Alltag



4 Mar 10

Amerell: … und alle mit Sir Zwanziger dann zu Tische gehn.

Alle: Alles in der Welt ist Posse. Als Possenreißer ist der Menschen geboren. In puncto Treue und Vernunft sitzt er nicht grade fest zu Rosse. Ein jeder wird geprellt. Doch gebt nur acht: Es lacht am besten wer als letzter Lacht!

(Der Vorhang fällt)


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3 Mar 10

Heute vor einem Jahr ist das Gebäude des historischen Archivs der Stadt Köln eingestürzt. Eingestürzt? Nun, es ist nicht einfach so eingestürzt. Unfähigkeit und kriminelle Energie der für den Bau der Kölner Nord-Süd-Stadtbahn Verantwortlichen haben diesen Einsturz herbeigeführt, der nicht nur die Kölner Geschichte im schlamm versinken ließ, sondern, schlimmer noch, zwei Menschen das Leben kostete.

Heute zum Jahrestag hat der Kölner Stadt-Anzeiger Ortspromis befragt, wie sie den Tag in Erinnerung haben. Bettina Böttinger (Kölner Treff) meint:

Ich konnte es einfach nicht fassen. Es war unvorstellbar, war ich doch gerade erst eine Woche vorher auf dem Rosenmontagszug durch die jubelnde Menschenmenge in der Severinstraße gefahren. Erst als ich die Bilder im Fernsehen sah, begriff ich: Dies ist kein Film, dies ist die schreckliche Wirklichkeit. .. continue reading ..


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20 Feb 10

Wer hätte das gedacht: Guido Westerwelle wird in diesen Tage ernster genommen, als jemals zuvor in seiner Politkarriere. Musste er sich noch vor wenigen Tagen als politisches Leichtgewicht bezeichnen lassen und wurde ihm nachgesagt, er könne kaum ernsthaft auf die Geschicke des Landes Einfluss nehmen, so bieten seine Gegner nunmehr alles auf, was kläffen kann. Merkel hat das ihr bis dahin vermutlich völlig unbekannte Wort Duktus gelernt, um der erstaunten Öffentlichkeit mitzuteilen, dass sie nicht  weiß, worum es geht, aber nicht Westerwelles Meinung ist. Heiner Geisler bekam Frischzellen gespritzt und verkündet nach einem Blick in einen Spiegel, Westerwelle sei ein Esel, und die SPD, unbeleckt von inhaltlichen Ansätzen, versucht mit Nazivergleichen ihr Glück. Selbstverständlich haben sich auch einzelne sogenannte Schwulenaktivisten, die man schleunigst deaktivieren sollte,  zu Wort gemeldet und brüllen gegen die vermeintliche Westerwelle’sche Dekadenz mit dem höchst dekadenten Slogan Gays against Guido an; ganz so, als dürfe ein schwuler FDP-Vorsitzender, Vizekanzler und Bundesminister des Auswärtigen nichts anderen tun, als rund um die Uhr eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze fordern. Gerade bei Westerwelles schwulen Widersachern habe ich den Eindruck, dass es ihnen gar nicht um die Sache geht, sondern sie einfach froh sind, endlich etwas gefunden zu haben, um draufhauen zu können.

Die Meisten, die sich empörungsgeladen auf Westerwelle einschießen, müssen sich zwei Versäumnisse vorhalten lassen. .. continue reading ..


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11 Feb 10

Wie schön, es gibt wieder Daten zu kaufen. Nachdem die Bundesregierung und die nordrhein-westfälische Landesregierung kürzlich den Diebstahl von Daten legalisiert haben, machen die Menschen sich ans Werk, klauen und verhökern Daten wo sie nur können:

Bei der BKK Gesundheit hat sich ein Sicherheitsleck aufgetan. Die mit 1,4 Millionen Versicherten zweitgrößte Betriebskrankenkasse wird seit einigen Tagen mit gestohlenen Kundendaten erpresst. .. continue reading ..


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14 Jan 10

In Köln hat sich vor ungefähr eineinhalb Jahren ein Brauch entwickelt: Frisch Verliebte, meisten in der Kombination Mann-Frau  oder Frau-Mann, manchmal auch Mann-Mann oder Frau-Frau, gravieren ihre Namen in Vorhängeschlösser und bringen diese an der stromaufwärtigen Seite der  Hohenzollernbrücke an einem Absperrgitter an.

Angeblich soll dieser Brauch aus Rom übernommen worden sein. Wie auch immer: Wenn in Köln einmal einer etwas anfängt, macht’s gleich ein zweiter nach und spätestens mit dem dritten Nachahmer ist eine neue rheinische Tradition begründet; so haben sich im Laufe der Monate massenhaft metallisierte Liebesschwüre an der Eisenbahnbrücke angesammelt. Die dazugehörigen Schlüssel werden übrigens der Tradition gemäß in den Rhein geworfen.

Mir ist nicht klar was das soll .. continue reading ..


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7 Jan 10

Ich hatte gestern das Vergnügen, das Centro in Oberhausen zu besuchen. Das Vergnügen ergab sich allein aus der Tatsache, eine sehr angenehme Begleitung gehabt zu haben.

Zur Erledigung einer dringenden Angelegenheit für einen Augenblick allein gelassen machte ich eine schreckliche Entdeckung:

Eine furchtbare Krankheit breitet sich aus unter den Männern, und zwar besonders unter den dunkelhaarigen: .. continue reading ..


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31 Dec 09

Ich bin nicht gefragt worden, ob ich auf diese Welt kommen möchte. Warum darf ich nicht wenigsten so leben, wie ich will?

Warum wird mir vorgeschrieben, dass ich mich beim Autofahren anschnallen muss?

Warum muss ich beim Mopedfahren einen Helm tragen?

Warum darf ich nicht die Drogen nehmen, die ich nehmen möchte? .. continue reading ..


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19 Oct 09

Wir erinnern uns: Nachdem KVB-Vorstand Walter Reinartz in Köln so ziemlich alles krumm und schief werden oder gar in sich zusammen-  oder aus dem Amt stürzen ließ, sandte die Berliner CDU als Notopfer Peter Kurth nach Köln. Er sollte hier nicht nur Bürgermeister, nein sogar Oberbürgermeister werden. Die CDU hielt sich dabei für besonders geschickt und schickte mit Kurth einen schwulen Mann vom Schnöseldorf in die rheinische Metropole. .. continue reading ..


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31 Jul 09

“Name ist Schall und Rauch”, lässt Goethe seinen Faust sprechen.

Nun wissen wir wohl alle, dass das so nicht stimmt und ein wohlklingender Name durchaus hilfreich ist. Reicht des Namens Wohlklang nicht, werden oft Titel und akademische Grade beigerührt, und nicht zuletzt die Häufung von Künstlernamen in der Unterhaltungsindustrie, fernab aller Kunst, unterstreicht die Bedeutung des ‘richtigen’ Namens. Unbestätigten Gerüchten zufolge nutzen auch Blogger Aliasnamen.

Sich eines anderen als den von den Eltern verpassten Namens zu bedienen mag verschiedene Gründe haben. Tarnung zum Beispiel; die Alten erinnern sich vielleicht an einen gewissen Willy Brandt, der als Herbert Ernst Karl Frahm ins Geburtenbuch eingetragen worden war .. continue reading ..


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6 Apr 08

Da sind sie wieder, die störenden Menschenrechte. Diesmal lärmen sie nicht im fernen Tibet, sondern auf der Oxford Street in London. Sie wagen es, sich dem Fackellauf des Geldes und des Kommerzes in den Weg zu stellen. Unerhört, wie es einige Aufrührer wagen können, die bigotte Friede-Freude-Eierkuchen-Show zu stören.

Die Presse ist sich über die Bewertung der Vorfälle in London weitgehend einig:

welt.de: Olympischer Fackellauf in London von Protesten getrübt

sueddeutsche.de: Demonstranten stören Fackellauf

Tatsächlich ist dieser Fackellauf und sind die Olympischen Spiele in einem ganz anderen Sinn gestört und getrübt, als die Presse meint. Ja, auch einige unserer führenden Presseorgane scheinen mir erheblich gestört und in ihrer Wahrnehmung des Weltgeschehens getrübt zu sein. .. continue reading ..


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3 Apr 08

Dombach

Bergisch Gladbach hat einen Darkroom! Wirklich! .. continue reading ..


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8 Mar 08

POst

von Teppichhaus Trithemius


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5 Mar 08

Die Liechtenstein-Affäre wirft ein fragwürdiges Licht auf unseren Rechtsstaat. Eine oder mehrere Personen haben sich dort in (sowohl nach dortigem wie auch nach hiesigem Recht) rechtswidriger Art und Weise von mehreren Banken Kundendaten beschafft. Diese Daten wurden unter anderem vom Bundesnachrichtendienst angekauft. Ungeklärt ist, ob die Datenverkäufer auf den Bundesnachrichtendienst zugekommen sind, oder ob gar der Bundesnachrichtendienst zum Datendiebstahl angestiftet hat. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es sogar zu Erpressungen durch den Bundesnachrichtendienst oder durch auf sein Geheiß handelnden Personen gekommen sein. .. continue reading ..


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