14 Dec 08

Vor kurzem hat ein britischer Polizist seinen Job verloren, weil er dienstliche Einrichtungen und das dienstliche Kommunikationssystem während seiner Arbeitszeit benutzte, um gegen schwule Kollegen zu hetzen. Zunächst wurde er verwarnt und mit einer Disziplinarstrafe in Höhe von rund einem halben Monatsgehalt belegt. Es half alles nichts, seine homophoben Ausfälle hörten nicht auf. Schließlich sah sein Arbeitgeber keine andere Möglichkeit mehr, den innerdienstlichen Frieden zu erhalten, als diesen Polizisten aus dem Dienst zu entfernen. Vgl hierzu auf GayWest:

Warum kultureller Pluralismus bei der britischen Polizei nicht erwünscht ist

Jetzt fängt der Polizist an zu flennen. Erst gibt er sich verständnisvoll gegenüber schwulen Menschen, denen er selbstverständlich nie etwas tun würde,

I don’t have any worries with what people do in their private lives – if they are gay, that’s fine. I haven’t gone after anyone maliciously.

um dann schwule Menschen für sein persönliches Unglück veranwortlich zu machen:

A Christian policeman who was sacked [...] said that the decision to dismiss him is “destroying” him and his family.

Nur um es klarzustellen: Dieser Polizist hat über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren schwulen Menschen das Leben schwer gemacht und den Dienstfrieden gestört. Er ist mehrfahr ermahnt und schließlich verwarnt worden, ohne dass er Ruhe gab. Nachdem sein Dienstherr nunmehr die längst fälligen Konsequenzen gezogen und ihn entlassen hat, macht der Ex-Polizist seine schwulen Kollegen, die ihm nichts getan haben, verantwortlich. Es stellt es nun so dar, als hätten ihn die Schwulen gezwungen, gegen seinen Dienstherrn zu rebellieren, seine Arbeitszeit mit dienstfremden Tätigkeiten zu vertrödeln und Eigentum des Steuerzahler zu mißbrauchen, und ihn so in die Arbeitslosigkeit getrieben. Ich nenne das Glaubenswahn!

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