20 Oct 09

… sind am vergangenen Wochenende bei der Kommission für Beschwerden über das Zeitungsunwesen eingegangen.

Nein, nicht wegen des paranoiden Geschreibsels von Philipp Gut in der Welt Online. In Deutschland regt sich doch, außer ein paar Bloggern, über Homophobie in den Medien kaum jemand auf.

In Großbritannien sind die Menschen mit dem hasserfüllten Beitrag von Jan Moir in der Daily Mail über die Umstände des Todes von Stephen Gately nicht einverstanden und bescherten der Press Complaints Commission (PCC) nicht nur einen Systemabsturz, sondern auch einige Arbeit. Der Beitrag hat mehr Beschwerden ausgelöst, als die PCC sonst in fünf Jahren insgesamt erhält.  Der bisherige ‘Spitzenreiter’ war ein Artikel in The Times im Jahr 2008 mit 500 Beschwerden. Die PCC wird von einem Zusammenschluss britischer Pressehäuser getragen.

Nestlé und Marks & Spencer haben die Entfernung ihrer Werbeeinblendungen von der Website mit dem Beitrag Moirs verlangt und sich von der Schwulenfeindlichkeit der Daily Mail distanziert.

Jan Moir versteht die ganze Aufregung übrigens nicht und meint:

“I think it is mischievous in the extreme to suggest my article has homophobic and bigoted undertones.”

Nun, das ist richtig. Der Artikel hat keine homophoben Untertöne, er besteht aus reinster Homophobie!

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