Ich wundere mich manchmal sehr über die Biografen großer Musiker. Nun, da sich Georg Friedrich Händels Todestag zum 250. mal jährt, rückt er ins Zentrum des Interesses. Deutschlandradio liefert einen Überblick über aktuelle Händelbiografien. Darin heißt es:
Weil die Quellenlage, nicht was die öffentliche Figur angeht, wohl aber das Persönliche, womöglich Intime, so überraschend dünn ist, fühlten sich Händelbiografen immer schon zum freimütigen Auspinseln jener Leerstellen eingeladen, an denen man dann den wahren, den eigentlichen Mann Händel zu erkennen meint.
“Dass Händels Privatleben geheimnisvoll, hinter einer Mauer des Schweigens versteckt ist, zeigt, wie schwierig, bedroht, einsam und leidvoll er es empfand”,
so wieder Messmer, der auch weiß, warum das so war: Der Meister war schwul.
Geheimnisvoll? Mauer des Schweigens? Versteckt?
Hallo? Händel hat doch alles aufgeschrieben, sein Leben liegt offen vor uns wie ein aufgeschlagenes Buch! Seine Noten, seine Musik! Man muss nur lesen können, man muss nur hören können!
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Kein Musik intimer, erzählender, offener, persönlicher sein?
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