Homos können keine Familienväter sein

Die römisch-katholische Kirche und ihre unwürdigen Würdenträger lassen keine Gelegenheit aus, gegen schwule Männer zu hetzen. In der aktuellen Ausgabe von hinnerk (4/2010) erklärt der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke dreist und frech:

Aber wir wollen in unserem Klerus keine Homo-Kultur haben, weil wir an dem Ideal von Ehe und Familie festhalten. Das Ideal des Zölibats ist das Folgende: Wir haben einen Mann, der genauso gut Familienvater sein könnte.

Wie hinnerk zu der Wertung, das Erzbistum Hamburg überzeuge durch ehrliche Selbstkritik, kommt, erschließt sich mir nicht.

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6 Responses to Homos können keine Familienväter sein

  1. Gunnar says:

    Also, irgendwie fehlt mir da was beim Titel: Müsste es nicht heißen “Bekennende Homosexuelle können keine Familienväter sein” ?? Aber was ist dann mit den Bisexuellen? Ganz normale Väter, oder? Würde auch erklären, warum die 98% der Fälle an Missbrauch totgeschwiegen werden. (Die Prozentzahl ist eine realistische Schätzung der Fälle von sexuellem Missbrauch in heterosexuellen Familien, ohne Rücksicht auf die Art der Übergriffe, bezogen auf die Gesamtzahl der Fälle von sexuellem Missbrauch überhaupt.)

    • Die rk Kirche wird gar nicht so genau differenzieren wollen. Es geht denen ja darum, in der aktuellen Missbrauchsdiskussion die Klinge gegen homosexuelle Menschen richten zu können. Da kann man sich nicht bekennend oder nicht bekennend aufhalten. Diffenrenzierte Informationen irritieren die Gläuben nur.

  2. gokui says:

    knapp gesagt: die ideale der kirche kotzen ( sorry ) mich an.
    diejenigen ( kirche & politik ) die uns ideale predigen, bekommen nicht mal ihre eigenen lebensweisen hin.

  3. Gunnar says:

    Steven, das ist offensichtlich, dass die Kirche dies nicht will. Ich wollte dieses bigotte Verhalten einmal mehr auch mit Zahlen belegen. Viele Heteros, mit denen ich über das Thema Missbrauch gesprochen habe, zeigten sich erstaunt und erschrocken ob dieser Zahlen. Und schockiert deshalb, weil sie dann selbst sahen, wie der Hase laufen sollte. Sich durch flagrante Lügen manipulieren lassen, das hat aber wohl keiner gern.

    • Nun, ein glaubender Mensch ist immer ein manipulierter Mensch. Und natürlich nehmen die lieben Sonntagskatholiken nur allzugerne die Schuldzuweisungen der Amtskirche als Wahrheit hin.

      Die Berufsschwulen (ich meine damit diejenigen, die sonst bei jeder Gelegenheit so gerne die Klappe aufreißen) nehmen die Ablenkungsmanöver der rk Kirche (aber auch anderer, siehe Odenwaldschule) teilnahmslos hin. Ich weiß nicht, ob das einfach nur Desinteresse ist, oder ob gar nicht gesehen wird, weil durch das auf Westerwelle-Einschlagen abgelenkt, was sich da zusammenbraut.

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