4 Apr 09

“Wir wollen Menschen helfen, die sich eine Verringerung ihrer homoerotischen Gefühle wünschen”, sagt Elke Pechmann, Sprecherin des von Christl Ruth Vonholdt geleiteten “Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft”.

und bestätigt damit, was die Veranstalter des  6. Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge  in Marburg (20. bis 24.05.2009) kürzlich noch vehement bestritten haben: Es handelt sich um eine Umpolungsveranstaltung!

Naturgemäß wünscht kein Menschen die Verringerung seiner homoerotischen Gefühle (vermutlich ist eher das Gegenteil der Fall), es sei denn ein solcher Wunsch wurde ihm verbal eingetrichtert oder physisch eingebläut (bekanntlich verfahren die zu dem Kongress angemeldeten Vertreter des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft und von Wüstenstrom nach der Methode van Aardweg: Ach, du Jammerfritze, schnappe dir einen Teller mit Glasscherben und friss sie auf, aber schnell! Los, hinunter mit der Flasche Blausäure, dann kannst du dich auf dem Boden wälzen, dann weißt du wenigstens, wieso du hier herumschreist!‘ Oder: ,Ich habe große Lust, dich zum Fenster hinauszuwerfen, dort unten in die Dornenbüsche, und das tue ich jetzt auch! Hier bekommst du eins mit einem Rohr aus Blei über. Da hast du einen Fußtritt, dass du mitten durchbrichst. Jetzt schütte ich dir Benzin über den Kopf, und dann machen wir ein Feuerchen‘.).

Mit der Forderung

“In einer offenen Gesellschaft muss es doch möglich sein, über so etwas zu forschen.”

nimmt die Pechmann für sich und ihresgleichen das Recht auf Folter in Anspruch. Denn nichts anderes ist es, was da als Forschung getarnt werden soll: Psychische und, ich halte es nicht für unwahrscheinlich, physische Folter der Menschen, die in die Fänge von Vonholdt, Hoffmann, Gerlach und anderen geraten.

In Großbritannien hat eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter Psychiatern ergeben, dass ein Sechstel der Therapeuten versucht (hat), schwule Menschen zu heilen. Erfolg hatte keiner. Wo soll da also ein seriöser Forschungsansatz sein? Eine britische Psychiatervereinigung warnte ihre Mitglieder vielmehr, sich nicht straf- und zivilrechtlicher Verfolgung aussetzen:

The Royal College of Psychiatrists says all homosexuals have “a right to protection from therapies that are potentially damaging, particularly those that purport to change sexual orientation”.

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