18 Nov 09

Die Schwusos, vertreten durch ihren Bundesarbeitskreisvorsitzenden Ansgar Dittmar, teilen der verblüfften Öffentlichkeit mit (Hervorhebung durch mich):

Der SPD-Bundesparteitag am Wochenende in Dresden war aus der Sicht der Schwusos ein voller Erfolg. Die Forderung nach voller Gleichstellung von Lebenspartnern und die Ergänzung des Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz um die „sexuelle Identität“ hat gezeigt, dass die SPD die Partei der Vielfalt ist. Aber nicht nur inhaltlich hat die SPD Farbe bekannt. Auch organisatorisch sind den Worten Taten gefolgt. Wir sind jetzt an den SPD-Bundesvorstand kooptiert. Das ist ein großer Erfolg für uns.

Die SPD betreibt eine aktive Diversity-Politik – nach innen und nach außen. Das unterscheidet sie von den anderen Parteien, die es nur bei bloßen Ankündigungen belassen.

Die Schwusos müssen auf einem fernen Planeten leben. Die SPD hat in der vergangenen Legislaturperiode zusammen mit der CDU/CSU ohne Not keine Gelegenheit ausgelassen, Fortschritte bei der rechtlichen Gleichstellung von schwulen und lesbischen Menschen zu verhindern. Schaut man auf die Situation im Bundesgebiet, so lautet der Befund, dass jede Parteienkonstellation, an der die SPD nicht beteiligt ist, für schwule Menschen besser ist, als andere.

Angesichts der Tatsache, dass die SPD in den vergangenen vier Jahren nicht einmal die Hand für schwule Menschen gehoben hat und das von der SPD in der vergangenen Legislaturperiode geführte Bundesaußenministerium es schlichtweg ablehnte, sich für das Schicksal schwuler Menschen im Ausland einzusetzen, ist es einfach nur lächerlich, sich wie im Tollhaus darüber zu freuen, dass irgendwer in der 20-%-Partei mit irgendwem kooptiert.

Verständlich wird das weltfremde Getue nur, wenn man berücksichtigt, wen die Schwusos als Maßstab ihres ‘Erfolges’ nehmen: ausgerechnet die LSU.

Gegenüber queer.de erläutert er die Passage in dem Sinne, dass die CDU etwa die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) “verhungern lässt”. (Quelle: queer.de)

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