… liegt darin, dass sie sich offenbar nur noch für Homosexualität interessiert.
Das vergreiste Kardinalpriester Janis Pujats, der in Riga (Lettland) als Erzbischof herumdattern darf, hat angeblich ein Interview gegeben. ‘Angeblich’ deshalb, weil dieses Interview mit einem Abgesandten von kathnews.de geführt worden sein soll. Kathnews wird von Paul Herzog von Oldenburg (“Die Guillotine beginnt zu fallen“) und einer Meute von vorkonziliaren Dumpfgeistern, die er um sich gescharrt hat, betrieben. Herzog von Oldenburg, der übrigens einmal auf der Liste der britischen Thronfolger stand, aber wohlweislich von eben dieser gestrichen wurde, taucht von Zeit zu Zeit aus den Sümpfen des römisch-katholischen Universums auf, um entweder die Menschenrechte abschaffen zu wollen oder geistloses zur Steuerpolitik zu verbreiten. Aufgefallen ist mir dieser Herr Herzog, der sich gerne anmaßend als Herzog ausgibt, schon früher im Zusammenhang mit einer anderen extremen christlichen Gilde: Kinder in Gefahr!
Es könnte also gut sein, dass die Herrschaften von kathnews, als sie in ihrer schwulenfeindlichen Brühe suhlten, das Interview erfunden haben, um einen Kardinal als Fürsprecher ihres Hasses vorweisen zu können. Andererseit ist der alte Verschwörer (es gab da Geheimabsprachen bezüglich seiner Kardinalsernennung) aus Riga auch für eine ziemliche Portion Schwulenfeindlichkeit gut, so dass er vielleicht wirklich gesagt hat, was kathnews schreibt. Neues jedenfalls haben weder der Kardinal noch kathnews zu bieten. Schauen wir uns den angeblichen erzbischöflichen Blödsinn einmal an:
Valdis Grinsteins: Was fördert die Verbreitung der Homosexualität?
Kardinal Pujats: Zum einen wird die Homosexualität von dem ausgeprägten Sexkult gefördert, der in den modernen Massenmedien Verbreitung findet, daneben ist auch festzustellen, dass diese Sucht in einigen Ländern im Namen falsch verstandener „Menschenrechte“ sogar offiziell gefördert wird. Andererseits stehen der Homosexualität infolge mangelnden Glaubens und der sittlichen Abstumpfung großer Teile der Gesellschaft Tür und Tor offen.
Grins-teins ist doof. Homosexualität wird nicht verbreitet, sie ist einfach da. Und Sexkult ist doch einer dieser Kulte, zu dessen Praktizierung die römisch-katholische Kirche von alters her eine Vielzahl von Einrichtungen, wie zum Beispiel Klöster, unterhält. Erstaunlich übrigens, dass sich der alte Bischof am Sexkult stört (altersbedingt?), nicht aber am Kanibalismuskult der katholischen Kirche (“dies ist mein Leib”, “dies ist mein Blut” - dann wird laut geschmatzt und geschlürft).
Valdis Grinsteins: Warum stehen so viele Menschen der Verbreitung der Homosexualität gleichgültig gegenüber?
Grins-teins ist immer noch doof. Da wird nichts verbreitet. Und abgesehen davon, stehen gar nicht so wenige Menschen “der Homosexualität” nicht ablehnend gegenüber.
Kardinal Pujats: Es sind vor allem diejenigen, die nicht an Gott glauben, die diesem Problem gleichgültig gegenüberstehen, aber zu diesen gesellen sich auch viele Christen, die ihrem Glauben keine Bedeutung zumessen.
Nicht glauben oder dem Glauben keine Bedeutung zumessen? Wo ist der Unterschied?
Warum tun sie dies? Ich sehe es am Beispiel meines Landes. In der Regierung hängt eine ganze Gruppe von Personen sowohl finanziell als auch administrativ von einem einzigen Menschen ab.
Wie im Vatikan! Also wo ist das Problem?
Sie sehen sich gezwungen, entweder zu ihrem Vorgesetzten zu halten oder aber bestenfalls still zu sein und Gleichgültigkeit an den Tag zu legen, auch wenn sie in tiefster Seele nicht mit ihm einverstanden sind.
Wie in der römisch-katholischen Kirche! Ganz genau der gleiche Kadavergehorsam wie ihn Ratzinger und Pujats verlangen. Man könnte die zusammengesetzten Ideen des Pujats als Kirchenkritik verkaufen, ja sogar als Glaubenskritik!
Im Staatsapparat kann selbst eine kleine Gruppe homosexueller Beamten leicht ein angestrebtes Ziel erreichen. Diese Frage zeitigt vor allem im Bereich der Justiz schlimmste Folgen. Das Regime der Unterdrückung wurde in der früheren Sowjetunion gerade durch die gegenseitige Abhängigkeit der Beamten am Leben erhalten.
Konspirativ wirkende homosexuelle Beamte in der Regierung der Sowjetunion? Ähm, wer hat dieses disparate Wirrwarr erfunden? Pujats oder kathnews?
Denen aber, die mit ganzem Herzen an Gott glauben, in der Gesellschaft aber keinen wirklichen Einfluss ausüben, bleibt nichts als die Alternative, sich mutig zu organisieren und mit dem Beispiel ihres auf die Erfüllung der göttlichen Gebote gegründeten Lebens Zeugnis für Christus abzulegen.
An die Waffen, Brüder und Schwestern in Christus!
Wir müssen predigen, dass das göttliche Recht und das Naturgesetz beständig und unveränderlich sind. Was sich ändert, ist die Haltung der Menschen und Parlamente und das Recht, das sie schaffen. Deshalb ist es auch keiner Legislative gestattet, die Zehn Gebote abzuschaffen, [...]
Heißt es nicht in einem dieser Gebote, “Du sollst kein falsches Zeugnis von Dir geben wider Deinem Nächsten”? Wie wäre es denn, wenn der alte Kardinal aufhören würde, Lügen über schwule Menschen zu verbreiten? Das könnte ihm vor dem Schmoren in der römisch-katholischen Hölle bewahren.
Schließlich müssen wir deutlich machen, dass die Homosexualität ein Laster ist, das man erwirbt und das daher mit Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Rauchen usw. verglichen werden kann.
Wo kann man das denn “erwerben”? Und warum ist Homosexualität ein Laster? Vielleicht hat er zuviel getrunken, der Kardinal!?
Wer die Homosexualität ausübt, kann daher nicht verlangen, dass man ihn als einer „Minderheit“ zugehörig behandelt. Wir müssen darauf aufmerksam machen, dass eine sexuelle Perversion in der Öffentlichkeit nicht geduldet werden darf, damit sie nicht die ganze Gesellschaft mit ihrem schlechten Beispiel ansteckt.
Kurz innehalten: “Naturgesetz”, meinte der Bischof zuvor. Homosexualität ist ein Vorkommnis der Natur wie Heterosexualität auch, das weiß mittlerweile jeder, der sich, anders als Pujats, in den Medien nicht nur für Sexkulte interessiert. Sexualität aber nicht auszuüben, einerlei ob Homo oder Hetero, so wie es manche römisch-katholische Priester von sich behaupten, ist gegen die Natur, meinetwegen gegen das “Naturgesetz”. Pujats ist pervers!
Wer zum Laster neigt, muss zur Disziplin gerufen und behandelt werden. Er hat kein Recht auf Legalisierung und Schutz, als ob auf ihn die Menschenrechte Anwendung fänden. Die Homosexualität ist keine sexuelle Orientierung, sondern eine sexuelle Perversion.
Auf sie mit Gebrüllt. Schlagt sie! Knüppelt sie nieder! Macht das schwule Pack fertig! – Nur zur Erinnerung: Diese Äußerung, so sie denn echt ist, stammt von einem hochrangigen Vertreter der römisch-katholischen Kirche, darf also als offizielle und verbindliche Haltung der römischen Katholiken gelten.
Die Kirche hat das Recht, Einspruch zu erheben, wenn der Staat den Homosexualismus aufdrängt. Religion und Moral gehören zu ihrem spezifischen Zuständigkeitsbereich. Wenn sie daher die Homosexualität verurteilt, überschreitet die Kirche keineswegs ihren Zuständigkeitsbereich, im Gegenteil – es sind die Regierungen und Parlamente die über ihre Bereiche hinausgehen, wenn sie göttliche Gebote und den Begriff von Tugend und Laster zu ändern versuchen.
Es gibt keinen Gott! Und wo in der Natur ist zu finden, wo in den ‘Naturgesetzen’ steht, dass die Kirche irgendwelche Rechte hat?
Außerdem gewährleisten die Konkordate, die der Heilige Stuhl mit den Regierungen vieler Länder abgeschlossen hat, der Kirche die Freiheit der Meinungsäußerung.
Ach ja, da ist doch das Konkordat, das der Heilige Stuhlgang und mit ihm die römisch-katholische Welt freudig mit dem Nazi-Regieme abgeschlossen und damit Hitler salonfähig gemacht haben.
Valdis Grinsteins: Als Reaktion auf den Druck der ausländischen Homosexuellen-Lobby wurde in Lettland ein Gesetz verabschiedet, in dem festgelegt ist, dass die Ehe ausschließlich in der Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau besteht.
Hm, der Kardinal hatte doch zuvor erklärt, dass die homosexuellen Beamten im Staatsapparat… Offenbar weiß der Kardinal gar nicht was in Lettland tatsächlich vor sich geht. Altersschwachsinn?
Kardinal Pujats: [...] An ihrer Stelle haben die Christen im Sommer das Fest der Familie mit einem feierlichen Umzug durch die Straßen der Hauptstadt begangen. Daneben gibt es ein Konzert und die Prämierung herausragender Familien. Die Christen setzen außerdem das Fernsehen, Radio und die kirchenfreundlich gestimmte Laienpresse in diesem Sinne ein.
Deutschland, 1933 – 1945.
Valdis Grinsteins: In den Medien tauchen zwar immer wieder Veröffentlichungen auf, die sich für die Homosexuellen einsetzen, doch nichts ist über den Bevölkerungsteil zu lesen, der sich entschieden gegen die Homosexualität ausspricht.
Hallo Grinst-eins, der Kardinal hat gerade genau das Gegenteil erklärt!
In diesem Interview ereifern sich zwei Homophobe, und jeder dreht sich die Sache gerade so, wie es ihm passt.
Kardinal Pujats: Es ist bestimmt nichts Neues zu sagen, dass sich die absolute Mehrheit der Gesellschaft für eine normale Familie ausspricht.
Das heißt, weg mit den Priestern, Mönchen, Nonnen.
Das aber bedeutet, dass der Umstand, dass es sich um eine „Minderheit“ mit besonderen Gesetzen handle, rechtfertigen würde, dass in allen Bereichen Menschen mit irgendeiner Sucht wie Drogenmissbrauch und Alkoholismus angenommen würden.
Den Satz hätte ich gerne richtig übersetzt.
Valdis Grinsteins: Vor einigen Monaten wurden Eure Eminenz in der liberalen polnischen Presse wegen der Art und Weise kritisiert, wie sie die Homosexualität bekämpfen.
Grins-teins ist doof! Der Kardinal bekämpft nicht Homosexualität, er bekämpft Menschen. Er ruft zum gewaltätigen Kampf gegen Menschen auf!
Kardinal Pujats: [...] Natürlich verurteilt die Kirche die Anwendung von Gewalt, doch kann sie nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was in den Straßen passiert, wenn die Parade-Teilnehmer auf Gegner stoßen.
Hier haben die Interviewschreiber nicht aufgepasst und den sematischen Bruch (“doch”) in der dem Bischof zugeschriebenen Äußerung nicht bemerkt. Sinn ergibt die Sache erst wie folgt:
“Natürlich verurteilt die Kirche die Anwendung von Gewalt und sie kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was in den Straßen passiert, wenn die Parade-Teilnehmer auf Gegner stoßen, die die Aufrufe der Kirche trotz meiner gegenteiligen Lippenbekenntnisse als das verstanden haben, was sie wirklich sind, nämlich Aufstachelung zur Menschenjagd, zu Hass, Gewalt und Mord.”
Der Drang zur gesetzlichen Anerkennung der Homosexualität hat in Wirklichkeit allein die Anerkennung der Liederlichkeit durch das Gesetz zum Ziel. Was den homosexuellen Verkehr angeht, kann man sich schlecht ein glückliches Leben in der Ausübung dieser Sünde vorstellen.
Das muss man sich nicht allein vorstellen, das kann Mann machen!
Warum legen dann die Homosexuellen einen so großen Wert auf die Legalisierung ihrer Pseudo-Ehe? Dazu kann man sagen, dass die Hölle zwar der Ort grenzenlosen Leidens ist, dass es aber dennoch nicht an Anwärtern fehlt, die unbedingt in die Hölle möchten.
Weihrauch! Das muss es sein. Weihrauch führt dazu, dass zentrale Bereiche des Hirns zerbröseln. Aber wer Angst vor dem grenzenlosen Leiden im Jenseits, also dem Nichts, hat, soll ruhig auf die grenzenlose Lust im Diesseits verzichten.
Der Ordnung halber sei angemerkt, dass es schwule Menschen gibt, die Mitglied der römisch-katholischen Kirche sind.
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