4 Jan 10

In der Republik Uganda, ich bin schon mehrfach darauf eingegangen, wird gegenwärtig darüber diskutiert, wie schwule Männer zukünftig zu bestrafen seien. Von christlicher Seite wird die Todesstrafe gefordert.

Während Staaten wie die USA und Großbritannien durch unmittelbare Ansprache  ihrer Regierungschefs an das Staatsoberhaupt und den Regierungschef Ugandas versuchen, das schlimmste zu verhindern, hat die bundesrepublikanische Regierung in Berlin einen ganz gewieften Plan.

Niebel kündigte in diesem Zusammenhang für Januar die erneute Einbestellung des ugandischen Botschafters an.

Boah! Das wird ganz Uganda erschüttern. Da wird die dortige Regierung sofort in die Knie gehen.

Nebenbei: Niebel, Dirk Niebel (FDP) bekleidet gegenwärtig die milchgesichtige Rolle des deutschen Auslandsüberweisungsministers.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung droht mit der Kürzung der Entwicklungshilfe, falls ein solches Gesetz verabschiedet wird.

Oho, die Bundesregierung droht. Nur mal eine Frage: In Uganda werden schon jetzt schwule Männer für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt. Das ist kein Grund, die Entwicklungshilfe zu kürzen oder, besser noch, insgesamt zu streichen?

Niebel sagte: “Wir gehen davon aus, dass sich die ugandische Regierung von dieser Regelung distanziert.” Andernfalls gebe es im Entwicklungsministerium bereits einen “abgestuften Plan”.

Wie schön! Nicht nur, dass die amtierende Bundesregierung vorgibt, erstmalig überhaupt einen Plan zu haben, nein, es soll sogar ein abgestufter sein. Wie sieht der Plan denn aus? Stufe 1: Eine Tasse Kaffee mit dem Botschafter trinken; Stufe 2: Zwei Tassen Kaffee mit dem Botschafter trinken; Stufe 3: Drei Tassen Kaffee mit dem Botschafter trinken; Stufe 4: Soviel Kaffee mit dem Botschafter trinken, bis dieser pissen muss; oder wie?

Bananenrepubliken unter sich – mehr fällt mir zu diesem Rumgeeiere der Bundesregierung nicht ein.

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