Die Baptisten-Gemeinde in Friedrichshafen hat sich von ihrem Pfarrer Wolf Bruske getrennt. Bruske hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder dafür eingesetzt, dass Baptisten und andere Evangelikale ihre Ansichten über schwule Menschen überdenken. “Man kann die Bibel wörtlich oder ernst nehmen – beides zusammen geht nicht”, schrieb er seiner Gemeinde ins Gebetbuch.
Sein den Menschen zugewandtes Bibelverständnis und seine Weigerung, die Bibel als Kampfmittel gegen schwule Menschen zu gebrauchen, und die damit einhergehende fehlende Homophobie waren es, die den offiziellen Gremien seiner Gemeinde nicht in den Kram passten.
“Ich wünsche Euch, dass Ihr erkennt, dass die Andersartigkeit des Anderen keine Gefahr, sondern eine Bereicherung ist”, rief Bruske seiner Gemeinde zu. Erkannt hat diese Gemeinde, dass die von dem offiziellen Hass auf schwule Menschen abweichende Haltung eine Gefahr für die baptistische Homophobie ist. Diese will man aber um jeden Preis bewahren. Deshalb hat man sich um die Person des Pfarrers Bruske entreichert.
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