Wer ist Kurt J. Heinz?
Es selbst nennt sich christlicher Publizist. Ich nenne ihn schludrig arbeitenden, seelenlosen Schreiberling, der nicht einmal davor zurückschreckt, auf der katholischen Hassseite kreuz.net zu veröffentlichen. Kurt J. Heinz, bisher noch nie als Kämpfer für die Freiheit aufgefallen, versucht sich nun als Freiheitskämper. ‘Freiheit den Schwulenheilern’, das ist seine Devise.
so begann ich im April 2009 einen Post über christliche Schwulenheiler und ihre Claquere. Seitdem grollt mir Kurt J. Heinz. Heinz ist nicht der gleichnamige Ketchup, sondern der Betreiber des Portals Medrum. Dieses widerum gibt er als Christliches Informationsforum aus. Am vorvergangenen Wochenende scheint er, getreu dem biblischen Motto, die Rache ist mein, spricht Kurt der Heinz, nun Mittel und Wege gefunden zu haben, fundamentalchristliche Rache zu nehmen.
Unter der Überschrift
schreibt er sich all die Sorgen und Nöte, die er mit mir hat, von der Seele. Bevor ich nun im Einzelnen auf Heinz’ Ausführungen eingehe, darf ich versichern, dass ich hocherfreut bin, ihn nun seit fast einem Jahr zu meinen treuen und begeisterten Lesern zählen zu dürfen. Jedoch offenbart er schon in der Überschrift die ihm gegebenen Ahnungslosigkeit. Ich habe mit der Schwulenszene, so sie außerhalb der Fantasie der Fundamentalchristen überhaupt existiert, nichts zu tun. Ich weiß nicht einmal, wo ich sie suchen soll. Vielleicht in dem Christlichen Informationsforum?
Nun im einzelnen:
Polemik gegen JUNGE FREIHEIT, Bundesverfassungsgericht, Helmut Matthies, idea und evangelikales Weltbild
schreibt Heinz im Subheader seines Artikels über meinen Post Langsames Erwachen und übersieht dabei geflissentlich, dass die Feststellung von Tatsachen keine Polemik ist.
Die Auffassung der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, die JUNGE FREIHEIT stehe dem rechtsextremen Milieu nahe, deswegen hätte der Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur “idea”, Helmut Matthies, den Gerhard-Löwenthal-Preis nicht annehmen dürfen, erhielt uneingeschränkten Beifall vom Schwulenportal “Steven Milverton”.
Hätte sich Kurt die Mühe gemacht, er hatte immerhin mehr als eine Woche Zeit, meinen Post sorgfältig zu lesen, wäre ihm, eventuell nach eingehender Beratung mit klugen Menschen, aufgefallen, dass ich der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland keineswegs uneingeschränkten Beifall spendiert habe, sondern vielmehr den samthandschuhartigen Umgang der Evangelischen Kirchen, auch der Mitteldeutschen, mit dem rechtsextremen Spektrum beanstande.
Interessant ist übrigens, dass Heinz in seiner Erwiderung, oder was auch immer sein Geschreibsel sein soll, auf meinen Post, in dem ich Homosexualität nicht thematisiere, nicht ohne neun Begriffbildungen mit ’schwul’ auskommt. Da Heinz gewohnheitsmäßig nichts inhaltlich Beachtliches schreibt, ist das wohl der Versuch, in fundamentalchristlichen Klischeesümpfen zu fischen und Vorbehalte zu generieren oder zu bedienen.
Das Schwulenportal Milverton, das sich meist anderen Themen zuwendet (Bild links),
Schade: Jemand, der wie Kurt ein Internetportal betreibt, sollte wissen, wie das Internet, namentlich wie Blogs funktionieren. Der von Kurt gefertigte unscharfe Screenshot von meinem alten Blog
zeigt nicht, welchen Themen sich das Schwulenportal Milverton zuwendet, sondern welchen Themen sich meine evangelikalen Leser zuwenden, denn in der Tat erhöhen sich die Zugriffszahlen auf die Penisbilder und die Dicken Eier immer dann, wenn ich über Evangelikale schreibe. Verwunderlich ist das nicht. Wer zu Hause nichts zu lachen hat, will wenigsten im Internet seine Freude haben. Immer wenn meine evangelikalenkritischen Posts in evangelikalen Kreisen herumgereicht werden, und das werden sie, dafür sorgen schon Leute wie Heinz, dann ist es natürlich eine willkommene Gelegenheit, auf dem bösen, bösen Schwulenportal Milverton sich einmal der Versuchung hinzugeben, richtig schöne Schwänze und fette Männereier anzuschauen. Kurt hat es auch gemacht, natürlich nur, um, wie der us-amerikanische Schnüffler Peter LaBarbera (Porno-Pete), anschließend im Dienste einer höheren Aufgabe, Fundamentalchristen haben nur eine höhere Aufgabe: Schwulenhass, über schwule Menschen herziehen zu können. Die Tatsache, dass Heinz sich für einen Screenshot der Baits und nicht für einen der in meinem alten Blog ebenfalls weit oben gezeigten Most Important-Posts mit Beiträgen wie Liebe, Stille, Freunde, Selbst schuld und Glaubensfragen entschieden hat, offenbart erneut sein schlichtes Denk- und Handlungskonzept.
greift die von den Presseagenturen verbreitete Erklärung Wagners auf und liefert als Begründung für seine Schelte, anlässlich der Preisverleihung habe nicht mehr vertuscht werden können, daß Matthies mit den Rechtsextremisten paktiere.
Was nach wie vor eine zutreffende Einschätzung ist.
Deswegen habe die Evangelische Kirche durch den Bildungsreferenten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland Bedenken angemeldet.
Richtig. Ich füge hinzu, dass die Bedenken viel zu schwach formuliert sind.
Wie Wagner ordnet auch das Schwulenportal die JUNGE FREIHEIT dem rechtsextremen Milieu zu.
Den Begriff Milieu habe ich nicht verwendet und selbst wenn Kurt es empfiehlt, werde ich mir keine vereinfachende Wahrnehmungsstruktur aneignen.
Die ‘Junge Freiheit’ sei das Verkündungsblatt deutscher Rechtsextremisten, so Milverton, der auch das Bundesverfassungsgericht verdächtigt, dem Rechtsextremismus nahezustehen. Das Bundesverfassungsgericht halte seine schützende Hand über die Rechtsextremisten und verhindere so, daß von den nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbehörden über die JUNGE FREIHEIT berichtet werde, stellt Milverton fest.
Nun, wie erwähnt, hat Kurt meinen Post nicht mit der gebotenen Sorgfalt gelesen, sonst wäre dem gewieften Fuchs gewiss nicht entgangen, dass ich weder das Bundesverfassungsgericht verdächtige, schützend eine Hand über Rechtsextremisten zu halten, sondern vielmehr kritisiere, dass es den Verfassungschutzbehörden im Kampf gegen den Rechtsextremismus unnötige Hürden aufbaut, noch behaupte, das Bundesverfassungsgericht verhindere die Berichterstattung über die Junge Freiheit. Möglicherweise ist Herrn Kurt zum ersten Mal in seinem Leben das Wort angemessene begegnet und er wußte nichts damit anzufangen.
Den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Junge Freiheit hat Kurt vermutlich auch nicht oder nicht richtig gelesen, denn sonst wüßte er, dass seine Kritik an meinen zutreffenden Ausführungen gegenstandslos ist. Das Bundesverfassungsgericht hat nämlich mitnichten die Junge Freiheit vom Verdacht des Rechtsextremismus gesäubert, sondern, ganz im Gegenteil, diese Frage mit instruktiven Hinweisen zur Sachverhaltsaufklärung einer erneuten fachgerichtlichen Prüfung zugeführt.
Das Schwulenportal reiht gleichermaßen “Idea Spektrum” in die Reihe extremistischer Publikationen ein.
Das habe ich nicht getan, aber aufgepasst, was Kurt macht:
Es bezeichne sich zwar als christliches Nachrichtenmagazin, sei aber, nicht zuletzt aufgrund seiner notorisch schwulenfeindlichen Berichterstattung, eindeutig evangelikal ausgerichtet und werde vom Glaubensextremisten Matthies geprägt. Deswegen sei es nicht verwunderlich, daß “der Extremist Matthies” von den Extremisten um die ‘Junge Freiheit’ einen Preis verliehen bekommen habe. Damit spricht Milverton eine Assoziation aus, die sich dem Leser der Stellungnahme des Oberkirchenrats erschließt: Es liege die Vermutung nahe, dass der Glaubensextremist auch ein Rechtsextremist sei, so Milverton.
Ich habe, so wie es das Bundesverfassungsgericht in seinem Junge-Freiheit-Beschluss vorgemacht hat, scharf zwischen Person und Publikation unterschieden. Heinz verrührt das alles und unterstellt, ich würde Idea Spektrum irgendwo einreihen. Diesen Trick werden Heinz’ flüchtige Leser vermutlich nicht durchschauen; er braucht ihn, um seinen Vorwurf
Anti-evangelikale[r] Polemik
halten zu können.
Die vorbehaltlose Unterstützung für den Oberkirchenrat steht im Einklang mit der anti-evangelikalen Polemik des Schwulenportals, das kritische Analysen homosexuell geprägter Anschauungen und Interessen bekämpft [...].
Er spielt auf meinen Umgang mit seiner Seelenverwandten Christl Vonholdt hat, die jedoch noch nie eine Analyse vorgelegt hat, wohl aber ihren Fantasien über Männersex regelmäßig freien Lauf lässt.
So beispielsweise einen Beitrag der Kinderärztin Dr. Christl Vonholdt,
Falls Heinz das Leben und Wohlergehen der Kinder im Einzugsgebiet der Vonholdt etwas bedeutet, kann er sich nützlich machen, indem er sich dafür einsetzt, dass dieser Scharlatanerine die Approbation entzogen wird.
in dem sie sich kritisch mit einem Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften aus der Sicht des Kindeswohls auseinandersetzt.
Nun bekämpfe ich nicht die Vonholdt. Ich glaube nicht an den fundamentalchristlichen Gott und muss deshalb nicht gegen Menschen kämpfen. Jedoch trete ich ihren abstrusen Ansichten entgegen. Nicht zuletzt, weil die Vonholdt weiß gar nicht weiß, was Kindeswohl bedeutet.
Es lässt sich erahnen, welche Geister durch die Kritik der EKM auf den Plan gerufen werden und sich zu einer – wenn auch vielleicht nicht von allen Seiten so gewollten -Allianz gegen politisch unwillkommenen christlichen Geist verbünden.
Der Christliche Geist (im Gegensatz zu Heinz halte ich es für angemessen, für beide Worte die Großschreibung zu wählen) ist nicht unwillkommen. Unwillkommen ist, was Menschen wie dieser Kurt J. Heinz daraus machen.
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es gibt wohl nur eine einzige bevölkerungsgruppe, die auf penisse in wort oder bild noch aufgestachelter reagieren als wir schwuppen. einfach niedlich.
“aufgestachelter”
ich kann nicht anders, ich muss mir das auf-gestachelt jetzt bildlich vorstellen …