9 Nov 09

IMG_3008_1_1Wenn es um den Untergrund von London geht, denkt man gemeinhin an die U-Bahn, an London Underground. Das ist aber längst noch nicht alles, was unter dem Grund von London sich so tunnelt.

Den meisten Besuchern fällt es nicht auf: London hat keine Flüsse und Bäche. Außer dem einen natürlich, dem großen Fluss, der Themse.

London ist von Bergen umgegen, okay, sagen wir von kleinen Bergen umgeben, okay, es sind Hügel. Wo Berge und Hügel sind, fließt auch Wasser, nur in London nicht?

In London gibt es auch Kanäle, nein, nicht Abwässerkanäle, die natürlich auch, Schiffahrtskanäle, wie zum Beispiel den Regent’s Canal. Woher kommt das Wasser? Wer füllt das Limehouse Basin und Littel Venice steht ja auch nicht auf dem Trockenen.

Nun, neben der Thames gibt es in London 15 weitere Flüsse (je nach Zählweise ein, zwei mehr oder weniger). Diese Flüsse fließen größtenteils unterirdisch. Nicht aus freiem Willen, sondern weil sie im Laufe der Zeit unter die Erboberfläche verbannt wurden: Deckel drauf und weg. Sie behinderten den oberirdischen Verkehr und störten.

Am meisten zu sehen ist noch vom River Lee, denn dieser Fluss speißt das Kanalsystem. Den River Fleet kennt man von der Fleet Street her, in Clerkenwell und am Russel Square kann man ihn durch in die Straße eingelassene Gitter rauschen hören, und der Tyburn ist jener Fluss, der der berüchtigten Hinrichtungsstätte nördlich des Hyde Park Corner seinem Namen gab. Der Counter´s Creek ändert kurz vor seinem Zusammentreffen mit der Themse seinen Namen in Chelsea Creek und seine Mündung ist gut zu sehen (wenn man weiß, wo man hingucken muss). Der Fluss Westbourne taucht kurzzeitig als The Serpentine im Hyde Park auf, um dann mit dicken Rohren in der U-Bahn-Station Sloane Square als Flussbett vorlieb zu nehmen.

Eine Karte der unterirdischen Flüsse und weitere Informationen gibt es dort:

London’s Lost Rivers

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