18 Dec 09

Gay Banker hat einmal mehr einen seiner berühmten ‘Dear GB’ Posts veröffentlicht. Es geht um einen jungen Mann, der von seinem ersten Mal berichtet

It was two hours of passion, I’d never experienced anything like it, but it was nothing short of a great sexual connection/experience.

und sich nun sorgt:

He moved from the city a week later, and I was left hanging. For him, I was just a guy to hook-up with (at least that’s what I assume), for me it was life-changing in a way. I couldn’t get that night out of my head for the next couple months. The whole thing threw me through a loop? Why was this so effective on me? Obsession isn’t the right word, but maybe I fell for this guy, I can’t decipher my feelings. And I think about how he’s a part of the gay community, and these hook-ups, especially in a big city, are seen as common. But not for me. Also, I felt a serious connection with this guy, sexually that is. Or was it just built up hormones? Anyways, he came back to town for a couple weeks and we met up a couple times. Had an amazing night again, where we spent three hours naked together fully enjoying each other’s bodies, with barely any conversation. And now he’s gone again, and I’m left in school with nothing seemingly exciting going on, because our experience was the most exciting experience I’ve had in a very very long time. But for him it was just a good time, and he’s got lots going on in his life. I have school, and since I’ve given up partying, not a whole lot of anything else. I have no idea how to interact with another guy on this level. Or how to deal with the dynamics of a relationship like this.

Seufz… Ich erinnere mich auch noch an mein erstes Mal. Es war in Osnabrück. Dirk heißt der Mann, der mir gezeigt hat, wie schön und erfüllend Männersex sein kann. Kennen gelernt haben wir uns in Münster. Da war’s noch ganz harmlos; ein bisschen Blasen, ein bisschen gegenseitiges Wichsen. Ein paar Tage später hat er mich zu sich nach Hause eingeladen. Puuuh, war ich aufgeregt. Fast hätte ich den Weg nicht gefunden. Verfahren habe ich mich, damals gab’s noch kein Navi, und ich wurde immer nervöser, weil die verabredete Uhrzeit längst verstrichen war. Aber Dirk war sehr nett. Er ließ mich erstmal bei sich zu Hause ankommen, nicht nur physisch, auch psychisch. Denn ein Fickdate hatten wir gar nicht vereinbart. Ich wollte und sollte zwar übernacht bleiben, aber davon, dass wir zusammen schlafen würden, war nicht die Rede. Aber Dirk wusste es wohl, jedenfalls war alles entsprechend vorbereitet, und ich wollte endlich gefickt werden, wollte endlich wissen, wie sich so ein Schwanz in mir anfühlen würde, wollte endlich, dass jemand mit mir das machte, was ich schon mit ein paar Männern vorher gemacht hatte. Ja, bevor ich Dirk kennen lernte, hatte ich ein paar Männer gefickt. Aber keinen dieser Ficks würde ich als ‘mein erstes Mal’ bezeichnen. Das hat nichts mit aktiv/passiv, top/bottom zu tun. Ich mag beides gleich gerne und es war immer geil und aufregend, aber es fehlte das besondere Feeling. Dieses stellte sich erst bei und mit Dirk ein.  Ihm habe ich mich zum erstenmal hingegeben – mit Leib und mit Seele. Es war das erste Mal, dass ich Sex mit allen Sinnen voll und ganz genossen habe. Dirk hat es aber auch verdammt gut gemacht. Ich hatte ziemliche Angst, dass es weh tun würde. Aber nicht mit Dirk; er machte es einfach zu gut. Er war einfach zu geil, als dass ich mich nicht in ihn verliebt hätte. Er hätte wohl mit mir alles machen können, ohne dass es wehgetan hätte. Und wenn doch, dann hätte ich die Schmerzen genossen.

Ich habe Dirk nie wieder gesehen. Ich war zu dumm und zu unerfahren, um eine Beziehung, wie auch immer diese hätte aussehen können, mit ihm aufzubauen. Über Sex wusste ich damals – zumindest theoretisch – alles; über Liebe, über Gefühle wusste ich nichts. Ich konnte damit nicht umgehen.

Dirks Schatten hat mich lange in meinen Gedanken verfolgt. Er war der Maßstab für alle, die nach ihm kamen. Diejenigen, die nach ihm kamen, sind jedoch – mit einer Ausnahme! – kaum der Rede wert. Ich hatte guten Sex, schlechten Sex und Sex der richtig weh getan hat – Schmerzen, die überhaupt nicht geil waren.

Ich bin sehr dankbar, dass Dirk der Mann für mein erstes Mal war. Ohne ihn hätte ich mir wahrscheinlich weiterhin ein Date nach dem anderen gesucht. Immer neuen Sex, immer neue Männer, immer auf der Suche nach dem schöneren, längeren, geileren Sex. Gayromeo macht’s möglich; jeden Abend eine neue Attraktion. Doch dank Dirk wusste ich, dass es etwas gibt, auf das es zu warten lohnen würde. Warten, bis wieder richtige Gefühle, Verliebtheit und Liebe dabei sind.

Heute weiß ich, das Warten hat sich mehr als gelohnt!

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