Aus einer Mitteilung des LSVD:
Homophobes Urteil im Senegal
Protestschreiben an die senegalesische Botschaft in Berlin
Liebe Freundinnen und Freunde,
die Nachrichtenagentur AFP berichtete vorgestern, dass in der senegalesischen Hautptstadt Dakar neun Männer wegen Homosexualität zu jeweils achtjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Sie mussten sich vor Gericht wegen “unanständigen Benehmens, unnatürlichen Handlungen und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation” verantworten. Sie hatten sich offenbar in einer Hilfsorganisation für aidskranke und HIV-infizierte schwule Männer engagiert.
Wir haben wegen dieses skandalösen Urteils die senegalesische Botschaft in Berlin, die deutsche Botschaft im Senegal sowie die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul, angeschrieben. Wir meinen, dass der Senegal nicht alle Vergabekriterien deutscher Entwicklungshilfe erfüllt. Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit sollte auch von der tatsächlichen Einhaltung der Menschenrechte, die natürlich auch für sexuelle Minderheiten gelten, abhängig gemacht werden.
Bitte schickt Protestschreiben an die Botschaft der Republik Senegal in Berlin.
Ein Musterschreiben findet Ihr auf der Homepage der Hirschfeld-Eddy-Stiftung: http://www.hirschfeld-eddy-stiftung.de/index.php?id=95
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