28 Dec 09

Ratzinger jammert in seiner Weihnachtsbotschaft,

Die Kirche verkündet die Frohbotschaft Christi trotz der Verfolgungen, der Diskriminierungen, der Angriffe und der zuweilen feindlichen Gleichgültigkeit.

und liefert damit einmal mehr ein wunderbares Beispiel, wie das Christentum die Wirklichkeit auf den Kopf stellt. Ich hatte jedenfalls nicht den Eindruck, dass Ratzinger, kostspielig gewandet, nebst Claqueren im fein herausgeputzten Petersdom, auf eigenem Staatsgebiet, in feierlichstem Protz und Pomp benebelt dem Kult des Fleich- und Blutverschlingens huldigend, verfolgt oder diskriminiert wurde. Und von feindlicher Gleichgültigkeit kann auch keine Rede sein; immerhin haben die Fersehsender weltweit den Hokuspokus kostenfrei (will heißen: auf Kosten des treudoofen Fernsehgebührenzahlers) übertragen.

Allerdings – da war doch was: Am Rande der Feierlichkeiten zupfte eine Frau an dem albernen Gewand des Papstes, woraufhin der alte Dattergreis prompt auf die Schnauze fiel. Dieser unbedeutende Zwischenfall wird seithier von interessierter Seite zu einem Angriff oder gar Anschlag auf den Papst hochstilisiert. Viel bemerkenswerter als der kaum Unterhaltungs- noch geschichtlichen Wert aufweisende Zwischenfall ist jedoch, dass, noch bevor über den Verlauf des Zwischenfalls an sich berichtet wurde, die Medien, vom Vatikan souffliert, klarstellten, dass die Frau, die aller Welt die Gebrechlichkeit der römisch-katholischen Kirche vor Augen führte, psychisch krank beziehungsweise geistesgestört sei.

Aus Sicht der römischen Katholiken ist es außerordentlich wichtig, diese Frau als unzurechnungsfähig darzustellen, damit ja niemand auf den Gedanken kommt, dass sie es vielleicht nicht ist und vielmehr die Jünger des Hitlerjungen Ratzinger, die sich im Peterdom zusammenscharrten, nicht mehr alle Tassen im Schrank haben – zumindest nicht mehr in der richtigen Reihenfolge.

Dass es aber so ist, dass Ratzingeranhänger eine erworbene Geistesschwäche haben, beweist der Blogger Reinhard Lütkemeyer,

auf dessen Seiten man von der schon den Nazis bekannten “israelisch-anglo/amerikanischen Hochfinanz” über die “israelische Militärjunta” bis zum “amerikanischen Amüsier- und Konsumfaschismus” so ziemlich alle antisemitischen und antiamerikanischen Stereotypen vertreten findet, die man sich vorstellen kann. (Quelle: israel-network)

Zunächst beklagt er die Berichterstattung in den deutschen Medien als unzureichend und ordnet die Frau auch gleich dem vom ihm gewünschten Täterkreis zu:

In den Zeitungen wird alles so dargestellt, als sei die geistig verwirrte Schuschanna – eine Jüdin ? – aus dem Nichts gekommen, so dünn sind die Meldungen in “deutschen” Zeitungen zu dem heimtückischen Anschlag.

Geheimdienstler Lütkemeyer aus dem Rentner- und Pensionärsdomizil Bad Godesberg hat die Hinter- und Abgründe dieses scheußlichen, unvorstellbar grausamen Verbrechens aufgedeckt:  Eine Verschörerbande von internationen Dimensionen hat sich gegen Ratzinger und die Deppen, die ihm nachrennen, verschworen.

Kriminelle “Oligarchen” und VerbrecherInnen aus aller Herren Länder, zuletzt die jüdische Mafia aus der zusammenbrechenden Sowjetunion,

haben sich mit dem Bock,

der zugleich als Gärtner tätig ist, das kommt jetzt immer öfter vor.

und Teppichhandelsabteilung der FAZ zu schändlichem Tun verbunden:

Bereitet sie doch seit Jahren mit hämischen und abwertenden Berichten u.a. im niveaulosen und dürftigen Blog von Daniel Deckers zum Katholizismus und zur Katholischen Kirche genau jenen profitgierigen „egoistischen und technokratischen Kreisen“ den Boden, die sich in Deutschland nach der Wende tonangebend in nahezu allen Teppichetagen breit machen.

Hinter allem stecken, von langer Hand planend,

die Gierigen, das sind die “üblichen Verdächtigen” wie die Oppenheims in Köln oder die Madoff-Family in New York, auch alte Bekannte in Deutschland wie Theo Zwanziger, Jogi Löw, Alice Schwartzer, Angela Merkel oder Josef Ackermann.

Über viele weitere Zeilen schreibt sich Lütkemeyer seine – wie die Weihnachtspredigt des Papstes – geistlose Kacke von der Seele und wirft damit die Frage auf, wann er zum Selbstmordattentat auf die Ackermanns, Zwanzigers und Merkels dieser Welt schreitet.

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