einer Senatsanhörung in den USA.

Vor laufenden Kameras behauptete Sheehan, der damalige niederländische Stabschef Henk van den Breemen habe ihm gesagt, Schwule in seiner Armee seien in Srebrenica “Teil des Problems” gewesen.

Mal angenommen, dieser Behauptung Sheehan sei zu folgen, dann ist seiner Logik nach die mangelnde Kampffähigkeit oder -willigkeit der Truppe auf schwule Soldaten zurückzuführen. Die bosnisch-serbischen Streitkräfte, die Srebenica eroberten und rund 8000 Männer töteten, hatten offenbar den erforderlichen Kampfwillen (und die erforderliche Mordlust). Es kann also bei dieser Truppe keine schwulen Soldaten gegeben haben. .. continue reading ..


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18 Mar 10

Außenpolitik ist immer auch Menschenrechtspolitik – sie sollte es zumindest sein. In Deutschland hat die Außenpolitik andere Schwerpunkte, der gegenwärtige Darsteller des Bundesministers des Äußeren demonstriert es gerade lautstark; seine Vorgänger waren inhaltlich nicht besser, nur leiser.

Anders in Großbritannien: Das dortige Foreign & Commonwealth Office hat sich den Einsatz für Menschenrechten auf die Fahnen geschrieben, und zwar weltweit. Zum Selbstverständnis des Foreign & Commonwealth Office gehört es, sich um die Belange schwuler und lesbischer Menschen im Ausland einzusetzen. Einmal jährlich erstattet der Secretary of State for Foreign and Commonwealth Affairs über die Aktivitäten seiner Behörde Bericht. Ein paar Auszüge: .. continue reading ..


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16 Mar 10

das ist es wohl, was der Altmeister des neuzeitlichen Faschismus, André F Lichtschlag, als Allheilmittel, nicht nur gegen Homosexualität, verkaufen möchte: .. continue reading ..


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12 Mar 10

Deutschland: Wir begeben uns in die Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Eine große deutsche Partei ringt fünfundzwanzig Jahre nach ihrer Gründung mit der kaiserlichen Obrigkeit. Schwindender Rückhalt in der Bevölkerung, interne Richtungskämpfe und immer neue Konkurrenzparteien machen ihr das Leben schwer. Zehn Jahre nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes hat die Partei ihr Pulver verschossen. Sie sucht verzweifelt ihren politischen Einfluss in Deutschland zu erhalten. Sie verspricht sich Erfolg und Anerkennung, indem sie schonungslos gegen die – in ihrer Terminologie – herrschende Klasse vorgeht. Gehörte ihr damaliger Vorsitzender August Bebel im Jahre 1897 noch zu den Unterstützern einer (erfolglos gebliebenen) Petition zur Erreichung der Straffreiheit der Widernatürlichen Unzucht, mit der im wesentlichen männlicher homosexueller Geschlechtsverkehr gemeint war, nutzt sie nunmehr die homosexuelle Orientierung bekannter Persönlichkeiten für ihren Klassenkampf:

-> Die Affäre um Friedrich Alfred Krupp 1902

Handstreichartig macht die SPD durch Verleumdungen und hetzerische Reden und Artikel die Emanzipationsbemühungen schwuler Menschen zunichte. Die seinerzeit weit fortgeschrittene Diskussion über eine Abschaffung oder zumindest Abmilderung der Straftatbestände im Sinne des § 175 Reichsstrafgesetzbuch erlitt einen herben Rückschlag (vgl Christian Schäfer, “Widernatürliche Unzucht”, S 31 mwN). Die SPD hatte ihr Ziel einer Verstärkung homophober Contrainstinkte in der Bevölkerung erreicht. Es sollte mehr als neunzig Jahre dauern, bis die Diskussion über die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher Sexualkontakte zur Streichung des § 175 führte.

Deutschland. Wir begeben uns in die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Eine düstere Zeit, überladen von sozialen Konflikten. Eine einst große stolze Partei ringt um ihr politisches Überleben. .. continue reading ..


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11 Mar 10

Rudolf Assauer, verrenteter Fußballer, offenbart in einem Interview mit der Kölner Presse zweierlei:

1. Er steckt bis zur Halskrause voller Homophobie.

Haben Sie in Ihrer Karriere als Spieler und Manager nie einen schwulen Fußballer kennen gelernt?

Nein, nie! Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist.

Und? Was haben Sie gemacht?

Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen – such Dir einen neuen Job.

Selbstredend hat Assauer nichts gegen homosexuelle Menschen. Er will sie nur nicht in seiner Nähe haben oder sich gar von ihnen anfassen lassen. Wie das Gespräch mit dem Masseur verlaufen ist, mag sich jeder selbst ausmalen.

2. Der Fisch stinkt vom Kopfe her (das hat nichts mit Assauers Tabakverbrennung in Gesichtsnähe zu tun).

In den letzten Jahren sind in Deutschland zahlreiche schwullesbische Fußballfanclubs entstanden. .. continue reading ..


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10 Mar 10

Guido Westerwelle ist nun seit gut vier Monaten Bundesminister des Auswärtigen. In dieser Zeit hat er an verschiedenen Außenministerkonferenzen teilgenommen und diverse Auslandsreisen absolviert, teilweise in Begleitung seines Lebensgefährten Michael Mronz. Soweit ersichtlich nimmt im Ausland niemand ernsthaft Anstoß daran, dass der deutsche Außenminister schwul ist, und auch die Begleitung des Ministers durch Herrn Mronz hat weder die asiatische noch die südamerikanische Welt ins Wanken gebracht.

Nicht klar mit der Homosexualität des Ministers und der Tatsache, dass er seinen Lebensgefährten ganz selbstverständlich mitnimmt, kommt allerdings die deutsche SPD.

Vor wenigen Tagen ließ die Partei ihre Generalsekretärin Andrea Nahles, bisher eher als innerparteiliche Wadenbeißerin bekannt, auf Westerwelle losgehen. Wie bereits gestern geschrieben stellt Nahles in Abrede, dass Westerwelle sich von seinem Lebensgefährten begleiten lassen dürfe. Mit sehr viel gutem Willen und einigem Wegsehen kann man zu der Ansicht kommen, dass hinter dieser Attake Nahles Zwangsstörung, Köpfe rollen zu lassen, und nicht ihr homophober Contrainstinkt steckt. Der Blogger Samstag ist ein guter Tag hat es unternommen, sich und Nahles um Aufklärung zu bemühen.

Nahles Antworten auf die ihr gestellten Fragen sind durchaus erhellend: .. continue reading ..


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9 Mar 10

Die SPD steckt voller reflexhafter Homophobie. Man muss Guido Westerwelle, einerlei was man sonst von ihm hält, dankbar sein, dass er der SPD die Möglichkeit gibt, ihre Vorbehalte gegenüber schwulen Männern in voller Breite zu offenbaren.

Schon am Abend der Bundestagswahl war aus dem nordrhein-westfälischen SPD-Landesverband voller Inbrunst zu hören, einen Schwulen wolle man nicht als Bundesaußenminister. Nun konnte die Parteivorsitzendenaustauschpartei nicht durchsetzen, dass der Bundesminister des Auswärtigen nicht schwul sein darf, allerdings hat sie, in Gestalt ihrer Generalsekretärin Andrea Nahles, einen anderen Plan entwickelt: Fernab einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Politik der Bundesregierung, das besorgt derweil die CSU, will Nahles, dass schwule Minister, so viele gibt’s davon im Moment noch nicht, nicht mehr auf Dienstreisen von ihren Lebenspartnern begleitet werden dürfen. .. continue reading ..


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6 Mar 10

So langsam aber sicher drehen bestimmte Sektionen der Evangelikalen völlig durch.

Dass Evangelikale in Uganda mit Unterstützung evangelikaler Sekten aus den USA und Europa Massenhinrichtungen von schwulen Menschen fordern, ist seit Wochen Thema. An der schwulenfeindlichen Hetze der Evangelikalen ist die us-amerikanische American Family Association (AFA) an forderster Front beteiligt. Die AFA will aber nicht nur schwule Menschen tot sehen, nein, sie hat noch ein anderes Ziel im Visier:

Tilikum. Der Orca Tilikum ist nunmehr zum dritten Mal in Vorfälle verwickelt, die zum Tod von Menschen geführt haben. Zuletzt am 24.02.2010 tötete der Wahl eine Tierquälerintrainerin.

Die Evangelikalen haben flugs in der Bibel nachgeschlagen um herauszufinden, welche Strafe ihr dämlicher Gott für diese Fälle für Orcas vorgesehen hat, und siehe da der Fall ist tatsächlich geregelt und die AFA fordert getreu der göttlichen Weisung: .. continue reading ..


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4 Mar 10

So lautet der erste Gebetsspruch, den ich in meinem Leben gelernt habe. Die Gehirnwäsche bekann schon ziemlich früh; ich erinnere mich nicht wie alt ich war, ein paar Tage, ein paar Stunden, als ich erstmals mit Gebetstexten zugeschüttet wurde. Meinen Eltern erschien es wichtig, dass ich, kaum sprechen könnend, Gebete lernte; dass ich lernte mit meinem Gott zu sprechen. Herausgekommen ist der dämliche fromm-komm-Spruch. Geantwortet hat dieser Gott nie. Wie auch? Es gibt keinen Gott. Ein Zeit lang, eine viel zu lange Zeit lang habe ich Gegenteiliges angenommen. Nicht aus Überzeugung, sondern weil ich Erwachsenen, darunter meine Eltern, vertraut hatte. Wie schamlos und egoistisch diese Menschen mein Vertrauen missbraucht haben, merkte ich erst nach und nach. .. continue reading ..


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4 Mar 10

Amerell: … und alle mit Sir Zwanziger dann zu Tische gehn.

Alle: Alles in der Welt ist Posse. Als Possenreißer ist der Menschen geboren. In puncto Treue und Vernunft sitzt er nicht grade fest zu Rosse. Ein jeder wird geprellt. Doch gebt nur acht: Es lacht am besten wer als letzter Lacht!

(Der Vorhang fällt)


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2 Mar 10

Die Junge Freiheit hat sich den Regenbogen zunächst gegriffen, dann an ihm vergriffen und hat für ihre neueste Ausgabe einen Haufen Fragezeichen auf ihre Titelseite gemalt:

Aus hygienischen Gründen beziehe ich die Junge Freiheit nicht, muss, es fällt mir leicht, mich auf das beschränken, was die Junge Freiheit ins Internet entlüftet.

Ellen Kositza wird da vorgeführt. Geistige Ödnis soll sie demonstrieren. Damit hat sie gewöhnlich keine Schwierigkeiten: .. continue reading ..


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1 Mar 10

Der DFB strahlt eine neue Folge aus seiner beliebten Schiedsrichter-Soap aus. Darin überhäuft der DFB den staunenden Fußballgebührenzahler mit Beweisen für die schröklichen Taten des Manfred Amerell. Vier Versicherungen an Eides Statt werden präsentiert, aber wie gewohnt nennt der DFB auch diesmal nicht Roß und Reiter. Allein Manfred Amerell soll sich irgendwelcher Handlungen schuldig gemacht haben, die neuerdings, so der DFB, auch strafrechtliche Relevanz haben. Ein ganzes Netzwerk, ein komplexes obendrein, soll Amerell zur Befriedigung seiner Gelüste gesponnen haben, wird da an einer Verschwörungstheorie gewerkelt. Hingegen: DFB und beteiligte Medien, allen voran die Frankfurter Rundschau, halten zwielichtige Geheimtreffen ab, aus denen zwar abgestimmte Berichte der Öffentlichkeit verabreicht werden, aber Namen, mit Ausnahme dem des Herrn Amerell, streng geheim bleiben. Das aber sei keine Verschwörung sondern diene allein dem Schutz der Betroffenen, die, so wird auf die Tränendrüse gezielt, Familenväter mit schützenswertem Privatleben seien. Ja verdammt nochmal, wenn die alle der Karriere wegen mit dem ollen Amerell im Bett waren, sollen sie gefälligst dazu stehen oder ganz die Klappe halten.

Langsam aber sicher wird der DFB mit seinen Wahrheitsbeweisen, die gerade die Wahrheit nicht beweisen, unglaubwürdig und die Vermutung, dass es um etwas ganz anderes geht als Amerells sexuelle Nöte drängt sich immer mehr auf.

Ein neuer Experte taucht aus dem Schlamm auf: Franz-Xaver Wack, Dentist und ehemaliger Schiedsrichter. Er weiß alles und wußte schon immer alles. .. continue reading ..


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26 Feb 10

Am Rande der Berichterstattung über den Fall Kempter hat sich unter den Lesern von queer.de eine interessante Diskussion entwickelt:

Von hetenbild

Nicht nur hier gehts dem Ruf des “guten Schwulen” zurzeit an die Wäsche. Dem heterosexuellen BILD-, FAZ- oder WELT-Leser (ja, die gibts in der Realität) ohne Homo-Bezug stellt sich Homosexualität wie folgt dar:

Schwule sind selbst intolerant, wünschen anderen sogar den Tod (Big Brother), verstecken sich immer noch in Männernbünden (Katholische Kirche) und sind im Grunde pädophil oder sie tarnen sich als Ehemann und grabschen andere (junge) Männer an (DFB).

Würde es nicht so traurig sein, könnte man nüchtern feststellen, “wir” haben im Moment ein Image-Problem. .. continue reading ..


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25 Feb 10

Ach waren das Zeiten, als es im Londoner Viertel Earl’s Court an der Old Brompton Road noch The Coleherne gab. In den Räumen des einst traditions- und geschichtsträchtigen Pubs für richtige Männer, Männer, die heute in einem Alter sind, in dem der beherzte Umgang mit geriatrischen Leiden das gemeinsame Biertrinken verdrängt, und nicht für vaniallasex-orientierte Jungs, hat sich im vergangenen Jahr eine heterosexualisierte Familienanstalt breit gemacht.

Ein Teil der Beschäftigten wurde übernommen, doch mochten sich neuer Eigentümer und altes Personal nicht so recht aneinander gewöhnen:

Charles Lisboa, 41, told a tribunal how staff in The Pembroke Arms, a former gay pub in London’s Shepherd’s Bush, were referred to as “queens” and one was told his manner of walking was “too camp”.

The former assistant manager said he had been ordered to put up a sign outside that said “This is not a gay pub” and made to reprimand a homosexual couple for their overtly romantic behaviour, before being told he was “another kind of gay”.

Der Besitzer wollte dem Stadtteil nur Gutes tun: .. continue reading ..


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