Kurz vor Weihnachten, ich erwähnte es bereits, hat der Ex-Hitlerjunge Ratzinger, gegenwärtig als Führer der römischen Katholiken angestellt, einmal mehr deutlich gemacht, wie er sich die Zukunft der Menschheit vorstellt.
Verbal wunderschön verpackt, wie wir es von Ratzinger kennen, inhaltlich aber ganz die alte Nazi-Schule, lässt er wissen
„Sie hat eine Verantwortung für die Schöpfung und sie muss diese Verantwortung auch öffentlich zur Geltung bringen. Und dabei darf sie nicht nur die Umwelt, das Wasser und die Luft, als gemeinsames Gut aller schützen. Die Kirche muss auch den Menschen schützen vor der Selbstzerstörung. Es ist eine im rechten Sinne verstandene Ökologie des Menschen notwenig.“
und meint damit nichts anderes, als dass die Menschheit zu säubern sei von schwulen Menschen, aber auch von anderen, die dem überkommenen Weltbild Ratzingers nicht entsprechen.
Zur Erläuterung fügt die Kirchenpresse hinzu:
Es sei keine altmodische Metaphysik, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau spreche und davon, dass diese Ordnung respektiert werden müsse. Nicht auf die Stimme Gottes hören, die sich in der Sprache der Schöpfung zeige, würde zur Selbstzerstörung des Menschen führen und damit zur Zerstörung von dem Werk, das Gott selber gemacht hat.
Gehen wir im Folgenden einmal von der, zugegeben recht abwegigen Annahme (!!) aus, dass es diesen Schöpfer ‘Gott’ und die von Ratzinger beschworene Schöpfung gäbe. Passen homosexuelle Menschen in diese Schöpfung? Passt Ratzinger in diese Schöpfung?
Zu ersten Frage: Da mich niemand schwul gemacht hat, weder ich selbst noch andere Menschen, und meine Eltern mich gewiss nicht in dem Wunsch gezeugt und erzogen haben, endlich einen homosexuellen Sohn zu bekommen, darf ich getrost davon ausgehen, dass ich ein Produkt der Schöpfung bin. Auch jeder seriöse Naturwissenschaftler geht heute davon aus, dass die sexuelle Orientierung keine Wahlentscheidung ist, sondern durch natürliche Einflüsse zustande kommt. Einige Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass die Chancen homosexuell zu sein für Menschen männlichen Geschlechts mit der Zahl älterer männlicher Geschwister zunimmen, während gleichzeitig eine erhöhte Fruchtbarkeit weiblicher Familienmitglieder festzustellen ist. Sie sehen darin ein Regulativ der Natur. Das ist insofern bemerkenswert, als die römisch-katholische Kirche diesen Umstand durchaus antizipiert. Zumindest in Deutschland war es in früheren Zeiten, als die Frauen noch treu-katholisch als Gebärmaschinen funktionierten, üblich, dass der jüngste Sohn einer Familie Priester wurde oder zumindest in ein Kloster eintrat.
Die Frage lässt sich leicht beantworten: Schwule Menschen sind Bestandteil der Schöpfung, wie heterosexuelle Menschen auch. Und da schwule Menschen, wenn sie nicht gerade von fehlgeleiteten, verbitterten Gläubigen zu anderem genötigt werden, an ihrer sexuellen Orientierung nicht herumschrauben wollen, besteht auch gar keine Gefahr, dass sie die Schöpfung manipulieren oder gar zerstören wollen.
Die zweite Frage ist interessanter. In der Schöpfungsgeschichte kommt ein Papst nicht vor. Während wir überall in der Natur Hinweise darauf finden, dass Homosexualität und homosexuelle Beziehungen etwas vollkommen Natürliches sind, gibt es in der gesamten Natur nicht einen Hinweis darauf, dass die Schöpfung einen Papst vorgesehen hat. Es gibt keinen Pinguin-Papst, keinen Papst bei den Regenwürmen, bei den Elefanten oder sonstwo. Auch von Gott wissen wir nicht, dass er einen Papst names Ratzinger braucht und das Ratzingertum auf seinen Willen zurückgeht. Jahrmillionenlang sind die humanoiden Lebensformen ohne einen Papst ausgekommen und weite Teile der Menschheit haben gegenwärtig mit dem Papsttum nichts am Hut. Allein aus dem Bibelwort “Du bist der Fels, auf den ich meine Kirche bauen will” schließen zu wollen, Gott habe damit die Funktionsgruppe der Päpste ins Leben gerufen, wäre mehr als vermessen.
Aus Ratzingers eigenen weihnachtlichen Worten ist vielmehr zu entnehmen, dass gerade der er es ist, der die Schöpfung zerstört, der gegen Gottes Willen handelt. Denn:
Ratzinger beruft sich auf einen seiner unfehlbaren Vorgänger:
Vor diesem Hintergrund habe sein Vorgänger Papst Paul VI. in seiner vor 40 Jahren erlassenen Enzyklika „Humanae vitae“ die Liebe gegen eine Sexualität des Konsums und die Natur des Menschen gegen seine Manipulation verteidigt.
Die Natur des Menschen, die Homosexualität mit enthält, darf also nicht manipuliert werden. Wenn Ratzinger sich immer an seine eigenen Regeln gehalten hat, hat er niemals im Leben Sex mit anderen Menschen gehabt und sich auch nicht selbst sexuell befriedigt. Das heißt, er hat bestimmte Teile seines Körpers, die ihm die Natur, der Schöpfer, gegeben hat, nicht benutzt. Die jahrzehntelange Nichtbenutzung dürfte über kurz oder lang dazu geführt haben, dass diese Körperteile verkümmert sind, dass seine Sexualorgane (nicht altersbedingt) ihre Funktionsfähigkeit verloren haben. Ratzinger hat also seinen Körper, die Natur, manipuliert. Und zwar ohne Not, denn die Sexlosigkeit ist keine Erfindung der Natur – es gibt auch keine Hinweise darauf, dass der Schöpfer eine asexuelle Lebensweise angeordnet hat -, sondern einer der vielen Irrtümer des unfehlbaren Papsttums.
Lesen wir noch einmal Ratzinger:
Der Mensch will sich selber erschaffen und ausschließlich und allein selber sich um das kümmern, was ihn betrifft. So lebt er aber gegen die Wahrheit, gegen den Schöpfergeist.
Ist es nicht Ratzinger, der sich selber als Papst erschaffen hat? Ist es nicht Ratzinger, der gegen den Schöpfergeist, den er selbst beschwört, lebt? Ist es nicht Ratzinger, der seinen Körper, und damit die Natur, gezwungen hat, gegen die Wahrheit zu leben?
Es ist Ratzinger, der sich gegen die Natur stellt. Es ist Ratzinger, der einen Teil seines von Gott gegebenen Körpers zerstört hat. Er ist es, der eine Verhaltensweise an den Tag legt, die der Schöpfung fremd ist.
Daraus folgt die nicht überraschende Erkenntnis: Die Natur des Menschen muss gegen Ratzinger verteidigt werden.
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