Das Münsterland – unendliche Weiten

Wir versuchen, das Jahr 2008 zu schreiben. Dies sind die Abenteuer des Blogschiffs Wohndamantiga, das mit seiner 4 Mann starken Besatzung stundenlang unterwegs war, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von den Metropolen der Welt entfernt, drang die Wohndamantiga in eine Clamixie vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Nur die Tapfersten und Härtesten wurden für diese gefährliche Expedition ausgewählt. Sie mussten bereit sein, alles aufzugeben, sie mussten bereit sein, zur gleichen Zeit am selben Ort zu sein. Zwei lange Tage wurde ihnen verwehrt, Posts zu schreiben. Ohne Proviant, also ohne belegte Brote, Eintopf, Snickers und dergleichen, nur mit flüssigen Pfirsichen, die schmatzend von Bananen gelutscht wurden, nur mit dem Notwendigsten ausgestattet, dazu gehörte für zwei der Protagonisten Calvin Klein Unterwäsche, mussten sie sich im Grauen des Morgens derm Mehdorn-Bahn-Nicht-Die-Nerven-Verlieren-Test unterziehen. Rücksichtslos wurde sie durch die unendlichen Weiten des Landes um Münster, dem sogenannten Münsterland, gekarrt. Ungewiss, ob sie die Moore und Sümpfe des Landes jemals wieder lebend verlassen würden, entschloss sich die Besatzung der Wohndamantiga, ihre warme Blogumgebung zu verlassen und getrennt das Münsterland zu durchstreifen. Finstere Gestalten versuchten, sie ins kalte Moor zu locken. Wie einst die Hexe den süßen Hänsel mit einem Knusperhäuschen zu sich locken wollte, um an ihm zu knuspern, versuchten die im Münsterland Hausenden die Wohndamantiganer mit einem Weihnachtsmarkt, den sie im finsteren Wald errichteten, zu sich in die grauenhafte Kälte zu locken. Die spröden Waldschrate wollten an den Blogschiffern knuspern. Sie hatten keinen Erfolg; die tapferen Wohndamantiganer ließen sich nicht in Versuchung führen.

Sternförmig und zu unterschiedlichen Zeit, damit wenigsten einer der Irren ihren durchkomme und sie nicht allesamt den Moorgeistern und Sumpfgespenstern zum Opfer fielen, näherten sie sich dem geheimnisvollen Ort mitten im Münsterländer Kreidebecken, in der tiefsten Schwammfauna: Coesfeld!

Der unkundige mag sich mit der Aussprache vertraut machen: Koo-s-feld, nicht Zösfeld.

Nur auf alten, lange geheim gehaltenen Geheimplänen, mittelalterlichen Schatzkarten, ist der Ort zu finden. Der Interessierte mag sich an den umliegenden bedeutenden westfälischen Metropolen Oberstrote, Dickebülten, Tungerloh-Pröbsting, Havixbeck und Osthellermark orientieren.

Doch, zur Überraschung der Forscher: Der längst untergegangen gewähnte Ort ist bewohnt. Von Hühner, Rindern, Gänsen, Schnitzeln und Menschen. Und die verwegenen Entdecker machten eine unglaubliche Entdeckung. Sie entdeckten den Namensgeber der Clamixie: Den Clamix. Den einzig wahren Clamix! Nach Coesfeld verschleppt durch seinen Ernährer, den Pommesbaron.

Ach, ich könnte jetzt noch stundenlang weiterschreiben. Ich kann nämlich vollkommen lösgelöst von der Frage, ob das, was ich schreibe jemand liest, schreiben… 8O

Aber ich komme zum Wesentlichen: Der Ausflug nach Coesfeld hat sich gelohnt. Gerade der Abend im centralen Cafe hat bei mir ein seltenes Gefühl von Vertrautheit, Offenheit und Geborgenheit erzeugt und mich in wehmütiger Stimmung den Heimweg antreten lassen.

Deshalb widme ich diesen, meinen eintausendsten Post

Claus, René, Georg und Ulli!

jtl

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