15 Jun 09

Vor wenigen Tagen sind in irgendwelchen Schmierenblättchen und bei irgendwelchen Schmierenbloggern (ie Perez Hilton) Fotos aufgetaucht, die den Milk-Drehbuchautor und Oscar-Gewinner Dustin Lance Black beim Sex zeigen. Oral- und Analverkehr sind zu sehen; sogenannter ungeschützter Oral- und Analverkehr.

Nunmehr hat Dustin Lance Black sich entschuldigt:

“It is unfortunate that individuals and other outside parties are trying to profit from material which is clearly private. I have had the privilege to speak to people across the country, both gay and straight, on a number of critical issues including safe sex.

“More important than the embarrassment of this incident is the misleading message these images send. I apologise and cannot emphasise enough the importance of responsible sexual practices.”

Er hätte sich nicht entschuldigen müssen.

  1. (aber nicht das wichtigste) hat und macht er eine gute Figur beim Sex
  2. ist es seine Sache wie und von wem er sich ficken lässt
  3. darf er so viele Schwänze lutschen wie er will
  4. darf er sich dabei fotografieren lassen
  5. (und das ist nun in diesem Zusammenhang das wichtigste) darf er sich soviel und solange ohne Gummi ficken lassen wie er will. Ich wehre mich dagegen, dass das Ficken ohne Gummi etwas Verwerfliches und Anstößiges sei und das Weglassen des Gummis einen Regelverstoß darstelle, für den man um Vergebung bitten müssen. Womöglich noch Vergebung und Verzeihung von einer nicht am Vorgang beteiligten Öffentlichkeit.

Auch das bisherige Engagement Blacks für Safer-Sex-Kampagnen ändert an meiner Wertung nichts. Selbstverständlich lautet die zentrale Präventionsbotschaft nach wie vor, Ficken nur mit Gummi. Es sei denn die beteiligten Sexpartner haben sich vorher gegenseitig über ihren gesundheitlichen Status oder die Unkenntnis desselben informiert. Dann sind alle Beteiligen in der Lage, ihre eigene Risikoeinschätzung mit ihrer Risikobereitschaft unter einen Hut zu bringen – oder zu gehen. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Dustin Lance Black unverantwortlich im Sinne eines funktionierenden Risikomanagements gehandelt haben könnte.

Das seine Sexpartnerwahl unter einem anderen Gesichtspunkt unverantwortlich war, kann er nun selbst auf vielen Homepages im Internet bewundern.

Eine Entschuldigung erwarte ich eher von Perez Hilton, der um ein paar Klicks, und der damit verbundenen Einnahmen, die zensierten wie die unzensierten Fotos veröffentlicht hat.

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