Alle Jahre wieder erhalten pünktlich zum Fest der Liebe die schwulen Katholiken (gemeint sind die römisch-katholischen) ihre besonderen Weihnachtsgrüße vom Papst:
„Sie [die Kirche] hat eine Verantwortung für die Schöpfung und sie muss diese Verantwortung auch öffentlich zur Geltung bringen. Und dabei darf sie nicht nur die Umwelt, das Wasser und die Luft, als gemeinsames Gut aller schützen. Die Kirche muss auch den Menschen schützen vor der Selbstzerstörung. Es ist eine im rechten Sinne verstandene Ökologie des Menschen notwenig.“
Es sei keine altmodische Metaphysik, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau spreche und davon, dass diese Ordnung respektiert werden müsse. Nicht auf die Stimme Gottes hören, die sich in der Sprache der Schöpfung zeige, würde zur Selbstzerstörung des Menschen führen und damit zur Zerstörung von dem Werk, das Gott selber gemacht hat.
„Was häufig mit dem Wort „gender” gesagt und gemeint wird, läuft letztlich auf eine Selbstemanzipation des Menschen von der Schöpfung und vom Schöpfer hinaus. Der Mensch will sich selber erschaffen und ausschließlich und allein selber sich um das kümmern, was ihn betrifft. So lebt er aber gegen die Wahrheit, gegen den Schöpfergeist. Die Regenwälder verdienen durchaus unsern Einsatz zu ihrem Schutz, aber nichtsdestoweniger bedarf auch der Mensch als Geschöpf unsern Schutz, denn in ihn ist eine Botschaft eingeschrieben, die keineswegs die Freiheit des Menschen mindert, sondern seine Voraussetzung ist.“
Die Ehe als lebenslange Verbindung von Mann und Frau nannte Benedikt XVI. ein „Sakrament der Schöpfung“. Vor diesem Hintergrund habe sein Vorgänger Papst Paul VI. in seiner vor 40 Jahren erlassenen Enzyklika „Humanae vitae“ die Liebe gegen eine Sexualität des Konsums und die Natur des Menschen gegen seine Manipulation verteidigt.
Das wird aber zahlreiche schwule Katholiken nicht davon abhalten, nicht nur zu Weihnachten in die Kirchen zu rennen, vor den Beauftragten des Papstes niederzuknien, zu lobpreisen und artig zu spenden und reichlich Kirchensteuern zu zahlen. Dann gibt es auch noch schwule Menschen, wie die beiden Deppen von Wetzlar, die ausdrücklich den Segen dieser Ratzinger-Kirche erbitten.
Daneben existiert noch eine ganz besondere Sorte schwuler Katholiken. Das sind die, die in der Kirche vorne stehen, im weißen Umhang (jedenfalls in der Weihnachtszeit), und Ratzingers Wort predigen.
Anders als Manfred Bruns vom LSVD bin ich nicht nur der Ansicht, dass
Die Vorstellungen des Papstes nicht zeitgemäß [sind], sie gehören schnellstens auf den Müllhaufen entsorgt
sondern meine durchaus, dass ebenso sehr die Menschen, insbesondere wenn sie schwul sind, die diesem Papst hinterherlaufen, die Zeichen der Zeit verpasst haben (zur Entsorgungen möchte ich allerdings nicht schreiten).
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